Den Berufseinstieg bereits während des Studiums planen

Nahaufnahme Reihe von jungen Studenten, lächelnd

Das Thema Beruf als Student angehen - Über den richtigen Zeitplan und die Bewerbungsvorbereitung

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  • von Paradisi-Redaktion

Das Studium erfreut sich großer Beliebtheit. Immer mehr Abiturienten setzen sich für weitere Jahre auf die harten Bänke der Vorlesungssäle. Ihre beruflichen Chancen steigen damit. Den Berufseinstieg bereits während des Studiums zu planen, kann in diesem Zusammenhang einige Vorteile mit sich bringen. Es gilt, sich frühzeitig um seine Qualifikation zu kümmern. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten und Tipps bezüglich der Studienplanung bereits während des Studiums.

Fängt der frühe Vogel den Wurm?

Die Studienjahre sind stets auch Lebensjahre. Es mag einfach sein, sich nach einem Seminar eher der Freizeit zu widmen, eigenen Hobbys und Talenten nachzugehen und sich auf anderen Gebieten selbst zu verwirklichen. Diese Momente des Müßiggangs sind sinnvoll und seien jedem Studenten zugestanden.

Dennoch ist es ratsam, bereits frühzeitig den Blick für die Zukunft zu schärfen. Stets stellt sich die Frage, was denn eigentlich kommen soll, wenn der Abschluss erst einmal geschafft wurde.

Dann gilt es nämlich, das erworbene Wissen gewinnbringend einzusetzen. Je eher eine Richtung erkannt wird, desto effektiver lernt es sich – denn mit dem Ziel in Reichweite werden neue Motivationen freigesetzt. Davon profitiert das Studium ebenso wie die berufliche Planung.

Lohnen sich zusätzliche Qualifikationen?

Beinahe jeder Student wird mit dem Angebot aus Vorlesungen und Seminaren bereits überfordert sein. Ganz zu schweigen von den zusätzlichen Optionen, die etwa ein Praktikum bietet. Ebenso wie das Jahr im Ausland oder die Ferienarbeit in einem Unternehmen.

Wozu der ganze Aufwand, wenn nach dem anstrengenden Semester etwas Freizeit gut tut? Die Antwort ist einfach: weil es der eigenen Zukunft dient.

Je mehr Qualifikationen erreicht werden, desto eher wird ein Bewerber für den Arbeitgeber interessant. Jedes erworbene Wissen schärft das eigene Profil und hilft, sich gegen die Konkurrenten durchzusetzen.

Zudem wird damit die Bereitschaft gezeigt, an sich selbst zu arbeiten – und ebenso den Zielen des späteren Arbeitgebers engagiert zu dienen. Der Mensch reift. Und seine beruflichen Aussichten steigen gleichfalls an.

Wann werden mögliche Arbeitgeber kontaktiert?

Zuweilen herrscht noch immer der Irrglaube, dass erst das Studium absolviert werden sollte, ehe die Suche nach künftigen Jobs angegangen wird. Ein Fehler, der fatale Folgen zeitigen kann. Es ist demgegenüber empfehlenswert, sich bereits während der universitären Ausbildung um potenzielle Arbeitgeber zu bemühen.

  • Welche Unternehmen decken sich mit den eigenen Vorstellungen?
  • Welche Stärken und Schwächen liegen beim Bewerber vor?
  • Inwiefern hilft das berufliche Umfeld, sich selbst zu verwirklichen?

Wer bereits frühzeitig an den Personalchef herantritt, verbessert seine Chancen.

  • Das persönliche Gespräch,
  • das Sammeln von Informationen,
  • das Lernen aus Fehlern,
  • die passgenau zugeschnittene Bewerbung:

Vorteile, die erst dann erlangt werden können, wenn die Unternehmer angesprochen werden. Zu verlieren gibt es dabei wenig – zu gewinnen dagegen viel.

Abgeschlossenes Studium keine Garantie für einen guten Job mehr

Eine Überqualifikation bei Arbeitnehmern ist keine Seltenheit

Meeting, Geschäftsmann blättert Heft mit Statistiken durch
statistics © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Wer früher ein Hochschulstudium abgeschlossen hatte, dem stand die Tür ins Berufsleben in der Regel weit offen. Ein Diplom galt als sicherer Job-Garant. Eine europaweite Studie zeigt jetzt, dass diese Rechnung nicht mehr ohne weiteres aufgeht.

Jeder vierte Absolvent ist überqualifiziert

"In der EU hat jeder vierte Absolvent zunächst einen Job, für den er seinen Abschluss eigentlich nicht bräuchte", erklärt Dominic Orr vom Hochschul-Informationssystem Hannover. 25 Prozent der Personen mit einem Uni-Abschluss waren im Jahr 2007 überqualifiziert für ihre Arbeit.

Nur auf Deutschland bezogen waren es immer noch 19 Prozent. "Ein Uniabschluss bringt einem nicht mehr automatisch eine qualifizierte Arbeit ein", so Orr weiter. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einer davon ist sicherlich, dass es heutzutage deutlich mehr Studenten gibt als früher. Die Konkurrenz ist dadurch deutlich höher.

Wer sich nicht verkaufen kann, hat in der Regel schlechte Karten auf dem Arbeitsmarkt. Dennoch ist ein Studium immer noch eine lohnende Investition in die Zukunft. Der demografische Wandel sorgt dafür, dass auch formal qualifizierte Bewerber in Zukunft zunehmend gesucht sein werden.

