Beispiele für fixe monatliche Kosten

Schlüsselbund und Geldscheine auf Mietvertrag

Wer über seine monatlichen Ausgaben den Überblick behalten möchte, sollte auch die Fixkosten auflisten - wir geben einen entsprechenden Überblick

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  • von Paradisi-Redaktion

Es gibt einige Ausgaben Ausgaben im Privathaushalt, die zu den fixen monatlichen Kosten zählen. Sie dürfen in ihrer Summe auf keinen Fall die Monatseinnahmen überschreiten. Für die anderen fixen Kosten, die quartalsweise, halb- oder ganzjährig fällig werden, muss eine ausreichend hohe Rücklage gebildet werden. Ohne eine entsprechende Übersicht über seine monatlichen Fixkosten kann man schnell den Überblick verlieren. Erfahren Sie, welche Ausgaben zu den typischen monatlichen Fixkosten zählen.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Bis auf wenige Ausgaben ist das private Haushaltsbudget auf den Kalendermonat ausgerichtet. Hauptgrund dafür sind die Einnahmen. Sofern sie von dritter Seite kommen, beispielsweise vom Arbeitgeber oder von einer Behörde, werden sie monatlich gezahlt.

Eine der wenigen Ausnahmen betrifft die Selbstständigen. Sie bewirtschaften in eigener Verantwortung sowohl das Firmen- als auch das Privatkonto. Sie können eigenständig, aber ebenso eigenverantwortlich entscheiden, wann sie eine Privatentnahme in welcher Höhe vom Firmenkonto abbuchen und dem Privatkonto zuführen. Da auch hier die meisten Privatausgaben monatlich fällig werden, bietet sich eine monatliche Privatentnahme geradezu an.

Monatliche Fixkosten

Die folgenden Ausgaben zählen zu den fixen monatlichen Kosten - vom Singlehaushalt bis hin zur Familie mit mehreren Kindern und Generationen.

  • Unterkunft Mietwohnung (Kaltmiete, Betriebskosten)
  • Unterkunft Eigentum (Zinsen/Tilgung, Betriebskosten)
  • Kfz-Kosten (Garagenmiete, Kraftstoff für berufliche und private Fahrten)
  • Energiekosten (Abschlags-/Vorauszahlung für Strom, Heizung)
  • Kommunikation (Telefon Festnetz und Mobil, Internet)
  • Tageszeitung (Abonnement Lokalzeitung)
  • Krankenkassenbeitrag (private Vollversicherung, private Zusatzversicherung)
  • Monatskarte für öffentliche Verkehrsmittel (Schüler-/Senioren-/Sparticket)
  • Lebenshaltungskosten Familie für den Alltag
  • Taschengeld für alle Familienangehörigen
  • Lebenshaltungskosten Haustier
  • Beiträge für Kita, Kindergarten, Schule
  • Mitgliedsbeitrag für Freizeitgestaltung (Sport, Kultur und anderes)
  • Unterhaltszahlungen (abhängig von der familiären Situation)
  • Schuldendienst (Raten-/Rahmenkredit)
  • Sparumschlag für fixe Ausgaben mit einer abweichenden Fälligkeit

Die meisten dieser Ausgabearten sind unumgänglich, andere stehen im direkten Zusammenhang mit der familiären Situation und Struktur.

Welche Kosten kann man reduzieren?

Die monatlichen Beiträge geht, vom Konto abgebucht werden, nimmt man häufig einfach so hin, ohne einen genaueren Blick drauf zu werfen, in welchen Bereichen man möglicherweise Einsparungen vornehmen könnte. Dabei gibt es diesbezüglich in der Regel eine Menge Möglichkeiten.

Bei den Stromtarifen lohnt oftmals ein Vergleich
Bei den Stromtarifen lohnt oftmals ein Vergleich

So ist es beispielsweise häufig nicht nötig, solch einen hohen Strompreis zu bezahlen. Wer sich einmal die Zeit nimmt und mehrere Anbieter miteinander vergleicht, wird schnell merken, dass es viele günstigere Alternativen gibt.

