Die Welt der Brettspiele - Geschichte und Arten sowie Empfehlungen für Kinder und Erwachsene

Nahaufnahme von Spielbrett des Spiels Mensch ärger dich nicht mit Spielfiguren in gelb, grün, blau und rot

Auch wenn sie zum Teil ein wenig in Vergessenheit geraten sein dürften, sind Brettspiele bei Kindern sowie Erwachsenen, in klassischer oder neuzeitlicher Form, immer noch gefragt

Wo sind nur die guten alten Spielabende geblieben? Die meisten Brettspiele verstauben im Regal, da sie heutzutage, neben all den Spielkonsolen, als langweilig gelten. Wenn wir uns aber an die Spielabende mit unseren Freunden oder Familien erinnern, dürften wir an schöne Zeiten denken, in denen viel gelacht wurde.

Spiel, Spaß und gemeinsame Stunden

Unter Brettspielen versteht man Gesellschaftsspiele, die auf einem Spielbrett ausgetragen werden. Als Spielmaterial benutzen die Akteure meist Steine oder Figuren.

Nicht immer ist ein Spielbrett aus Holz oder besteht nur aus einem Stück. So kann es auch variabel sein und sich vor jedem Spiel erneut zusammensetzen lassen. Die Auswahl an Brettspielen ist riesengroß, sodass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte.

Dem ein oder anderem geht es bei Mensch, ärgere dich nicht, Backgammon und Konsorten sicherlich auch ums Gewinnen. Aber was diese Spiele so besonders macht, ist die Geselligkeit, die sie mit sich bringen.

Einige leckeren Knabbereien, etwas zu Trinken und eben das Brettspiel auf den Tisch, die Familie oder Freunde drum herum versammelt und schon kann der gemütliche Abend losgehen. Es muss nicht immer ein DVD-Abend oder eben das Zocken an der Playstation oder anderen Spielkonsolen sein.

Natürlich ist das Spielen von Brettspielen nicht an einem Spielabend gebunden. Zu Zeiten, in denen es viele Familien gibt, in der jedes Mitglied sein eigenes Leben für sich führt, kann es die Familie zusammenführen, wenn ab und zu mal ein Spiel ausgepackt wird und die Familie einfach mal etwas zusammen macht.

Brettspiele für gemütliche Abende oder Nachmittage unter Familie oder Freunden
Brettspiele für gemütliche Abende oder Nachmittage unter Familie oder Freunden

Neben den Klassikern Mensch ärgere dich nicht, Mühle, Dame usw. kommen jedes Jahr neue großartige Brettspiele auf den Markt. Oft sind sie etwas aufwendiger gestaltet und teilweise auch komplexer im Spielablauf als die Klassiker.

Statt das x-te Videospiel zu verschenken, versuchen Sie es das nächste Mal doch mal mit einem Brettspiel. Vielleicht werden die Kinder merken, wie viel Spaß es machen kann, seine Zeit mit Anderen bei einem Brettspiel zu verbringen, statt fast ausschließlich seine Zeit alleine vor der Konsole zu sitzen.

Kinder schätzen die lustige Gesellschaft eines Brettspiels anstelle des einsamen Konsolenspiels
Kinder schätzen die lustige Gesellschaft eines Brettspiels anstelle des einsamen Konsolenspiels

Auswahlhilfe

Wer sich bei der Auswahl von neuen Brettspielen unsicher ist, kann sich nach den Empfehlungen der Jury "Spiel des Jahres" richten. Diese Jury entscheidet jedes Jahr aufs Neue, welches Brettspiel den Namen Spiel des Jahres tragen darf.

Darüber hinaus gibt sie auch eine Liste mit anderen empfehlenswerten Spielen heraus. Die Käufer der Brettspiele sind sich meist einig mit der Meinung der Jury und daher gelten ihre Empfehlungen als guten Ratschlag bei der Kaufentscheidung.

Spielend lernen

Wer sich ein Brettspiel zulegt, bei dem Fragen zu den unterschiedlichsten Bereichen wie Geschichte, Politik, Geographie u.s.w beantwortet werden müssen, tut etwas für sein eigenes Allgemeinwissen genauso wie das seiner Familie. So werden Kinder spielerisch mit geschichtlichen und politischen Fakten vertraut gemacht.

Auf diese Weise lassen sich also Spaß und Bildung verbinden. Aber die wichtigste Funktion von Brettspielen ist und bleibt es, Menschen um einen Tisch zu versammeln und eine schöne Zeit zu bescheren.

Die Geschichte der Brettspiele

Brettspiele können auf eine lange Tradition zurückblicken. Man unterscheidet zwischen klassischen und neuzeitlichen Spielen.

Klassische Brettspiele

Schon seit vielen Generationen sorgen Brettspiele für Unterhaltung und Spaß bei Jung und Alt. So kannte man sie bereits im Altertum.

  • Zu den ältesten Brettspielen, die uns bekannt sind, zählt das "Königliche Spiel von Ur", das etwa um 2600 v. Chr. gespielt wurde.

  • Aus der gleichen Zeit stammt das ägyptische Spiel "Senet".

  • Ein typisches klassisches Brettspiel ist "Go". Dieses traditionsreiche Spiel hat seinen Ursprung in China, erhielt seine besondere Prägung jedoch in Japan und Korea. Seit dem 20. Jahrhundert spielt man es auch außerhalb von Ostasien.