Nicht qualifiziert genug: Medizinstudenten fürchten sich vor dem Arbeitsleben

Portrait eines Arztes mit seiner Helferin, beide in weißen Kitteln, lächelnd
Portrait of a doctor and his co-worker © János Gehring - www.fotolia.de

Ist das Vertrauen in die Fachkenntnisse junger Mediziner gerechtfertigt oder sind Zweifel angebracht? Im Rahmen einer Studie fand das Centrum für Hochschulentwicklung nun heraus, das 75 Prozent aller Medizinstudenten sich anfangs nicht qualifiziert genug fühlen, den Beruf adäquat ausüben zu können.

Ein Viertel der insgesamt 300 befragten Studenten kritisierte die Qualität des Studiums und seiner Inhalte und bemängelte die ungenügende Vermittlung von Fachkenntnissen. Kein Wunder, dass sich 30 Prozent nicht Ansatzweise gerüstet fühlt. 80 Prozent aller Studienteilnehmer wissen die guten Chancen auf einen späteren Arbeitsplatz zu schätzen und daher würden sich 90 Prozent erneut für ein Medizinstudium entscheiden. Allgemeiner Konsens herrscht bezüglich der mangelhaften Bewertung späteren zu erwartender Arbeitskonditionen, wie Freizeitpensum und Arbeitsstundenwoche, welche 45 Prozent der Studenten derb kritisiert.

Unternehmer beklagen Praxisferne von Uni-Absolventen

Deutsche Uni-Absolvenzen haben Probleme, ihr Fachwissen in der Praxis umzusetzen

Junge Geschäftsfrau zeichnet einen Plan auf
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Mangelnde Praxisnähe werfen deutsche Firmen den hiesigen Hochschulabsolventen vor. Dies ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann erklärte, dass es an den fachlichen Kompetenzen der Studierenden wenig auszusetzen gäbe. Sie wären allerdings nur eingeschränkt fähig, ihr Wissen anschließend im Beruf auch praktisch umzusetzen.

Daher würde es auch häufig zu Entlassungen schon in der Probezeit kommen, so Driftmann. Die Universitäten müssten deshalb rechtzeitig für Praxisnähe sorgen. Auch Bachelor- und Masterstudiengänge hätten zu keiner Verbesserung der Lage geführt.

Forderung einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft

Der DIHK fordert mehr Pflichtpraktika und eine stärkere Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft. Im Rahmen der Studie "Erwartungen der Wirtschaft an Hochschulabsolventen" machten insgesamt 2.175 Unternehmen Angaben, wie sie sich Uni-Absolventen wünschen.

Fast die Hälfte der befragten Arbeitgeber (41 Prozent) berichtete von Problemen bei der Besetzung von Stellen für Studierende. Gegenüber der letzten Umfrage 2007 bedeutet dies einen Zuwachs von 25 Prozent. Jedes sechste Unternehmen klagte über geeignete Bewerber.

Dualer Studiengang als mögliche Lösung

Die Lösung, erklärte der DIHK-Präsident, sei der duale Studiengang. Studierende könnten so bereits während des Studiums in einem Betrieb arbeiten. Fast ein Viertel der befragten Unternehmen (23 Prozent) halten dies für eine gute Idee. 38 Prozent der Firmen bieten solch eine Tätigkeit bereits an.

Driftmann ist darüber erfreut. So erhielten Studierende schon früh praktische Erfahrung und könnten diese mit dem Gelernten aus der Universität verbinden.

Studierende werden realistischer

Studierende legen Fokus auf qualitativ hochwertiges Studium

Studenten sitzen an Tischen, lernen, schreiben, Dozent oder Student steht vorne rechts mit Blöcken im Arm, Uni
casual student or teacher in a classroom © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

Das Bundesbildungsministerium hat seinen "11. Studierendensurvey" vorgestellt. Darin wurden 7500 von Studenten ausgefüllte Fragebögen ausgewertet. Forscher der Universität Konstanz hatten 28000 Fragebögen an Studenten in 25 deutschen Hochschulen geschickt. Befragungszeitraum war das Wintersemester 2009/10. Als Fazit nennen die Forscher, dass die Studenten heute den Druck etwas realistischer sehen als noch vor einem Jahr.

Fokus liegt auf qualitativ hochwertigem Studium

Im Rahmen der Bologna-Reform waren die Studiengänge seit der Jahrtausendwende verschult und verkürzt worden. Heute verstehen die meisten Studenten, dass in der kurzen Regelstudienzeit eines Bachelor-Studiums kaum die wichtigen Zusatzqualifikationen wie Auslandspraktika und Sprachkurse unterzubringen sind. Deshalb legen die Studierenden den Fokus heute nicht mehr auf das Einhalten der kurzen Regelstudienzeit, sondern auf ein qualitativ hochwertiges Studium. Und das kann das ruhig etwas länger dauern.

33 Prozent der Studenten sind heute bereit, sich voll ins Studium einzubringen. 2001 waren es nur 25 Prozent. Damals empfanden 39 Prozent die Belastungen durch das Studium als zu hoch. Heute sind es 51 Prozent. Mit dem Inhalt der Veranstaltungen sind die meisten Studierenden zufrieden, nur wenige denken an einen Fachwechsel oder an einen Studienabbruch.

Eine viel höhere Bedeutung bei der Studienwahl hat heute der Faktor "Arbeitsplatzsicherheit". 2001 studierten noch mehr Menschen Fächer, die in die Arbeitslosigkeit führen können. Nichts geändert hat sich an der sozialen Zusammensetzung der Studierendenschaft. Nach wie vor kommen 58 Prozent der Studenten aus Akademikerfamilien. Nur in Fachhochschulen haben 60 Prozent der Studenten Eltern, die nicht studiert hatten. Die Fachhochschulstudenten empfinden dafür auch nur zu 39 Prozent die Studienbelastung als zu hoch.

