Midlife-Crisis - Die Krise erkennen und aus dieser herausfinden

Die magische Zahl 40 verfolgt viele Frauen und Männer regelrecht, scheint sich doch nun die junge und beste Zeit des Lebens zu verabschieden. Plötzlich fühlt man sich alt und damit kommt es auch schon zu den ersten Symptomen der so genannten Midlife-Crisis. Allerdings fängt genau in diesem Alter erst die wahre schöne Zeit des Lebens an. Lesen Sie, wie Sie die Midlife-Crisis erkennen können und wie man aus dieser Krise wieder herausfindet.

Tipps zum Umgang mit der Krise in der Lebensmitte

Defininition Midlife-Crisis – Wie erkennt man sie und wer ist betroffen?

Die so genannte Midlife-Crisis lässt sich mit Krise in der Lebensmitte übersetzen. Es handelt sich um einen psychischen Zustand, von dem Frauen und Männer zwischen etwa 40 (manchmal auch schon ab 30) und 55 Jahren betroffen sein können. Die hervorstechenden Gefühle sind dabei Unsicherheit und Zweifel.

Als Auslöser gilt die Erkenntnis, dass die Lebensmitte überschritten wurde. Nicht selten gehen damit Sorgen einher, ob man wirklich da steht, wo man möchte und ob das, was man eigentlich erreichen wollte, noch erreichen kann usw.

Typische Anzeichen einer Midlife-Crisis – Gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Männern?

Von Symptomen lässt sich bei einer Midlife-Crisis nicht sprechen, da es sich nicht um eine psychische Erkrankung handelt. Es kann allerdings zu verschiedenen Beschwerden kommen; zu diesen zählen beispielsweise

  • Unsicherheit
  • Grübeleien
  • Stimmungsschwankungen
  • Unzufriedenheit bezüglich des bisher Erreichten im familiären, partnerschaftlichen sowie beruflichen Bereich

Es gilt, von den Anzeichen einer psychischen Erkrankung zu unterscheiden. Sofern sich jedoch keine Erkrankung entwickelt, führt diese "Krise" in der Regel zu einer stärkeren inneren Reife sowie einem verbesserten Lebensbewusstsein.

Typisch in der Midlife-Crisis ist die Frage nach dem Sinn. Dieser kann beispielsweise die Arbeit betreffen, ebenso jedoch die Beziehung sowie das Leben allgemein.

Sieht man sich die Anzeichen dieser Lebenskrise um die 40 an, so finden sich hier und da Unterschiede bei den Geschlechtern. Generell haben Frauen und Männer im gleichen Ausmaß solche Probleme; der Unterschied ist jedoch, dass sich die Frauen eher untereinander austauschen, sodass sie meist besser durch diese Phase gelangen.

Generell zeigen sich bei Frauen mehr Ansprechpartner, um über solche Probleme zu sprechen. Männer hingegen gehen eher zu ihrer Partnerin – mit dem "besten Kumpel" wird eher über andere Themen gesprochen.

Neue Hobbies und Co. – Typische Klischees in Sachen Midlife Crisis

Es gibt einige Verhaltensweisen in dieser Altersphase, die dazu führt, dass man die Frage stellt: "Befindet er/sie sich in der Midlife-Crisis?" Zu solchen Fällen kommt es sicherlich, allerdings lassen sie sich meist in die Kategorie Klischee einordnen.

Typisch wäre in diesem Zusammenhang beispielsweise der Motorradführerschein beim Mann, ums einem Drang nach Abenteuer nachzugehen. Eine Frau könnte einen deutlich jüngeren Mann für ihre nächste Beziehung wählen. Doch meist kommt es tatsächlich eher zu Gefühlen, die in Richtung Depression gehen können.

Zur Krise muss es nicht kommen – Die Vorzüge dieses Alters erkennen

Die Kinder sind entweder aus dem Gröbsten heraus oder wohnen gar schon alleine. Endlich kann man das tun, worauf man all die Jahre zuvor gerne verzichtet hat, jedoch auch mit einem Tropfen an Wehmut. Nun lässt es sich

  • ungehindert reisen
  • einen neuen beruflichen Anfang wagen
  • die Freizeit so gestalten wie man gerne möchte
  • Neues lernen oder
  • viel ungestörte Zeit mit dem Partner erleben.

Den Körper kennt man ab einem Alter jenseits der Vierzig recht gut und die Sexualität wird wesentlich zwangloser und auch schöner erlebt. Man weiß was man mag und möchte, kann dies dem Partner zumeist ungehindert erzählen oder auch zeigen und in aller Ungestörtheit genießen.

