So weckt man den Ehrgeiz in Kindern

Mutter und Tochter lächeln in Kamera, draußen

Gesunden Ehrgeiz beim Nachwuchs fördern

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Ehrgeiz lässt sich bereits im Kindesalter wecken. Dabei sollte jedoch das richtige Maß gefunden werden. Zudem sollte man wissen, mit welchen Methoden es möglich ist, einen gesunden Ehrgeiz beim Nachwuchs zu fördern. Dabei kann es immer wieder zu Rückschlägen kommen, die häufig besondere Geduld verlangen. Lesen Sie, wie Sie den Ehrgeiz bei ihren Kindern wecken können.

Über Ehrgeiz und innere Motivation bei Kindern

Die meisten Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder erfolgreich in der Schule und im späteren Leben sind. Viele Kinder haben jedoch Motivationsprobleme. Beachtet man einige wichtige Dinge, kann man gesunden Ehrgeiz bei seinen Kindern wecken.

Unter Ehrgeiz versteht man meist eine positive und freudige Bereitschaft zur Leistung, Lösung von Problemen und die Überwindung von Hindernissen. Bei Schulkindern verbindet man Ehrgeiz mit Interesse und Spaß am Lernen.

Einen solchen gesunden Ehrgeiz erwarten die meisten Eltern von ihren Kindern. Durch das richtige Verhalten im Erziehungsalltag können sie dazu beitragen, den Ehrgeiz ihrer Kinder zu wecken und sie zu motivieren.

Dabei sind jedoch einige Regeln einzuhalten. So sollten Eltern stets nur diejenigen Fähigkeiten und Interessen fördern, die auf das Kind abgestimmt sind: es hingegen in eine bestimmte Richtung zu drängen, darf sich nicht wundern, wenn die Motivation fehlt.

Auch gibt es nicht immer nur einen möglichen und geraden Weg zum Ziel. Kinder sind sprunghaft, gerne auch mal launisch, und Rückschläge gehören zur Entwicklung dazu. Es ist daher unabdingaber, mögliche Umwege mit Geduld mitzugehen.

Auch ist es sinnfrei, sein Kind bzw. dessen Leistungen mit denen anderer zu vergleichen. Jeder Mensch ist, handelt und verhält sich unterschiedlich. Es gilt, diese individuellen Stärken zu fördern, und zwar in dem individuell passenden Ausmaß.

Schließlich ist noch zu beachten, dass man Kinder nicht überfordern sollte: besonders wenn sie noch klein sind, benötigen sie für zahlreiche Dinge und Fähigkeiten zunächst noch die geistigen und körperlichen Voraussetzungen - ihnen von kleinauf möglichst viel beizubringen, ist also alles andere als förderlich. Ganz im Gegenteil: sie können schlimmstenfalls passiv werden, was sich gänzlich gegen das aktive und neugierige Naturell eines Kindes stellt - und somit keinesfalls gesund sein kann.

Tipps, um Ehrgeiz bei seinem Nachwuchs zu wecken

Wer verstanden hat, worauf es ankommt, kann mit einigen Tipps versuchen, den Ehrgeiz bei seinen Kindern zu wecken.

Nachhilfe Junge Mutter mit schwarzen Haaren hilft ihrer Tochter bei den Hausaufgaben am Küchentisch
Nachhilfe Junge Mutter mit schwarzen Haaren hilft ihrer Tochter bei den Hausaufgaben am Küchentisch

Anerkennung und Lob

Auch Kinder freuen sich besonders über eine kleine Belohnung, für die sich anstrengen müssen. So kann man zum Beispiel für ein Wissensspiel wie Stadt-Land-Fluss eine kleine Siegprämie aussetzen. Durch das erlebte Glücksgefühl wird das Kind auch weiterhin motiviert.

Ohne solche Gefühle besteht bei Kindern die Gefahr, dass ihnen der Anreiz für neue Ziele fehlt. Das gilt auch für das Lernen oder Lösen von Hausaufgaben.

Schreibt ein Kind in der Schule eine gute Note, ist dies ein Erfolgserlebnis, welches die Eltern stets im Zusammenhang mit den Anstrengungen ihres Sprösslings sehen sollten. Es ist wichtig zu betonen, dass erst das Lernen den Grundstein für den Erfolg gelegt hat, damit das Kind seine aktiven Lernanstrengungen mit dem Erfolgserlebnis verbindet.

Zudem wird das Kind zu weiteren Anstrengungen beim Lernen motiviert. Durch aufrichtige Anerkennung und Lob bestärkt man das Kind und macht ihm klar, dass sich sein Ehrgeiz lohnt.

Geduld und Verständnis

Wichtig ist jedoch auch Geduld, wenn es einmal zu Rückschlägen kommt. Bei Kindern sind Rückschritte ein ganz normaler Teil ihres Entwicklungsprozesses.

