Achterbahnen - Merkmale, Arten und Gesundheitsrisiken bei der Fahrt auf der Achterbahn

Achterbahnloopings

Wissenswertes rund um die Achterbahn

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  • von Paradisi-Redaktion

Achterbahnen gehören zu den beliebtesten Attraktionen auf Kirmes, Jahrmarkt und im Freizeitpark. Doch kein Fahrgeschäft gleicht dem anderen - spezielle Loopings, rasante Abfahrten und spektakuläre Neuerungen sorgen für eine besonders breite Auswahl, die für jeden Geschmack die passende Achterbahn bietet. Die Fahrt mit der Achterbahn macht Spaß, doch wie sicher ist die Fahrt auf der Bahn wirklich? Wir haben einige der wichtigsten Gesundheitsrisiken zusammengetragen. Informieren Sie sich über Arten von Achterbahnen sowie mögliche Gesundheitsrisiken.

Achterbahnen - Generelle Merkmale

Bei einer Achterbahn handelt es sich um ein Fahrgeschäft, welches auf Schienen fährt. Dabei gibt es einen Zug bzw. mehrere Wagen, in denen die Passagiere Platz nehmen. Man findet Achterbahnen vor allem in Freizeit- und Vergnügungsparks sowie auf Volksfesten.

Fahrelemente

Bei Achterbahnen kommen unterschiedliche Fahrelemente zum Einsatz. Häufig findet man Begriffe aus dem Kunstflug wieder, da es auch Parallelen zu den dortigen Figuren gibt.

So gibt es den Lifthill, bei dem es sich um die Auffahrt handelt, die man vor der ersten Abfahrt findet. Betrieben wird eine solche Hinaufbeförderung der Wagen durch Trommellift, Seilzug, Reibradantrieb oder Kettenzug. Als gängigste Form des Antriebs gilt der Kettenlift.

Beim Lifthill ist häufig ein lautes Klackern zu hören. Dieses ist auf die so genannte Rückrollsicherung zurück zu führen. Diese verhindert, dass die Wagen bei einer Störung im Betrieb zurückrollen.

Wichtig ist auch der Auffahrschutz. Wurde die erste Blockbremse des ersten Zuges nach dem Lifthill noch nicht ganz verlassen, wird der Lifthillantrieb ausgeschaltet. Der Zug befindet sich dann noch nicht auf dem höchsten Punkt. Auf diese Weise sollen Auffahrunfälle vermiden werden.

Es folgt die erste Abfahrt (first drop). Gibt es nur einen Lifthilff, stellt diese Abfahrt meist die höchste dar; hier wird auch die maximale Geschwindigkeit der Bahne erreicht.

Beim Dive Drop macht die Bahn eine halbe Drehung und fährt dann in ein Looping. Bei dem so genannten Tilt Drop wird der Zug auf eine horizontale Plattform gezogen, die dann bis zu einem Gefälle von 90 Grad gekippt wird - anschließend wird die Verankerung gelöst.

Natürlich spielen auch Kurven eine große Rolle. Die Drehachse liegt dabei meist in Herzhöhe, um für eine möglichst geringe Belastung zu sorgen. Typisch sind folgende Kurven:

  • Helix: konstanter Radius und konstantes Gefälle nach oben oder unten
  • Mauskurve: enge Kurven, die den Eindruck entstehen lassen, über die Kurve hinaus zu fahren
  • Immelmann-Turn: 180-Grad-Kurve, senkrechtstehend, ungeneigt
  • übergeneigte Kurven: Querneigung von mehr als 90 Grad
  • Horseshoe: der übergeneigten Kurve ähnlich, Hufeisen ähnlicher Streckenverlauf

Zu den weiteren bekannten Fahrlementen zählen

  • Airtime-Hügel, die bei der Überfahrt ein Gefühl der Schwerelosigkeit vermitteln
  • Top-Hat: Hügel, die einen senkrechten Anstieg und Abfall aufweisen
  • Tunnel
  • Headchopper/Footchopper: Elemente über oder unter der Strecke, die den Anschein machen, man würde dagegen stoßen
  • Splashtrack: Wasser, z.B. in Form eines Wasserfalls, dem man so nah kommt, dass es aufspritzt und die Fahrgäste nass macht
  • Lie-to-Fly/Fly-to-Lie: der Wechsel zwischen liegenden und fliegenden Positionen durch Drehungen der Schiene
  • Loopings und weitere Inversionen/Rollen
Vier Jugendliche in einer roten Achterbahn, den Mund weit aufgerissen
Vier Jugendliche in einer roten Achterbahn, den Mund weit aufgerissen

