Rund um die Teichpflege - Hinweise und Tipps für einen gepflegten Gartenteich das ganze Jahr über

Victoria Amazonica, Riesenseerose auf Gartenteich

Die richtige Teichpflege von Frühling bis Winter - Den Gartenteich reinigen, richtig pflegen und überwintern

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  • von Paradisi-Redaktion

Ein Teich ist eine Bereicherung für jeden Garten. Dabei gibt es unterschiedliche Teicharten und auch Teichgrößen. In jedem Fall will ein Teich gepflegt sein, damit man auch seine Freude daran hat. Zudem gibt es einige Punkte, die man beachten muss, um Gartenteich samt Bewohner und Pflanzen sicher über den Winter zu bringen.

Je besser der Teich angelegt ist, desto besser ist das biologische Gleichgewicht, umso einfacher wird die Pflege. Das lebendige Wasser macht den Teich zu einem Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Dabei gibt es aber viele Faktoren, die dem Ökosystem des Teichs zu schaffen machen können, beispielsweise Algen durch zu viel Sonne, Laub oder andere organische Verschmutzungen.

Im kurzen Überblick: Ein gepflegter Teich das ganze Jahr über

Winter

Die richtige Pflege des Gartenteichs beginnt bereits im Winter. Während der kalten Jahreszeit ist es im Teich ziemlich ruhig, sodass nur beschränkte Tätigkeiten erforderlich sind. Dazu gehört vor allem das Umsiedeln der Fische in ein Aquarium, für den Fall, dass sie gegen eisige Kälte empfindlich sind.

Ist es dagegen beabsichtigt, dass die Fische im Winter im Teich bleiben, sollte dieser auf jeden Fall eine Tiefe von etwa einem Meter haben.

Auf diese Weise können sich die Wasserbewohner auch dann ausreichend bewegen, wenn sich eine Eisschicht bilden sollte. Außerdem ist es wichtig, dass ein kleines Loch am Rande des Teiches vorhanden ist, um die Atmung der Teichbewohner zu gewährleisten und gefährliche Faulgase abzuleiten.

Damit die Teichbewohner unter der Eisschicht atmen können muss ein kleines Loch am Rand gewährleiste
Damit die Teichbewohner unter der Eisschicht atmen können muss ein kleines Loch am Rand gewährleistet werden

Frühling

Ist der Frühling angebrochen, entfernt man Schmutz und Laub mithilfe eines Keschers aus dem Teich. Damit es nicht zu Schimmelbildung kommt, ist es wichtig, abgestorbene Pflanzenteile zu beseitigen.

Darüber hinaus müssen auch Algen aus dem Teich entfernt und die Qualität des Wassers verbessert werden. Für den Fall, dass es im Gartenteich zur Algenblüte kommt, können spezielle Mittel Abhilfe schaffen, die jedoch frei von Schadstoffen sein sollten.

Sommer

Im Sommer empfiehlt es sich, nur kleine Arbeiten am Gartenteich vorzunehmen, damit es nicht zu Beeinträchtigungen am natürlichen Gleichgewicht kommt. Dazu gehört zum Beispiel das Entfernen von störenden Blättern, die das Sonnenlicht daran hindern, zum Teich zu gelangen. Kommt durch Verdunstung Wasser abhanden, sollte dieses wieder ausgeglichen werden.

Im Sommer sollte nicht zu stark in die Biosphäre des Teiches eingegriffen werden
Im Sommer sollte nicht zu stark in die Biosphäre des Teiches eingegriffen werden

Herbst

Die meiste Arbeit erwartet den Gartenteichbesitzer dann im Herbst. So muss er Pflanzenreste und Schlamm beseitigen. Ebenso wichtig ist es, das Wasser zum größten Teil auszuwechseln. Mithilfe von Schutznetzen und Abdeckungen, die Blätter und Zweige auffangen, lässt sich etwas Arbeit einsparen.

Ein schön gepflegter Gartenteich ist immer ein Hingucker im Garten
Ein schön gepflegter Gartenteich ist immer ein Hingucker im Garten

Im Folgenden gehen wir etwas genauer auf die verschiedenen Aspekte der Teichpflege ein...

Generelle Bestandteile der Teichpflege

Wer einen Gartenteich sein Eigen nennt, kann sich nicht damit begnügen, ihn nur zu bewundern. Er benötigt auch optimale Pflege über das ganze Jahr hinweg.