  • Zweifellos eines der bekanntesten klassischen Brettspiele ist Schach. "Schach" bedeutet übersetzt "Königliches Spiel".

    Dabei handelt es sich um ein strategisches Spiel, bei dem die Spielfigur des Königs angegriffen und schachmatt gesetzt werden muss. Schach ist so populär, dass es Schachvereine und Schachverbände auf der ganzen Welt gibt, die zahlreiche Turniere austragen. Sogar eine Schachweltmeisterschaft wird gespielt.

  • Ebenfalls zu den klassischen Brettspielen zählt "Backgammon", das eine Mischung aus Glücksspiel und Strategiespiel darstellt. Vorläufer dieses Spiels, das mit Würfeln und Spielsteinen ausgetragen wird, gab es bereits in der Antike.

Weitere klassische Brettspiele sind

  • Mühle
  • Dame
  • Bagh Chal
  • Mancala und
  • Pachisi.
Schach als einer der ältesten Klassiker
Schach als einer der ältesten Klassiker

Neuzeitliche Brettspiele

Aber auch unter den neuzeitlichen Brettspielen findet man zahlreiche Klassiker. Dazu gehört vor allem "Mensch ärgere Dich nicht", das ein Abkömmling des indischen Pachisi ist. Ins Leben gerufen wurde die heutige beliebte Version im Jahr 1907 von dem deutschen Unternehmer Josef Friedrich Schmidt (1871–1948).

"Mensch ärgere dich nicht", der Klassiker unter den Brettspielen
"Mensch ärgere dich nicht", der Klassiker unter den Brettspielen

Ab 1914 wurde das Brettspiel in Serie produziert und avancierte zum populärsten Gesellschaftsspiel in Deutschland. Ebenfalls großer Beliebtheit erfreut sich "Monopoly", bei dem man versucht ein Imperium aus Grundstücken aufzubauen.

Das populäre Brettspiel wurde 1904 in den USA erfunden und mauserte sich zu einem der erfolgreichsten Spiele der Welt. Weitere bekannte neuzeitliche Brettspiele sind

  • Halma
  • Scrabble
  • Malefiz und
  • Risiko.

Autorenspiele

Unter Autorenspielen versteht man moderne Gesellschaftsspiele, die sich Spieleautoren ausgedacht haben. Sie verfügen über eine Reihe von besonderen Eigenschaften.

Entwicklung

Bei Autorenspielen kann es sich sowohl um Kartenspiele als auch um Brettspiele handeln. Die modernen Gesellschaftsspiele weisen bestimmte Merkmale bei ihrer Gestaltung, Thematik und Umsetzung auf.

Typisch für Autorenspiele ist, dass auf der Verpackung des Spiels zumeist auch der Autor des Spiels genannt wird und dieser somit bekannt ist, was bei klassischen Brettspielen wie "Monopoly", "Risiko", "Scrabble" oder "Cluedo" nicht so ist. Die Übergänge zwischen Autorenspielen und anderen Brettspielen können jedoch manchmal fließend sein, sodass es nicht immer möglich ist, ein bestimmtes Spiel eindeutig einzuordnen.

Da Autorenspiele in ihrer Anfangsphase vor allem aus Deutschland stammten, nennt man sie im englischen Sprachraum auch German Games. In den letzten Jahren sind Autorenspiele überaus populär geworden und haben deutlich an Qualität gewonnen.

Begonnen hat der Siegeszug der Autorenspiele ab 1980 mit Spielen wie "Civilization" und "Scotland Yard". Als Meilenstein der Autorenspiele gilt vor allem "Die Siedler von Catan", das von Klaus Teuber stammt, der zu den bekanntesten Spieleautoren der Welt zählt.

Besondere Merkmale von Autorenspielen

Autorenspiele verfügen über einige besondere Eigenschaften. So zeichnet sich das Material der Spiele durch hohe Qualität und interessante Gestaltung aus. Sowohl Spielpläne als auch Karten werden auf phantasievolle Weise gestaltet und dem Thema des Spiels entsprechend angepasst.

Das Material der Spielfiguren ist zumeist aus Holz anstelle von Kunststoff. Die Wiedergabe von Informationen auf den Spielplänen erfolgt in der Regel durch Piktogramme, was die Teilnahme von jüngeren Kindern erleichtert und zur internationalen Verbreitung beiträgt.

Die Regeln von Autorenspielen sind einfach zu verstehen und nicht unnötig kompliziert. Daher wird auch auf Sonderregeln verzichtet.

Dennoch ermöglichen die Spielmechanismen, die gut durchdacht sind, eine angemessene Tiefe des Spiels. So bereiten die Spiele sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen Freude.

Die Dauer der meisten Autorenbrettspiele liegt zwischen 60 und 90 Minuten. Begrenzt wird die Spieldauer in der Regel durch den Spielmechanismus, wodurch es nicht zu extrem langen Spielzeiten wie bei "Risiko" oder "Monopoly" kommen kann.

Zumeist definiert sich das Ziel des Spiels über Siegpunkte. So gewinnt am Ende derjenige, der die meisten Punkte erreicht hat. Bis zum Ende eines Autorenspiels können sämtliche Mitspieler teilnehmen, da ein vorzeitiges Ausscheiden wie bei anderen Brettspielen nicht möglich ist.