Am meisten Geld verdienen promovierte Studienabsolventen in aufsteigenden Wirtschaftssektoren

Geschäftsmann überreicht einer anderen handaufhaltenden Person Bargeld, blauer Hintergrund
Businessman's hands exchanging euro on blue background © zest_marina - www.fotolia.de

Wer mit dem Ziel studiert später möglichst viel Geld zu verdienen, der sollte sich im Vorfeld genau überlegen, welches Fach er studieren möchte. Dem Unternehmen "PersonalMarkt" zufolge haben Absolventen eines medizinischen, wirtschafts-, ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Fachs später die besten Gehaltsaussichten. Wer hingegen Sozial- oder Geisteswissenschaften studiert, verdient deutlich weniger. Ebenso entscheidend für die Höhe des späteren Gehalts ist der Studienabschluss.

Während Bachelor-Absolventen im Schnitt mit einem Brutto-Jahresgehalt von 36.000 Euro ins Berufsleben starten, verdienen Master-Absolventen rund 42.000 Euro pro Jahr und promovierte Absolventen sogar durchschnittlich 50.000 Euro. Am besten verdienen Berufseinsteiger mit akademischem Titel außerdem in aufsteigenden Wirtschaftszweigen.

Dazu zählen vor allem Banken, Maschinenbau, Energiewirtschaft, Pharma-, Chemie- und Stahlindustrie.

Einstiegsjobs in Ostdeutschland meist verbunden mit langwieriger Suche

Eigentlich sollte man meinen, dass ein hervorragender Studienabschluss den Weg in den beruflichen Erfolg ebnet. Dabei geht die Gleichung "gute Leistung = guter Job" längst nicht für alle auf: Innerhalb der Bundesrepublik zeigt sich ein enormer Unterschied zwischen ost- und westdeutschen Studierenden.

Während letztere oft sehr bald nach dem Abschluss einen passenden Job an Land ziehen, suchen ostdeutsche Studienabsolventen bei gleicher Leistung im Durchschnitt einige Monate länger. Häufig sogar bei besseren Leistungen - denn viele ostdeutsche Studierende scheinen besonders motiviert ans Studium zu gehen.

Als Ursache für den deutlich erschwerten Jobeinstieg kommen jedoch ganz pragmatische Gründe in Betracht: Weil viele ungern wegziehen möchten, sind sie auf das Jobangebot in den neuen deutschen Bundesländern angewiesen. Große Wirtschaftsstandorte und wichtige Ballungszentren fehlen hier vielerorts, so dass die Suche nach dem Traumjob entsprechend langwierig werden kann.

Immer mehr Studenten an den Hochschulen - Trotzdem gute Jobaussichten

Drei Jugendliche lachen und halten Daumen in Kamera
Three Young Teenagers © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Mit rund 500.000 eingeschriebenen Studenten im vergangenen Jahr, studieren mittlerweile doppelt so viele Menschen an deutschen Hochschulen als noch Mitte der 1990er Jahre. Die wesentlichen Gründe dafür ist die Zusammenlegung zweier Abiturjahrgänge sowie die Abschaffung der Wehrpflicht. Für die Hochschulen bedeutet dies, dass die perfekt organisiert sein müssen, um dem Ansturm gerecht zu werden.

Doch auch nach dem Studium wird es durchaus spannend, wenn die Studentenflut zur selben Zeit einen Job sucht. Da stellen sich viele Schüler der letzten Jahrgänge zurecht die Frage, ob sich ein Studium mittlerweile überhaupt noch lohnt. Natürlich ist es nicht leicht, die Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft vorauszusagen, wobei sich die letzten Jahre immer das selbe Bild abzeichnete. Egal wie viele Studenten die Hochschulen stürmten - die meisten haben später einen guten Job gefunden.

Bei Mathematikern, Informatikern sowie Ärzten und Ingenieuren besteht momentan sogar ein Fachkräftemangel. Hinzu kommt, dass in den nächsten Jahren zigtausende Akademiker in den Ruhestand gehen, sodass es noch mehr offene Stellen gibt.

Wie wirkt sich ein Studien-Abschluss auf das Einkommen aus?

Person überreicht einer anderen handaufhaltenden Person 250 Euro Bargeld
Hand, Geld, Lohn, Auszahlung © underdogstudios - www.fotolia.de

Es ist allgemein bekannt, dass ein Akademiker mehr als ein Arbeiter oder Angestellter, der nur einen Hauptschulabschluss besitzt, verdient. Doch wie wirkt sich die längere Berufsausbildung eigentlich finanziell gesehen auf das gesamte Arbeitsleben aus?. Mit diesem Thema hat sich das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung beschäftigt und in einer Studie errechnet, dass pro Jahr mehr Ausbildung ein Plus von jeweils fünf Prozent ausmacht, aber natürlich nur wenn der Abschluss erfolgreich war.

In Deutschland entfallen etwa durchschnittlich 14 Jahre des Lebens auf die Schul- und Berufsausbildung, beziehungsweise auch Studium. Nach den Berechnungen des Instituts würde ein Beschäftigter, der anstelle von nur 11 Jahren 16 Jahre in seine Ausbildung investiert hat, somit 25 Prozent mehr im Laufe seines Arbeitslebens verdienen. Hierbei haben die Autoren dieser Studie auch unser Steuer- und Abgabensystem mit eingerechnet, denn bei einem höheren Bruttoeinkommen zahlt man mehr Steuern, wegen der Steuerprogression, als bei einem niedrigen Einkommen.