Gleiches gilt für den Mobilfunkvertrag. Viele Menschen geben sich zahlreiche Jahre lang mit demselben Anbieter zufrieden; ein Vergleich scheint lästig, eine Kündigung umständlich. Wer jedoch auf sein Geld achten muss, tut Gut daran, sich auch in diesem Bereich einmal neu zu orientieren.

Auch die Preise diverser Mobilfunkanbieter variieren stark
Auch die Preise diverser Mobilfunkanbieter variieren stark

Des Weiteren gibt es häufig Zeitschriftenabos, die anfürsich gar nicht nötig wären, da man ohnehin nicht die Zeit findet, so viel zu lesen. Auch die Beiträge für das Fitnessstudio müssten nicht so hoch ausfallen; hier gibt es ebenfalls günstigere Alternativen.

Es wird schnell deutlich, dass es viele Möglichkeiten gibt, monatlich Geld zu sparen. Was man in diesem Zusammenhang sonst noch beachten sollte, zeigen wir hier.

Luxus und Sparen

Weitere monatliche Ausgaben für Luxus und Genuss, für langfristiges Sparen oder für den Sparstrumpf im Notfall ergeben sich aus dem rechnerischen Ergebnis der Einnahmen abzüglich der fixen Kosten. In diesem Bereich muss das Finanzmanagement sowohl genau als auch manchmal rigide sein. Notwendigkeit und Motivation für ein dauerhaftes Sparen müssen ebenso einsichtig sein wie das Ansparen eines dreistelligen Eurobetrages für besondere Notfälle.

Weltspartag: Appell an alle Sparfüchse

Der erste Weltspartag wurde am 31. Oktober 1925 ausgerufen

Junge, dunkelblonde Frau liegt auf dem Bauch, stützt Kopf in Hand und steckt Geldschein in Sparschwein
Young woman putting notes into a piggy bank © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Heute ist Weltspartag. Spätestens nach der gerade überwundenen Wirtschaftskrise bedeutet das nicht nur für Kinder, ab und zu mal einen Euro ins Sparschwein zu stecken. Auch wenn der Vergleich zum Wirtschaftscrash in den 20er Jahren hinkt, so bleibt der Nachgeschmack der Gleiche: eine sichere Geldanlage lohnt sich immer.

So sagt auch Christian Fronczak vom Verbraucherzentrale Bundesverband, es dürfe keine Rückkehr zum "business as usual" geben. Es wird auch ein rechtlich verbindliches Produktinformationsblatt mit einheitlichen Angaben für Finanzanlagen gefordert.

Verbraucher fühlen sich in Finanzfragen überfordert

Die Idee zum Weltspartag entstand bei einem Sparkassenkongress in Mailand und wurde erstmals am 31. Oktober 1925 ausgerufen. Seitdem findet er in Deutschland immer am letzten Werktag vor diesem Datum statt, so wie heute am 29. Oktober.

Laut einer Sparkassen-Umfrage fühlt sich jeder sechste junge Mensch mit den Angeboten in Finanzfragen überfordert. Die Studie liefert auch Hinweise darauf, dass Sparen von Kindesbeinen an erlernt sein will: drei Viertel jener, die Sparsamkeit im Elternhaus vorgelebt bekamen, sind selbst zu Sparfüchsen geworden.

Durch Schenkung Steuern sparen

Keine Schenkungssteuer, bei Geldgeschenken, wenn der Betrag 400.000 Euro pro Kind nicht übersteigt

Lederportemonnaie mit Geldscheinen und verschiedenen Karten
Geldbörse © Michael S. Schwarzer - www.fotolia.de

Wenn Eltern ihren Kindern Geld schenken, so können sie dadurch eventuell auch Steuern sparen, aber das kann auch zur Folge haben, dass die Eltern eventuell keinen Zugriff mehr auf dieses Geld haben.