Bei Autorenspielen ist ein vorzeitiges Ausscheiden eines oder mehrerer Spieler nicht möglich
Bei Autorenspielen ist ein vorzeitiges Ausscheiden eines oder mehrerer Spieler nicht möglich

Brettspiele auf dem Computer

Brettspiele gehören zusammen mit Kartenspielen zu den beliebtesten Spielen überhaupt. Mittlerweile sind zahlreiche klassische Brettspiele auch als Computerspiele erhältlich oder können als Browserspiele über das Internet gespielt werden. Ebenso werden DVD-Brettspiele oder elektronische Brettspiele, die mit Sprachausgabe und Sensoren ausgestattet sind, angeboten.

Zu den Brettspielen, die für den heimischen PC umgesetzt wurden, gehören unter anderem Klassiker wie

  • Mensch ärgere Dich nicht
  • Risiko
  • Monopoly
  • Scotland Yard
  • Malefiz
  • Schach
  • Mühle
  • Backgammon oder
  • Die Siedler von Catan.

Computer-Brettspiele haben gegenüber herkömmlichen Brettspielen sogar einige Vorteile.

Offline oder online spielen

Die meisten angebotenen Computer-Brettspiele lassen sich auch offline, also ohne einen Internetanschluss, spielen. Als Spielgegner fungiert dabei der Computer. Angeboten werden die Computer-Brettspiele sowohl einzeln als auch als Pakete, die mehrere Spiele enthalten, sodass man sich auch eine ganze Brettspielsammlung für den PC anlegen kann.

Wer nicht immerzu gegen den Computer spielen möchte, kann zusätzlich das Internet nutzen. Dort lassen sich ebenfalls diverse Brettspiele in Online-Portalen spielen. Die Online-Games werden meist kostenfrei angeboten.

Je nach Spiel hat man in den Portalen die Möglichkeit, gegen einen oder mehrere Spielpartner anzutreten, was für zusätzliche Spannung sorgt. Außerdem können sich die Spieler über ein Chatfenster miteinander unterhalten. Auf diese Weise lassen sich neue Kontakte knüpfen und vielleicht sogar Freundschaften schließen.

Zahlreiche Internet-Spielportale bieten die Möglichkeit, dort als Gast zu spielen. Das bedeutet, dass man sich zum Spielen nicht extra anmelden und einloggen muss. Möchte man jedoch die Seite nicht nur testen, sondern sie dauerhaft nutzen, ist eine Anmeldung durchaus zu empfehlen, da sich dadurch leichter Mitspieler finden lassen.

Spielvoraussetzungen und Einstellungen

Bevor man sich ein Computer-Brettspiel zulegt, ist es ratsam darauf zu achten, ob sich das System und die Grafikkarte des Computers auch für das Spiel eignen. Auf dem Spiel findet man in der Regel die richtigen Empfehlungen.

Bei Computer-Brettspielen ist es möglich, genaue Einstellungen vorzunehmen. So kann man als Anfänger einen leichten Schwierigkeitsgrad auswählen.

Ist man im Umgang mit den Spielen geübter, lassen sich die Einstellungen entsprechend erweitern. Darüber hinaus können zahlreiche Details reguliert werden.

Hybridspiele

Das Hybridspiel oder auch Hybrides Spiel vereint Elemente des klassischen Brettspiels mit denen eines Computerspiels. Der Spieleablauf erfolgt auf herkömmliche Weise. Verschiedenste Spielmerkmale, wie Züge und deren Auswertungen sowie das Würfeln wird vom Computer berechnet.

Dies ist auch der Unterschied zum gängigen Computerspiel - der Rechner ersetzt das Spielfeld nicht, sondern unterstützt die Spieler lediglich bei der Auswertung. Auf diese Weise lassen sich Genauigkeit sowie Spielgeschwindigkeit erhöhen. Als klassisches Hybridspiel gilt Schachcomputer.

Didaktische Brettspiele

Während der Fokus bei den erwähnten Spielen im Spiel selbst liegt, haben didaktische Spiele das Ziel, einen bestimmten Lernstoff zu vermitteln. Sie können eingesetzt werden, um den Lernprozess im Rahmen eines Pausenspiels zu unterstützen, oder den Hauptpart als integrierten Unterrichtsbestandteil einnehmen. Didaktische Brettspiele kommen zum Beispiel im

  • Deutsch-
  • Fremdsprachen-
  • Mathematik-
  • Erdkunde-
  • Biologie-
  • Technik- oder
  • Verkehrsunterricht

zur Anwendung. Neben dem thematisierten Bereich schulen die Spieler mitunter auch ihre Sozialkompetenz. Sie lernen zudem, mit möglichen Niederlagen umzugehen und können - beispielsweise im Rahmen von Seniorenspielen - ihre kognitiven Fähigkeiten trainieren.

Beim rezeptiven didaktischen Brettspiel werden den Spielern klare Anweisungen und Regeln vorgegeben; die Lösungen, die es zu finden gilt, sind ebenso klar gestellt. Primäres Ziel ist es, Punkte zu sammeln und sich gegen seine Mitspieler durchzusetzen. Gleichzeitig wird - jedoch eher hintergründig - sich neues Wissen und Können angeeignet.

Zu den Beispielen für rezeptive didaktische Brettspiele zählt man

  • das Klappe-Brett-Spiel, bei dem die Grundrechenarten im Vordergrund stehen
  • Schiffe versenken, bei dem der Umgang mit dem Koordinationssystem geschult wird sowie
  • Typdom, welches zur Aufgabe hat, aus unterschiedlichen Buchstaben Wörter zu bilden.