In Deutschland wirkt sich eine höhere Bildung bei Frauen und Männern gleichermaßen positiv aus, was in anderen Ländern nicht der Fall ist.

Ob Hochmut, Stress oder Unkenntnis: Die meisten Studenten nutzen Tricks, um durch die Uni zu kommen

Gruppe junger Menschen an Bar mit Cocktailgläsern
Having fun with friends © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Der Verlust von Annette Schavans Doktortitel ist nur der letzte in einer mittlerweile beunruhigend langen Reihe von öffentlich gewordenen Plagiatsfällen. Doch es muss nicht immer gleich die Doktor- oder Masterarbeit sein, bei der geschummelt wird. Experten sind sich einig, dass auch auf niedriger Stufe bereits ausgiebig Tricks angewendet werden. Ob Spickzettel, begradigte Laborergebnisse, Abgucken bei einer Klausur oder eben tatsächlich das bewusste Abschreiben von Fremdquellen - die meisten Studenten haben sich nicht komplett mit weißer Weste durch das Studium geackert.

Für die Universität in Bielefeld hat Sebastian Sattler von 2009 bis 2012 einen Umfrage durchgeführt. Wie weit verbreitet derlei Aktivitäten seien, habe selbst ihn überrascht.

So ergab die anonyme Befragung von rund 2000 und 6000 Studenten (in jeweils verschiedenen Erhebungswellen), dass insgesamt rund 79 Prozent aller Befragten im letzten halben Jahr, bevor sie befragt worden, zu einem unerlaubten Trick gegriffen hatten. Jeder Fünfte gab an, schon einmal bewusst ein Plagiat erzeugt zu haben.

Die Gründe für ein solches Verhalten waren besonders häufig der Glaube, nicht entdeckt werden zu können. Ein weiterer wichtiger Faktor waren Stress und Zeitdruck. Viele Experten glauben weiterhin, dass die Prinzipien des wissenschaftlichen Arbeitens an den Universitäten nicht ausgiebig genug vermittelt werden.

Sucharbeitslosigkeit bei Geisteswissenschaftlern oft sehr lange

Statistiken räumen Akademikern nach wie vor einen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt ein. Über die Schwierigkeit des Einstiegs ist mit der geringen Akademikerarbeitslosigkeit von rund 2,4 Prozent jedoch nichts ausgesagt. Viele Absolventen müssen nach dem Master eine durchaus längere Durststrecke überwinden, bis sich schließlich den Traumjob ergattern.

Hinzu kommt: Praktikanten, Minijobber und Teilzeitaushilfen gelten nicht als arbeitslos. Doch genau in diesen Jobs landen viele Uni-Abgänger erstmals, obwohl sie nicht selten vollkommen überqualifiziert sind. Laut Gregor Fabian, der Akademiker für das in Hannover ansässige Hochschul-Informations-System (HIS) befragte, ist etwa jeder Fünfte nicht auf seinem Studiengebiet angestellt.

Besonders Geisteswissenschaftler müssen sich erstmal mit Nebenjobs durchschlagen, weil deren Suche einfach länger dauert, sie statistisch mehr Bewerbungen verschicken müssen und mehr Absagen erhalten. Für diese Zeit haben Experten mittlerweile den Begriff "Sucharbeitslosigkeit" geprägt.

Nicht alle Studenten seien darauf eingestellt, viele bekämen Komplexe und verzweifelten über ihre Situation. In der Regel, so die Experten, kommen aber auch Geisteswissenschaftler früher oder später unter. Die Qualifikation siegt am Ende eben doch.

Berufliche Orientierung für Geisteswissenschaftler

Wer Medizin studiert, hat meist einen konkretes Berufsziel vor Augen. Bei Geisteswissenschaftlern sieht das anders aus. Die wenigsten wissen zu Beginn ihres Studiums, womit sie später ihr Geld verdienen wollen. Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage kann das fatal sein. Experten empfehlen deshalb, sich spätestens nach dem dritten Semester konkrete Gedanken über die Zukunft zu machen.

Aber wie plant man die berufliche Zukunft? Mittlerweile haben auch die Unis das Problem erkannt und bieten für Geisteswissenschaftler spezielle Kurse zur Berufsorientierung. Bekannt ist etwa das Kompass-Projekt in Berlin. Außerdem veranstalten die Arbeitsämter Workshops für Studenten.

Da Germanistik, Kulturwissenschaften und Co. auf keine bestimmten Berufsbilder hinführen, ist dabei viel Eigeninitiative gefragt. Ein wichtiges Thema der Seminare ist zum Beispiel, die persönlichen Stärken und Schwächen zu analysieren. Daraus lassen sich verschiedene berufliche Ideen entwickeln, die man anschließend durch Praktika oder Volontariate überprüfen kann.

Bewerbungstrainings helfen bei den ersten Schritten auf dem Berufsweg. Die praktischen Erfahrungen zeigen, wie es danach weitergehen kann.

Die meisten Hochschulabsolventen sind erfolgreich und zufrieden

Junger Mann mit Brille und grauem Hemd posiert vor herunterregnenden Euro-Geldscheinen und -Münzen
It's raining money © lassedesignen - www.fotolia.de

Eine Studie des Instituts für Hoschulforschung belegt: zehn Jahre nach Abschluss des Studiums sind fast alle Absolventen mit ihrem Berufserfolg zufrieden. Nur ein Prozent der Hochschüler hat keinen Job. Die Befragung zeigt allerdings auch, dass Akademiker beruflichen und privaten Erfolg sehr unterschiedlich definieren.