Auch Kinder haben Freibeträge

Die Steuerersparnis betrifft aber nur Familien, die Kinder haben und auch hohe Vermögenseinkünfte, denn hier können die Kapitalerträge auf mehrere Schultern verteilt werden, was vollkommen legal ist.

Bei der Berechnung der Einkommensteuer haben auch die Kinder bestimmte Freibeträge, so liegen diese bei einem Grundfreibetrag von 8.004 Euro, dem Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro und auch der Sonderausgaben-Pauschbetrag von 36 Euro kommt noch dazu, aber nur wenn die Einkünfte nur das dem Kapitalvermögen stammen.

Auf glaubhafte Schenkung achten

Wenn Eltern ihren Kindern Geld schenken, so brauchen sie auch keine Schenkungssteuer bezahlen, so lange pro Kind 400.000 Euro nicht überschritten werden. Nach weiteren zehn Jahren könnte man nochmals diese Summe den Kindern schenken ohne einen Cent Steuern zu zahlen.

Aber bevor man eine Schenkung macht, sollte man sich bei einem Steuerberater erkundigen, denn sie muss auch glaubhaft sein und nicht nur aus steuerrechtlichen Gründen erfolgen.

Notwendig ist aber die Eröffnung eines Kontos oder Depots auf den Namen des Kindes. Aber Vorsicht auch, wenn die Kinder über 18 Jahre alt sind, denn dann können unter Umständen Kindergeld und Kinderfreibetrag für die Eltern wegfallen, wenn diese noch zu hohe sonstige Einkünfte beziehen.

Für staatliche Förderung müssen Rürup-Versicherungen zertifiziert sein

Zertifizierung von Rürup-Versicherungen sichert den Erhalt von staatlichen Förderungen

Liste Versicherungen, Lebensversicherung rot markiert
Lebensversicherung © Christian Jung - www.fotolia.de

Weil der Gesetzgeber es vorschreibt müssen seit 2010 die sogenannten Rürup-Versicherungen zertifiziert sein, damit man seine staatliche Förderung auch erhält. Diese Rürup-Versicherungen haben meistens Selbstständige oder Angestellte mit einem hohen Steuersatz abgeschlossen, und sind vergleichbar mit der bekannten Riester-Rente.

Sorgfältige Begutachtung vor dem Unterschreiben ihrer Policen

Jetzt müssen also einige Verträge dementsprechend angepasst werden, so dass Betroffene Post von ihren Versicherungen in den nächsten Tagen erhalten werden. So müssen auf jeden Fall alle diejenigen Versicherten die Policen unterschreiben, die die Altersvorsorge-Beiträge weiterhin als Sonderausgaben von der Steuer absetzen wollen, denn sonst verfällt der Anspruch.

Aber aufgepasst, denn manche Versicherer wollen dabei ihren Versicherten negative Änderungen, die nichts mit der Zertifizierung zu tun haben, nahebringen. Wenn diese Änderungen nicht eindeutig gekennzeichnet sind, so sollte man dies von seiner Versicherung schriftlich einfordern, wie Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BdV) empfiehlt.

Berufsunfähigkeit in Rürup-Verträgen

Besonders Rürup-Verträge, die mit einer Berufsunfähigkeit kombiniert wurden, sind von den Änderungen betroffen, weil die Zusatzversicherung sich an der gesetzlichen Rentenversicherung halten sollte und somit andere Zahlungen nicht erfolgen dürfen, so beispielsweise eine Soforthilfe bei einer Berufsunfähigkeit.

Aber wenn die Leistung nicht erbracht werden kann und wird, sollte auch der Beitrag dementsprechend reduziert werden.

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    Ab Ende 2012 müssen Versicherungen Unisex-Tarife anbieten

    Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat im März entschieden, dass sich Versicherungstarife künftig nicht mehr nach dem Geschlecht richten dürfen. Bisher wurden die Tarife versicherungsmathematisch an die unterschiedlichen Lebensrisiken von Männern und Frauen angepasst. Männer haben etwa eine kürzere Lebenserwartung als Frauen. Dies darf ab Ende 2012 versicherungstechnisch nicht mehr berücksichtigt werden.