Wie der Name bereits aussagt, liegt der Fokus beim kreativen didaktischen Brettspiel auf der Kreativität. Die Spieler folgen hierbei einer fixen Idee, überlegen sich die Regeln dazu jedoch selber. Ziel ist also zunächst, ein eigenes Brettspielkonzept zu entwickeln; als Nächstes können die Spieler dieses nutzen, um die erlernten Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern.

Als typisches Beispiel gilt das "Schulwegspiel" aus dem Bereich der Verkehrserziehung. Hierbei gehen Kinder zunächst unter Betreuung ihren Schulweg ab und notieren alle möglichen Gefahrenpunkte und Verkehrshilfen. Auf einem Brettspiel wird dieser Weg nachgezeichnet; Gefahren- und Ereigniskarten dienen als zusätzliches Spielmaterial und können den Spielverlauf, der zum Beispiel mithilfe von Würfeln vorwärts geht, bremsen oder beschleunigen.

Kraftquelle Holz-Brettspiele

Seniorin spielt "Mensch ärgere dich nicht" und hält einen Würfel in der Hand
Altenheim Bewohnerin spielt Mensch ärgere dich nicht © Sir_Oliver - www.fotolia.de

Täglich erreichen einen neue Schreckensmeldungen von Krisen und Unsicherheiten. Meldungen, die Stress auslösen und gewiss nicht für eine gute Laune sorgen.

Hier kann es helfen sich im Spiel zu vertiefen und dabei einfach nur Mensch zu sein und sich und seinen Mitspielern einige Stunden Spaß und Abwechslung zu gönnen. Gerade auch die kommenden Ostertage geben etwas mehr Raum und Zeit und bieten sich geradezu an mit Brettspielen seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Holzbrettspiele aus Naturmaterialien erfreuen nicht nur die Optik, sondern vermitteln auch ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit.

Ob Strategiespiele für mehrere Personen oder doch lieber Spiele für eine Person - Spannung und viel Abwechslung sind bei den hochwertigen Holzspielen auf jeden Fall unschlagbare Faktoren, um einen hektischen Alltag einmal beiseite schieben zu können.

Im Folgenden haben wir ein paar Empfehlungen für Kinder sowie für Erwachsene zusammengestellt...

Beliebte Brettspiele für Kinder

Brettspiele machen nicht nur Spaß, sie fördern auch soziales Miteinander und das Familienleben. Im Unterschied zu hektischen Computerspielen wirken Brettspiele eher beruhigend auf Kinder.

Darüber hinaus haben sie den Vorteil, dass sie leicht und ohne großen Aufwand zu spielen sind. Am schönsten ist es natürlich, wenn die ganze Familie miteinander spielt. Doch welche Brettspiele gelten als geeignet für Kinder?

Mensch ärgere Dich nicht

Zu den Klassikern der Brettspiele schlechthin gehört nach wie vor Mensch ärgere Dich nicht. Das Spiel kann von zwei bis sechs Personen gespielt werden und ist für Kinder leicht zu erlernen. So verfügt jeder Spieler über vier Spielfiguren in einer bestimmten Farbe, die auf einem Starterfeld platziert werden.

Nacheinander müssen die Figuren das Spielfeld umrunden, um zum Zielfeld zu gelangen. Wie viele Felder die Figuren zurücklegen dürfen, wird durch Würfel entschieden. Am Ende gewinnt derjenige, der als erster alle Figuren in das Zielfeld gebracht hat.

Brettspiel "Mensch ärgere Dich nicht" feiert 100-jähriges Jubiläum

Spielzug bei Mensch ärgere dich nicht, Brettspiel
Rauswerfen © Kathrin39 - www.fotolia.de

Wer kennt ihn nicht, den Brettspiel-Klassiker "Mensch ärgere Dich nicht"? Früher war das beliebte Gesellschaftsspiel aus keinem Haushalt wegzudenken und auch heute noch verkauft sich der Klassiker gut.

Entstehung des Gesellschaftsspiels

Vor genau 100 Jahren wurde das Spiel von Josef Friedrich Schmidt erfunden. Damals bastelte der Münchener aus einem einfachen Schuhkarton und ein paar Holzfiguren ein fesselndes Spiel, um seine Söhne zu Hause bei Laune zu halten.

Während das Spiel bei seinen Kindern gut ankam, stießen andere, selbstgebastelte Exemplare zunächst aber nicht auf großes Interesse. Erst nachdem Schmidt ein paar Tausend Exemplare an Kriegslazarette spendete, sprach sich das Spiel herum.

Klassiker auch in anderen Spielformen erhältlich

Im Jahr 1920 gingen erstmals mehr als eine Million "Mensch ärgere Dich nicht"-Spiele über die Ladentheken. Mittlerweile gibt es den Klassiker auch in anderen Spielformen, wie etwa als Kartenspiel oder als App. Aber auch die klassische Brettspielform verkauft sich heutzutage noch rund 400.000 Mal im Jahr.

Halma

Ebenfalls zu den Klassikern des Brettspiels gehört Halma, an dem zwei bis drei Spieler teilnehmen können. Jeder Teilnehmer bekommt 15 Spielfiguren, die eine bestimmte Farbe aufweisen.

Die Spieler haben die Aufgabe, die Spielfiguren auf dem sternenförmig angelegten Spielfeld auf die andere Seite zu bringen. Dazu können Figuren des Gegners, aber auch eigene, übersprungen werden, um schneller ans Ziel zu kommen.