Wer im Jahr 2001 seine Prüfung abgelegt hat, verdient heute durchschnittlich 63.000 Euro butto. Die Spanne ist aber groß. Das Einkommen der Sozialwissenschaftler liegt rund 20.000 Euro darunter, Mediziner und Ingenieure erzielen deutlich mehr. Außerdem gibt es immer noch deutliche Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen.

Wie die Studie zeigt, beurteilen gerade Hochschulabsolventen ihren Erfolg jedoch nicht nur nach dem Einkommen. Ebenso wichtig sind spannende Arbeitsthemen, ein angenehmes Arbeitsklima und die gute Vereinbarkeit von Beruf und privaten Interessen.

Interessante Information für aktuelle Hochschulabsolventen: auch wenn der erste Job nach dem Studium nicht die Erwartungen erfüllt, gelingt fast allen Uniabgängern im Laufe der folgenden Jahre ein Wechsel in bessere Positionen.

Die Angst der Studenten vor der ungewissen Zukunft wird von Unternehmen ausgenutzt

Nahaufnahme Reihe von jungen Studenten, lächelnd
Young study group © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Studieren ist nicht mehr ganz so leicht und unbeschwert, wie es vor ein paar Jahren noch war. Die Zahl der Studenten in Deutschland steigt von Jahr zu Jahr und damit auch der Konkurrenzkampf unter den Studenten um die Gunst der Professoren, gute Noten und die besten Praktika.

Arbeitsmarkt für einige Studenten verschlechtert

Auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt sieht für Studenten bestimmter Fachrichtungen nicht mehr ganz so rosig aus. Kein Wunder also, dass sich viele Studenten mit Zukunftsängsten herumplagen. Doch auch Studenten, die allein schon durch die Wahl ihres Studienfaches relativ gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, kennen solche Ängste, etwa weil sie von Kommilitonen angesteckt werden oder weil sie einfach nicht wissen, was sie nach dem Studium erwartet.

Diese Unsicherheit vieler Studenten wird auf dem Arbeitsmarkt oft schamlos ausgenutzt, denn ängstliche und unsichere Studenten haben meist keine hohen Ansprüche, was Praktika und Jobs angeht. Sie geben sich mit geringeren Löhnen zufrieden, nehmen selbst unbezahlte Praktika an und schrecken auch vor befristeten Arbeitsverträgen nicht zurück.

In Deutschland werden in einigen Branchen dringend Fachkräfte gesucht

Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) errechnet hat, gab es am Ende letzten Jahres in Deutschland über eine Million (1,06) offene Stellen, die nicht besetzt werden konnten, weil entsprechende Fachkräfte fehlten.

Vierteljährliche Befragung von Betrieben nach Stellen

Jedes Jahr werden von dem Institut, das zur Bundesagentur für Arbeit (BA) gehört, in Deutschland vierteljährlich etwa 14.000 Betriebe dementsprechend befragt. Erfasst werden hierbei auch die offenen Stellen, die bei den Arbeitsagenturen nicht registriert werden, weil sie weder Zuschüsse erhalten oder durch andere Maßnahmen gefördert werden.

Fehlen von Facharbeitern

Besonders in den neuen Bundesländern stieg das Angebot für freie Stellen um 13.400 auf nunmehr 187.900 Stellen an, aber die Betriebe suchen händeringend nach Fachkräften. Wie Ralph Appel, der neue Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), erklärt, liegt dies aber auch daran, dass es zwar immer mehr Ingenieure gibt, die neue Maschinen entwerfen, aber die Facharbeiter, die diese Maschinen bauen sollen, fehlen.

Keine besorgniserregende Problematik

Besonders betroffen ist das Baugewerbe, wo mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze nicht besetzt werden können. In anderen Branchen wie Fischerei, Land- und Forstwirtschaft gibt es dagegen nur wenige offene Stellen. Dies gilt auch für die Finanz- und Versicherungsdienstleister.

Aber nach Meinung von Holger Schäfer vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) ist die deutsche Wirtschaft derzeit stark genug, um diese Probleme auch in den Griff zu bekommen.

Studie zum Bildungsabschluss: Mit einem höheren Abschluss verdient man ein Leben lang mehr

Gute Ausbildung sorgt für ein lebenslang höheres Einkommen - Männlicher Vorteil gilt nicht in jedem Beruf

Geschäftsmann im Anzug läuft auf Laufbahn durchs Ziel
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Welche schulische und berufliche Laufbahn ein Mensch absolviert, entscheidet ganz wesentlich, wie viel er oder sie einmal verdienen wird - und das auf die gesamte Lebensspanne gerechnet. Zu diesem Schluss kommt eine Erhebung des Ifo-Institutes. Die Macher der Studie liefern eindrucksvolle Beispielzahlen zu verschiedenen Bereichen und nach Geschlecht aufgeschlüsselt.

Die Zahlen im Detail

Zunächst sah man sich die Ausbildungsabschlüsse unabhängig von den einzelnen Lehr- und Studienrichtungen an. Wer eine Lehre erfolgreich abschließen konnte, hatte gegenüber Menschen ohne Ausbildung 143.000 Euro mehr Lebenseinkommen. Wer noch die Weiterbildung zum Meister macht, erhöht sein Lebenseinkommen noch einmal um 129.000 Euro gegenüber den Gesellen und ein Abschluss auf der Fachuniversität bringt 267.000 Euro mehr. Am sattesten wir der Ertrag bei Universitätsabsolventen: hier kommen 387.000 Euro oben auf.

Geschlechtliche Unterschiede

Wie so oft beim Einkommen entsteht allerdings fast immer ein Unterschied zwischen Männern und Frauen. Die Männer verzeichnen ein höheres Monatseinkommen und nehmen seltener eine Auszeit für die Kinder. Das bringt im Lebenseinkommen oft einen Geschlechterunterschied im sechsstelligen Bereich.