Verschiedene Arten

Es gibt verschiedene Arten von Achterbahnen. Grob kann zwischen Holz- und Stahlachterbahnen unterschieden werden. Zudem kann in stationäre und transportable Bahnen unterteilt werden.

Berg-und-Tal-Bahn

Ein echter Klassiker in Sachen Fahrvergnügen ist die Berg-und-Tal-Bahn, sozusagen die Mutter aller Achterbahnen. Ursprünglich aus Holz gefertigt, bietet diese Bahn spektakuläre Abfahrten und steile Bergfahrten in einem.

Von anderen Fahrgeschäften unterscheidet sie sich durch eine wichtige Eigenschaft - schräge Loopings und Überschlag gibt es hier nicht. Perfekt für alle, die einen vergleichsweise sanften Nervenkitzel suchen.

Eine moderne Version der klassischen Holzachterbahn bietet neben amerikanischen Parks auch der Heidepark Soltau: Hier steht die Colossos, mit rund 60 Metern eine der höchsten Achterbahnen Deutschlands. In solch Schwindel erregenden Höhen wird selbst die Berg-und-Tal-Fahrt zum Adrenalinschock.

Wagenarten

Moderne Stahlachterbahnen bieten heute viele weitere Modelle, die für den nötigen Nervenkitzel sorgen. Besonders bequem sind Wagen zum Sitzen - es gibt aber auch Achterbahnen, in denen Fahrgäste stehen oder sogar liegen müssen. Noch aufregender wird die Fahrt in einer Bahn ohne Boden unter den Füßen - hier "schwebt" man regelrecht durch die Lüfte und durch spektakuläre Loopings.

Antriebsarten

Weitere Achterbahnarten unterscheiden sich zum Beispiel durch den Antrieb. Neben der klassischen Fahrt gibt es auch Bahnen, in denen einzelne Wagen mit Fahrgästen regelrecht losgeschossen werden. Hierbei können besonders schnelle Geschwindigkeiten erreicht werden.

Ein ganz besonderes Highlight für Achterbahnfreunde ist der Wicked Twister, welcher bis heute in seiner Art einmalig ist. Bei dieser Achterbahn sind beide Türme für die Bergfahrt in sich selbst verdreht, auf englisch also "twisted". Noch größer wird der Kick durch die bodenlosen Fahrwagen - pures Adrenalin ist bei dieser Achterbahn garantiert.

Unterschiede in der Streckenführung

Auch können Unterschiede in der Streckenführung einer Achterbahn genannt werden. So gibt es die geschlossene sowie die offene Streckenführung. Letztere kommt mit Shuttle Coastern daher; hier können die Wagen die Strecke vorwärts und rückwärs durchfahren.

Zudem finden sich mehrere Fahrspuren. Sie können, müssen aber nicht parallel verlaufen.

Achterbahnen in Gebäuden können sich in einem Indoor-Freizeitpark oder etwa einem Einkaufszentrum befinden. Hier ist meist ein ganzjähriger Betrieb möglich. Ist der Raum eine komplett abgedunkelte Halle, spricht man von einer Dunkelachterbahn.

Unterschiede werden auch in der Höhe gemacht. Zudem sind Wasserachterbahnen sehr beliebt.

Vorsicht! Ohrenschäden können beim Achterbahn fahren auftreten

Barotrauma - wer beim Achterbahnfahren den Kopf zur Seite dreht, riskiert Ohrenschäden

Looping von Achterbahn
Auf der Kirmes © adhoc672 - www.fotolia.de

Wer den besonderen Nervenkitzel beim Fahren in der Achterbahn liebt, der sollte aber hier immer geradeaus schauen, denn beim Drehen des Kopfes zur Seite können Schäden im Ohr entstehen, so ähnlich wie bei einem Unfall beim Tauchen, wo es zu schnellen Druckveränderungen kommt, was man auch Barotrauma nennt.