Ein Gartenteich muss in allen vier Jahreszeiten gut gepflegt werden, damit sein biologisches Gleichgewicht erhalten bleibt und Fische und Pflanzen darin gedeihen können. Wird ein Teich nicht richtig gepflegt, droht er umzukippen.

In der Fachsprache meint man damit die Störung des natürlichen Gleichgewichts. Durch eine optimale Pflege kann dies jedoch vermieden werden.

Schlammentfernung und -vorbeugung

Neben den Algen stellt auch der Schlamm für die meisten Gartenteichbesitzer ein Problem dar. Größere Teiche machen in der Regel weniger Arbeit als kleinere Teiche. Kleinere erwärmen im Sommer schneller, meist ist auch der Fischbesatz zu groß und so bilden sich leichter Algen und durch Fischkot und Futter auch Schlamm.

Um Schlamm zu vermeiden, müssen organische Abfälle beseitigt werden. Laub fischt man heraus und abgestorbene Teichpflanzen müssen entfernt werden.

Absterbende Pflanzen werden beschnitten. Wer auf einen Kescher verzichten will, kann einen Oberflächensauger verwenden. Das ist weniger mühselig. Um den Schlamm abzusaugen, gibt es Schlammsauger.

Mit einem Teichschlammsauger den Teich reinigen

Mindestens einmal im Jahr - am besten im Frühjahr und wenn es möglich ist, noch einmal im Herbst - sollte der Schlamm entsorgt werden. Organisches Material vermodert am Teichboden und gefährdet damit die Wasserqualität. Durch diesen Überschuss an Nährstoffen wird der Algenwuchs zusätzlich gefördert.

Den Schlamm per Hand zu entfernen, ist eine mühselige Angelegenheit. Dazu muss das gesamte Wasser abgelassen werden und der Schlamm wird mit einer Schaufel entfernt. Um diese Arbeit zu erleichtern, gibt es spezielle Teichschlammsauger.

Da diese nur wenig im Einsatz und teuer in der Anschaffung sind, ist es meist lohnender, sich einen Schlammsauger auszuleihen. Das kann man beispielsweise im Baumarkt oder im Fachhandel. Damit kann die ursprüngliche Teichtiefe wieder hergestellt werden.

Eine optimale Gartenteichreinigung kann nur mit einem Schlammsauger bewältigt werden. Der Teich kommt im Frühling aus der Winterruhe, dann lagern die organischen Substanzen auf dem Grund.

Sobald die Wassertemperaturen steigen, wirkt er wie ein Dünger und löst ungebundene Phosphate. Damit bietet er nicht nur Pflanzen, sondern auch den Algen gute Wachstumschancen.

Verschiedene Betriebsmöglichkeiten

Ein Schlammsauger wird elektrisch betrieben und außerhalb des Gartenteichs aufgestellt. Er besitzt einen Saugschlauch, ein Saugrohr und unterschiedliche Saugdüsen.

Die unterschiedlichen Saugdüsen erlauben einen gezielten Einsatz. So kann der Schlamm vom Teichboden abgesaugt werden.

Der Teichschlammsauger kann einen oder mehrere Auffangbehälter haben. Oder er ist mit einem Ablaufschlauch versehen und das schlammige Wasser kann als Dünger in Beete geleitet werden.

Mieten oder kaufen?

Der Mietpreis für einen Teichschlammsauger bewegt sich zwischen 25 und 70 Euro pro Tag, je nach Größe des Teiches. Es gibt unterschiedliche Geräte für verschiedene Teichgrößen.

Bei einem Neukauf muss man in etwa zwischen 150 und 350 Euro rechnen. Auch hier ist die Wahl des Geräts von der Größe des Teichs abhängig.

Wenn man dann noch Verschleiß und Wartung mit einbezieht, kann es sinnvoller sein, den Teichschlammsauger zu mieten. Er kommt ja höchstens zweimal im Jahr zum Einsatz.

Am besten lässt man sich auch noch einmal bei einem örtlichen Baumarkt beraten, um die genauen Konditionen zu erfahren. Dann steht der Gartenteichreinigung nichts mehr im Wege. Anschließend erstrahlt der Teich in neuem Glanze.

