20. Juni 2011
Es gibt viele Gründe, warum es Außenseiter gibt. So kann es beispielsweise sein, dass der Außenseiter nicht bereit ist, sich den Regeln der Gruppe zu fügen oder Merkmale aufweist, welche vermeintlich lächerlich wären. Doch welche Tipps helfen einem dabei, nicht mehr als Außenseiter angesehen und verspottet zu werden?
Zunächst einmal sollte man sich gegen den Spott wehren. So vermeidet man, dass das Ganze in ein systematisches Mobbing durch die gesamte Gruppe ausufert. Letzteres ist nämlich noch weitaus schwerer zu bekämpfen als einfacher Spott, welcher gelegentlich auftritt. Die Stärke der Abwehrreaktion sollte sich dabei am Ausmaß des Spotts orientieren. So ist es in schweren Fällen auch durchaus legitim, den anderen persönlich verbal anzugreifen oder sich in Extremfällen körperlich zur Wehr zu setzen.
Des Weiteren sollte man als Außenseiter aber auch mit jenen Personen welche einen ständig verspotten, ein persönliches Gespräch suchen. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, während der Diskussion sachlich zu bleiben und den Spottenden klar zu machen, warum die gesamte Situation als so belastend empfunden wird.
Sollte selbst eine solche ehrliche Aussprache keinen Erfolg zeigen, dann muss sich zwangsweise an die nächst höhere Instanz gewandt werden. Im Falle des Arbeitsplatzes wäre dies beispielsweise der persönliche Vorgesetzte, wohingegen in der Schule Hilfe beim Beratungslehrer gesucht werden kann. In einem solchen Fall übt diese Hilfestelle dann häufig Druck auf all jene aus, welche einen verspotten und zum Außenseiter machen. Die Situation im Alltag ändert sich aber dann oft nur geringfügig. So ist man dann häufig immer noch der Außenseiter, wobei man allerdings mit Ablehnung und nicht mit Verspottungen konfrontiert wird.
Will man hingegen auch die Atmosphäre des Schul- oder Arbeitsalltags ändern, dann kann sich nach Unterstützung umgesehen werden. So findet man vielleicht nicht nur Mitstreiter, welche einem bei den Verspottungen beistehen und unterstützen, sondern vielleicht auch Freunde.
Sollte das Ganze ausufern und all die bisher genannten Tipps keine Wirkung zeigen, dann führt oft kein Weg an der Inanspruchnahme professioneller Hilfe vorbei. Dies können einerseits Organisationen sein, welche Außenseitern und Opfern ständigen Spotts helfen. Gleichzeitig kommt bei systematischem Mobbing aber auch die Einschaltung eines Anwalts in Frage, welcher vielleicht sogar Schadensersatz- oder Schmerzensgeldzahlungen erwirken kann.
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