Rund um die Studienberatung - Voraussetzungen, Fachauswahl und Tipps zum Studiumseinstieg

Junge Frau mit Aktenordnern auf Arm schaut gestresst

Bin ich für ein Studium geeignet? Tipps zur Planung und Anmerkungen zur Wahl des richtigen Studienfachs

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Studienberatung kümmert sich um sämtliche Fragen rund um das Thema Studieren. Nach dem Abitur stehen einem ehemaligen Schüler alle Wege offen. Die meisten Abiturienten entscheiden sich nach wie vor für ein Studium. Schließlich soll die erworbene Allgemeine Hochschulreife auch genutzt werden. Man sollte diese Entscheidung jedoch in Ruhe für sich treffen und nicht einfach mit der breiten Masse schwimmen. Es gibt viele Punkte, die bedacht und entschieden werden müssen. Rund um die Studienberatung - informieren Sie sich über Voraussetzungen, Fachauswahl und Methoden, die den Studiumseinstieg erleichtern.

Studienberatung: Organisation und Aufgaben

Die Studienberatung umfasst sämtliche Maßnahmen an Hochschulen, durch die Studenten bei bestimmten Problemen geholfen werden kann, und die ihnen wieder zu einem ungestörten Arbeiten verhelfen können. Organisiert wird sie auf unterschiedlichen Ebenen; so gibt es

  • dezentrale Beratungseinrichtungen
  • ergänzende Beratungsangebote sowie
  • zentrale Beratungseinrichtungen.

In der Regel gibt es an einer Hochschule für jedes Studienfach Mitarbeiter, deren Aufgabe es ist, die Studenten in diesem Bereich zu beraten. Diese Studienfachberater kümmern sich dabei um verschiedene Belange, etwa

  • Erstsemester-Einführungen
  • Studienordnung
  • Prüfungsordnung
  • Stundenülangestaltung
  • Beratung von möglichen Interessenten für ein Studium in diesem Fach

Zu diesem Zweck bieten sie meist Sprechstunden an. Für Informationen und Beratung rund um das Thema Einstieg samt Zulassungsvoraussetzungen etc. kümmert sich die Zentrale Studienberatung, ebenso um mögliche Probleme, die im Studienverlauf auftreten können.

Zu den möglichen Beratungsangeboten zählen:

  • Informationen bezüglich Studiengänge, Wohnmöglichkeiten, Arbeitsmöglichkeiten etc.
  • Entscheidungshilfe bei der Studiumswahl
  • Organisatorisches (z.B. von Informationstagen der Hochschule)
  • Beratung zu Studienordnungen
  • Unterstützung bei Anpassungsproblemen
  • Unterstützung bei Arbeits- und Lernschwierigkeiten
  • Hilfe in Sachen Prüfungs- und Zeitmanagement
  • Hilfe bei Studium-Umorientierung
  • Fragen zur Berufsorientierung

In der Regel ist auch eine Beantwortung der Fragen per Mail möglich. Handelt es sich um ausführliche Fragen, ist auch eine individuelle Beratung möglich. Zudem sind auch Gruppenangebote möglich. Typische Merkmale der Studienberatung: sie ist

  • klientenzentriert
  • neutral
  • im Interesse des Ratsuchenden
  • vertraulich
  • ergebnisoffen

Auf typische Fragen und Aspekte, mit denen sich die Studienberatung beschäftigt, gehen wir im Folgenden ein...

Voraussetzungen: Studieren oder nicht?

Als Gymnasiast hat man meist ein großes Lebensziel: endlich das Abitur schaffen und der Schule dann für immer den Rücken kehren. Doch wenn der Tag dann plötzlich gekommen ist, fühlen sich viele Schüler auf einmal wehmütig.

Denn das Leben geht weiter und zwar ohne die meisten Freunde, die sich bald über ganz Deutschland und noch weiter verstreuen werden. Dazu kommt auch noch die Frage nach den eigenen Plänen. Wie geht es weiter? Studium, Ausbildung oder sogar beides gleichzeitig?

