Den Berufseinstieg bereits während des Studiums planen

Das Studium erfreut sich großer Beliebtheit. Immer mehr Abiturienten setzen sich für weitere Jahre auf die harten Bänke der Vorlesungssäle. Ihre beruflichen Chancen steigen damit. Den Berufseinstieg bereits während des Studiums zu planen, kann in diesem Zusammenhang einige Vorteile mit sich bringen. Es gilt, sich frühzeitig um seine Qualifikation zu kümmern. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten und Tipps bezüglich der Studienplanung bereits während des Studiums.

Das Thema Beruf als Student angehen - Über den richtigen Zeitplan und die Bewerbungsvorbereitung

Fängt der frühe Vogel den Wurm?

Die Studienjahre sind stets auch Lebensjahre. Es mag einfach sein, sich nach einem Seminar eher der Freizeit zu widmen, eigenen Hobbys und Talenten nachzugehen und sich auf anderen Gebieten selbst zu verwirklichen. Diese Momente des Müßiggangs sind sinnvoll und seien jedem Studenten zugestanden.

Dennoch ist es ratsam, bereits frühzeitig den Blick für die Zukunft zu schärfen. Stets stellt sich die Frage, was denn eigentlich kommen soll, wenn der Abschluss erst einmal geschafft wurde.

Dann gilt es nämlich, das erworbene Wissen gewinnbringend einzusetzen. Je eher eine Richtung erkannt wird, desto effektiver lernt es sich - denn mit dem Ziel in Reichweite werden neue Motivationen freigesetzt. Davon profitiert das Studium ebenso wie die berufliche Planung.

Lohnen sich zusätzliche Qualifikationen?

Beinahe jeder Student wird mit dem Angebot aus Vorlesungen und Seminaren bereits überfordert sein. Ganz zu schweigen von den zusätzlichen Optionen, die etwa ein Praktikum bietet. Ebenso wie das Jahr im Ausland oder die Ferienarbeit in einem Unternehmen.

Wozu der ganze Aufwand, wenn nach dem anstrengenden Semester etwas Freizeit gut tut? Die Antwort ist einfach: weil es der eigenen Zukunft dient.

Je mehr Qualifikationen erreicht werden, desto eher wird ein Bewerber für den Arbeitgeber interessant. Jedes erworbene Wissen schärft das eigene Profil und hilft, sich gegen die Konkurrenten durchzusetzen.

Zudem wird damit die Bereitschaft gezeigt, an sich selbst zu arbeiten - und ebenso den Zielen des späteren Arbeitgebers engagiert zu dienen. Der Mensch reift. Und seine beruflichen Aussichten steigen gleichfalls an.

Wann werden mögliche Arbeitgeber kontaktiert?

Zuweilen herrscht noch immer der Irrglaube, dass erst das Studium absolviert werden sollte, ehe die Suche nach künftigen Jobs angegangen wird. Ein Fehler, der fatale Folgen zeitigen kann. Es ist demgegenüber empfehlenswert, sich bereits während der universitären Ausbildung um potenzielle Arbeitgeber zu bemühen.

  • Welche Unternehmen decken sich mit den eigenen Vorstellungen?
  • Welche Stärken und Schwächen liegen beim Bewerber vor?
  • Inwiefern hilft das berufliche Umfeld, sich selbst zu verwirklichen?

Wer bereits frühzeitig an den Personalchef herantritt, verbessert seine Chancen.

  • Das persönliche Gespräch,
  • das Sammeln von Informationen,
  • das Lernen aus Fehlern,
  • die passgenau zugeschnittene Bewerbung:

Vorteile, die erst dann erlangt werden können, wenn die Unternehmer angesprochen werden. Zu verlieren gibt es dabei wenig - zu gewinnen dagegen viel.

Im Folgenden kümmern wir uns etwas genauer um die richtige Herangehensweise...

Rechtzeitig die Richtung kennen und Vorlaufzeit einplanen

Bereits in der Zeit des Studiums sollte der Blick nicht alleine auf den aktuellen Themen liegen. Ebenso sinnvoll ist es, den Moment zu nutzen und sich um die weitere Zukunftsplanung zu bemühen. Wer jetzt das Grundgerüst der kommenden Jahre richtig aufbaut, kann sich eine solide Existenz errichten.

