Welche Hilfen behinderte Eltern brauchen

Mutter badet ihr Baby

Für behinderte Menschen ist es oft schwierig, den Alltag mit Familie und Kindern zu bewältigen. Daher benötigen sie Unterstützung.

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Dass behinderte Menschen Kinder bekommen, gehört nach wie vor zu den gesellschaftlichen Tabus. Wie viele Menschen, die unter einer Behinderung oder einer chronischen Krankheit leiden, Kinder haben, wurde bislang nicht aussagekräftig erfasst. In Deutschland schätzt man ihre Anzahl auf etwa 250.000.

In der Gesellschaft herrscht noch immer das Bild, dass behinderte Menschen nicht in der Lage sind, Verantwortung für Kinder zu übernehmen. Wird eine behinderte Frau schwanger und bekommt ein Kind, zeigen sich viele Menschen ratlos oder entsetzt, da behinderte Eltern nicht dem gängigen Rollenbild der Gesellschaft entsprechen.

Behinderte Eltern haben es nicht leicht, da sie sich den gleichen Herausforderungen stellen müssen wie gesunde Eltern. Durch ihre Behinderung einerseits und die gesellschaftliche Situation andererseits, ist für sie die Bewältigung des Alltags deutlich schwieriger. Daher benötigen viele von ihnen Hilfe von außen, denn die physischen und psychischen Belastungen sind hoch.

Ohne Hilfe leiden sowohl Eltern als auch Kinder oftmals unter großen Einschränkungen. Aus diesem Grund wird behinderten Menschen, die einen Kinderwunsch haben, empfohlen, im Vorfeld zu bedenken welche Art von Hilfe sie brauchen und diese dann rechtzeitig zu organisieren.

Wie viel Unterstützung behinderte Eltern benötigen und in welchen Bereichen sie erfolgen sollte, ist abhängig von dem Grad der Behinderung und der persönlichen Lebenssituation der Betroffenen.

Möglichkeiten der Unterstützung

In vielen Fällen benötigen behinderte Eltern eine persönliche Assistenz, damit die Kinder gut versorgt und der Alltag der Familie erfolgreich gestaltet werden kann. Eine solche Hilfestellung ist vor allem in den ersten Lebensjahren der Kinder erforderlich, aber auch schon während der Schwangerschaft brauchen behinderte oder chronisch kranke Frauen häufig eine Haushaltshilfe.

Nach der Geburt ist oft Hilfestellung beim Baden oder Wickeln des Babys notwendig. Damit die behinderten Eltern ihr Leben selbstbestimmt führen können, legen sie fest, welche Hilfen und wie viel Unterstützung notwendig sind. Das heißt, dass eine persönliche Assistentin oder ein Assistent von den Eltern selbst ausgewählt und eingewiesen wird.

Eine Elternassistenz kann sehr hilfreich sein, wenn die Eltern beispielsweise ins Krankenhaus oder zur Krankengymnastik müssen. Auf diese Weise wird die Versorgung der Kinder sichergestellt.

Finanzierung

Finanziert wird eine Assistenz für behinderte Eltern in der Regel von Pflegekassen, Krankenkassen, Sozialämtern und Jugendämtern.

Grundinformationen und Hinweise zu Behinderten

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Bath the baby © nyul - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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