Spontanität und Gelassenheit in der Lebensmitte

Die Feste zu feiern, wie sie spontan fallen, gehört ebenfalls zu den Vorzügen des Älterwerdens. Ob man nach dem dritten Glas Wein aufhört oder doch noch eines trinkt, spontanen Einladungen von Freunden folgt oder auch die letzte Runde Schnaps mittrinkt, liegt in der eigenen Entscheidung, da man die Konsequenzen am nächsten Tag bestens kennt und vor allem auch weiß, wie der Körper darauf reagiert.

Der Alltag wird gelassener. Was einen unter der Zahl 40 noch furchtbar aufgeregt hat, wird in diesem Alter oftmals zu einer Nichtigkeit, der man keine große Beachtung mehr schenkt.

Man ruht viel mehr in sich, wird weniger angreifbar und legt nicht mehr jedes krumme Wort gleich auf die Goldwaage. In dem Alter weiß man wer man ist, was man kann und steht einfach dazu, auch wenn es anderen vielleicht nicht so gefällt.

Unschwer lässt sich erkennen, dass gerade die magische Zahl 40 Frauen und Männern viele schöne Seiten enthält, die man mit Zwanzig niemals so erleben kann. Das sich nicht nur das Selbstbewusstsein dadurch steigert, sondern auch die Lebensqualität, versteht sich dann fast von selbst.

Die Vorzüge der 40er bei den Frauen

Unter vierzig Jahren betreiben gerade Frauen einen riesigen Aufwand, um ja nicht zuzunehmen. Jedes Kilo mehr auf den Hüften aktiviert die neuesten Diäten und eine neue, zusätzliche Trainingseinheit im Fitness-Studio oder in der freien Natur. Mit Vierzig steht man hier doch mehr über den Dingen und orientiert sich in der Regel nicht mehr an den medialen Vorgaben der Schönen und Reichen.

Schön ist, was gefällt und zumeist finden sich Frauen ab dieser magischen Zahl sehr sexy. Die Umwelt oder auch die Männerwelt spüren das und werden von einer betörenden Ausstrahlung der gereiften und in sich geruhten sowie selbstbewussten Frau betört.

Die Vorzüge der 40er bei den Männern

Auch bei Männern kann die Zufriedenheit ab 40 Jahren deutlich steigern. Sie sind oft wirtschaftlich sicher unterwegs und haben einiges an Erfahrungen gesammelt, sei es im privaten oder beruflichen Bereich.

Das Thema Kinder hat sich für viele Männer in diesem Alter erledigt, sodass man sich auf Partnerschaft mit Reisen und Co. konzentrieren kann, ein Punkt, der einen auch in der Damenwelt attraktiv macht. Natürlich ist es ebenfalls möglich, sich beruflich noch mal zu verändern.

Was tun? - Wege aus der Midlife-Crisis

Bei der Midlife-Crisis handelt es sich um eine vorübergehende Phase. Ab spätestens 60 Jahren wird man, sofern man gesund ist, erkennen, dass man eigentlich glücklich ist und Vieles von dem, was man sich erhofft hat, auch erreicht hat.

Um diesem Glücksgefühl ein wenig nachzuhelfen, kann man sich zum Beispiel eine Liste erstellen, mit kleinen und größeren Dingen, die für mehr Zufriedenheit sorgen könnten. Dann gilt es herauszufinden, welche Punkte man von dieser Liste tatsächlich abhaken kann. Vieles wird sich erübrigen – wenn es einmal auf der Liste steht, sieht man auch schnell, dass es sich nicht wirklich um ein Ziel handelt, welches man unbedingt erreichen muss, um sich besser zu fühlen.

Sich jemandem anzuvertrauen, kann aus der Krise heraushelfen und viele neue Wege und Möglichkeiten aufzeigen. Und ebenso sollte man sich überlegen, wie man einmal aus dem Alltag ausbrechen kann, sei es durch kleine Tagesausflüge zwischendurch oder durch Änderung der Arbeitsstelle, um seinem beruflichen unzufriedenen Ich zu entkommen.

Die Midlife-Crisis bietet im Grunde auch einen optimalen Zeitpunkt für einen Neubeginn. So sollte man nicht immer nur denken, dass man schon die Lebensmitte erreicht hat, sondern erst.

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Historie:
Zuletzt aktualisiert am
So arbeiten wir
Autor:

Mehr über uns
Warum kein namentlicher Autor?
Quellenangaben
  • Mature Man Suffering From Depression At Home © Monkey Business - www.fotolia.de

Weitere Artikel zum Thema