Der Weg und das Ziel

Natürlich wird sich während eines gut organisierten und straff geführten Studiums nur selten einmal die Chance ergeben, die Gedanken fließen zu lassen und sich mit den Fragen zukünftiger Lebensabschnitte zu beschäftigen. Doch es lohnt sich, genau das zu tun. Wohin soll der Weg führen, welche Ziele werden anvisiert, wo sieht sich der Student selbst in 20, 30 oder 40 Jahren?

Leider wird oftmals der Fehler begangen, darauf keine Antworten zu finden - oder sie gar nicht erst zu suchen. So schafft man sich in jener beruflichen Nische, in die einen das Studium gedrängt hat, eben seinen Platz für die Zukunft.

Das ist legitim. Aber wahre Befriedigung wird dabei meist nicht erlangt. Derartige Entscheidungen dürfen daher nicht spontan gefällt werden. Sie benötigen vielmehr einen Reifeprozess, der einige Monate oder sogar Jahre andauern kann.

Eigene Talente ergründen

Schon in der Zeit der Vorlesungen und Seminare, der Arbeitsgruppen und Praktika sollte geschaut werden, welche Neigungen und Vorlieben erkennbar sind. Im Regelfall unterscheidet sich das gesamte Fachgebiet bei einem Student in zwei Materien:

  • Die eine von ihnen beherrscht er gut und kann darin sogar einen großen Eifer feststellen. Es behagt ihm, sich mit den darin gestellten Problemen und Fragen zu befassen, Lösungswege zu suchen oder sogar Entwicklungen zu beeinflussen. Es fällt ihm zudem leicht, gute Note zu erhalten.

  • Demgegenüber steht jene Materie, die er nicht mag. Sie kommt ihm grobschlächtig und schwer greifbar vor. Trotz Lernens und Bemühens sind ihm die Zusammenhänge fremd und er verliert schnell die Motivation, ihnen auf den Grund zu gehen.

Kurzum, wer auf derartige Vorlieben und Abneigungen achtet, kann den künftigen Lebensweg bereits einschränken und sich gezielt nach potenziellen Berufen oder sogar Arbeitgebern umsehen.

Alle Optionen nutzen

Aber nicht alleine die Frage, wohin der Weg führen soll, bedarf einer Beantwortung. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die konkrete Suche nach freien Stellen oder überhaupt erst einmal nach Kontaktmöglichkeiten in der Branche wichtige Zeit raubt. Denn trotz eines guten Abschlusses im Studium ist der Markt an Bewerbern groß.

Viele Unternehmer können sich ihre künftigen Angestellten aus einer Vielzahl an bestens qualifizierten Absolventen aussuchen. Da verwundert es nicht, dass auf persönlicher Basis bereits manche Tür geöffnet werden kann, die ansonsten vielleicht verschlossen bliebe.

Für den Studenten ist es daher sinnvoll, schon in der Zeit der Praktika gezielt nach solchen Möglichkeiten zu schauen - und keineswegs schüchtern zu sein, wenn sie sich ergeben. Auch Jobmessen und ähnliche Events bieten einen guten Einstieg für ein anfängliches Gespräch, in dem die eigenen Stärken unterstrichen werden können.

Nicht zu knapp planen

Der angesprochene Faktor der Zeit wird von einigen Studenten verkannt. Sie bemühen sich erst zum Ende des Studiums um ernsthafte Aussichten auf einen Arbeitsplatz.

Dann also, wenn viele Kommilitonen bereits wissen, wohin sie der Weg führen wird. Diese waren nämlich in der Lage, noch vor dem Abschluss einen freien Posten in einem Unternehmen zu erheischen.

Und genau darin sollte das Ziel für jeden Absolventen liegen: Im letzten Drittel der universitären Ausbildung stehen zwei Themen im Vordergrund - der eigene Abschluss ebenso wie die Suche nach einem Job. Wer beide Aspekte mit gleicher Intensität verfolgt, muss sich nicht um seine Zukunft sorgen.

Ein erster Einstieg in das berufliche Umfeld wird damit geschaffen. Und was daraus folgt, werden die kommenden Jahre schon zeigen. Aber dieser Anfang bildet den Beginn des künftigen Lebensweges.

Ein solider Zeitplan

Wichtig ist es, nicht alle Einflüsse und Anforderungen auf sich zukommen zu lassen. Darin liegt nämlich die Gefahr, dass sie

  • in die Wochen einer Prüfung fallen
  • mit Praktika kollidieren oder
  • den lange geplanten und zur Erholung wichtigen Urlaub durchkreuzen.