Wasseranalyse und Algenentfernung

Das Wichtigste ist wohl eine regelmäßige Wasseranalyse; dafür erhält man die so genannten Quicksticks oder auch Profisets, um beispielsweise

  • den pH-Wert
  • die Wasserhärte
  • Nitrat
  • Nitrit oder
  • die Karbonhärte

zu ermitteln. Je nach Ergebnis gibt es dann unterschiedliche Mittel, mit denen man das Wasser anreichern kann. Um der Algen Herr zu werden, haben sich auch einige Hausmittelchen bewährt; so sollen trockene Eichenblätter im Wasser gegen bestimmte Algenarten helfen.

Das Wasser muss regelmässig analysiert und die Algen entfernt werden
Das Wasser muss regelmässig analysiert und die Algen entfernt werden
Tipps und Hilfe bei einem Teich mit starkem Algenbefall

Besonders kleinere Teiche leiden häufig unter massivem Algenbefall, vor allem in warmen Sommern, wenn sich das Wasser zu sehr erwärmt. Schnell beginnt der Teufelskreislauf: Das warme Wasser bietet den idealen Nährboden für Algen, die schnell den ganzen Teich füllen.

Doch auch nährstoffreiche Teiche ziehen Algen magisch an. Nehmen diese überhand, so kann es geschehen, dass das Biotop umkippt und das Teichklima völlig zerstört wird. Doch keine falsche Panik: eine bestimmte Anzahl an Algen ist normal und auch gesund für den Teich.

Die Algen erzeugen nämlich unter Sonneneinstrahlung auch Sauerstoff, der wesentlich zum gesunden Wasser im Teich beiträgt. Zudem bilden Algenteppiche ganz hervorragende Verstecke für Lurche und andere Wassertiere, die hier ihre Eier ablegen können.

Erst wenn die Algen zu stark wachsen, sollte man sie entfernen. Sie verwachsen sonst schnell mit den Zierpflanzen des Teichs und bilden ein undurchdringliches Gestrüpp.

Die beste Möglichkeit zur Entfernung ist eine naturschonende, rein mechanische Anwendung. Verwenden Sie dazu einen Besenstiel mit aufgerauter Oberfläche, die Sie zum Beispiel mit einem Schmirgelpapier erzielen können.

Der Stiel wird mitten in ein Algenbüschel gesteckt und dann um die eigene Achse gedreht. Die Algen bleiben daran kleben und lassen sich leicht aufwickeln und herausheben. Diese Methode ist etwas aufwändig, aber für das Biotop am schonendsten.

Algen können jedoch auch mit speziellem UV-Licht bekämpft werden, das sie bei starker und langer Einstrahlung zerstört. Solche Lampen werden auch häufig in Aquarien verwendet.

Allerdings sind sie eine eher brachiale Methode und zerstören schnell das Biotop und seine Lebewesen. Das UV-Licht wird deshalb meist nur bei tierlosen Zierteichen angewendet, die einen architektonischen Blickfang bieten sollen.

Wer nach erfolgreicher Reinigung seines Teiches einer allzu schnellen Algenneubildung vorbeugen möchte, der sollte einen Teil des Teichwassers regelmäßig ersetzen, damit die Nährstoffkonzentration möglichst niedrig bleibt. Dazu eignet sich am besten Regenwasser aus der Regentonne. Wasser aus dem Hahn sollte vor der Einbringung in den Gartenteich vorab für ein paar Tage bei einer möglichst großen Oberfläche ruhen.

Laubentfernung

Im Herbst wird der Teich von Laub befreit. Wenn das Wasser im Winter gefriert, müssen regelmäßig Löcher in das Eis geschlagen werden, damit Fische und Pflanzen genügend Sauerstoff haben. Nach dem Frost muss der Teich auf kranke Fische und Pflanzen hin untersucht werden.

Ein Netz über dem Teich hält im Herbst lästiges Laub fern

Wenn der Herbst vor der Tür steht, muss der Teich bereits auf den Winter vorbereitet werden. Die Gartensaison verabschiedet sich und auch der Teich geht in die Winterruhe.

Damit er das unter optimalen Bedingungen kann, sollte er noch einmal vom Bodenschlamm gereinigt werden. Auch abgestorbene Pflanzen und Pflanzenreste müssen entfernt werden.

Jeder Hobbygärtner und Gartenteichbesitzer weiß um die Laubmengen, die im Herbst anfallen. Das Laub bringt unkontrolliert Nährstoffe in den Teich ein.