Es ist aber auch möglich, die Figuren einfach zu schieben. Dabei muss man sich an den vorgegebenen Linien orientieren. Sieger ist am Ende, wer es als erster schafft seine Figuren allesamt ins Ziel zu bringen.

Malefiz

Malefiz wird auch Barricade genannt. Das Spiel kann von zwei bis vier Spielern gespielt werden.

Da es leicht zu verstehen ist, eignet es sich auch gut für jüngere Kinder. Auf dem Spielfeld befinden sich mehrere markierte Felder, auf die Hürdensteine gestellt werden.

An diesen Barrikaden kommt man nur vorbei, wenn man die passende Augenzahl würfelt. Außerdem kann man die Hürdensteine anderen Mitspielern in den Weg legen. Am Ende gewinnt der Spieler, der als erster das Ziel erreicht.

Weitere beliebte Brettspiele sind

  • Carcassonne
  • Die Siedler von Catan und
  • Monopoly.

Für welches Alter sich ein Spiel eignet, lässt sich auf dessen Verpackung ersehen.

Beliebte Brettspiele für Erwachsene

Brettspiele erfreuen sowohl junge als auch ältere Menschen. So werden Spiele angeboten, die sich für jede Altersstufe eignen. Zu den Brettspielen, die von Erwachsenen besonders gern gespielt werden, gehören:

Schach

Schach zählt zu den beliebtesten Klassikern des Brettspiels. In Europa gilt es sogar als das bedeutendste Brettspiel von allen. So sind zahlreiche Schachspieler Mitglied in einem Schachverein.

Vereine und Verbände, die weltweit im FIDE, dem Weltschachverband organisiert sind, richten zahlreiche Schachturniere aus. Natürlich lässt sich das Spiel auch zum reinen Vergnügen spielen.

Gespielt wird auf einem Schachbrett, das die Form eines Quadrats hat und in 64 weiße und schwarze quadratische Felder unterteilt wird. Auf diesem Spielfeld bewegt man die 32 Spielfiguren hin und her.

Zu den Figuren gehören jeweils

  • ein König
  • eine Dame
  • zwei Springer
  • zwei Läufer
  • zwei Türme sowie
  • acht Bauern.

Gespielt werden kann das Spiel von zwei Spielern. Ziel des Schachspiels ist es, den König des Gegenspielers Schachmatt zu setzen und damit die Partie für sich zu entscheiden.

Schach als beliebter Klassiker unter Erwachsenen
Schach als beliebter Klassiker unter Erwachsenen

Monopoly

Ein weiterer Klassiker unter den Brettspielen ist Monopoly, das von zwei bis sechs Spielern gespielt werden kann. Beim Monopoly ist es das Ziel, ein Grundstücksimperium zu errichten, wozu man so viele Besitzrechte wie möglich erwerben muss. Dazu gehören 22 Straßen, 4 Bahnhöfe sowie ein Wasserwerk und ein Elektrizitätswerk.

Auf den erworbenen Spielfeldern können Bauwerke wie Häuser und Hotels errichtet werden. Landet ein Mitspieler auf einem Feld, das einem anderen Spieler gehört, muss er Miete zahlen. Sieger des Spiels ist derjenige, der am Ende über die größte Summe an Spielgeld verfügt.

Das Original-Monopoly-Spiel war kreisförmig

Monopoly in seiner Originalform wurde bei einer Auktion für 145.000 Dollar versteigert

Viele kennen das Brettspiel "Monopoly" mit seiner Schloss- und Parkstraße und den vier Bahnhöfen, die man alle beim Spiel kaufen kann, und das man mit Würfeln spielt. Ziel ist es, bei dem Spiel möglichst der Reichste zu werden, das heißt alle Grundstücke zu besitzen, wobei die anderen Spieler dann total Pleite sind.

Charles Darrow, der als Erfinder des Spiels gilt, obwohl eigentlich vor ihm schon Elizabeth Magie Phillips das Spiel unter dem Namen "The Landlord's Game" im Jahr 1904 patentieren ließ, hatte seinerzeit im Jahr 1930 das Spiel kreisförmig angeordnet, so gibt es auch eine Handanfertigung auf einem Öltuch von ihm. Das damalige Spiel hatte einen Durchmesser von 33 Zoll, aber sonst ist alles so wie wir es kennen.

145.000 Dollar für Original-Monopoly

Jetzt wurde dieses Spiel bei einer Auktion für 145.000 US-Dollar versteigert. Der jetzige Markeninhaber Parker Brothers hatte zuerst die Rechte von Charles Darrow und später auch noch die von Elizabeth Magie Phillips erworben und besitzt die Markenrechte am Namen Monopoly.

Nach Deutschland kam das Spiel im Jahr 1936 und wurde in der Lizenz der Schmidt Spiele vertrieben. Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit Monopoly über das Internet zu spielen.

Neues Monopoly-Spiel für Facebook-User in der Entwicklung

Viele kennen das beliebte Brettspiel "Monopoly", wo man versuchen will möglichst viele Straßen und Häuser, beziehungsweise Hotels, zu erwerben und schließlich einer der Gewinner ist. Aber mittlerweile treffen sich viele Jugendliche nicht mehr bei irgendeinem Freund zusammen zum Spiel, sondern man verabredet sich über das Internet auf der Plattform des sogenannten "Facebook".