Gut veranschaulichen lässt sich das bei Medizinern, die von allen betrachteten Berufen im Übrigen das lukrativste Lebenseinkommen hatten. Ein Arzt kommt auf 983.000 Euro mehr als ein Handwerksgeselle, Ärztinnen aber nur auf 612.731 Euro mehr.

Die Erhebungen zeigte allerdings auch, dass der Vorteil der Männer nicht in jedem Beruf gilt. Innerhalb der Sozialarbeit bekamen Männer bei gleicher Ausbildung und gleichem Einsatzsatzbereich weniger Geld als ihre Kolleginnen. Während Frauen im Vergleich zu Menschen im Handwerk 79.000 Euro Plus verzeichneten, kamen Männer nur auf 20.000 Euro mehr.

Fazit

Das Fazit der Studie: Nach Abzug des Brutto haben Menschen zwischen 22 Prozent und 64 Prozent mehr Geld auf dem Konto, je höher ihr Abschluss war. Zeit und Ausdauer in eine gute Berufsausbildung oder ein gutes Studium zu stecken, ist daher die beste Altersvorsorge, die jede sich privat aufbauen kann.

Im Folgenden kümmern wir uns etwas genauer um die richtige Herangehensweise...

Rechtzeitig die Richtung kennen und Vorlaufzeit einplanen

Bereits in der Zeit des Studiums sollte der Blick nicht alleine auf den aktuellen Themen liegen. Ebenso sinnvoll ist es, den Moment zu nutzen und sich um die weitere Zukunftsplanung zu bemühen. Wer jetzt das Grundgerüst der kommenden Jahre richtig aufbaut, kann sich eine solide Existenz errichten.

Der Weg und das Ziel

Natürlich wird sich während eines gut organisierten und straff geführten Studiums nur selten einmal die Chance ergeben, die Gedanken fließen zu lassen und sich mit den Fragen zukünftiger Lebensabschnitte zu beschäftigen. Doch es lohnt sich, genau das zu tun. Wohin soll der Weg führen, welche Ziele werden anvisiert, wo sieht sich der Student selbst in 20, 30 oder 40 Jahren?

Leider wird oftmals der Fehler begangen, darauf keine Antworten zu finden – oder sie gar nicht erst zu suchen. So schafft man sich in jener beruflichen Nische, in die einen das Studium gedrängt hat, eben seinen Platz für die Zukunft.

Das ist legitim. Aber wahre Befriedigung wird dabei meist nicht erlangt. Derartige Entscheidungen dürfen daher nicht spontan gefällt werden. Sie benötigen vielmehr einen Reifeprozess, der einige Monate oder sogar Jahre andauern kann.

Eigene Talente ergründen

Schon in der Zeit der Vorlesungen und Seminare, der Arbeitsgruppen und Praktika sollte geschaut werden, welche Neigungen und Vorlieben erkennbar sind. Im Regelfall unterscheidet sich das gesamte Fachgebiet bei einem Student in zwei Materien:

  • Die eine von ihnen beherrscht er gut und kann darin sogar einen großen Eifer feststellen. Es behagt ihm, sich mit den darin gestellten Problemen und Fragen zu befassen, Lösungswege zu suchen oder sogar Entwicklungen zu beeinflussen. Es fällt ihm zudem leicht, gute Note zu erhalten.

  • Demgegenüber steht jene Materie, die er nicht mag. Sie kommt ihm grobschlächtig und schwer greifbar vor. Trotz Lernens und Bemühens sind ihm die Zusammenhänge fremd und er verliert schnell die Motivation, ihnen auf den Grund zu gehen.

Kurzum, wer auf derartige Vorlieben und Abneigungen achtet, kann den künftigen Lebensweg bereits einschränken und sich gezielt nach potenziellen Berufen oder sogar Arbeitgebern umsehen.

Alle Optionen nutzen

Aber nicht alleine die Frage, wohin der Weg führen soll, bedarf einer Beantwortung. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die konkrete Suche nach freien Stellen oder überhaupt erst einmal nach Kontaktmöglichkeiten in der Branche wichtige Zeit raubt. Denn trotz eines guten Abschlusses im Studium ist der Markt an Bewerbern groß.

Viele Unternehmer können sich ihre künftigen Angestellten aus einer Vielzahl an bestens qualifizierten Absolventen aussuchen. Da verwundert es nicht, dass auf persönlicher Basis bereits manche Tür geöffnet werden kann, die ansonsten vielleicht verschlossen bliebe.

Für den Studenten ist es daher sinnvoll, schon in der Zeit der Praktika gezielt nach solchen Möglichkeiten zu schauen – und keineswegs schüchtern zu sein, wenn sie sich ergeben. Auch Jobmessen und ähnliche Events bieten einen guten Einstieg für ein anfängliches Gespräch, in dem die eigenen Stärken unterstrichen werden können.

Nicht zu knapp planen

Der angesprochene Faktor der Zeit wird von einigen Studenten verkannt. Sie bemühen sich erst zum Ende des Studiums um ernsthafte Aussichten auf einen Arbeitsplatz.

Dann also, wenn viele Kommilitonen bereits wissen, wohin sie der Weg führen wird. Diese waren nämlich in der Lage, noch vor dem Abschluss einen freien Posten in einem Unternehmen zu erheischen.

Und genau darin sollte das Ziel für jeden Absolventen liegen: Im letzten Drittel der universitären Ausbildung stehen zwei Themen im Vordergrund – der eigene Abschluss ebenso wie die Suche nach einem Job. Wer beide Aspekte mit gleicher Intensität verfolgt, muss sich nicht um seine Zukunft sorgen.