Bei deren Zersetzung entstehen die so genannten Faulgase. Diese gefährden das Gleichgewicht im Teich sehr stark und könnten das Wasser zum Kippen bringen.

Deshalb muss das Laub unbedingt abgefischt werden, bevor es auf den Boden sinkt. Das kann man mit einem Kescher tun oder mit einem speziellen Oberflächenabsauger; diese nennt man auch Skimmer. Grobe Teile wie Blätter, werden durch die Pumpe mit dem abgesaugten Teichwasser zum Teichfilter befördert und dort aus dem Teichwasser gefiltert.

Weniger Arbeit durch den Einsatz von Laubnetzen

Ein Spaziergang im raschelnden Herbstlaub kann sehr angenehm sein. Für den Gartenbesitzer stellt das Laub aber eher eine Plage dar.

Denn es macht eine ganze Menge Arbeit und kostet Zeit und Mühe. Deshalb sollte man anschließend über den Teich ein Netz spannen, um weiteres Laub abzuhalten.

Diese Laubnetze gibt es in verschiedenen Ausführungen und Größen und es kann je nach Belieben über den Gartenteich gespannt werden. Man erhält es im Fachhandel und auch im Versandhandel.

Nun landen die Blätter im Netz und müssen nicht mehr mühselig herausgefischt werden. Die Laubnetze werden pro Quadratmeter berechnet.

Vor dem Kauf ist es wichtig, die Fläche genau zu berechnen, damit das Netz auch den gesamten Teich abdeckt. Das Netz wird mit einer speziellen Vorrichtung befestigt, die normalerweise mitgeliefert wird.

Durch schöne Teichbepflanzung entsteht leider auch lästiges Laub
Durch schöne Teichbepflanzung entsteht leider auch lästiges Laub

Besonders zu Beginn des Winters sowie des Frühlings gibt es in Sachen Teichpflege eine Menge Punkte zu beachten; daher gehen wir auf diese beiden Bereiche noch mal im Speziellen ein...

Teichpflege im Herbst und Winter

Ganz wichtig ist es, den Gartenteich noch vor dem ersten Frost winterfest zu machen. Dazu muss er gut gesäubert werden.

Das heißt, dass alles, was nicht zum Teich selbst oder zu seinen Pflanzen gehört, entfernt werden muss. Dies ist oft ein mühseliges Unterfangen.

Ist der Teich größer als die menschliche Armlänge ausreicht, so kann mit einem Rechen oder Kescher gearbeitet werden. Im Bau- und Gartenmarkt finden Sie entsprechende Gerätschaften.

Wichtig ist es zuerst einmal, alle im Herbst in den Teich gefallenen Blätter und Aststücke zu entfernen. Sie würden sonst beim Verfaulen Gase freisetzen und wertvollen Sauerstoff des Teichs verbrauchen.

Selbst im Idealfall, wenn sie vermodernd auf den Teichboden sinken, führt dies zu unerwünschter Bildung von Schlamm. Auch in den Wintermonaten bei kühlen Temperaturen kann ein Teich umkippen.

Wer seinen Teich jedoch im Herbst gut reinigt, wird sich im Frühjahr über frisches, klares Wasser freuen können. Sind im Teich Pflanzen wie zum Beispiel Seerosen, so müssen auch deren abgestorbene Blätter gut entfernt werden.

So bereiten Gartenliebhaber ihren Teich richtig für den Winter vor

Gärtner kniet am Blumenbeet, neben ihm Schubkarre, im Hintergrund Teich
zeitarbeit © Ilan Amith - www.fotolia.de

Wenn sich der Herbst mit raschen Schritten nähert, wird es für Gartenliebhaber höchste Zeit darüber nachzudenken, wie sie ihren Garten und den dazugehörigen Teich am effektivsten winterfest machen können.

Zunächst sollte unbedingt sichergestellt werden, dass eine optimale Wasserqualität gewährleistet ist, denn nur auf diese Weise können Fische und Pflanzen die kalte Jahreszeit unbeschadet überstehen. Anschließend muss der Teich von faulenden Blättern, abgestorbenen Pflanzenresten sowie von Algen entfernt werden, da diese im Winter nur unnötig Sauerstoff verbrauchen.