Mögliche Symptome des Barotraumas

Zwischen dem Trommelfell und dem Mittelohr entsteht plötzlich ein Überdruck und man leidet danach häufig unter Schwindel, wobei man auch glaubt das Ohr sei verstopft. Manchmal kommt es auch zu einem vorübergehenden Hörverlust.

Bei einem Fall verspürte eine 24-Jährige nach einer Fahrt mit der Achterbahn Stunden später heftige Ohrenschmerzen. Der behandelnde Hals-Nasen-Ohrenarzt stellte dann bei der Untersuchung eine Entzündung des Trommelfells und eine Schwellung im Gehörgang fest, was tatsächlich bei der Fahrt passierte, wo sich die junge Frau zur Seite gedreht hatte um mit einer Freundin zu sprechen

In diesem Moment kam es zu einer enorm starken Beschleunigung der Bahn auf etwa 190 Km/h, so dass ein hoher Druck auf das Trommelfell entstand, doch dies hielt dem Druck, gottlob, stand, aber es kam zu diesem Barotrauma.

Münchner Oktoberfest hat begonnen – Bei Rückenproblemen bestimmte Karussells meiden

Auf dem Münchner Oktoberfest kann nicht nur getrunken und gegessen werden, auch viele Fahrgeschäfte warten auf die Besucher. Allerdings warnen Experten gerade Menschen, die an Rückenproblemen leiden vor den Fahrten auf wilden Karussells. Wenn Kopfstützen fehlen, die Fahrt ruckelig ist und die Richtungen abrupt gewechselt wird, kann das die Wirbelsäule belasten.

Jedes Jahr zu Zeiten des Oktoberfestes haben die in München umliegenden Orthopäden bis zu 20 Prozent mehr Patienten. Die Gefahr der Fahrattraktionen sollte nicht unterschätzt werden. Wer bei guter Gesundheit ist, kann jedoch nach wie vor sorglos auf die Karussells steigen.

Menschen mit gesundheitlichen Problemen sollten nicht in die Achterbahn

Viele Menschen lieben Volksfeste und die Fahrattraktionen. Das Motto lautet "Schneller, höher und immer mehr", was sich aber vielmals auch auf die Gesundheit auswirkt. Nicht umsonst haben Orthopäden in München und Umgebung zur Zeit des Oktoberfestes sehr viel zu tun.

Während einer rasanten Fahrt mit der Achterbahn zum Beispiel wirken Kräfte auf den Körper ein, denen dieser oft nicht gewachsen ist. Mediziner der Universität Bochum wiesen nach, dass sogar bei gesunden Menschen die Herzfrequenz während einer Achterbahnfahrt rasant ansteigt, sich nach einigen Minuten aber wieder beruhigt.

Chronisch kranken Menschen, die unter Herz-Kreislauf-Problemen leiden kann dies jedoch zum Verhängnis werden, wenn der Puls auf 200 Schläge pro Minute hochschnellt. Auch die Wirbelsäule wird bei solchen Fahrten höchsten Belastungen ausgesetzt, weil sie extrem zusammengestaucht wird.

Adrenalin pur - welche Kräfte wirken bei einer Achterbahn auf den Körper?

Ein junger Mann und zwei junge Frauen sitzen mit aufgerissenem Mund in einer Achterbahn und reißen die Arme hoch
Friends Carnival Ride Fun Hands Raised Concept © Rawpixel.com - www.fotolia.de

Für die einen ist es ein gigantischer Spaß, für die anderen die reinste Mutprobe, das Achterbahn fahren. Mittlerweile gibt es nichts, was es nichts gibt und ständig schießen neue Konstruktionen mit den wildesten Loopings, Schrauben und rasantesten Geschwindigkeiten aus dem Boden, um ihren Fahrgästen ein unvergessliches Erlebnis zu bieten.

