Tipps und Hinweise, um das Kind an die Tagesmutter und an den Kindergarten zu gewöhnen

Die Tagesmutter wird für das Kind zur konstanten Bezugsperson, beide müssen sich aber erst einmal kennen lernen und aneinander gewöhnen. Kinder sind sehr unterschiedlich, den einen fällt es leichter, andere können sich nur schwer von der Mutter lösen. Die Eingewöhnungsphase, in der sich Kinder an die Tagesmutter und den Kindergarten gewöhnen, kann unterschiedlich lange andauern. Sie sollte in jedem Fall behutsam und mit viel Einfühlungsvermögen geschehen. Holen Sie sich Tipps zur Eingewöhnungsphase in der Tagespflege sowie im Kindergarten.

Tipps zur Eingewöhnungsphase in der Tagespflege sowie im Kindergarten und wie man Kinder durch die nötige Unterstützung emotional stärken kann

Kind und Tagesmutter aneinander gewöhnen

Urvertrauen stärken

Bleibt das Kind erst mal nur kurze Zeit in der Tagespflege, macht es die Erfahrung, dass die Mama immer wieder zuverlässig zurückkommt; das Urvertrauen wird gestärkt. Die Tagespflege ist der familiären Situation am ähnlichsten, trotzdem ist es für unter Dreijährige nicht einfach, auf die primäre Bezugsperson der Mutter zu verzichten.

Ideales Alter

Gerade Kinder im zweiten Lebensjahr tun sich besonders schwer, daher wird oft empfohlen, ein Kind im ersten Lebensjahr oder dann im dritten Lebensjahr in eine Fremdbetreuung zu geben. Bei kleinen Kindern ist auch eine Halbtagsbetreuung sinnvoll, damit noch viel Zeit mit den Eltern verbleibt.

Zusammenarbeit mit der Tagesmutter

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Tagesmutter ist unverzichtbar. Die Tagesmutter muss über genügend erzieherische Kompetenz verfügen, um dem Kind die Eingewöhnungsphase zu erleichtern. Das zeitliche Verbleiben in der Tagespflege sollte sich langsam steigern.

Ganz zu Anfang ist es zu empfehlen, dass die Mutter noch dabei bleibt, so kann das Kind mit den Räumlichkeiten und der Tagesmutter vertraut werden. Die Tagespflege ist eine individuelle Betreuungsform und kann deshalb auch Rücksicht auf die Bedürfnisse des Kindes nehmen. Je jünger das Kind ist, desto länger und einfühlsamer sollte die Eingewöhnungszeit sein.

Richtige Eingewöhnungsphase

Etwa im achten Lebensmonat kommt das Kind in die so genannte Fremdelphase, dies ist dann ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für eine Fremdbetreuung. Mit der Tagespflege ändern sich für das Kind ganz wichtige Dinge,

  • eine neue und fremde Umgebung
  • eine fremde erwachsene Person und
  • der Abschied von der Mutter.

Daher sollte die Eingewöhnung stufenweise erfolgen. Sie ist erfolgreich, wenn Mutter und Tagesmutter es schaffen, für das Kind ein zweites Zuhause entstehen zu lassen. Dafür muss die Mutter am Anfang unbedingt anwesend sein, damit das Kind mit einer vertrauten Person das Neue kennen lernen kann. Vergrößert sich der Zeitraum in dem das Kind mit der Tagesmutter allein bleibt, sollte die Mutter im Krisenfall immer telefonisch erreichbar sein.

Von der Tagespflege zum Kindergarten

Eine Tagesmutter betreut Kinder in einem familiären Rahmen und kann sich um jedes einzelne Kind intensiv kümmern. Steht dann irgendwann der Wechsel in den Kindergarten an, so bedeutet dies eine große Veränderung für das Kind.

Tagesmütter betreuen Kinder mitunter bereits ab einem Alter von wenigen Wochen. Wenn das Kind die ersten Jahre seines Lebens täglich mehrere Stunden in dieser Umgebung verbringt, so ist es nicht verwunderlich, dass die Umstellung auf den Kindergarten anfangs schwer fällt.

Bei der Tagesmutter werden die Kinder in einem sehr persönlichen Umfeld mit nur wenigen anderen Kindern betreut. Die Tagesmutter hat daher die Zeit, auf jedes Kind individuell einzugehen. Hat ein Kind Hunger, so bekommt es etwas zu essen, ist ein Kind müde, so wird es ins Bettchen gelegt.

Unterstützung durch Eltern und Tagesmutter

Doch irgendwann steht bei den meisten Kindern der "Umzug" in den Kindergarten an. Natürlich fällt es ihnen anfangs schwer, ihre Tagesmutter gegen die noch unbekannte Kindergärtnerin auszutauschen. Hilfreich ist es hier, wenn die Tagesmutter mit dem Kind gemeinsam den neuen Kindergarten besucht. Zusätzlich sollten auch die Eltern regelmäßige Spaziergänge zum Kindergarten unternehmen und vielleicht auch schon ein paar Wochen vor Kindergartenbeginn "hineinschnuppern".

Zusätzlich ist es für das Kind wichtig, dass die Eltern zu hundert Prozent hinter ihrer Entscheidung stehen und den neuen Betreuungspersonen ihrer Kinder vollstes Vertrauen schenken. Kinder spüren Unsicherheit und Misstrauen der Eltern sofort und fühlen sich dann dort nicht wohl.

Trennungsschmerz überwinden helfen

Für die Kinder wird der Kindergarten aber nicht nur wegen der neuen Betreuungspersonen eine große Umstellung sein, sondern auch aufgrund der Gruppengröße. Doch auch hier gewöhnen sich die meisten Kinder bald ein. Anfangs hilft es den Kindern, wenn Mama oder Papa dabei sind und den Kindergartenalltag mitmachen.

Nach und nach ziehen sich die Eltern dann zurück, bleiben aber noch erreichbar. Irgendwann wird das Kind die Anwesenheit der Eltern nicht mehr benötigen und fühlt sich auch im Kindergarten so wohl wie bei der Tagesmutter.

Vielen Kinder hilft es auch, wenn sie ihrer Tagesmutter einen Brief schreiben bzw. ein Bild malen und ein Foto vom ersten Kindergartentag dazulegen. Der Kindergarten sollte von den Eltern als etwas Positives betrachtet werden, so leben die Kinder sich hier schnell ein und trauern ihrer Tagesmutter nicht allzu lange nach.

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Quellenangaben
  • two mothers play with children in playroom 2 © Pavel Losevsky - www.fotolia.de

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