Ein erster Einstieg in das berufliche Umfeld wird damit geschaffen. Und was daraus folgt, werden die kommenden Jahre schon zeigen. Aber dieser Anfang bildet den Beginn des künftigen Lebensweges.

Ein solider Zeitplan

Wichtig ist es, nicht alle Einflüsse und Anforderungen auf sich zukommen zu lassen. Darin liegt nämlich die Gefahr, dass sie

  • in die Wochen einer Prüfung fallen
  • mit Praktika kollidieren oder
  • den lange geplanten und zur Erholung wichtigen Urlaub durchkreuzen.

Es gestaltet sich daher sinnvoll, das eigene Studium in etwa drei bis vier gleichgroße Abschnitte einzuteilen und in jedem von ihnen ein bis zwei Ziele zu vereinen. Diese befassen sich einerseits mit dem aktuellen Studium, andererseits aber mit der beruflichen Zukunft. Wem es möglich ist, beide Aspekte unter einen Hut zu bekommen, spart nicht alleine wertvolle Zeit – vielmehr ist es dann auch möglich, Stufe für Stufe voranzukommen, sich auf der Karriereleiter bereits während der universitären Ausbildung emporzuarbeiten und damit die Chance zu erlangen, mit Erreichen des Abschlusses in einen sicheren beruflichen Werdegang zu treten.

Das Grundstudium

Empfehlenswert ist es, das gesamte Studium zu dritteln. Den ersten Teil übernimmt das Grundstudium. In diesem ist es wichtig, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, statt in die Zukunft zu blicken.

Das Ziel liegt folglich darin, den Entschluss für diese Fachrichtung zu überprüfen.

  • War es richtig, dieses Thema zu wählen?
  • Liegt es mir überhaupt?
  • Ist mir das universitäre Umfeld eigentlich sympathisch?

Sind diese Fragen positiv beantwortet worden, so wird noch einige Zeit verstreichen, ehe sich der Student heimisch fühlt. Denn nicht jedermann versteht den Aufbau einer Universität sofort.

Die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner für Prüfungsfragen, Auslandssemester oder Praktika gestaltet sich nicht immer einfach. Somit dient das erste Drittel des Studiums einzig dem Einleben in der neuen Welt der Ausbildung. Ein Ziel, das simpel klingen mag, aber durchaus schwer umzusetzen ist.

Das Hauptstudium

Im zweiten Schritt ist es sodann wichtig, erste Qualifikationen und Spezialisierungen vorzunehmen. Der Student wird sich innerhalb der gesamten Materie für einige Teilbereiche entscheiden und diese näher kennenlernen. Liegen ihm diese Neigungen, so ist es ratsam, darin ein Praktikum zu absolvieren.

Es wird somit ein Grundwissen aufgebaut, das bereits für bestimmte berufliche Wege wertvoll ist. Und genau sie sollten sich vor dem Auge des Studenten öffnen. Zur Unterstützung können Jobmessen besucht werden.

Auch die vorlesungsfreie Zeit dient nicht alleine dem Müßiggang: Besser ist es, die Ferienwochen mit kleineren Tätigkeiten in einem jener Unternehmen zu verbringen, die später einmal als Arbeitgeber infrage kommen. Neben den theoretischen wollen eben auch die praktischen Fertigkeiten verbessert werden.

Daneben gelingt es,

  • Informationen zu sammeln,
  • sich selbst zu präsentieren und
  • Kontakte zu knüpfen.

Ziele also, die Zeit, Geduld und Disziplin erfordern – sich vielfach aber lohnen.

Die Prüfungsphase

Im letzten Drittel des Studiums geht es vornehmlich darum, die Prüfungen vorzubereiten, den erlernten Stoff zu rekapitulieren und letztlich damit den Abschluss zu gewährleisten. Viel Zeit für den Blick in die Zukunft bleibt daher nicht.

Wurde dieser aber bereits im Hauptstudium absolviert, so ist es nun einfacher, die freie Zeit mit dem Schreiben von Bewerbungen zu verbringen. Das sorgt für etwas Abwechslung und ebnet den Weg in die Zukunft. Denn für den Studenten ist nun erkennbar, wo seine Neigungen und Stärken liegen.

Ebenso sollte er einschätzen können, mit welchen Noten und Qualifikationen er das Studium abschließen wird. Eine gute Basis also, um erste Bewerbungen an potenzielle Arbeitgeber zu richten.

Nicht wenigen Studenten gelingt es dann auch tatsächlich, noch vor den großen Prüfungen einen Arbeitsvertrag – unter der Voraussetzung eines gewissen Notendurchschnitts – zu unterschreiben. Der Zeitplan hat sich in diesem Falle rentiert.

Volontariate sind das Bindeglied zwischen dem Ende des Studiums und dem Berufseinstieg

Zwei Freundinnen am Lebensmittelregal im Supermarkt
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Sie gelten als beliebter Einstiegsweg in beispielsweise Medienberufe und sind der ideale Weg, um nach dem Studium Berufserfahrung zu sammeln. Volontariate sind für journalistische Tätigkeiten oder solche in der Verlags- und Internetbranche häufig sogar Einstellungsvoraussetzung. Doch die Zahl der Betriebe, die diese Art der Ausbildung anbieten, sind nicht so zahlreich und entsprechend umkämpft sind die Stellen. Auch gibt es einen regelrechten Sturm auf Jobs in der Medienbranche.

