Die Astronomie ist eine der ältesten Wissenschaften. So kann sie auf eine lange Geschichte zurückblicken.
Forschungen über die Sterne betrieben die Menschen schon im 4. Jahrtausend vor Chr. Sowohl Nomaden als auch Bauern orientierten sich an den Sternen. So wurden mit dem Lauf der Sonne, des Mondes und der Planeten des Sonnensystems Glück und Unglück der persönlichen Lebensumstände verbunden. In vielen Religionen verehrte man die Gestirne als Gottheiten und schrieb ihnen überirdische Eigenschaften zu. Zunächst beschränkten sich die Menschen auf das bloße Beobachten des nächtlichen Sternenhimmels. Später wuchs jedoch der Wunsch Konstellationen am Himmel wie eine Sonnenfinsternis oder eine Mondfinsternis vorherzusagen, was zu präzisen Aufzeichnungen und anderen astronomischen Vorhersagen führte.
Schon die frühen Hochkulturen der Menschheit nahmen astronomische Forschungen vor. Die älteste Dokumentation einer totalen Sonnenfinsternis erfolgte etwa im Jahr 3379 v. Chr. durch die Mayas. Auch die alten Ägypter beschäftigten sich mit den Sternen und entwickelten einen Kalender mit 365 Tagen im Jahr. Von den Babyloniern stammten die Sternbilder, die später sowohl von den Griechen als auch von den modernen Astronomen übernommen wurden. Dazu gehören auch die zwölf Sternbilder des Horoskops.
Während die Ägypter und Babylonier mehr die Astrologie ins Zentrum ihrer Forschungen stellten, wollten die Griechen mehr über die Hintergründe der Gestirne wissen. Um 580 v. Chr. beschrieb Anaximander die Erde erstmals als Kugel. Durch Claudius Ptolemäus (100–175 n. Chr.) wurde das geozentrische Weltbild begründet, an das die Menschen über tausendfünfhundert Jahre lang glaubten. Nach Ptolemäus Theorie bildete die unbewegliche Erde den Mittelpunkt des Sonnensystems. Obwohl es auch in der Antike bereits Theorien über ein heliozentrisches Weltbild gab, dauerte es bis ins 16. Jahrhundert, bis sich diese Erkenntnis durchsetzte. So entdeckte Nikolaus Kopernikus (1473–1543), dass sowohl die Erde als auch die anderen Planeten des Sonnensystems um die Sonne kreisten. Allerdings machte Kopernikus den Fehler von runden Kreisbahnen der Planeten auszugehen. Dieser Fehler wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts von Johannes Kepler (1571–1630) korrigiert, der die Planetenbahnen als Ellipsen berechnete.
Nach diesem Umsturz des Weltbildes erhielt die Astronomie einen neuen Schub und setzte sich als Wissenschaft endgültig durch. Durch neue Techniken und Beobachtungsmethoden wurden immer präzisere Forschungen möglich. Doch auch in der heutigen Zeit geben die Sterne und das Weltall den Astronomen noch viele Rätsel auf.
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