Es gestaltet sich daher sinnvoll, das eigene Studium in etwa drei bis vier gleichgroße Abschnitte einzuteilen und in jedem von ihnen ein bis zwei Ziele zu vereinen. Diese befassen sich einerseits mit dem aktuellen Studium, andererseits aber mit der beruflichen Zukunft. Wem es möglich ist, beide Aspekte unter einen Hut zu bekommen, spart nicht alleine wertvolle Zeit - vielmehr ist es dann auch möglich, Stufe für Stufe voranzukommen, sich auf der Karriereleiter bereits während der universitären Ausbildung emporzuarbeiten und damit die Chance zu erlangen, mit Erreichen des Abschlusses in einen sicheren beruflichen Werdegang zu treten.

Das Grundstudium

Empfehlenswert ist es, das gesamte Studium zu dritteln. Den ersten Teil übernimmt das Grundstudium. In diesem ist es wichtig, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, statt in die Zukunft zu blicken.

Das Ziel liegt folglich darin, den Entschluss für diese Fachrichtung zu überprüfen.

  • War es richtig, dieses Thema zu wählen?
  • Liegt es mir überhaupt?
  • Ist mir das universitäre Umfeld eigentlich sympathisch?

Sind diese Fragen positiv beantwortet worden, so wird noch einige Zeit verstreichen, ehe sich der Student heimisch fühlt. Denn nicht jedermann versteht den Aufbau einer Universität sofort.

Die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner für Prüfungsfragen, Auslandssemester oder Praktika gestaltet sich nicht immer einfach. Somit dient das erste Drittel des Studiums einzig dem Einleben in der neuen Welt der Ausbildung. Ein Ziel, das simpel klingen mag, aber durchaus schwer umzusetzen ist.

Das Hauptstudium

Im zweiten Schritt ist es sodann wichtig, erste Qualifikationen und Spezialisierungen vorzunehmen. Der Student wird sich innerhalb der gesamten Materie für einige Teilbereiche entscheiden und diese näher kennenlernen. Liegen ihm diese Neigungen, so ist es ratsam, darin ein Praktikum zu absolvieren.

Es wird somit ein Grundwissen aufgebaut, das bereits für bestimmte berufliche Wege wertvoll ist. Und genau sie sollten sich vor dem Auge des Studenten öffnen. Zur Unterstützung können Jobmessen besucht werden.

Auch die vorlesungsfreie Zeit dient nicht alleine dem Müßiggang: Besser ist es, die Ferienwochen mit kleineren Tätigkeiten in einem jener Unternehmen zu verbringen, die später einmal als Arbeitgeber infrage kommen. Neben den theoretischen wollen eben auch die praktischen Fertigkeiten verbessert werden.

Daneben gelingt es,

  • Informationen zu sammeln,
  • sich selbst zu präsentieren und
  • Kontakte zu knüpfen.

Ziele also, die Zeit, Geduld und Disziplin erfordern - sich vielfach aber lohnen.

Die Prüfungsphase

Im letzten Drittel des Studiums geht es vornehmlich darum, die Prüfungen vorzubereiten, den erlernten Stoff zu rekapitulieren und letztlich damit den Abschluss zu gewährleisten. Viel Zeit für den Blick in die Zukunft bleibt daher nicht.

Wurde dieser aber bereits im Hauptstudium absolviert, so ist es nun einfacher, die freie Zeit mit dem Schreiben von Bewerbungen zu verbringen. Das sorgt für etwas Abwechslung und ebnet den Weg in die Zukunft. Denn für den Studenten ist nun erkennbar, wo seine Neigungen und Stärken liegen.

Ebenso sollte er einschätzen können, mit welchen Noten und Qualifikationen er das Studium abschließen wird. Eine gute Basis also, um erste Bewerbungen an potenzielle Arbeitgeber zu richten.

Nicht wenigen Studenten gelingt es dann auch tatsächlich, noch vor den großen Prüfungen einen Arbeitsvertrag - unter der Voraussetzung eines gewissen Notendurchschnitts - zu unterschreiben. Der Zeitplan hat sich in diesem Falle rentiert.

Seine Qualifikationen kennen und bei mehreren Firmen bewerben

Das Studium stellt einen spannenden Lebensabschnitt dar. Es öffnen sich Neigungen und Interessen, die vorher nicht bekannt waren.

Ihnen folgt die Spezialisierung in einem Fachbereich - und damit das Rüstzeug für den beruflichen Einstieg. Wer seine Stärken sinnvoll nutzt, ebnet damit die eigene Zukunft.