Öffentlich-rechtliche Sender verzeichnen pro freier Stelle rund 500 Bewerber. Interessierte sollten deswegen ein abgeschlossenes Studium sowie einige Praktika gemacht haben, damit sie ein "Volo" bekommen, das je nach Betrieb ein bis zwei Jahre dauern kann. Auch Auslandsaufenthalte und Arbeitsproben sind von Vorteil. Das gezahlte Gehalt ist uneinheitlich.

Theoretisch sollte es bei 1000 bis 1800 Euro brutto liegen, in der Praxis können solche Löhne aber nur von den Branchenriesen gezahlt werden. Tarifverträge gibt es überdies keine. Deswegen gilt für das Volontariat der gleiche Satz wie für das Studium: Lehrjahre sind keine Herrenjahre.

Seine Qualifikationen kennen und bei mehreren Firmen bewerben

Das Studium stellt einen spannenden Lebensabschnitt dar. Es öffnen sich Neigungen und Interessen, die vorher nicht bekannt waren.

Ihnen folgt die Spezialisierung in einem Fachbereich – und damit das Rüstzeug für den beruflichen Einstieg. Wer seine Stärken sinnvoll nutzt, ebnet damit die eigene Zukunft.

Neues wagen – Grenzen ausloten

In der universitären Ausbildung geht es stets auch darum, sich in das Unbekannte zu stürzen. Was mag sich hinter dieser Vorlesung verbergen, reicht mein Können für jenes Seminar?

Beinahe an jedem Tag bildet sich das Wissen des Studenten weiter. Er hat einen Weg eingeschlagen, auf dem alle Stärken gefördert werden können. Ebenso treten aber auch die Schwächen schonungslos auf den Plan.

Die Gesamtheit der eigenen Kompetenz wird sichtbar – und sollte genutzt werden. Wer Semester für Semester an sich arbeitet, reift dauerhaft. Ebenso ist er in der Lage, sich künftigen Herausforderungen zu stellen.

Es gilt also, die Zeit, die das Studium bietet, sinnvoll einzusetzen. Gerne auch in den Ferien, wo die Türen potenzieller Arbeitgeber jederzeit offenstehen. Es lohnt sich vielfach, bereits während des Studiums erste Kontakte zu knüpfen und gezielt zu erfragen, welche Qualifikationen für den Berufseinstieg erfüllt sein müssen.

Sich selbst auf ein höheres Niveau heben

Wer die Disziplin besitzt, sich selbstständig weiterzubilden, Zusatzqualifikationen, Praktika und Auslandssemester abzuhalten, kann während der universitären Ausbildung reifen. Denn genug Zeit ist im Regelfall vorhanden.

Mögen auch einige Studenten darauf bedacht sein, möglichst schnell und ohne Umwege ihren Abschluss zu erlangen, so wünschen sich viele Arbeitgeber solches Personal, das neue Wege beschritten sowie Herausforderungen gesucht und diese letztlich gemeistert hat – auch, wenn das ein oder zwei zusätzliche Jahre erfordert.

Gewünscht sind Angestellte, die eine allumfassende Schulung aufweisen. Je mehr Meilensteine auf dem Weg des Studiums absolviert wurden, desto eher darf mit Vorteilen in der späteren Bewerbungsphase gerechnet werden.

Zudem ergeben sich daraus Erfahrungen, die einen Menschen prägen und ihn auch nach Jahrzehnten noch mit liebevollen Erinnerungen zurückblicken lassen. Zeiten also, die es wert sind, sie erlebt zu haben. Beruflich ebenso wie privat.

Erste Kontakte aufbauen

Regelmäßig lohnt es sich, in einem weiteren Schritt erstmals auf mögliche Arbeitgeber zuzugehen. Denn der persönliche Eindruck leistet doch sehr viel mehr, als über das Lesen der Bewerbungsmappe erreicht werden kann. Oftmals ergibt sich neben allen Informationen auch die Möglichkeit, sich bereits für einen künftig freien Job in Position zu bringen.

Das gegenseitige Kennenlernen besitzt somit Chancen, die gegenüber anderen Studenten schnell einmal zu Vorteilen reifen. Selbst wenn daraus nicht die feste Zusage für einen Arbeitsplatz resultiert, so ist es sinnvoll, die ersten Eindrücke zu nutzen, aus möglichen Fehlern oder Mängeln der Kompetenz zu lernen – und im weiteren Anlauf erfolgreich zu sein. Wer sich als Student unter den infrage kommenden Unternehmen bereits einen wohlklingenden Namen erworben hat, steht mit mehr als einem Bein in der sicheren beruflichen Zukunft.

Vielfältige Möglichkeiten erkennen

Allerdings ist nicht jedem Studenten das Glück beschieden, zu einem frühen Zeitpunkt die Weichen zu stellen. In diesem Falle ist es ratsam, die Profile von etwa acht bis zehn infrage kommenden Unternehmen zu betrachten und diesen Kreis nach einiger Zeit des Überlegens und Abwägens auf die Hälfte einzugrenzen.

Das werden in der Regel solche Arbeitgeber sein, bei denen das Gesamtpaket aller Leistungen stimmt und die die besten Aussichten für die Zukunft bieten. Sie stellen die Favoriten dar und erhalten im ersten Schritt eine Bewerbung. Gelingt es hier nicht, einen Vertrag zu unterzeichnen, werden Anfragen auch an die übrigen Firmen versendet.

Mit beiden Schritten sollten es gerade gut ausgebildete Absolventen schaffen, ihren gewünschten Job zu finden. Erst anschließend kann der Markt nach weiteren Kandidaten sondiert werden. Ebenso empfiehlt es sich in diesem Falle, abermals persönliche Kontakte herzustellen und damit die eigenen Chancen zu verbessern – bis sich der Erfolg einstellt.

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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