20. August 2007
Von Andreas Neubert
Die Zeit ist teuer. Klar - die Zeit an sich auch, aber auch das Drumherum, das was den Zeitgeist teilweise ausmacht. Und daran wollen Kids und Jugendliche auch teilhaben. Konkret heißt das beispielsweise Handys, SMS oder Klamotten. Um sich das leisten zu können, muss häufig schon eine Menge Taschengeld zur Verfügung stehen. Die Frage der Eltern heißt: Wieviel Taschengeld soll mein Kind bekommen?
Maßgeblich für die Höhe des Taschengeldes ist das Alter Ihres Kindes. Dazu gibt es unterschiedliche Empfehlungen von Jugendämtern und anderen Kinderexperten, doch aus dieser Richtung wird zugleich empfohlen, dass Eltern die Höhe selbst bestimmen sollen. Darüber hinaus sind auch andere Fragen zum Taschengeld interessant und aufschlussreich. So sollte Taschengeld stets ein fester Betrag sein, der sich nicht nach dem Gutwillen der Eltern/des Elternteil richtet beziehungsweise nach dem Verhalten des Kindes. Das kann dazu führen, dass es als Belohnung angesehen wird für besonders gute Note oder vorbildliches Verhalten. Taschengeld ist aber etwas ganz anderes.
Die Taler für die eigene Tasche sind ein Erziehungsmittel. Damit lernen Kinder Verantwortung über den zur Verfügung stehenden Betrag übernehmen, finanzielle Prioritäten setzen, relevante Auswahl über das Warenangebot treffen und vieles mehr.
Die folgenden Werte zum Taschengeld sind Mittelwerte zur Orientierung:
| Alter in Jahren |
Taschengeld in € pro Monat |
|---|---|
| 5-6 | 4 |
| 6-7 | 6-8 |
| 8-9 | 10-12 |
| 10-11 | 12-15 |
| 12-13 | 15-20 |
| 14-15 | 25-30 |
| 16-18 | 30-50 |
Wichtig ist: Das Taschengeld gehört Ihrem Kind, sollte regelmäßig in der vereinbarten Höhe gezahlt werden. Stellen Sie sich einmal vor, Ihr Arbeitgeber zahlt Ihnen Ihr Einkommen nach Gutdünken. Welchen Frust würden Sie da erleben?
Und – das Taschengeld ist für den persönlichen Verbrauch gedacht. Also grundsätzlich Notwendiges wie Essen und Trinken sollte davon nicht finanziert werden. Etwas anderes ist es, wenn Ihr Kind sich etwas außerordentlich Schickes leisten will, wie zum Beispiel ein paar tolle Schuhe. Darauf sollte es dann sparen – vom Taschengeld.
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