Das Problem ist manchmal nicht primär die Frage, was man machen möchte, sondern wo die eigenen Grenzen liegen. Wer das Abitur nur mit Hängen und Würgen geschafft hat, verspürt vielleicht berechtigte Zweifel, ob er ein Studium überhaupt erfolgreich abschließen könnte. Bevor man sich also Hals über Kopf in den Unialltag stürzt, gilt es abzuprüfen, ob man dieser Herausforderung auch wirklich gewachsen ist.

Studieren nur um des Studierens willen ist absolut nicht sinnvoll. Natürlich ist es schön, die Jugend noch ein wenig hinauszuzögern, bevor es mit dem tristen Arbeitsalltag losgeht. Doch wer nicht an eine Uni passt, wird bereits in den ersten Semestern stark zu kämpfen haben.

Eine lernintensive Ausbildung

Kandidaten, die vom Lernen so richtig die Nase voll haben, sollten um eine Bewerbung lieber einen großen Bogen machen. Ohne Büffeln geht an den Hochschulen überhaupt nichts.

Natürlich gibt es Studiengänge, in denen man weniger lernen muss als in anderen, doch so ganz ohne Engagement wird man es nirgendwo besonders weit schaffen. Abiturienten, die lieber die Früchte ihrer Arbeit sehen als die Nase weiterhin in Bücher stecken würden, sollte sich auf jeden Fall besser für eine Ausbildung entscheiden.

Ohne Selbstdisziplin geht es nicht

Studenten müssen darüber hinaus in der Lage sein, ihren Lernaufwand selbst zu organisieren. In der Schule wird man normalerweise regelmäßig mündlich abgeprüft und mit Stegreifaufgaben zum Lernen angeregt, so dass man ständig einen gewissen Druck im Nacken hat. An der Uni ist das meist völlig anders.

Hier wird man während des Semesters kaum abgeprüft, so dass viele Studenten die Zeit nutzen, um ihre Kurse zu schwänzen und stattdessen die ein oder andere Party zu feiern. Das geht jedoch nur gut aus, wenn man rechtzeitig vor den Prüfungen am Semesterende die Notbremse zieht und mit dem Büffeln beginnt.

Wer nicht in der Lage ist, sich selbst zum Lernen zu motivieren und sich seine Zeit sinnvoll einzuteilen, der wird als Student wohl nicht besonders erfolgreich sein. Hier sind sehr viel Eigeninitiative und Selbststudium gefragt.

Wer studiert, muss sich seine Lernmaterialien meist mühsam selbst zusammenstellen. Es gibt keine Schulbücher mehr, aus denen der Stoff genau so abgeprüft wird, wie es in den einzelnen Kapiteln steht.

Studenten müssen

  • sich in der Unibibliothek informieren
  • im Internet recherchieren und
  • in den Vorlesungen aufmerksam mitschreiben.

Wer dieses Organisationstalent nicht besitzt, wird sich sicherlich schwer tun. Enorm wichtig ist auch die Fähigkeit, sich selbst motivieren zu können. An der Uni sagt einem niemand, was man zu tun und zu lassen hat.

Die Professoren interessieren sich nicht dafür, ob jemand aufgepasst und den Stoff zuhause wiederholt hat. Diese Verantwortung hat man ganz allein selbst zu tragen.

Persönliche Zukunftsvorstellungen

Neben den eigenen Fähigkeiten spielen natürlich auch die persönlichen Zukunftsvorstellungen und Interessen eine große Rolle bei der Entscheidung für oder gegen ein Studium. Wer endlich selbst etwas machen und realitätsnah lernen möchte, ist in einer Ausbildung wohl besser aufgehoben. Hier beschäftigt man sich nicht mit grauer Theorie, sondern lernt, wie es wirklich läuft.