Keinesfalls sollte man die Leistungen seiner Kinder mit denen von anderen Kindern vergleichen, da dadurch unnötiger Druck entsteht. Besser ist es, sich auch über kleine Erfolge mit seinem Kind zu freuen und seine Individualität zu betonen.

Bei fast jedem Kind kommt es auch zu Misserfolgen wie schlechten Noten oder Zeugnissen. Eine verständnisvolle Reaktion der Eltern ist dann sehr wichtig, um das Kind nicht zu demotivieren. So sollte man seinem Kind klarmachen, dass es sich nicht nur an Äußerlichkeiten wie Schulnoten orientieren sollte, sondern stattdessen an seinen eigenen Erfolgserlebnissen.

Gesunder Ehrgeiz der Kinder durch Geduld und Verständnis der Eltern
Gesunder Ehrgeiz der Kinder durch Geduld und Verständnis der Eltern

Interesse und Begeisterung

Ein Kind sollte nicht nach Hause kommen und sich fürchten, über eine schlechte Note zu spechen, aus Angst, dass Lob und Anerkennung ausbleiben. Entscheidend ist, bei seinem Nachwuchs die Lust, Leistung zu erbringen, zu wecken, jedoch ohne die Absicht, dass das Kind sich stets mit anderen Mitschülern vergleicht und das Gefühl bekommt, ständig erfolgreich sein zu müssen.

Idealerweise handelt der Nachwuchs aus sich heraus; man spricht in diesem Fall von intrinsicher Motivation. Er interessiert sich dabei für ein Thema und freut sich folglich über eine gute Note, da er es geschafft hat, das Thema zu verstehen und durchzuarbeiten.

Sohn oder Tochter sollten jedoch nicht nur für die Reaktion der Eltern eine gute Note schreiben wollen. Hilfreich ist es, sich als Elternteil für das Thema/das Fach oder eine bestimmte Sache zu interessieren und begeistern. Bekommt das Kind beispielsweise eine Klassenarbeit zurück, sollte man nicht zuerst nach der Note fragen, sondern etwa, worm es genau ging, oder wie es dem Schüler bzw. der Schülerin während der Arbeit erging.

Übertriebener Ehrgeiz bei den Eltern

Das Hauptproblem beim Versuch, den scheinbar mangelnden Ehrgeiz in einem Kind zu wecken ist häufig der übertriebene Ehrgeiz bei den Eltern. Der Nachwuchs fühlt sich unter Druck gesetzt, da die Erwartungen an seine Leistungen stets zu hoch sind.

Kann es diese nicht erfüllen, ist es enttäuscht und verliert auch einen großen Teil seines Selbstvertrauens. Dies führt wiederum dazu, dass auch bei kommenden Aufgaben keine besonders gute Leistungen erbracht werden, da die Basis in Form einer gesunden Herangehensweise fehlt.

Eltern sind die wichtigsten Vorbilder. Sie sollten ihrem Kind die Freude, sich zu engagieren und etwas zu schaffen, vorleben. Ständige Mahnungen, mehr zu geben, sollten jedoch nicht dazu gehören.

Die Fünfzigjährigen - So eitel wie nie zuvor

Jugendliche vor Badezimmerspiegel
Teen girl in bathroom © Skazka Grez - www.fotolia.de

Eine Untersuchung des britischen Saga Magazins ergab, dass fünfzigjährige Frauen deutlich mehr mit ihrem Aussehen beschäftigt sind als damals ihre Mütter. Die Befragung der rund 100.000 Frauen mittleren Alters enthüllte des Weiteren, dass es für die Fünfzigjährige von heute ganz normal ist, Anti-Faltencremes und besondere Kosmetika zu benutzen. Auch vor plastischer Chirurgie machten immer weniger Halt.

Im Vergleich zu den Fünfzigjährigen der Vorgängergeneration besuchen sie zehnmal häufiger ein Solarium oder greifen auf andere Bräunungstricks zurück. Die Schönheitsoperationen haben sich sogar fast verdoppelt. Rund 2,4 Milliarden Euro geben britische Fünfzigjährige jährlich für Schönheitsprodukte aus, da sie meinen, dass man immer stärker nach dem Aussehen beurteilt werde. Zum Vergleich: Frühere Generationen gaben die gleiche Summe in fünf Jahren aus.

Die Ergebnisse sind natürlich einerseits durch die technischen Innovationen in der Schönheitsindustrie zu erklären wodurch immer neue Produkte und Verfahren auf den Markt gebracht werden. Andererseits spielt aber auch die Eitelkeit eine sehr große Rolle.

Wenn Sport krank macht

Sport ist gut für den Körper, doch übertriebener Ehrgeiz kann ihm auch erhebliche Schäden zufügen. Unerlaubte Mittel, die die Leistung steigern sollen, wie anabol-androgenen Steroide, sind verantwortlich für Gefäß- und Herzerkrankungen, Lebertumore und psychische Veränderungen. Bei Frauen können die hormonhaltigen Substanzen eine „Vermännlichung“ bewirken, bei Männern die verstärkte Ausbildung des Brustdrüsengewebes.