Des Weiteren sind Gartenliebhaber gut damit beraten, den Teich mit einem Netz abzudecken, um zu verhindern, dass herabfallendes Laub ins Teichwasser gelangt. Außerdem müssen Teichpumpen und Filteranlagen vor Anbruch des Winters gründlich gereinigt werden.

Beachtet man dies, so kommen Tiere und Pflanzen garantiert gut über den Winter.

Überwinterung von Fischen und Pflanzen

Fische und Pflanzen können je nach Teichgröße und -tiefe im Teich überwintert werden
Fische und Pflanzen können je nach Teichgröße und -tiefe im Teich überwintert werden

Wenn man die Teichgröße und die Teichtiefe kennt, kann man sich vom Fachmann beraten lassen, ob die Fische und Pflanzen im Teich überwintern können. Manche Pflanzen müssen nur zurückgeschnitten werden. Auch Teichpumpen, die nicht tiefer als 60 cm stehen, müssen nachdem sie gründlich gereinigt wurden, am besten im frostsicheren Keller überwintern.

Fachmänner empfehlen, die Pumpen nicht trocken, sondern in einem mit Wasser gefüllten Eimer zu lagern. Schmutz kann so nicht aushärten und die Dichtungen werden nicht trocken und porös.

Schutzmaßnahmen

Je nach Größe und Tiefe des Teiches müssen nun Maßnahmen ergriffen werden, um ein komplettes Durchfrieren des Teichs zu verhindern. Besonders wenn Fische im Teich schwimmen, ist dies wichtig.

Auch die empfindlichen Wurzeln von Seerosen dürfen nicht einfrieren. Hier gibt es einen ebenso einfachen wie wirkungsvollen Kniff: Besorgen Sie sich Luftkissenpolsterfolie, wie sie zu Verpackungszwecken verwendet wird. Schneiden Sie etwa alle 10cm ein kleines Loch hinein, und legen Sie den Teich dann mit dieser Folie aus.

Sie wirkt nach oben isolierend und verhindert ein vorzeitiges Zufrieren. Durch die Luftlöcher können natürliche Gase des Teichs entweichen.

Schützen Sie auch die Wände Ihres Teichs vor Frostschäden. Kunststoffbecken sind dehnbar und deshalb weniger anfällig für Risse. Betonwände jedoch können schnell dem Druck der Eisschicht nachgeben und Risse erhalten.

Auch hier lässt es sich verblüffend leicht vorbeugen. Ein ausgedienter Spielball schwimmt auf der Wasseroberfläche. Sobald das Wasser oben gefriert, friert dieser Ball mit ein.

Er federt aber den Druck des Eises ab, da er sich zusammen pressen lässt. So arbeitet das Eis gegen den Ball, und nicht gegen die Betonwandungen.

Tipps, wie Sie den Gartenteich im Winter eisfrei halten

Nahaufnahme gefrorenes Wasser, blauer Hintergrund
frost © Nico Armbrust - www.fotolia.de

Gartenteiche mit Fischen darin dürfen im Winter nicht ganz zufrieren, denn das wäre der sichere Tod für die Fische. Wenn es ganz schlimm ist, muss man aber dem Eis nicht mit Hammer und Axt zu Leibe rücken - es geht auch sanfter.

Ist ein Teich mit Fischen zugefroren, bilden sich am Grunde Faulgase, die aber entweichen müssen. Der Luftaustausch ist überlebensnotwendig für die Fische. Fische halten sich im Winter in den unteren Wasserregionen auf, erklärt der Zentralverband Gartenbau aus Bonn.

Einen zugefrorenen Teich mit dem Hammer oder der Axt zu bearbeiten, kann für Fische tödlich sein, denn es entstehen Druckwellen. Eine sanfte Methode und relativ einfach ist es, ein größeres Holzstück oder auch eine Styroporplatte zu nehmen und diese auf dem Wasser schwimmen zu lassen, um das Eis freizuhalten. Allerdings sorgen auch Pflanzen in der Flachwasserzone für genügend Sauerstoff-Austausch.

Als Alternative kann auch ein Topf oder eine Pfanne mit heißem Wasser für eine Weile auf das Eis gestellt werden. Hält der Frost dann länger an, helfen auch ein Teichfreihalter oder ein Teichheizer, die es im Baumarkt zu kaufen gibt.

Teichpflege im Frühling

Die Sonne steigt höher und höher, die Natur zeigt sich immer freundlicher und auch die Temperaturen steigen. Der Frühling kündigt sich und damit auch rege Aktivitäten bei Mensch und Natur.

