Gründe und Ursachen für Artensterben

Weltweit gibt es allein schon weit über 4.000 verschiedene Arten von Säugetieren. Eben diese Artenvielfalt unseres Planeten ist allerdings durch zahlreiche Faktoren bedroht. Doch was sind die Gründe und Ursachen für das weltweite Artensterben, welches den Tierschutz vor eine kaum überwindbare Aufgabe stellt? Informieren Sie sich über mögliche Gründe für das Artensterben.

Faktoren, die beim Verlust der Tierarten eine Rolle spielen

Auswirkungen des Artensterbens

Wie Fossilienfunde zeigen, kam es innerhalb der letzten 540 Millionen Jahre fünf mal zu großem Artensterben. Wissenschaftlern zufolge seien seit 1500 über 320 terrestrische Wirbeltiere ausgestorben, was den restlichen Bstand um ein Viertel reduziert hat.

Dass einzelne Arten aussterben, hat aus Forschersicht eine große Auswirkung. So ist von veränderten Artenzusammensetzungen die Rede.

Man geht davon aus, dass pro Jahr zwischen 11.000 und 58.000 Arten verloren gehen. Nicht alle Tiergruppen sind dabei in gleichem Ausmaß betroffen - beispielsweise betrifft der Verlust ca. 41 Prozent der Amphibien-, jedoch nur 17 Prozent der Vogelarten. Auch regional lassen sich Unterschiede erkennen; so sterben etwa in tropischen Gebieten mehr Tiere aus.

Als Beispiel für immense Verluste wird der Lambir-Hills-Nationalpark auf der Insel Borneo genannt. Hier kam es zum Aussterben der großen Tiere wie Rhinozeroshornvogel, Gibbon, Malaienbär und Flughund.

Auch in anderen Wäldern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sind nur noch Tiere zugegen, die für Jäger uninteressant sind. Ebenfalls alarmierend ist die Tatsache, dass Bäume, die auf die Verbreitung durch die Tierwelt angewiesen sind, dementsprechend in ihrer Anzahl zurückgehen.

Erwähnenswert ist des Weiteren die mögliche Zunahme von Schädlingen, da deren Fressfeinde, wie zum beispiel kleinere Wirbeltiere, aussterben. Eine Massenvermehrung wiederum würde zu Ernteverlusten führen.

Schließlich ist auch eine Auswirkung des Aussterbens auf den Menschen zu beobachten. Den Forschern zufolge sind bis zu 36 Prozent der Tiere, die dem Menschen als Nahrung dienen, bedroht.

Wo sind die Gründe zu sehen?

Die Ursachen des Artensterbens können in unterschiedlichen Bereichen gefunden werden.

Klimawandel

Ein Hauptgrund ist zunächst einmal der Klimawandel. Nun könnte man natürlich darüber streiten, wodurch der Klimawandel denn eigentlich genau ausgelöst wird. Dass der menschliche Anteil in diesem Zusammenhang allerdings eine maßgebliche Rolle spielt, dürfte kaum zu bestreiten sein.

Fest steht lediglich, dass der Klimawandel die natürlichen Lebensräume vieler Arten zerstört. So kommt es beispielsweise zu einer Veränderung der Vegetation oder einem Schwinden der Nahrungsgrundlagen. Das Ergebnis sind sich verschlechternde Lebensbedingungen für viele Arten, was im Extremfall sogar zu deren Aussterben führt.

Die Verschleppung von Tierarten

Eine weitere wichtige Ursache für das Artensterben ist die Verschleppung von Tierarten durch den Menschen. Eine solche Verschleppung kann sich entweder absichtlich oder ungewollt vollziehen.

So importieren beispielsweise Landwirte willentlich den Fressfeind eines heimischen Schädlings, um die eigenen Erntequoten zu verbessern. Dass dieser Fressfeind allerdings einem anderen Ökosystem entstammt und die heimischen Verhältnisse aus dem Gleichgewicht bringen kann, wird nur selten bedacht.

Darüber hinaus verstecken sich häufig kleinere Tiere in Ladungen von Flugzeugen und Schiffen und schaffen es anschließend, sich in der neuen Heimat ungehindert zu vermehren. Heute wird davon ausgegangen, dass etwa drei Viertel der ausgelöschten Arten nur aufgrund von eingeschleppten Arten ausstarben, welche deren Platz im Ökosystem einnahmen oder sogar deren direkter Fressfeind waren.

Ausbau landwirtschaftlicher Nutzflächen

Ein weiterer zentraler Grund des Artensterbens ist der Ausbau landwirtschaftlicher Nutzflächen, was die natürlichen Lebensräume vieler Tiere zerstört. Oft verfügen einzelne Arten dann über keinerlei Rückzugsräume mehr, was deren Aussterben unabdingbar nach sich zieht. Neben der Zerstörung des natürlichen Lebensraums setzt die Landwirtschaft zudem noch häufig auf Pestizide, was nicht nur die Schädlinge, sondern auch heimische Arten schädigt.

Beliebte Ziele

Letztlich sind einige Arten zudem noch beliebte Ziele für den Menschen, welche direkt aus der Natur gefangen werden. Besonders drastisch gestaltet sich dieser Umstand bei den Fischen, welche weltweit aus den Weltmeeren gefischt werden. So sorgen die heute eingesetzten Schleppnetze für das Aussterben zahlreicher Arten, da nicht nur der Zielfisch, sondern auch zahlreiche andere Meeresbewohner ihren Tod in den Netzen finden.

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  • Forstarbeiter beim Baumfällen © Daniel Nimmervoll - www.fotolia.de

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