31. Juli 2010
Bei Mordermittlungen geht es natürlich darum, den Täter anhand von Beweisen möglichst schnell zu überführen. Zwar fällt dies dank Fingerabdrücken oder DNA-Spuren von Haaren oder Speichel immer leichter, aber führt trotzdem nicht immer zum Täter. Den Tathergang bei z.B. einem Mord zu ermitteln, gilt dabei als wichtiger Schritt zur Beweisaufnahme und ersten Anhaltspunkten zur Tat und dem potenziellen Mörder. Dank neuer Software geht dies nun schneller und präziser.
Wissenschaftler vom Virtopsy-Institut für Forensische Medizin der Universität Bern haben ein neues System entwickelt, welches mithilfe eines Laserscanners ein exaktes Bild des Tatorts erstellt. Die Vorgehensweise beschränkt sich auf 3 Schritte. Zuerst wird ein hoch detailliertes Bild erstellt, indem man frei navigieren kann. Danach folgt eine Reihe von Bildern des Tatortes, die mit einer Digitalkamera gemacht werden. Diese werden dann ins 3D Modell eingearbeitet, um das ganze Erscheinungsbild zu verfeinern. Im dritten Schritt scannt nochmals ein Lasergerät, namens "Tachymeter", die genaue Lage und Größe von Blutspritzern. Diese Daten werden dann in die Software gespeist. Mit den Ergebnissen der Software lässt sich etwa auf die vorherigen Ortsgegebenheiten und den ungefähren Tatablauf schließen. Der einzige Nachteil bei diesem Verfahren sind die hohen Kosten.
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