    Es besteht dann eine gesetzliche Pflicht zu sogenannten Unisex-Tarifen, die für Männer und Frauen gleich sein werden. Hasso Suliak vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) weist in diesem Zusammenhang auf eine Branchenstudie hin, die ergab, dass das neue Gesetz die Beiträge steigen lassen wird.

    Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BdV) sagte ebenfalls, dass bis jetzt noch nicht klar sei, ob die neuen Einheitstarife günstiger werden. Er rät daher davon ab, alte Verträge zu kündigen. Die gesetzliche Regelung betrifft die alten Veträge nicht. Sie gilt erst ab Ende 2012 für Lebens-, Berufsunfähigkeits- und Unfall- und private Krankenversicherungen.

    Versicherungen führen Unisex-Tarife ein

    Ab dem 21. Dezember 2012 dürfen Versicherungen nur noch Tarife anbieten, die weder Frauen noch Männer benachteiligen. Diese sogenannten Unisex-Tarife sorgen für gleiche Bedingungen und sind damit geschlechtsneutral. In bestimmten Fällen senken, in anderen Fällen erhöhen diese Tarife die Kosten für die Versicherten.

    Da ihre Sterblichkeitsquote geringer ist, zahlen Frauen etwa im Risikolebensversicherungsbereich weniger als Männer. Dies wird sich ab Dezember dieses Jahres ändern. Genau anders herum ist die Situation im Rentenversicherungsbereich. Da Männer im Durchschnitt nicht so alt werden wie Frauen, bekommen sie folglich nicht so lange Rente und der Vertrag ist preisgünstiger als für die Frauen. Hier sieht es für die Männer ab Dezember schlechter aus.

    Durch die neu gestalteten Tarife gibt es zahlreiche einschneidende Änderungen. Wer aber bereits eine Versicherung abgeschlossen hat, muss sich keine Gedanken machen. Die alten Verträge gelten selbstverständlich weiter. Bei welcher Versicherung künftig höhere Prämien anfallen, sollten Versicherungsnehmer im Kleingedruckten genau nachlesen.

    Die neuen Unisex-Tarife bedeuten übrigens nicht, dass geschlechtsunabhängige Risikofaktoren ebenfalls abgeschafft werden. Bei einer Risikolebensversicherung zahlen Raucher auch weiterhin mehr als Nichtraucher. In der Autoversicherung fällt der Beitrag für Vielfahrer weiter höher aus als für Fahrer, die ihr Auto kaum benutzen.

    Wüstenrot kündigt 15.000 Bausparverträge – weil sie für Kunden zu lukrativ sind

    Ausgestreckter Männerarm, offene Hand, darauf blau gemaltes Haus
    Baufinanzierung © shoot4u - www.fotolia.de

    Bausparkassen versuchen derzeit mit allen Mitteln ihre Altkunden loszuwerden. Angesichts der niedrigen Zinsen lässt sich die vereinbarte Rendite nicht mehr erwirtschaften – und darum sollen die Kunden auf ihre Ansprüche verzichten. Die Wüstenrot Bausparkasse hat nun 15.000 solcher teuren Verträge gekündigt.

    Ob die Kündigung rechtens ist, hängt von den jeweiligen Vertragsbedingungen ab. Generell darf die Bausparkasse einen Vertrag beenden, wenn die vereinbarte Summe erreicht ist. Entscheidend ist im aktuellen Fall jedoch die Berechnung des jährlichen Bonus.

    Wenn der Vertrag vorsieht, dass die Kasse den Bonus auf das Guthaben aufschlagen darf, sieht es für die meisten Sparer schlecht aus. Denn trotz Einzahlungsstopp ist die festgelegte Bausparsumme dann schnell überschritten.