Motivierte Schulabgänger, die gerne selbst Projekte in Angriff nehmen und ihre eigenen Ideen verwirklichen möchten, stellen für die Unternehmen viel versprechende Arbeitnehmer dar. Grundsätzlich gilt, dass man nicht nur die Fakten analysieren, sondern auch ein wenig auf sein Bauchgefühl hören sollte. Auch wenn alle Umstände theoretisch für ein Studium sprechen, heißt das nicht, dass man dann auch damit glücklich wird.

Im umgekehrten Fall ist es unklug, sich zum Beispiel aus rein finanziellen Mitteln gegen die Uni zu entscheiden. Es gibt genügend Gelegenheitsjobs für Studenten und eine ansehnliche Hilfe vom Staat, so dass fast jeder studieren kann, der das auch wirklich möchte.

Finanzierung des Studiums

Kredite für Studenten sind günstiger geworden

Sparen - Frau legt Geldmünzen aufeinander
Frau mit Münzstapel beim Geld sparen © Gina Sanders - www.fotolia.de

Die meisten Anbieter für Kredite an Studenten haben die Zinsen teilweise sogar drastisch gesenkt, wie das Zentrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh bei einem Vergleich feststellte. Von den 33 Anbietern hatten nur drei die Bedingungen erhöht. Darlehen von den Ländern angeboten, aber auch die regionalen Anbieter sind somit für viele Studenten attraktiv geworden.

Am Besten haben es die Studenten in Bayern oder Niedersachsen, wo die Darlehen von der KfW-Förderbank einen effektiven Jahreszins von nur 2,78 Prozent betragen, beziehungsweise während der Zeit der Rückzahlung der Zinssatz bei 3,61 Prozent liegt. Bei den regionalen Anbietern lagen die Zinssätze zwischen 3,5 bis knapp 5 Prozent, aber bei privaten Anbietern sind 7,9 bis 8,9 Prozent normal. Im letzten Jahr sind etwa 60.000 Darlehen an Studenten vergeben worden, wobei alleine den KfW-Studien-Kredit 15.000 Studenten beantragten.

BAföG-Antrag frühzeitig stellen

Mit einem Kugelschreiber gemachtes Kreuzchen auf einem Wahlzettel
wahlzettel © ma_photo - www.fotolia.de

Alle, die im April zum Sommersemester mit dem Studium beginnen wollen, sollten rechtzeitig BAföG beantragen. Das Förderungsgeld wird nämlich nicht rückwirkend gezahlt, sondern erst ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde. Um die Fristen zu wahren, reicht es, bis Ende April 2010 einen formlosen BAföG-Antrag beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung einzureichen.

Alle sonstigen erforderlichen Formulare können nachgereicht werden. Das Förderungsgeld wird bei Bewilligung des Antrags immer zum Monatsende für ein Jahr überwiesen. Etwa zwei Monate vor Ablauf des "BAföG-Jahres" sollte der neue Antrag gestellt werden, damit die Förderung lückenlos ist. Wer erst zum Wintersemester mit dem Studium beginnt, sollte spätestens bis Ende Oktober einen formlosen Antrag beim Amt für Ausbildungsförderung eingereicht haben.

Wer als Student die Stadt seiner Universität als Hauptwohnsitz anmeldet, kann Geld kassieren

Je nach Region erhält ein Student bei Ummeldung zwischen 110 und 200 Euro ausgezahlt

Nahaufnahme Reihe von jungen Studenten, lächelnd
Young study group © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Studieren ist nicht billig und jeder Student versucht Geld an allen Ecken und Enden zu sparen. Universitätsstädte sind sich dessen bewusst und wollen die geistige Elite von morgen mit Prämien locken. Jede Stadt erhält nämlich Geld vom jeweiligen Bundesland, wenn ein Bürger seinen Hauptwohnsitz in die neue Stadt verlegt.

Wovon die Städte profitieren, sollen auch die Studenten etwas haben, entschied man sich und hat den jungen Leuten nun die Aussicht auf Prämien gegeben. In vielen Städten läuft das Projekt schon längst.

