13. April 2010
Kinder und Jugendliche müssen den richtigen Umgang mit Geld üben. Die Grundlage dafür ist das Taschengeld, es sollte regelmäßig und unaufgefordert ausgezahlt werden. So können Kinder auch schon vorausschauend planen.
Das Taschengeld muss immer zur freien Verfügung stehen, wenn es nicht mehr reicht bis zum nächsten Taschengeld, dürfen Eltern dann auch nicht finanziell aufbessern. Nur so lernen die Kinder sich das Taschengeld richtig einzuteilen. Mit dem Taschengeld soll der selbständige Umgang mit Geld erlernt werden und ist so auch ein Schritt in die Eigenverantwortung. Dies zahlt sich dann im Erwachsenenalter im wahrsten Sinne des Wortes aus. Dabei werden auch negative Erfahrungen gemacht, etwa dass das Geld nicht reicht, um etwas Bestimmtes zu kaufen oder man eben bis zur nächsten Taschengeldausgabe nicht damit auskommt. So können die ersten Erfahrungen mit den Vor- und Nachteilen einer Konsumgesellschaft gemacht werden. Kinder und Jugendliche können auch sparen lernen und damit das Wissen erlangen, dass man sich dann auch etwas Größeres kaufen kann. Für die meisten Kinder und Jugendlichen ist das Taschengeld die einzige Geldquelle, um sich persönliche Wünsche erfüllen zu können. Deshalb darf das Taschengeld auch nur für solche Wünsche ausgegeben werden und es darf nicht verlangt werden davon bestimmte Bedürfnisse zu decken, wie zum Beispiel Kleidung oder Schulbedarf.
Durch den Umgang mit dem Taschengeld lernt das Kind den Wert des Geldes schätzen und bekommt ein Gespür dafür, was teuer und was billig ist. Ob es sich sinnvolle oder unnütze Anschaffungen leistet, muss dem Kind überlassen sein. Es sollte nur die Bedingung geben, dass nichts Schädliches oder Ungesundes von dem Geld gekauft werden darf. Mit dem Geld haushalten, bedeutet auch organisieren lernen. Manchmal wird das Kind auch überflüssige Dinge kaufen, macht dann aber die wichtige Erfahrung was sinnvoll ist und was nicht. Auch wenn das Geld einmal "zum Fenster hinausgeschmissen" wird, kann dies eine wichtige Lektion bedeuten. Es ist wirklich wichtig, dass das Kind oder der Jugendliche ganz frei über sein Taschengeld entscheiden darf. Dies stärkt auch das Selbstbewusstsein, wenn das Kind oder der Jugendliche nicht wegen jedem kleinen Wunsch zum Bittsteller werden muss. So wird Verantwortung für das eigene Tun und Handeln übernommen.
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