Wachstumshormone haben eine fettabbauende Wirkung, die in Sportarten wie Bodybuilding auf großes Interesse stößt. Doch die Mittel, die in der Therapie etwa bei zwergwüchsigen Kindern zum Einsatz kommen, können fatale Folgen haben. Abnormes Knochenwachstum an Händen, Füßen und im Gesicht, Arthritis, Impotenz oder Herzerkrankungen sind nur einige der Leiden, die durch den Missbrauch von Wachstumshormonen entstehen können.

Bei Sportarten, die ein niedriges Körpergewicht voraussetzen, sind magersüchtige Athletinnen und Athleten nicht selten. Davon betroffen sind vor allem Frauen, die Geräteturnen, Gymnastik oder Profi-Tanzen ausüben. Der Zyklus ist gestört und die Menstruationsblutung kann ausbleiben. Doch auch bei Männern kann diese Essstörung auftreten. Wer sich für Wintersport interessiert, kennt die Bilder von äußerst leichtgewichtigen Skispringern. Die Gefahr bei einer „Anorexia athletica“ besteht in einer Abnahme der Knochendichte, die Knochenbrüche hervorrufen kann. Außerdem werden die Gefäße in Mitleidenschaft gezogen.

Generation Perfektion: Junge Menschen streben stärker denn je nach Perfektionismus

Schüler und Studenten sind heute deutlich stärker Leistungsdruck und Perfektionismus ausgesetzt als frühere Generationen

Studenten während einer schriftlichen Prüfung, Klausur
Students during exam © Photographee.eu - www.fotolia.de

Zum ersten Mal wurde in einer Studie untersucht, ob es zwischen den Generationen Einstellungsunterschiede im Bezug auf Perfektionismus gibt. Strebt die heutige Jugend stärker nach beruflichen Zielen und will sich ein perfektes Leben aufbauen? Oder sind sie fauler, unbeständiger, desinteressierter? Die Ergebnisse weisen für die Kinder der Jahrtausendwende auf Ersteres hin: Es strebt eine Generation der Perfektionisten von den Schulen ins Berufsleben.

Perfektionisten-Test an Schülern und Studenten

Die britischen Forscher analysierten für ihre Untersuchung insgesamt 41.631 Daten von britischen, kanadischen und amerikanischen Schülern und Studenten. Die Altersgruppen waren so verteilt, dass die Ältesten Ende der 1980er Jahre und die Jüngsten 2016 an einem Perfektionisten-Test teilnahmen. Auf der Skala wurde bewertet,

  1. wie stark ein Mensch von sich selbst Perfektionismus verlangt,
  2. wie sehr er glaubt, andere würden es von ihm verlangen und
  3. wie stark er wiederum von anderen Perfektion fordert.

Das Ergebnis

  1. Für den ersten Fall des selbst-orientierten Perfektionismus fanden die Forscher einen Anstieg von zehn Prozent bei den jüngsten Teilnehmern. Die Schulabgänger heute setzen sich demnach stärker als ältere Generationen unter Druck, um ihre hochgesteckten Ziele zu erreichen
  2. Noch deutlicher war der Unterschied beim sozial-orientierten Perfektionismus. Der gefühlte Druck, für andere perfekt sein zu müssen, stieg von 1989 bis 2016 um 33 Prozent
  3. Der Wunsch, das andere im Umfeld perfekt sein müssen, stieg um 16 Prozent

Diese Zahlen spiegeln laut den Forschern den zunehmenden Druck in der modernen Leistungsgesellschaft wider. Viele lernen bereits im Kindesalter, dass nur die Besten eine gute Aussicht auf eine sichere Zukunft haben. Das zeigt auch die Frage an Abiturienten, ob sie einen Hochschulabschluss anstreben. In älteren Befragungen der 1970er Jahre bejahten das nur rund 50 Prozent. 2008 waren es schon 80 Prozent. Gleichzeitig schüren Eltern, Lehrer und Ausbilder sowie Dozenten eine Konkurrenz-Stimmung in den Unterrichtsgruppen.

Perfektionismus eine Gefahr für die psychische Gesundheit

Die Forscher befürchten, dass die negativen Auswirkungen von Perfektionismus - etwa Angststörungen und Depressionen - daher zunehmen werden. Viele Menschen, die an unrealistischen Zielen scheitern, entwickeln psychische Probleme.

Grundinformationen und Hinweise zum Ehrgeiz

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Fröhlich in der Sonne © Kzenon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Schultafel Kreidetafel Textur © Gunnar Assmy - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: kleine familie © Grischa Georgiew - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Mom helping her daughter do her homework © auremar - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema