2. Dezember 2009
Wer beispielsweise nach einer Operation aus dem Krankenhaus entlassen wird, ist unter Umständen noch schwach, braucht Hilfe beim Gehen, oder ist generell auf Hilfe im Alltag angewiesen.
Krankenversicherungen verfügen jedoch bei der Frage, ob sie die Kosten für eine Betreuung übernehmen, über einen nicht unerheblichen Ermessensspielraum. Mit anderen Worten: wer Pech hat, steht ganz alleine da. Besonders Rentner, die nicht mehr viele Bekannte haben, oder Menschen, die ledig sind, sind dann ganz auf sich gestellt, erklärt Elisabeth Rütten im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".
Die Rentnerin aus Bremen ist Gründerin der Initiative "Ambulante Versorgungslücken", der auf dieses Problem aufmerksam machen will. Rütten rät allen Menschen, bei denen ein Klinikaufenthalt ansteht, der voraussichtlich Unterstützung notwendig macht, frühzeitig bei der Krankenkasse Informationen einzuholen.
Das gelte auch, wenn sich die Kasse zunächst weigern würde, die Kosten für eine Pflegekraft zu übernehmen. "Ältere scheuen sich da oft, sollten sich aber klarmachen: Ich darf was einfordern. Widerspruch einlegen kann sich lohnen“, rät Rütten.
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