Verwandtschaft 3. Grades: Beziehung zu Nichte/Neffe, Urgroßeltern, Urenkeln und Tante/Onkel

Großmutter mit Brille, links junge Enkelin in rotem Pullover

Wissenswertes zu der Verwanschaft dritten Grades

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  • von Paradisi-Redaktion

Bei den Verwandtschaften 3. Grades handelt es sich um jene Verwandte, welche die meisten Menschen noch als einen Teil der Familie und nicht nur der Verwandtschaft wahrnehmen. Diesem Verwandtschaftsgrad gehören dabei die Beziehungen Nichte und Neffe, Urgroßeltern, Urenkel sowie Tante und Onkel an. All diese Verwandtschaftsbeziehungen haben dabei ihre ganz eigenen Besonderheiten. Lesen Sie alles Wissenswerte zur Verwandtschaft dritten Grades.

Nichten und Neffen

Bei Nichten und Neffen handelt es sich klassischerweise um die Kinder der Geschwister. Es gibt allerdings noch weitere Beziehungskonstellationen, bei welchen diese Bezeichnung üblich ist.

  • So werden zum einen auch die Kinder eines Schwagers oder einer Schwägerin als Neffen und Nichten bezeichnet, obwohl hier keinerlei genetische Verwandtschaft besteht.

  • Daneben können auch die Kinder von Cousins und Cousinen als Neffen und Nichten bezeichnet werden. In diesem Fall wird dem Namen dann aber noch die Benennung des Grades beigefügt.

    Kinder einer Cousine 1. Grades wären dann Neffen und Nichten 2. Grades, wohingegen Kinder einer Cousine 2. Grades Neffen und Nichten 3. Grades wären.

Die Kinder eines Bruders oder einer Schwester werden hingegen nur als Neffen und Nichten bezeichnet, was den 1. Grad der Verwandtschaft impliziert.

Urgroßeltern

Urgroßeltern sind die Urgroßmutter und der Urgroßvater eines Urenkels. Sie sind damit die Eltern einer Großmutter oder eines Großvaters. In diesem Zusammenhang bezeichnet die Vorsilbe Ur-, dass es sich um eine frühere Generation handelt.

Es ist dabei auch möglich, von Ururgroßeltern zu sprechen, sobald sich auf die noch ältere Generation bezogen werden soll. Jedes angefügte Ur- deutet demnach auf eine weitere Generation nach den Großeltern hin.

Jeder Mensch hat zudem acht Urgroßeltern, wobei nur die wenigsten Menschen ihre Urgroßeltern im Erwachsenenalter kennenlernen dürfen. Hierfür ist schlicht die Altersdifferenz zu groß. Zudem verschiebt sich der Zeitpunkt der ersten Geburt in Deutschland immer weiter nach hinten, wodurch die steigende Lebenserwartung mehr als kompensiert wird.

Urenkel

Bei Urenkeln greift dieselbe Regelung das Ur- betreffend. So werden mit diesem Zusatz ebenso Verschiebungen um eine Generation angezeigt.

  • Männliche Urenkel können dabei auch als Urenkelsohn bezeichnet werden,
  • wohingegen weibliche Urenkel auch als Urenkelin oder Urenkeltochter benannt werden.

Der Begriff Urenkel ist dagegen geschlechtsneutral und kann sowohl im Plural als auch Singular gebraucht werden.

Onkeln und Tanten

Bei Onkeln und Tanten handelt es sich klassischerweise noch um die Geschwister der Eltern. Alternativ können auch Cousinen und Cousins der Eltern noch als Onkel und Tante bezeichnet werden. Hier hilft aber dann der Zusatz 2. Grades, um diese besondere Beziehung zu verdeutlichen.

Früher wurden ein Onkel zudem als Oheim bezeichnet, wohingegen die Tante die Muhme war. Diese veralteten Bezeichnungen wurden aber durch die heute gebräuchlichen französische Lehnwörter abgelöst.

Letztlich ist es noch interessant zu wissen, dass viele Kinder auch gute Bekannte der Familie als Onkel oder Tante bezeichnen sollen, obwohl keine genetische Verwandtschaft besteht. Diese Praxis ist dabei nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Staaten der westlichen Welt üblich.

Hierdurch lässt sich auch der Stellenwert eines Onkels und einer Tante verdeutlichen, welche als der Familie zugehörig gewertet werden.

Grundinformationen und Hinweise zur Verwandtschaft

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Großmutter und Enkelin © Rena Marijn - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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