Es gibt wohl keine Familie, in der es nicht auch einmal eine Familienkrise zu meistern gilt. Dabei ist es nicht ausschlaggebend um was für eine Krise es sich handelt, sondern wie man damit umgeht.
Um was immer es sich handelt, darf es auf keinen Fall unter den Teppich gekehrt werden. Sonst gärt und schwelt es vor sich hin, bis es schließlich zu dem großen Knall kommt. Offenheit und Kommunikation untereinander ist der wichtigste Schlüssel zur Bewältigung einer Krise.
In einer Krisensituation machen sich die meisten Eltern Sorgen, dass die Kinder darunter leiden. Das tun sie sicherlich, aber noch mehr, wenn nicht ganz offen damit umgegangen wird. So können Kinder auch lernen und erfahren, dass es zwar schwierige Situationen gibt, dass man mit denen aber auch umgehen und sie schließlich bewältigen kann. Dies kann das Selbstbewusstsein der Kinder stärken. Konflikte und der Umgang mit ihnen wollen gelernt sein.
Wichtig bleibt dabei der respektvolle Umgang miteinander. Familienkrisen können bei Kindern eine Vielzahl an unterschiedlichen Gefühlen hervorrufen, am schlimmsten ist es, wenn sie sich schuldig fühlen. Darauf sollten die Eltern eingehen, auch wenn sie mit eigenen Krisenschmerzen beschäftigt sind.
Sie müssen Eltern bleiben und die Situation tragen, damit sich das Kind nicht verantwortlich fühlt. Die Eltern müssen gemeinsam an einem Strang ziehen, um den Kindern das Gefühl von Sicherheit und Schutz zu geben.
Kinder dürfen die Eltern ruhig auch einmal traurig oder hilflos erleben, davon bricht die Welt nicht zusammen. Es stärkt ihre Persönlichkeit, wenn sie erleben, dass die Eltern die Situation auch wieder meistern. Leben ist nicht immer nur Glück und Zufriedenheit, es sind gerade die Krisen, die uns stärken und zusammenschweißen.
Deshalb sollten sich Eltern nicht mit Selbstvorwürfen kasteien, wenn es zu einer Krise gekommen ist, sondern vielmehr einen Weg herausfinden um den Kindern zu zeigen wie man mit Krisen umgeht. Dafür ist es wichtig, dass die Kinder mit einbezogen und nicht ausgegrenzt werden. Sie merken so oder so, wenn etwas nicht stimmt.
Natürlich können Familienkrisen viele Gesichter und unterschiedliche Schwere haben. Was immer die Familienkrise auslöst muss aber aggressionsfrei angeschaut werden, um eine Möglichkeit zu finden damit möglichst konstruktiv umzugehen.
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