Dieses kann sowohl gut als auch negativ betrachtet werden, denn auch wenn die Sicherheitsbestimmungen mittlerweile penibel eingehalten werden, so wirken bei einer Fahrt auf einem "Roller Coaster" starke Kräfte auf den Körper ein, die auch schon mal zu gesundheitlichen Problemen führen können. Vor allem bereits geschwächte oder erkrankte Personen sollten sich diese Art von Freizeitspaß lieber sparen.

Gewichtsveränderungen durch Beschleunigung und starker Druck

Besonders deutlich sind die jeweiligen Gewichtsveränderungen der Fahrgäste, die während der Achterbahnfahrt durch die Beschleunigung entstehen und auf den Körper einwirken. Geht die Fahrt nach unten, kann das Gewicht bis zu vier mal so hoch werden. Etwa ein Drittel leichter wird man bei der Fahrt nach oben. Wenn die Geschwindigkeit dabei stark beschleunigt wird, kann der Insasse auch schon mal vom Sitz abheben, was man als "Air Time" bezeichnet. Hierbei schnellt der Herzschlag in die Höhe und kann von 90 auf 150 Schläge pro Minute ansteigen.

Loopings und kurvenreiche Fahrten

Noch höher ist die Herzfrequenz wenn man in einen Looping oder dort wieder hinausrast. Zudem werden Rücken und Wirbelsäule einem sehr hohen Druck ausgesetzt und der Gast wird in seinen Sitz hineingepresst.

Gleicher Druck, jedoch nach rechts oder links, entsteht bei kurvenreichen Fahrten. So sollte man sich besser zwei Mal überlegen, ob man es wagt, dieses rasante Abenteuer einzugehen oder aus Gründen der Angst und Gesundheit nicht doch lieber darauf verzichtet.

Achterbahnfahrten machen großen Spaß - sie können aber auch der Gesundheit schaden...

Gesundheitsrisiken

Eines gleich vorweg: Die Fahrt mit der Achterbahn ist deutlich harmloser, als sie aussieht. Alle modernen Bahnen verfügen heute über weitreichende Sicherheitsmaßnahmen, welche selbst bei Ausfall noch einen Notfallplan vorsehen.

So kann selbst bei unerwartetem Stromausfall im Grunde wenig passieren. Modelle älteren Baujahrs oder schlecht gewartete Bahnen in anderen Teilen der Welt sind hiervon natürlich ausgenommen - doch auch hier stellt der tägliche Straßenverkehr eine oftmals größere Gefahr dar als die Fahrt mit der Bahn.

Während eine Achterbahn also eine ziemlich sichere Angelegenheit ist, so kann sie doch einige gesundheitliche Gefahren beinhalten. Dies betrifft jedoch in der Regel bestimmte Personengruppen, denen die abenteuerliche Fahrt mit ihren starken Beschleunigskräften nicht gut tut. Wer gesund ist, der kann den Ritt auf der Bahn in jedem Fall bedenkenlos wagen.

Gefahr für Schwangere

Hiervon ausgenommen sind beispielsweise Schwangere, einschließlich solcher im Frühstadium. Denn insbesondere in den ersten Schwangerschaftswochen in das Risiko einer Fehlgeburt hoch - und eine unbedachte Achterbahnfahrt kann dieses Risiko noch verstärken.

Grund hierfür ist die normaler Weise harmlose Ausschüttung von Adrenalin. Dieses Hormon sorgt für den nötigen Kick, welcher Achterbahnfans immer wieder einsteigen lässt - für Schwangere aber kann eben dieses Adrenalin verhängnisvoll werden. Es greift in den besonderen Hormonhaushalt während einer Schwangerschaft ein und kann so für eine Abstoßung des Embryos sorgen.

Gefahr für Menschen mit Herzleiden

"Nichts für schwache Nerven" - etwas abgewandelt trifft dieses Motto auch auf die Achterbahnfahrt zu. Denn während das Adrenalin-Erlebnis für gesunde Menschen kein Problem darstellt, können insbesondere Patienten mit Herzschwäche bzw. auch Herzschrittmacher stark gefährdet werden.

Ihnen wird deshalb, an jeder Achterbahn ersichtlich, von der Fahrt abgeraten. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte seinen behandelnden Arzt konsultieren.