Jetzt wird ein ähnliches "Brettspiel" wie das bekannte "Monopoly" entwickelt, so dass dann die User des Facebook darüber miteinander spielen können. Dies soll auch gegen Einsamkeit sowie Depression helfen, die oftmals durch solche soziale Netzwerke entstehen können, wie verschiedene Studien zeigten.

Zum 80. Geburtstag echtes Geld im Monopoly-Karton

Hersteller Hasbro hat Bares im Spielkarton versteckt

Euro-Geldscheine über offenen Händen - Erfolg und Gewinn im Beruf
gewinn © vege - www.fotolia.de

Das beliebte Brettspiel Monopoly feiert seinen 80. Geburtstag. Seit Jahrzehnten kaufen Spieler Straßen, bauen Häuser und Hotels und kassieren Miete.

Mit Glück findet man echte Euro-Scheine

Zum Jubiläum hat die Herstellerfirma Hasbro in Frankreich nun echtes Geld versteckt. Wer sich ein neues Monopoly-Spiel kauft, findet mit ein wenig Glück 150 oder 300 Euro. In einem Karton ist sogar die gesamte Spielsumme von 20.580 "Monopoly-Dollar" in echten Euro-Scheinen versteckt.

Für das Verteilen der Geldscheine war ein Justizbeamter zuständig. Dabei musste ein Platzproblem gelöst werden, denn echtes Geld ist ein wenig größer als das Spielgeld, das sich sonst in dem Karton befindet. Man habe den Wunsch der Leute erfüllen wollen, teilte Hasbro mit.

Brettverteilung für die neue Ausgabe vom Deutschland "Monopoly" vorgestellt

Im Internet wurde von etwa 550.000 Menschen zwischen Januar und April diese Jahres eine Abstimmung zur Brettverteilung der neuen deutschen Ausgabe vom beliebten Brettspiel "Monopoly" durchgeführt. Das Ergebnis wurde nun von der Herstellerfirma Hasbro bekannt gegeben.

Demnach ist das Saarbrücker Schloss für 4 Millonen Euro das teuerstes Grundstück im neuen Spiel. Es folgen das Brandenburger Tor mit 3,5 Millionen Euro, das Händeldenkmal in Halle mit 3 Millionen Euro und das Rathaus in Augsburg mit 2,8 Millionen Euro. Bis jetzt waren in der klassischen deutschen Ausgabe von "Monopoly" nur fiktive Straßennamen vorhanden.

"Monopoly"-Fans können bei der neuen Ausgabe mitentscheiden

Ab sofort können Sympathisanten des weltbekannten Spiels "Monopoly" im Internet für die neue "Welt"-Ausgabe voten. Aus 69 vorgeschlagenen Städtenamen können die freiwerdenden 22 Straßennamen gewählt werden. Dies ließ der Hersteller Hasbro in Dreieich (Hessen) verlauten.

Das Spielfeld mit den höchsten Mieteinnahmen, das bislang die Schlossallee war, wird die Stadt erhalten, die die meisten Stimmen für sich gewinnen. Es stehen insgesamt 69 Weltstädte dafür zur Auswahl.

Das beliebte und bekannte Brettspiel wird in 103 Ländern gespielt und ist auf 37 verschiedenen Sprachen zu kaufen. Das internationale Spiel soll dann schon im Spätsommer 2008 in den Läden stehen.

Oberpfalz-Monopoly - Wenn man um Sraßen im eigenen Bezirk spielt

Der langweilige Fernsehabend wird bei den Oberpfälzern jetzt durch den Kampf um heimische Straßen und Häuser ersetzt. Der nette Spielabend wird in der Oberpfalz zum richtigen Highlight, denn das erste Oberpfalz-Monopoly ist auf dem Markt.

3600 Exemplare sind bereits in den Läden zu erhalten, Regierungspräsidentin und Bürger sind begeistert.

Bei der Monopoly-WM schlägt sich der deutsche Favorit gut

In Las Vegas finden jährlich die Weltmeisterschaften des Gesellschaftspiels Monopoly statt. Neben dem unvergleichlichen Ruhm lockt auch das Preisgeld von 20.580 US-Dollar, dem Betrag des US-amerikanischen Spielgeldes von Monopoly.

Vom 20. bis 22. Oktober diesen Jahres trafen sich Monopoly-Zocker aus aller Welt im Caesars Palace, um sich die begehrtesten Straßen zu holen. Hans-Georg Schellinger, Kältebauanlagenbauer aus Reutlingen, führte nach dem ersten Spieltag und 3 Vorrundenspielen das Feld an. Im Semifinale aus den 16 besten Spielern waren auch der Schweizer Martin Junghanns und der Österreicher Günther Vavra dabei.

Die meisten Hotels erzockte sich schließlich ein Norweger: Bjørn Halvard Knappskog aus Oslo ist diesjähriger Monopoly-Weltmeister geworden. Der 19-jährige Student startete als Sechzehntplazierter ins Halbfinale und konnte nach spannenden Spielen und einem Speed Die als jüngster Monopoly-Meister in die Geschichte des Spiels eingehen.

Risiko

Zu den Klassikern der Strategiespiele zählt Risiko. Gespielt werden kann das Brettspiel von zwei bis sechs Teilnehmern. Das ursprüngliche Spielfeld besteht aus einer vereinfachten Karte der Welt, die sich aus 42 Ländern zusammensetzt.

