7. Mai 2009
Muss man seinen Gartenteich winterfest machen? Wenn ja, wie geht das? Was Sie beachten müssen, um Ihren Gartenteich und seine Bewohner und Pflanzen sicher über den Winter zu bringen, lesen Sie hier.
Ganz wichtig ist es, den Gartenteich noch vor dem ersten Frost winterfest zu machen. Dazu muss er gut gesäubert werden. Das heißt, dass alles, was nicht zum Teich selbst oder zu seinen Pflanzen gehört, entfernt werden muss. Dies ist oft ein mühseliges Unterfangen. Ist Teich größer als die menschliche Armlänge ausreicht, so kann mit einem Rechen oder Kescher gearbeitet werden. Im Bau- und Gartenmarkt finden Sie entsprechende Gerätschaften.
Wichtig ist es zuerst einmal, alle im Herbst in den Teich gefallenen Blätter und Aststücke zu entfernen. Sie würden sonst beim Verfaulen Gase freisetzen und wertvollen Sauerstoff des Teichs verbrauchen. Selbst im Idealfall, wenn sie vermodernd auf den Teichboden sinken, führt dies zu unerwünschter Bildung von Schlamm. Auch in den Wintermonaten bei kühlen Temperaturen kann ein Teich umkippen. Wer seinen Teich jedoch im Herbst gut reinigt, wird sich im Frühjahr über frisches, klares Wasser freuen können. Sind im Teich Pflanzen wie zum Beispiel Seerosen, so müssen auch deren abgestorbene Blätter gut entfernt werden.
Je nach Größe und Tiefe des Teiches müssen nun Maßnahmen ergriffen werden, um ein komplettes Durchfrieren des Teichs zu verhindern. Besonders wenn Fische im Teich schwimmen, ist dies wichtig. Auch die empfindlichen Wurzeln von Seerosen dürfen nicht einfrieren. Hier gibt es einen ebenso einfachen wie wirkungsvollen Kniff: Besorgen Sie sich Luftkissenpolsterfolie, wie sie zu Verpackungszwecken verwendet wird. Schneiden Sie etwa alle 10cm ein kleines Loch hinein, und legen Sie den Teich dann mit dieser Folie aus. Sie wirkt nach oben isolierend und verhindert ein vorzeitiges Zufrieren. Durch die Luftlöcher können natürliche Gase des Teichs entweichen.
Schützen Sie auch die Wände Ihres Teichs vor Frostschäden. Kunststoffbecken sind dehnbar und deshalb weniger anfällig für Risse. Betonwände jedoch können schnell dem Druck der Eisschicht nachgeben und Risse erhalten. Auch hier lässt es sich verblüffend leicht vorbeugen. Ein ausgedienter Spielball schwimmt auf der Wasseroberfläche. Sobald das Wasser oben gefriert, friert dieser Ball mit ein. Er federt aber den Druck des Eises ab, da er sich zusammen pressen lässt. So arbeitet das Eis gegen den Ball, und nicht gegen die Betonwandungen.
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