Gefahr für Menschen mit Gelenkproblemen

Eine Achterbahn kann den Druck auf die Bandscheiben, Nerven und Gelenke verstärken
Eine Achterbahn kann den Druck auf die Bandscheiben, Nerven und Gelenke verstärken

Ein ganz anderes Gesundheitsrisiko betrifft Menschen mit Bandscheibenproblemen und ähnlichen Vorbelastungen: Hier können die sonst harmlosen Beschleunigungskräfte den ohnehin vorhandenen Druck auf Bandscheibe, Nerven und Gelenke nochmals verstärken.

Schmerzen, aber auch Verrenkungen beispielsweise der Wirbelsäule sind hier möglich. Wer entsprechend vorbelastet ist, sollte deshalb immer seinen behandelnden Arzt nach einer Einschätzung fragen.

Neue Achterbahn-Attraktion in der Schweiz

Im schweizerischen Lipperswil entsteht zur Zeit die landesweit größte Achterbahn. Im Frühjahr soll sie den Betrieb aufnehmen.

Die Fahrgäste werden in der Achterbahn, die aus Moskau angeliefert wird, mit über 80 Stundenkilometern 220 Meter unterwegs sein. Außerdem bleiben die Gäste kurz mit dem Kopf Richtung Erde stehen, bevor der Achterbahnzug die gleiche Strecke wieder zurücklegt. Die Achterbahn ist nämlich nicht als Rundkurs gebaut.

Insgesamt belaufen sich die Baukosten bei diesem Projekt auf ungefähr drei Millionen Franken.

Schnellste Achterbahn der Welt steht jetzt am Nürburgring

Neue Achterbahn ist schneller als die bisher schnellste, die sich in New Jersey befindet

Achterbahn fährt im Looping unter blauem Himmel
achterbahn © Manuela Klopsch - www.fotolia.de

Im Jahr 2005 wurde im amerikanischen Freizeitpark Six Flags Great Adventure in New Jersey eine Achterbahn in Betrieb genommen, die mit 206 Km/h die schnellste und mit 139 Metern Höhe auch die höchste auf der Welt war.

Achterbahn am Nürbrugring kommt auf 217 km/h

Jetzt ist aber in Deutschland im Freizeitpark Ring-Werk am Nürburgring in der Eifel die Ring-Racer die schnellste, mit 217 km/h. Die neue Nummer Eins hat eine Beschleunigung von null auf 217 Stundenkilometern in nur 2,5 Sekunden, so dass sie doppelt so schnell sind wie die Formel-Eins-Wagen nebenan auf der Rennstrecke.

Dabei werden die Fahrgäste - jeweils sitzen acht in einem Wagen - mit dem vierfachen Körpergewicht in die Sitze gepresst. Die Fahrt über die gut einen Kilometer langen Strecke dauert somit auch nur etwa 75 Sekunden. Die Höhe der Achterbahn beträgt "nur" 33 Meter.

Im Freizeitpark am Nürburgring gibt es aber auch noch andere Attraktionen und der Park ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 19,50 Euro, wobei man mit der Tageskarte den Ring-Racer beliebig oft benutzen kann, wenn man es aushält.

Verzögerung des Starttermins

Leider wird sich der offizielle Starttermin noch verzögern, weil bei Testfahrten des Ring-Racers Mitte Juli es zu einem technischen Defekt an der pneumatischen Abschussmechanik kam, so dass der notwendige Austausch eines beschädigten Bauteiles für Verzögerungen sorgt. Wann der Ring-Racer in Betrieb genommen werden kann, erfährt man am schnellsten im Internet: unter www.nuerburgring.de

Schwerelos in der Achterbahn

Mit der Achterbahn ins Weltall: Das ist mit dem "Zero Gravity Rollercoaster" zwar nicht möglich, aber eine Reise in die Schwerelosigkeit schon. Doch noch befindet sich die Freizeitpark-Attraktion im Planungsstadium.

BRC, ein Unternehmen aus den USA, möchte die Insassen einer Achterbahn für immerhin acht Sekunden in die Schwerelosigkeit katapultieren. Ermöglichen soll dies eine Präzision-Antriebskontrolle, die die Beschleunigungs- und Fallgeschwindigkeit so einstellt, dass die Passagiere ein Gefühl der Schwerelosigkeit erleben.