    Anders sieht es aus, wenn die Bonuszinsen auf die Bausparsumme nicht angerechnet werden. Dann können clevere Sparer, die ihre Einzahlungen rechtzeitig gestoppt haben, weiterhin attraktive Zinsen kassieren. Ob ein Widerspruch gegen die Kündigung lohnt, lässt sich bei den Verbraucherzentralen prüfen.

    Bausparkassen kündigen vermehrt Altverträge mit hohen Zinsen

    Betroffene der Welle sollten die Kündigung nicht akzeptieren und ihr widersprechen

    Hand im Büro hält ein Hausmodell, Euro-Geldscheine und Schlüssel
    Hand mit Haus und Geld und Schlüssel © Robert Kneschke - www.fotolia.de

    Die Kündigungswelle der Bausparkassen hält an. Sparer mit Altverträgen erhalten bis zu vier Prozent Zinsen für ihr Guthaben. Das passt vielen Bausparkassen gar nicht und sie versuchen, Verbraucher aus ihren lukrativen Verträgen zu drängen. Doch Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass diese Kündigungen häufig nicht rechtens sind, da eine vertragliche Vereinbarung dazu fehlt.

    Strittige Kontrakte

    Die Kassen berufen sich bei der anhaltenden Kündigungswelle von nicht voll angesparten Bausparverträgen auf ihr Kündigungsrecht. Außerdem würden Kunden die Bausparverträge zweckentfremden, da sie gar nicht zum Bau einer Immobilie verwendet würden.

    Juristen und Verbraucherzentralen verweisen jedoch darauf, dass die strittigen Kontrakte weder eine begrenzte Vertragslaufzeit noch ein Kündigungsrecht durch die Branche beinhalten würden. Zudem seien die gekündigten Verträge einst gerade aufgrund ihrer hohen Verzinsung auch alternativ zum Bauspardarlehen als "Rendite-Verträge" empfohlen und verkauft worden.

    Rechtslage umstritten

    Betroffene sollten die Kündigung nicht akzeptieren und ihr widersprechen. Außerdem ist es ratsam, rechtliche Ansprüche anwaltlich prüfen zu lassen und Klagen gegen die Bausparkasse zu erwägen. Noch ist die Rechtslage jedoch umstritten. Eine höchstrichterliche Rechtsprechung gibt es bislang nicht.

    Wann sich bei einer Immobilie das Schenken statt Vererben lohnt

    Wir klären auf, über Vor- und Nachteile von Schenkung zur Lebzeit und Vererbung von Vermögen

    Schwarzer Füllfederhalter, von Fingern gehalten auf weißem Papier
    Unterschrift © Focus - www.fotolia.de

    Ob Vererben oder Schenken günstiger ist, hängt immer vom Einzelfall ab. Zwar lassen sich häufig Steuern sparen, wenn Eigentum bereits zu Lebzeiten übertragen wird, doch in manchen Fällen ist es auch besser, sein Vermögen zu vererben.

    Schenkung und Freibeträge

    Wer ein Vermögen von mehr als 500.000 Euro besitzt, kann den Erben beim Sparen von Steuern helfen, wenn er ihnen das Eigentum schon zu Lebzeiten schenkt.

    • Ehepartner können bis zu 500.000 Euro steuerfrei erben,
    • Kinder bis zu 400.000 Euro.

    Liegt das Vermögen über dem Freibetrag, lohnt eine vorzeitige Schenkung. Geschenke, die zehn Jahre zurückliegen, werden nicht dem Erbe zugeschlagen. Lediglich die Schenkungen bis ein Jahr vor dem Tod des Erblassers werden dem Erbe vollständig angerechnet - Geschenke zwei Jahre vor dem Tod nur noch zu 90 Prozent, Geschenke drei Jahre vor dem Tod noch zu 80 Prozent. Mit jedem Jahr reduziert sich der Betrag um zehn Prozent.