Geld für die Studenten

Wer sich beispielsweise in Jena neu anmeldet, bekommt 240 Euro, über vier Semester verteilt, ausgezahlt. Wen es nach Brandenburg zieht, bekommt sogar jedes Jahr 100 Euro solange er studiert. Die Stadt Greifswald lockt die Studenten mit einmalig 150 Euro und einem Sozialpass. In Berlin bekommt man einmalig immerhin noch 110 Euro und in Dresden wie in Greifswald 150 Euro. In Braunschweig winken ganze 200 Euro.

Natürlich sollte das Geld nicht der eigentliche Grund sein, weshalb man sich für eine konkrete Universität, beziehungsweise Fachhochschule, entscheidet. Wichtig ist auch die Qualität der eigentlichen Einrichtung, sowie das Wohnumfeld und die Chancen für einen Nebenjob.

Nur Master durch BAföG gefördert – Gericht in Münster weist Klage von Studentin ab

BAföG: Der Master muss 1 zu 1 zum Bachelor passen

5 Geldscheine von 10-50 Euro liegen aufgefechert auf Sand mit Muscheln verziert
urlaubsgeld © blende40 - www.fotolia.de

Als vor zehn Jahren das Bachelor- und Masterstudium eingeführt wurde, war eines der Ziele, Studiengänge zu vereinfachen. Man erhoffte sich einen leichteren Wechsel zwischen Hochschulen, um das Studium näher an die Praxis heranzuführen. Doch auch heute zeigen sich immer wieder Lücken im System.

Besonders das BAföG ist hierfür ständiges Beispiel. Das Verwaltungsgericht Münster hatte jüngst einen Fall zu entscheiden, bei dem eine Studentin auf Fortführung der Förderung klagte.

Verwirrung durch undurchsichtige Studienordnungen

Sie hatte ein viersemestriges Bachelor-StudiumPolitik und Recht“ absolviert und wollte ein Staatsexamen für Jura anschließen. Das BAföG dazu wurde ihr verweigert mit dem Hinweis, dass es sich beim Jurastudiengang um ein neues Studienfach handeln würde. BAföG würde nur für eine Weiterführung des ursprünglichen Studiums gezahlt. Im Fall der Studentin wäre das ein anschließender Masterstudiengang.

Die Studentin wies darauf hin, dass dem in Deutschland besondere Gang „Politik und Recht“ entweder ein Master oder das Staatsexamen folgen könnte. So wurde es auch von der Universität Münster angeboten. Damit könne nicht von einem völlig neuen Studium gesprochen werden.

Das Gericht in Münster wies zwar die Klage ab, sieht aber, dass ein grundsätzlicher Klärungsbedarf besteht. Der Vorsitzende Richter Michael Labrenz betonte, dass bei der aktuellen Gesetzeslage nur ein Master als Folgestudium mit BAföG bezuschusst werden kann. Er ließ dennoch die Möglichkeit einer Berufung beim Oberverwaltungsgericht zu.

„Wir haben es hier mit einem komplizierten Fall zu tun“, erklärte Labrenz. Die Vielzahl der unterschiedlichen Studiengänge und die Möglichkeiten der Förderung betreffe auch andere Studenten.

Finanzielle Belastung im Studium wirkt abschreckend

Studiengebühren erhöhen den finanziellen Druck auf ein mögliches Studium

Frau steht mit Laptop vor Podium bei einem Vortrag, in Richtung Publikum fotografiert
Lecture at Convention © endostock - www.fotolia.de

Studium? Nein danke, zu teuer. Das sagten fast zwei Drittel der Studienberechtigten des Jahres 2008, die sich gegen eine Hochschulausbildung entschieden haben. 64 Prozent gaben in einer Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) an, dass die zu erwartenden Ausgaben eine entscheidende Rolle bei ihrem Entschluss gespielt hätten. Gerade Frauen und Abiturienten mit einkommensschwachem Hintergrund entschieden sich aus finanziellen Gründen gegen die Aufnahme eines Studiums.