Die Spieler versuchen nun mithilfe ihrer Spielfiguren so viele Länder und Kontinente wie möglich an sich zu bringen. Sieger ist der derjenige, dem es gelingt seinen Auftrag auszuführen. Dies kann die Eroberung von bestimmten Ländern oder Kontinenten sein oder der Sieg über die gegnerischen Streitkräfte.

Brettspiele auf der Kinoleinwand - "Risiko" ein Risiko?

"Tomb Raider", "Prince of Persia" und "Far Cry" - zahlreiche Computerspiele haben mittlerweile den Sprung auf die Kinoleinwand geschafft. Doch auch das gute, alte Brettspiel hat noch nicht ausgedient und wartet auf seine filmische Umsetzung.

"Risiko", ein Klassiker unter den Strategiespielen, ist eines der weltweit bekanntesten Brettspiele. Es ist in zahlreichen Sprachen erschienen und erlebt auch 50 Jahre nach der Ersterscheinung immer wieder Neuauflagen.

Nun soll John Hlavin ("Underworld 4") im Auftrag von Columbia Pictures ein Drehbuch verfassen. Ob der Film ein ähnlicher Erfolg wie das Spiel wird, wird sich allerdings erst an den Kinokassen entscheiden. Gerüchteweise sollen auch andere Spiele demnächst die Zuschauer in die Lichtspielhäuser locken. So sollen auch "Monopoly", "Space Invaders" sowie "Asteroids" bald verfilmt werden.

Weitere beliebte Brettspiele für Erwachsene sind

  • Backgammon
  • Go
  • Halma oder
  • Die Siedler von Catan.

Die Spiele können aber auch von Kindern gespielt werden.

"The Grid": Die Straßen Londons werden zum Spielbrett

Hintern von junger Frau mit Bluejeans mit London-Stadtführer in der Gesäßtasche auf Straße in Stadt
London Girl © Lukas Skarits - www.fotolia.de

Am 23. April startet Nike in Englands Hauptstadt ein bisher noch nie dagewesenes Spiel. Unter dem Namen "The Grid" (das Netz) werden Londons Bewohner zu Spielfiguren und die Straßen zum riesigen Spielbrett.

Ziel des Spieles ist es, den Bereich des "Spielfeldes" so schnell wie möglich zu durchqueren. Unterwegs muss man an verschiedenen Stationen Punkte und Abzeichen sammeln. Dazu wurde die Stadt in mehrere Zonen eingeteilt.

Jeder, der mitspielen will, kann sich unter nikegrid.com registrieren. Er erhält einen Code, den er über Telefonzellen der Stadt in den einzelnen Zonen aktivieren kann, sodass ersichtlich wird, wo sich der Spieler gerade befindet.

Mattel bietet ab Mai Kultspiel "Angry Birds" als Brettspiel an

"Angry Birds Knock on Wood" - Brettspielvariante des beliebten Games gibts ab Mai 2011

Bei der diesjährigen CES in Las Vegas wurde bekanntgegeben, dass die Firma Mattel ab Mai 2011 das beliebte Computerspiel "Angry Birds" als Brettspiel auf dem Markt anbieten will. Der Verkaufsname soll dann "Angry Birds Knock on Wood" heißen. Der Verkaufspreis soll circa 15,- USD betragen.

Rekordzahlen im Downloadbereich

Diese Nachricht schlug wie eine Bombe ein - es kam zu ersten Downloadrekorden beim kostenlosen Androidspiel "Angry Birds". Das Geschicklichkeitsspiel um Vögel ist sogar bereits bei Wikipedia gelistet.

Der Aufbau des neu erscheinenden Brettspiels soll der virtuellen Vorlage nachempfunden sein. Auf der CES wurden dieses Jahr noch viele neue Technik- und Mobilfunkinnovationen präsentiert.

Der Hype um das kultige Spiel "Angry Birds" kann in etwa mit dem Kult um das Spiel Moorhuhn verglichen werden. In Fankreisen werden die Tipps und Tricks zur Spielelösung von "Angry Birds" sehr hoch gehandelt. Außer auf der Android Plattform ist "Angry Birds" auch auf Windows und anderen Plattformen erhältlich.

Für Spielekonsolenliebhaber ist das Spiel allerdings noch nicht auf dem Markt. Die müssen sich noch ein wenig gedulden. Auf Youtube existiert aber ein Video von einem Trailer für "Angry Birds" auf der Spielekonsole PSP.

Der Nachfolger von "Donkey Kong", "Donkey Kong Returns", mischt ebenfalls die Spielerszene auf.

Spiel des Jahres 2012 heißt "Kingdom Builder"

Bei der heutigen Auszeichnung zum Spiel des Jahres 2012 setzte sich der amerikanische Autor Donald X. Vaccarino mit seinem "Kingdom Builder" gegen das Würfelspiel "Vegas" sowie das Erzählspiel "Eselsbrücke" durch.

Die Jury betonte nach der Wahl, dass es den Spielern bei dem rund 43 Euro teuren Brettspiel aufgrund des variablen Spielplans nie langweilig werde. Mit ihren jeweils 40 Häuschen müssen die zwei bis vier Spieler Wüsten, Canyons, Wäldern und Wiesen in dem Königreich besetzen. Dabei spielt Glück sowie Logik eine zentrale Rolle, da durch das Nachziehen der Karten immer wieder neue Aufgaben erstellt und Landschaften geschaffen werden.