Neues wagen - Grenzen ausloten

In der universitären Ausbildung geht es stets auch darum, sich in das Unbekannte zu stürzen. Was mag sich hinter dieser Vorlesung verbergen, reicht mein Können für jenes Seminar?

Beinahe an jedem Tag bildet sich das Wissen des Studenten weiter. Er hat einen Weg eingeschlagen, auf dem alle Stärken gefördert werden können. Ebenso treten aber auch die Schwächen schonungslos auf den Plan.

Die Gesamtheit der eigenen Kompetenz wird sichtbar - und sollte genutzt werden. Wer Semester für Semester an sich arbeitet, reift dauerhaft. Ebenso ist er in der Lage, sich künftigen Herausforderungen zu stellen.

Es gilt also, die Zeit, die das Studium bietet, sinnvoll einzusetzen. Gerne auch in den Ferien, wo die Türen potenzieller Arbeitgeber jederzeit offenstehen. Es lohnt sich vielfach, bereits während des Studiums erste Kontakte zu knüpfen und gezielt zu erfragen, welche Qualifikationen für den Berufseinstieg erfüllt sein müssen.

Sich selbst auf ein höheres Niveau heben

Wer die Disziplin besitzt, sich selbstständig weiterzubilden, Zusatzqualifikationen, Praktika und Auslandssemester abzuhalten, kann während der universitären Ausbildung reifen. Denn genug Zeit ist im Regelfall vorhanden.

Mögen auch einige Studenten darauf bedacht sein, möglichst schnell und ohne Umwege ihren Abschluss zu erlangen, so wünschen sich viele Arbeitgeber solches Personal, das neue Wege beschritten sowie Herausforderungen gesucht und diese letztlich gemeistert hat - auch, wenn das ein oder zwei zusätzliche Jahre erfordert.

Gewünscht sind Angestellte, die eine allumfassende Schulung aufweisen. Je mehr Meilensteine auf dem Weg des Studiums absolviert wurden, desto eher darf mit Vorteilen in der späteren Bewerbungsphase gerechnet werden.

Zudem ergeben sich daraus Erfahrungen, die einen Menschen prägen und ihn auch nach Jahrzehnten noch mit liebevollen Erinnerungen zurückblicken lassen. Zeiten also, die es wert sind, sie erlebt zu haben. Beruflich ebenso wie privat.

Erste Kontakte aufbauen

Regelmäßig lohnt es sich, in einem weiteren Schritt erstmals auf mögliche Arbeitgeber zuzugehen. Denn der persönliche Eindruck leistet doch sehr viel mehr, als über das Lesen der Bewerbungsmappe erreicht werden kann. Oftmals ergibt sich neben allen Informationen auch die Möglichkeit, sich bereits für einen künftig freien Job in Position zu bringen.

Das gegenseitige Kennenlernen besitzt somit Chancen, die gegenüber anderen Studenten schnell einmal zu Vorteilen reifen. Selbst wenn daraus nicht die feste Zusage für einen Arbeitsplatz resultiert, so ist es sinnvoll, die ersten Eindrücke zu nutzen, aus möglichen Fehlern oder Mängeln der Kompetenz zu lernen - und im weiteren Anlauf erfolgreich zu sein. Wer sich als Student unter den infrage kommenden Unternehmen bereits einen wohlklingenden Namen erworben hat, steht mit mehr als einem Bein in der sicheren beruflichen Zukunft.

Vielfältige Möglichkeiten erkennen

Allerdings ist nicht jedem Studenten das Glück beschieden, zu einem frühen Zeitpunkt die Weichen zu stellen. In diesem Falle ist es ratsam, die Profile von etwa acht bis zehn infrage kommenden Unternehmen zu betrachten und diesen Kreis nach einiger Zeit des Überlegens und Abwägens auf die Hälfte einzugrenzen.

Das werden in der Regel solche Arbeitgeber sein, bei denen das Gesamtpaket aller Leistungen stimmt und die die besten Aussichten für die Zukunft bieten. Sie stellen die Favoriten dar und erhalten im ersten Schritt eine Bewerbung. Gelingt es hier nicht, einen Vertrag zu unterzeichnen, werden Anfragen auch an die übrigen Firmen versendet.

Mit beiden Schritten sollten es gerade gut ausgebildete Absolventen schaffen, ihren gewünschten Job zu finden. Erst anschließend kann der Markt nach weiteren Kandidaten sondiert werden. Ebenso empfiehlt es sich in diesem Falle, abermals persönliche Kontakte herzustellen und damit die eigenen Chancen zu verbessern - bis sich der Erfolg einstellt.

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