Gründe für eine Ausbildung oder ein Studium

Wer auf den Hochschulbesuch verzichtet hat, wollte möglichst schnell einen Beruf, mit dem sich gutes Geld verdienen lässt (79 Prozent). Ähnliche Beweggründe fanden sich auch bei denjenigen, die ein Studium aufnahmen. Gute Jobperspektiven und ein geringes Risiko, nach der Uni arbeitslos zu werden, waren die Hauptgründe für eine Studienentscheidung.

Studiengebühren spielten keine große Rolle bei dem Verzicht auf den Besuch einer Hochschule oder Fachhhochschule. Nur drei Prozent gaben laut HIS die Abgabe als alleinigen Hinderungsgrund an. Die Autoren der Studie wiesen jedoch darauf hin, dass die Gebühren die wahrscheinliche finanzielle Belastung von Studienberechtigten erhöhe und daher abschreckend wirke.

Abschaffungen der Studiengebühren in einigen Bundesländern geplant

Die neuen Regierungen in Hamburg und Baden-Württemberg planen, die Studiengebühren abzuschaffen. Danach würden lediglich noch Bayern und Niedersachsen die Gebühren erheben. Im Jahre 2008 waren es noch sieben Bundesländer, die die Abgabe einforderten.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) kommentierte die Ergebnisse der HIS-Erhebung mit den Worten, dass die jungen Menschen verstanden hätten: Nur wer in Wissen investiere, sichere auch seine Zukunft - und die seines Landes. Die Ministerin gab an, sich über jeden Studentin und jeden Studenten zu freuen.

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    Bafög, Stipendium, Kredit - Die finanzielle Unterstützung für Studenten

    Wer es nicht schafft, neben dem Studium arbeiten zu gehen, dem stehen folgende Möglichkeiten offen

    Studenten sitzen an Tischen, lernen, schreiben, Dozent oder Student steht vorne rechts mit Blöcken im Arm, Uni
    casual student or teacher in a classroom © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

    Die wenigsten Studenten haben das Glück, Eltern zu haben, die ihnen das Studium finanzieren. Vielen bleibt nichts anderes übrig, als nebenher arbeiten zu gehen.

    Bafög als staatliche Unterstützung

    Doch nicht jedem Studierenden gelingt der Spagat zwischen Vorlesungen, Seminaren, Hausarbeiten oder Prüfungen und der Arbeit. In diesem Fall sieht das Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) eine finanzielle Unterstützung vor, die an bestimmte Voraussetzungen gekoppelt ist:

    • Die Höhe des Einkommens der Eltern
    • Familienstand oder Anzahl der Geschwister und
    • Das Alter des Studenten.

    Der Höchstsatz im Monat beträgt 670 Euro. Ausgezahlt wird Bafög bis zum 30. Lebensjahr, bei einem Master-Studiengang bis zum 35. Lebensjahr. Bafög teilt sich dabei auf in einen Zuschuss und ein zinsloses Darlehen, das nach dem Ende des Studiums zurückgezahlt werden muss.

    Das Stipendium als Alternative zu Bafög

    Der Absolvent sollte monatlich mindestens 105 Euro zurückzahlen. Wer allerdings im Arbeitsleben sehr wenig verdient, kann sich von der Rückzahlung freistellen lassen. Neben dem Bafög gibt es auch Stipendien für besonders begabte oder leistungsstarke Studenten. Ein Stipendienprogramm sieht eine Zahlung von 300 Euro im Monat vor. Dabei stellt die Hälfte des Geldes der Bund zur Verfügung, die andere kommt von privaten Stiftern.

    Noch sind Stipendien in Deutschland nicht sehr weit verbreitet. Das Stipendium kann zusätzlich zum Bafög gewährt werden. Wer allerdings schon eine begabungs- und leistungsabhängige Förderung von mehr als 30 Euro pro Monat erhält, kann das Deutschlandstipendium nicht bekommen. Das trifft zum Beispiel auf Stipendiaten der Begabten-Förderwerke zu.

