26. Oktober 2010
Die Fahrt mit der Achterbahn macht Spaß: Loopings, lange Berg- und Talfahrten oder plötzlicher Fall - die unterschiedlichen Modelle bieten für jeden Fan das richtige Erlebnis. Doch wie sicher ist die Fahrt auf der Bahn wirklich? Wir haben einige der wichtigsten Gesundheitsrisiken zusammengetragen.
Eines gleich vorweg: Die Fahrt mit der Achterbahn ist deutlich harmloser, als sie aussieht. Alle modernen Bahnen verfügen heute über weitreichende Sicherheitsmaßnahmen, welche selbst bei Ausfall noch einen Notfallplan vorsehen. So kann selbst bei unerwartetem Stromausfall im Grunde wenig passieren. Modelle älteren Baujahrs oder schlecht gewartete Bahnen in anderen Teilen der Welt sind hiervon natürlich ausgenommen - doch auch hier stellt der tägliche Straßenverkehr eine oftmals größere Gefahr dar als die Fahrt mit der Bahn.
Während eine Achterbahn also eine ziemlich sichere Angelegenheit ist, so kann sie doch einige gesundheitliche Gefahren beinhalten. Dies betrifft jedoch in der Regel bestimmte Personengruppen, denen die abenteuerliche Fahrt mit ihren starken Beschleunigskräften nicht gut tut. Wer gesund ist, der kann den Ritt auf der Bahn in jedem Fall bedenkenlos wagen. Hiervon ausgenommen sind beispielsweise Schwangere, einschließlich solcher im Frühstadium. Denn insbesondere in den ersten Schwangerschaftswochen in das Risiko einer Fehlgeburt hoch - und eine unbedachte Achterbahnfahrt kann dieses Risiko noch verstärken. Grund hierfür ist die normaler Weise harmlose Ausschüttung von Adrenalin. Dieses Hormon sorgt für den nötigen Kick, welcher Achterbahnfans immer wieder einsteigen lässt - für Schwangere aber kann eben dieses Adrenalin verhängnisvoll werden. Es greift in den besonderen Hormonhaushalt während einer Schwangerschaft ein und kann so für eine Abstoßung des Embryos sorgen.
"Nichts für schwache Nerven" - etwas abgewandelt trifft dieses Motto auch auf die Achterbahnfahrt zu. Denn während das Adrenalin-Erlebnis für gesunde Menschen kein Problem darstellt, können insbesondere Patienten mit Herzschwäche bzw. auch - Schrittmacher stark gefährdet werden. Ihnen wird deshalb, an jeder Achterbahn ersichtlich, von der Fahrt abgeraten. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte seinen behandelnden Arzt konsultieren.
Ein ganz anderes Gesundheitsrisiko betrifft Menschen mit Bandscheibenproblemen und ähnlichen Vorbelastungen: Hier können die sonst harmlosen Beschleunigungskräfte den ohnehin vorhandenen Druck auf Bandscheibe, Nerven und Gelenke nochmals verstärken. Schmerzen, aber auch Verrenkungen beispielsweise der Wirbelsäule sind hier möglich. Wer entsprechend vorbelastet ist, sollte deshalb immer seinen behandelnden Arzt nach einer Einschätzung fragen.
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