Zeit, den Garten in Ordnung zu bringen, damit sich die Sommerpracht so richtig entfalten kann. Dabei ist die Wasserlandschaft im Garten nicht zu vergessen, denn sonst wird's nichts mit dem blühenden Ufer oder dem fröhlichen Schwimmen der Fische.

Wasserarbeiten

Wer Uferbepflanzung hat an seinem Biotop, sollte jetzt im Frühjahr das Wasser reinigen. Es ist durch abgestorbene Pflanzenteile im Winter verunreinigt worden. Sie dienen den Fischen zwar als Nährstoffe, doch wenn ein Überangebot besteht, stört es das biologische Gleichgewicht; die Algen beginnen munter zu gedeihen und der Teich zu modern.

Für solche Arbeiten kommt ein Teichfilter zum Einsatz, der noch andere Schmutzpartikel aus dem Wasser fischt und es säubert und klärt. Moderne Filter sind mit einer integrierten UVC-Lichtquelle ausgestattet und bewältigen leicht ihre Aufgabe, abgestorbene Pflanzen, Pflanzenteile und Bakterien zu entfernen. Achten sie darüber hinaus auf einen gesonderten Wasser- und Schmutzablauf für Ihre Teichanlage, die zusätzliche eine reinigende Wirkung entfaltet.

Zu den regelmäßigen Arbeiten - am besten alle zwei bis drei Jahre auch im Frühjahr - gehört die Säuberung von Schlamm und Mulm, Wasserhumus, auf dem Teichgrund. Dorthin gesunkene Laubblätter, Schmutz und andere Partikel füllen den Boden auf und lassen ihn mit der Zeit verschlammen.

Die Höhe des Teichbeckens flacht ab; das biologische Gleichgewicht des Biotops verändert sich. Für diese Arbeit benötigen sie einen leistungsstarken Teichschlammsauger, der das überflüssige Material bequem entfernt. Dabei werden auch Algen, die dem Wasser und damit den Fischen Sauerstoff entziehen, abgesaugt.

Auch grobe Teile lassen sich damit herausfischen. Wichtig ist, dass Schlammsäuberungen nicht komplett in einem Arbeitsgang ausgeführt werden. Den Teichgrund nur maximal zur Hälfte säubern.

So bleiben das natürliche Gleichgewicht und die natürlichen Wasserwerte eines stehenden Gewässers bestehen. Fische und andere Kleinstlebewesen werden es Ihnen danken. Füllen Sie nach den Reinigungsarbeiten den Teich wieder mit frischem Regenwasser oder Leitungswasser auf.

Setzen Sie Schwimmpflanzen wie Wasserhyazinthen oder Seerosen in die Wasserwelt; sie geben nicht nur einen schönen Anblick ab, sondern dienen durch ihre schattenspendende Eigenschaft auch als Vorbeuge gegen Algen.

Die Jahreszeit, um Wasserpflanzen neu zu pflanzen, ist etwa Mai beziehungsweise Juni. Nämlich dann, wenn sich das Wasser auf wenigstens 12°C erwärmt hat. Ab dieser Temperatur gedeihen sie garantiert.

Im Frühling muss der Gartenteich wieder fit für den Sommer gemacht werden
Im Frühling muss der Gartenteich wieder fit für den Sommer gemacht werden

Uferarbeiten

Besonders in der Blütezeit kann das Ufer mit seiner Bepflanzung zum optischen Highlight in ihrem Garten gedeihen. Deshalb sollten sie der Umrandung Ihrer Wasserlandschaft ein besonderes Augenmerk leihen und sie mit gleichem Engagement pflegen, wie die übrige Gartenanlage.

Schneiden und entfernen Sie abgestorbene Schilfpflanzen und Stauden. Variieren oder erneuern Sie die Uferbepflanzung, wenn Sie Muse und Zeit dazu haben. Ein herrlicher Anblick lohnt es ihnen. Manche Uferpflanzen mögen es, wenn sie mit ihren Wurzeln teilweise im Wasser stehen.

  • Die gelb blühende Sumpfdotterblume entfaltet ihr Blütenmeer als Frühblüher am Teich.
  • Das Mammutblatt verleiht mit seiner Größe von bis zu zwei Metern und seinen riesigen Blättern der Teichlandschaft eine exotische Atmosphäre.
  • Auch das China-Schilf wächst bis zu zwei Meter hoch, benötigt aber keine Feuchtzone als Lebensraum.