    Der Nießbrauch

    Zwar gelten für den Beschenkten dieselben Freibeträge und Steuersätze wie für den Erben. Bei einer Schenkung hat der Beschenkte jedoch die Möglichkeit, seinen Freibetrag nach jeweils zehn Jahren erneut ausnutzen zu können.

    Ein Schutz bei verschenkten Immobilien ist der so genannte Nießbrauch. Er garantiert, die Immobilie lebenslang selbst nutzen oder auf eigene Rechnung vermieten zu können. Dieses Recht wird in das Grundbuch eingetragen.

    Absicherung fürs Alter

    Bei geringeren Vermögen ist es jedoch nicht erforderlich, eine Immobilie vorab zu verschenken. Steuern spart letztlich nicht der Erblasser, sondern allein der Erbe. Die eigene finanzielle Absicherung fürs Alter sollte immer bedacht werden.

    Krankheiten oder auch der Aufenthalt in einem Pflegeheim können hohe Kosten nach sich ziehen. Dann kann der Besitz einer Immobilie von großem Nutzen sein. Ein Verkauf ist trotz Nießbrauchrechts nur nach Absprache mit dem Beschenkten erlaubt.

    Höhere Pfändungsfreigrenzen auf dem P-Konto - Grundfreibeträge für Schuldner sind gestiegen

    Durch Pfändungsschutzkonten sollen Schuldner unbürokratisch vor dem Zugriff ihrer Gläubiger geschützt werden

    Mann im Anzug steht fast bis Schultern im Wasser, Hände erschrocken vor dem Gesicht
    in deep water 2 © amridesign - www.fotolia.de

    Schuldner, die ein Pfändungsschutzkonto haben, verfügen seit dem 1. Juli über höhere Freigrenzen. So stieg der Grundfreibetrag um 2,7 Prozent von 1045,08 Euro auf insgesamt 1073,88 Euro. Leben weitere Menschen in dem Schuldnerhaushalt, die versorgt werden müssen, dann kommen für die erste Person monatlich 404,16 Euro hinzu.

    Für die zweite bis fünfte Person erhöht sich der Freibetrag um weitere 225,17 Euro. Die Anhebung der neuen Freibeträge erfolgt automatisch, es sei denn, ein Gericht hat den nicht pfändbaren Betrag individuell festgelegt. Dann müssen Kontoinhaber beim Vollstreckungsgericht oder dem Gläubiger einen Antrag stellen, die Freigrenze zu erhöhen.

    Diese Leistungen sind geschützt

    Der Grundfreibetrag bezieht sich auf das Guthaben auf dem sogenannten P-Konto. Es spielt keine Rolle, ob das Guthaben aus

    stammt. Auch Kindergeld oder Zahlungen zum Ausgleich von Gesundheitsschäden sowie bestimmte Sozialleistungen sind vor Pfändung geschützt.

    Weitere Eigenheiten des P-Kontos

    Pfändungsschutzkonten sollen den Schuldner unbürokratisch vor dem Zugriff der Gläubiger schützen. Sie sollen verhindern, dass diese das Konto vollständig leer räumen und wichtige Daueraufträge, etwa für die Miete, nicht mehr abgebucht werden.

    Banken und Sparkassen dürfen zudem ein Girokonto, das zu einem P-Konto, umgewandelt wurde, nicht kündigen. Für das Umwandeln eines bestehenden Girokontos dürfen Geldinstitute keine Gebühren verlangen, für das Führen des P-Kontos allerdings schon. Auf einem gewöhnlichen Girokonto ist der Geldeingang nicht vor einer Pfändung geschützt.

    Bauen für Eilige: Vor- und Nachteile einer Bauspar-Sofortfinanzierung

    So funktioniert die Kombination aus einem Bausparvertrag und einem tilgungsfreien Darlehen

    Hausbau und Finanzierung: Skizze, Grundriss, Geldscheine und Taschenrechner
    Hausplan mit Taschenrechner © Gina Sanders - www.fotolia.de

    Der Traum von den eigenen vier Wänden lockt viele Häuslebauer. Um schnell an das nötige Bargeld zu kommen, bieten Kreditinstitute eine Bausparsofortfinanzierung an. Sie ist eine Kombination aus einem Bausparvertrag und einem tilgungsfreien Darlehen, mit dem der Bauherr die Bausparsumme vorfinanziert.

