15. August 2009
Von Viola Reinhardt
Der erste Hochseilgarten wurde bereits 1875 in Frankreich errichtet. Allerdings wurde er damals ausschließlich zur physischen Herausforderung benutzt. Während des zweiten Weltkriegs diente er dem Militär zum Training für die körperliche Fitness. 1941 erkannte Kurt Hahn das erlebnispädagogische Element darin und setzte es in seinen selbst gegründeten Schulen in Schottland ein. Erst in den 60er Jahren kamen die Hochseilgärten nach Deutschland.

Dabei werden verschiedene Elemente zwischen Mästen oder Bäumen errichtet. Zum Beispiel eine Hängebrücke oder ein Schwebebalken, bei denen es gilt diese zu überqueren. Auf jeder Station, sei es Mast oder Baum, befindet sich eine Plattform, die der Vorbereitung auf die nächste Hürde dient. Diese liegen in Höhen zwischen 1m und bis über 20m, um für jeden ein erträgliches Maß an luftiger Höhe zu bieten. Ebenso werden die Parcours in verschiedene Schwierigkeitsgrade unterlegt, damit Anfänger einen leichten Einstieg bekommen, aber auch geübte nicht zu kurz kommen. Dabei muss man sich keine Sorgen um das abstürzen machen, denn man wird mit Seilen abgesichert, die ebendies verhindern und das geschultes Personal garantiert zusätzlich mit deren Ratschlägen und Wachsamkeit für Sicherheit. Falls Höhenangst besteht, kann bei einigen Veranstaltern sogar ein Seminar zur Bewältigung wahrgenommen werden.
Speziell für Gruppen, wie zum Beispiel Schulklassen, Betriebsangehörige oder Familien wird ein sogenanntes Team-Training angeboten, dass für den Aufbau von sozialer Kompetenz, Kreativität, lösungsorientiertes Denken, Selbstvertrauen, Selbstwahrnehmung, Intuition, und Teamfähigkeit gedacht ist, wobei der Spaß dabei natürlich ebenso im Vordergrund steht. Gerade hierbei kommt die pädagogische Wirkung voll zur Geltung. Denn wer die Hindernisse gemeinsam meistert, für den entsteht ein Gefühl in der Gruppe, das verbindet und ewig bestehen bleibt, umso mehr da die Herausforderungen speziell hierfür angepasst wurden. Wie die Rücksichtnahme auf schwächere und eigene Grenzerfahrungen um nur ein paar Thematiken zu erwähnen, die hinsichtlich der Zusammenarbeit eine große Rolle spielen. Für Familien und Firmengruppen kann dies wahre Wunder bezüglich Ihrer zukünftigen Lebensweise miteinander bewirken. Für diejenigen denen es nicht ermöglicht ist, mitzumachen, besteht dennoch eine Möglichkeit sich aktiv daran zu beteiligen indem sie Ihre Kollegen oder Familienangehörigen anfeuern oder einfach nur dabei sind und zuschauen und so eine tatkräftige Unterstützung liefern.
Aufgrund dieser Vielfalt ist ein Hochseilgarten mit Bestimmtheit für alle gedacht, die eine unvergessliche Erfahrung für sich selbst, für andere oder gar miteinander sammeln möchten. Ob von sportlicher Sicht, dem reinen Vergnügen oder der Gemeinsamkeit aus, bei einem Besuch im Hochseilgarten wird man garantiert zufriedengestellt.
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