Vorsicht beim Froschlöffel, der sich gern schnell ausbreitet, wenn Sie die Blüten vor der Samenbildung nicht kappen. Die Pflanze hat es Liebhabern vor allem wegen ihrer zarten Blüten angetan, die dem Schleierkraut ähneln. Zu den weiteren beliebten Uferpflanzen zählen unter anderem

  • Simse
  • Schachtelhalm
  • Schwertlilie oder
  • Prachtspiere.

Leben Fische im Teich, bedarf es generell einer ganz besonderen Pflege...

Pflege eines Fischteichs

Der Gartenteich bildet ein Biotop, das sich selbst regelt? Im Idealfall ist dies so. Je mehr unterschiedliche Lebensformen den Teich jedoch bevölkern, desto exakter sollte man in der Teichpflege vorgehen. Speziell ein Gartenteich mit Fischen benötigt eine umfassende Pflege.

Ganz wichtig zum Beispiel: im Winter muss besonders gut darauf geachtet werden, dass der Teich nur maximal an der Oberfläche friert. Würde das Wasser komplett durchfrieren, hätte dies unweigerlich den Tod der Fische zur Folge.

Robuste Arten wie Goldfische können durchaus im Teich überwintern, vorausgesetzt, einige Vorsichtsmaßnahmen werden eingehalten. So ist es zum Beispiel unerlässlich, ein Luftloch ins Eis zu hacken. So bekommt der Teich mitsamt den Fischen mehr Sauerstoff.

Achten Sie also bei niedrigen Temperaturen darauf, das Eisloch immer wieder frei zu hacken. Eine Luftkissenfolie, wie sie zu Verpackungszwecken verwendet wird, isoliert gegen die Kälte und verhindert das komplette Durchfrieren des Teichs.

Doch auch im Sommer muss ein Teich mit Fischen besonders gepflegt werden: Achten Sie darauf, dass sich speziell in den heißeren Monaten das Wasser nicht zu sehr erwärmt. In Hitze- oder Trockenperioden ist es sinnvoll, den Teich regelmäßig wieder mit Wasser aufzufüllen.

Je nach Teichgröße und der Größe seiner Oberfläche verdunstet mehr oder weniger Wasser; der Wasserspiegel sinkt und die Konzentration im Teich nimmt zu. Bei zu hoher Nährstoffkonzentration können sich leicht Algen bilden, die bei zu starker Ausprägung die Fische am Schwimmen hindern.

Um dieser Algenbildung vorzubeugen ist es daher sinnvoll, den Teich immer wieder mit Regenwasser aufzufüllen, wenn sein Wasserpegel sinkt. So kann auch die Wassertemperatur in einem vernünftigen Bereich gehalten werden.

Auch Teiche mit Fischen müssen gut gereinigt werden. Ziel ist es, das Wasser stets klar zu erhalten.

Das Wasser in Fischteichen muss stets klar und sauber sein
Das Wasser in Fischteichen muss stets klar und sauber sein

Ein modriger Teich bildet nicht nur einen unschönen Anblick, sondern entwickelt häufig auch einen starken und lästigen Geruch. Dies ist kein idealer Lebensraum für Fische.

Achten Sie also darauf, Blätter, Blütenblätter und kleine Zweige, die in den Teich gelangen, auch im Sommer regelmäßig abzufischen. Machen Sie die Probe: wird im Teich Schlamm aufgewirbelt, so muss dieser sich nach etwa einer Stunde wieder abgesetzt haben, und das Wasser wieder klar und durchsichtig sein. Ist dies nicht der Fall, können Sie auch einen Experten zu Rate ziehen.

Welche Fische für die Haltung in einem Gartenteich geeignet sind und worauf dabei zu achten ist, erfahren Sie hier.

Tipps zur Teichpflege

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: victoria amazonica © philipus - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Enten auf Eis © Anika Werhahn - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Gartenparadies © stockpics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Lily Pond Bridge © onepony - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Lily flower on a green background © Liliia Rudchenko - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: koi pond © Elenathewise - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Footpath from stones. © Kushnirov Avraham - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Koi Pond © Julianna Olah - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: homemade pond © Cindy Haggerty - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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