Während der Fahrt sitzen sechs bis sechzehn Personen in einer Raketenähnlichen Kapsel. Diese beschleunigt auf einer geraden Strecke innerhalb von vier Sekunden auf 250 Stundenkilometer. Anschließend schießt die Kapsel steil nach oben und befördert die Mitreisenden in die Schwerelosigkeit.

Die Kosten für den Bau dieser Achterbahn belaufen sich auf 50 Millionen Dollar. Daher sucht BRC noch nach zahlungskräftigen Sponsoren, die das Fahrgeschäft der besonderen Art mitfinanzieren.

Neue Holzachterbahn im Europa-Park: Auf und ab mit Wodan

Der Europa-Park im badischen Rust hat eine neue Attraktion: eine rund 40 Meter hohe Holzachterbahn namens "Wodan – Timburcoaster". Gebaut haben sie Fachleute aus den USA, die auf den Bau von Achterbahnen spezialisiert sind. Die Holzachterbahn steht im isländischen Themenbereich, der dadurch um 1,6 Hektar auf 90 Hektar vergrößert wurde.

Die Kosten für den Bau betragen etwa zehn Millionen Euro. Eine Fahrt mit der rustikalen Bahn über die 1050 Meter lange Strecke dauert dreieinhalb Minuten. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 100 Stundenkilometer.

Insgesamt neun Monate schraubten und hämmerten Arbeiter an der riesigen Konstruktion. Sie verbauten dabei 21 000 Balken, 1000 Kubikmeter Holz, zwei Millionen Nägel und 100 000 Schraubverbindungen. Pro Stunde können sich bis zu 1250 Fahrgäste dem Geschwindigkeitsrausch im Namen Wodans hingeben.

In chinesischem Freizeitpark wurde eine neue, spektakuläre Achterbahn eröffnet

Seit Ende April können sich die Besucher des "China Dinosaur Land" im chinesischen Changzhou über eine neue Attraktion freuen. Die "Dinoconda"-Achterbahn gewährt den Fahrgästen eine rasante Fahrt über eine Strecke von 1.058 Metern, einen nahezu freien Fall aus einer Höhe von 79 Metern und eine Geschwindigkeit von bis zu 126 Stundenkilometern.

Zudem drehen sich die Sitze der Passagiere während der gesamten Fahrt noch um die eigene Achse und zwar über Kopf. Umgerechnet 25 Millionen Euro haben sich die Parkbetreiber die neue Achterbahn kosten lassen.

100 Jahre Rutschebahnen – hölzerne Achterbahn in Kopenhagens Tivoli lädt zur Alpentour

Zum 100. Geburtstag hat Kopenhagen einer seiner Hauptattraktionen etwas Besonderes gegönnt: die hölzerne Rutschebanen im Tivoli bekam ihre ursprüngliche Kulisse zurück. Neben 26 Meter hohem Alpenpanorama mit Kunststoffkuh sind aber sie die Stars – die menschlichen Bremser.

Bremser passen auf die Passagiere auf

Einen Operator, der Gas gibt und bremst, gibt es weltweit nur nur noch in wenigen Achterbahnen. Auf der 720 Meter langen Strecke im Tivoli können Passagiere sich aber in sicheren Händen fühlen: der Bremser ist immer an Bord und achtet darauf, dass niemandem übel wird. Sicherheitsbügel gibt es deshalb auch erst seit 1990.

Insgesamt 20 Bremser lenken die Rutschebanen durch Kurven und über Kuppen. Um Kollisionen zu vermeiden, geben sie sich Handzeichen. Meist geht es gemächlich zu. Und wer Lust auf einen rasanteren Ritt hat, wartet einfach bis der richtige Fahrer mit seinen Wägelchen am Bahnhof einfährt.

Grundinformationen und Hinweise zu Achterbahnen

  • Achterbahnen - Merkmale, Arten und Gesundheitsrisiken bei der Fahrt auf der Achterbahn

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Achterbahn © Bergé - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Wirbelsäule und Bandscheiben © Surrender - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Achterbahnfahrt © eyeQ - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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