In erster Linie richtet sich das strategische Brettspiel an die anspruchsvollen Spieler, wobei mit Sicherheit auch die jüngeren Gamer ab acht Jahren Gefallen an Kingdom Builder finden werden.

"Der Hobbit"-Brettspiel kommt zu den Bremer Spieletagen

Wer ein Faible für Brettspiele hat, sollte sich die Bremer Spieletage am 2. und 3. März auf keinen Fall entgehen lassen. Neben rund 1.000 Brettspiel-Klassikern werden dort auch einige Spieleneuheiten präsentiert, die die Besucher antesten können.

Auch das gleichnamige Brettspiel zum Buch und Film "Der Hobbit" wird dort vorgestellt. Entwickelt wurde es von dem Bremer Spiele-Autor Andreas Schmidt. Er habe versucht so viel wie möglich von der Originalgeschichte von J.R.R. Tolkien in dem Spiel umzusetzen. Es gebe Orks, Trolle, Goblins und neben Bilbo Beutlin natürlich auch Gandalf den Zauberer, so der 41-Jährige.

Storymäßig gehe es darum, die Zwergenstadt Erebor vor den Klauen des Drachens Smaug zu retten. Das Spiel ist als Familienspiel ausgelegt, da die Spieler nur zusammen gegen das Spiel gewinnen oder aber verlieren können. Gemeinschaft ist also gefragt!

Im Oktober will Schmidt bereits eine Fortsetzung von "Der Hobbit" herausbringen unter dem Titel "Die Einöde von Smaug".

Japanische Insel Yoron wird zum Spielfeld für das "Spiel des Lebens"

Auf der japanischen Insel Yoron wird analog zu dem Brettspiel "Spiel des Lebens" dieses in Natur umgesetzt. So sind dort die Busse und Menschen auch die Spielfiguren. Für umgerechnet knapp vier Euro erhält man die nötigen Unterlagen, wie Karte und Hinweise welcher Lebensweg eingeschlagen wird. Die Insel hat man in vier Spielgebiete unterteilt und man bezahlt dort mit der "Inselwährung".

Aber wer dort mitspielen will, der muss auch viel Zeit mitbringen, denn ein reales Spiel dort dauert fast einen ganzen Monat, während das Brettspiel zu Hause nach ein bis zwei Stunden beendet ist. Übrigens gibt es das Brettspiel auch seit 1980 in Deutschland und anstelle der Würfel gibt es ein Glücksrad.

Neues „Spiel des Jahres“ gekürt

Nicht immer muss man sich an die Playstation oder die Wii setzen, um gemeinsam mit anderen Familienmitgliedern oder auch alleine ein paar schöne Stunden verbringen zu können. Auch das gute alte Brettspiel kann für Kurzweil sorgen und uns begeistern. In Berlin wurde nun das neue „Spiel des Jahres“ sowie das „Kennerspiel des Jahres“ vorgestellt.

"Spiel des Jahres" und "Kennerspiel des Jahres" mit orientalischem Touch

In Deutschland scheint es doch etwas wichtigeres als Fußball, Computer und Konsolen zu geben. Anders lässt es sich nicht erklären, dass Brettspiele in unseren Breitengraden immer noch sehr beliebt sind. Zwei besonders interessante Brettspiele haben sich nun gegen Hunderte andere Spiele dieser Kategorie durchsetzen können und wurden zum „Spiel des Jahres“ sowie zum „Kennerspiel des Jahres“ gekürt.

Beide Spiele entführen die Spieler in den Orient. „Camel up“ vom Verlag eggertspiele und das Spiel „Istanbul“ von Pegasus Spiele haben einen orientalischen Touch und konnten die Jury am meisten begeistern. Während das „Camel up“ zu einem rasanten und witzigen Kamelrennen einlädt, kann der Spieler bei „Istanbul“ über einen orientalischen Markt schlendern und dort allerlei Dinge entdecken.

Stabiler Umsatz mit Brettspielen dank Erfolg im In- und Ausland

Rund 400 bis 600 neue Brettspiele kommen in Deutschland pro Jahr neu auf den Markt. Kaum eine andere Nation ist so spielbegeistert wie wir. Viele der Spiele werden auch ins Ausland verkauft. Auch deshalb kann sich die Branche über einen stabilen Umsatz freuen. Allein im letzten Jahr wurden 400 Millionen Euro mit Brettspielen eingenommen. Das „Spiel des Jahres“ aus dem letzten Jahr verkaufte sich beispielsweise mehr als 700.000 mal.

Brettspiele werden von allen Altersgruppen sehr geschätzt. Lediglich Jugendliche wenden sich kurzfristig von diese Spielen ab und tauchen in die digitale Welt ein. Doch schon ab dem 20. Lebensjahr lassen sie sich wieder von Brettspielen begeistern, schätzen das soziale Miteinander und Wetteifern mit ihren Freunden und der Familie.

Passend zum Thema

    War der Artikel hilfreich?

    Fehler im Text gefunden?

    Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

    Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

    Quellenangaben

    • Bildnachweis: Mensch ärger Dich nicht © aidasonne - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: mensch ärgere dich nicht 2 © Ramona Heim - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Würfelspiel © M. Schuppich - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Game of chess © anzebizjan - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Rolling the dice © Brian Jackson - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Checkmate © milanmarkovic78 - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: spiel © Dron - www.fotolia.de

    Autor:

    Sarah Cramer - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

    Weitere Artikel zum Thema