    Das Konzept der Bausparsofortfinanzierung

    Dabei nimmt der Bauwillige ein Darlehen auf und schließt gleichzeitig einen Bausparvertrag ab. Dessen Bausparsumme entspricht dabei der Höhe des Vorausdarlehens. Mit den nun beginnenden monatlichen Raten begleicht der Bauherr die Zinsen für den Kredit sowie die Ansparraten für den Bausparvertrag, nicht aber das Darlehen selbst. Das wird erst am Ende der Vertragslaufzeit fällig.

    Bei einem solchen Kombikredit profitieren Hauskäufer dauerhaft von den aktuell niedrigen Zinsen. Zudem ist oft noch eine Riester-Förderung der Immobilienfinanzierung möglich. Dank der Sofortfinanzierung sind sie damit schneller in der Lage, die Wunschimmobilie zu erwerben, als beim klassischen Bausparen.

    Probleme des Finanzierungskonzepts

    Zu Problemen kann es jedoch kommen, wenn Kunden den Finanzierungsvertrag früher beenden möchten, etwa weil sie das Haus oder die Eigentumswohnung vorzeitig wieder verkaufen wollen. Dies ist bei einer Bauspar-Sofortfinanzierung im Vergleich zur klassischen Finanzierung sehr teuer.

    Häufig ist es für Kunden nicht ersichtlich, wie teuer der Kredit am Ende tatsächlich wird. Die separate Auszeichnung der Zinssätze für Vorausdarlehen und Bauspardarlehen im Vertrag lässt nur schwerlich Rückschlüsse darauf zu, wie günstig oder teuer ein Angebot wirklich ist.

    Sondertilgungen sind nicht möglich. Das Darlehen selbst zahlen Verbraucher erst am Ende auf einen Schlag zurück, nicht aber während der ersten Jahre der Laufzeit. Auch die Zinslast ergibt sich aus der Gesamtsumme.

    Regelmäßige oder einmalige Kosten

    Und ganz wichtig ist das konsequente Zurücklegen der Anteilsbeträge für diejenigen fixen Kosten, die über das ganze Jahr verteilt fällig werden. Das ist in jedem Haushalt der quartalsweise Rundfunkbeitrag.

    Versicherungsbeiträge werden auch deswegen ein-, zwei- oder viermal jährlich vom Konto abgebucht, weil damit eine Beitragsersparnis verbunden ist. Ihren geringeren Verwaltungsaufwand vergüten die Versicherer mit einem Beitragsnachlass im oftmals zweistelligen Prozentbereich.

    Diese fixen Kosten müssen anteilig auf die Monate aufgeteilt werden. Um auch bei der Liquidität den Überblick zu behalten, hat sich das Ansparen als Bargeld in der heimischen Geldkassette bewährt. Wenn diese Kosten fällig werden, dann wird der vorhandene Gesamtbetrag entweder auf das Girokonto eingezahlt, oder aber mit einer Bargeldabhebung für Lebenshaltung, Taschengeld und anderes verrechnet.

    Überblick bewahren

    All das muss organisiert, überwacht und abgewickelt werden. Hier kann mit Fug und Recht von einem Finanzmanagement des Privathaushaltes gesprochen werden. Ohne die Übersicht einer ausgefeilten Excel-Tabelle und der Genauigkeit im Alltag besteht leicht die Gefahr, den Überblick zu verlieren. Wie es genannt wird, muss der im Haushalt für das Finanzmanagement Zuständige dauernd dranbleiben.

    Grundinformationen und Hinweise zu Finanzen

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: Mietvertrag © Andre Bonn - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Strom © PhotoSG - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Woman browsing media in a mobile phone © Antonioguillem - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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