21. Juni 2011
Weltweit gibt es allein schon weit über 4000 verschiedene Arten von Säugetieren. Eben diese Artenvielfalt unseres Planeten ist allerdings durch zahlreiche Faktoren bedroht. Doch was sind die Gründe und Ursachen für das weltweite Artensterben, welches den Tierschutz vor eine kaum überwindbare Aufgabe stellt?
Ein Hauptgrund ist zunächst einmal der Klimawandel. Nun könnte man natürlich darüber streiten, wodurch der Klimawandel denn eigentlich genau ausgelöst wird. Dass der menschliche Anteil in diesem Zusammenhang allerdings eine maßgebliche Rolle spielt, dürfte kaum zu bestreiten sein. Fest steht lediglich, dass der Klimawandel die natürlichen Lebensräume vieler Arten zerstört. So kommt es beispielsweise zu einer Veränderung der Vegetation oder einem Schwinden der Nahrungsgrundlagen. Das Ergebnis sind sich verschlechternde Lebensbedingungen für viele Arten, was im Extremfall sogar zu deren Aussterben führt.
Eine weitere wichtige Ursache für das Artensterben ist die Verschleppung von Tierarten durch den Menschen. Eine solche Verschleppung kann sich entweder absichtlich oder ungewollt vollziehen. So importieren beispielsweise Landwirte willentlich den Fressfeind eines heimischen Schädlings, um die eigenen Erntequoten zu verbessern. Dass dieser Fressfeind allerdings einem anderen Ökosystem entstammt und die heimischen Verhältnisse aus dem Gleichgewicht bringen kann, wird nur selten bedacht. Darüber hinaus verstecken sich häufig kleinere Tiere in Ladungen von Flugzeugen und Schiffen und schaffen es anschließend, sich in der neuen Heimat ungehindert zu vermehren. Heute wird davon ausgegangen, dass etwa dreiviertel der ausgelöschten Arten nur aufgrund von eingeschleppten Arten ausstarben, welche deren Platz im Ökosystem einnahmen oder sogar deren direkter Fressfeind waren.
Ein weiterer zentraler Grund des Artensterbens ist der Ausbau landwirtschaftlicher Nutzflächen, was die natürlichen Lebensräume vieler Tiere zerstört. Oft verfügen einzelne Arten dann über keinerlei Rückzugsräume mehr, was deren Aussterben unabdingbar nach sich zieht. Neben der Zerstörung des natürlichen Lebensraums setzt die Landwirtschaft zudem noch häufig auf Pestizide, was nicht nur die Schädlinge, sondern auch heimische Arten schädigt.
Letztlich sind einige Arten zudem noch beliebte Ziele für den Menschen, welche direkt aus der Natur gefangen werden. Besonders drastisch gestaltet sich dieser Umstand bei den Fischen, welche weltweit aus den Weltmeeren gefischt werden. So sorgen die heute eingesetzten Schleppnetze für das Aussterben zahlreicher Arten, da nicht nur der Zielfisch, sondern auch zahlreiche andere Meeresbewohner ihren Tod in den Netzen finden.
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