    Studienkredite zur Finanzierung des Studiums

    Die Staatsbank KfW bietet zudem Studienkredite an. Auch bei privaten Banken und Sparkassen haben die Kredite für Hochschüler in den vergangenen Jahren zugenommen. Die Höhe der Zinsen bewegt sich jedoch auf sehr unterschiedlichem Niveau. Studierende sollten die Angebote der einzelnen Banken vergleichen, bevor sie ein Studienkredit aufnehmen.

    BAFÖG-Förderung muss bei begründeten Studienfachwechsel weiter gezahlt werden

    Bundesverwaltungsgericht bestätigt: Studienfachwechsel kein Grund für Verweigerung der BAföG-Zahlung

    Nahaufnahme Euroscheine und Münzen auf Tisch, Geld
    Money - Euro banknotes - Euros © c - www.fotolia.de

    Studenten kennen die Problematik schon seit Jahrzehnten. Wenn das Studienfach gewechselt wird, gibt es meist immer Probleme mit der BAföG-Förderung. Jetzt sorgt ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts für Klarheit und bestätigt, dass bei einem begründeten Studienfachwechsel die Förderung weiter laufen muss.

    Neue Bestimmungen

    Allerdings wird der 50prozentige Zuschuss seitens des Staates nur so lange gewährt, wie die Regelstudienzeit des neuen Faches ist. Das alles unter der Berücksichtigung der schon geleisteten Studienzeit des Wechslers. Danach läuft das BAföG für den Studenten zwar weiter, aber nur noch als 100prozentiges Darlehen seitens des Staates.

    Wer hat ein Anrecht auf BAföG?

    Anspruch auf BAföG hat jeder Student, der selber oder dessen Eltern nicht über ausreichend finanzielle Mittel zur Studienfinanzierung verfügen. In der sogenannten Regelstudienzeit, die meist zwischen sechs und zehn Semestern liegt, wird die eine Hälfte als Zuschuss des Staates und die andere als zinsloses Darlehen ausgezahlt.

    Nach Ende dieser Regelstudienzeit wird das BAföG zwar weiter ausgezahlt, dann aber als komplett gewährtes Darlehen. Dieses muss der Student nach Beendigung seines Studiums zurückzahlen.

    Wie viel Elterngeld in der Studienzeit?

    Es ist alles andere als einfach, neben dem Studium auch noch Nachwuchs groß zu ziehen. Umso wichtiger daher die Fragen rund ums Elterngeld in der Studienzeit. Zunächst gilt für Studenten wie für den Rest der Bevölkerung, wer ein Kind bekommt, hat ein Recht auf Elterngeld. Das gilt auch dann, wenn die Eltern Anspruch auf BAföG haben. Dabei wird das BAföG auch nicht als Einkommen berechnet. Allerdings verhält es sich umgekehrt so, dass das Elterngeld, bis auf die ersten 300 Euro, dem BAföG angerechnet wird und dies dann entsprechend gekürzt werden kann.

    Alleinerziehende StudentInnen haben einen Anspruch auf Elterngeld von 14 Monaten, sonstige Studenten nur von einem Jahr. Anders als bei nicht studierenden Eltern, können Studenten das Elterngeld nicht auf 14 Monate verlängern, wenn der Vater bereit ist für zwei Monate das Kind zu betreuen.

    Deutschlandstipendium: Erste Zwischenbilanz fällt mager aus

    Während Stipendien in den USA etlichen Studierenden das Studium erst ermöglichen, galt Deutschland in diesem Bereich bisher eher als Brachland. Ein neues Konzept der Bundesregierung unter Leitung von Bildungsministerin Anette Schavan (CDU) sollte das jetzt ändern: Leistung soll sich künftig auch für Studenten lohnen; besonders begabte Studierende lockt das sogenannte Deutschlandstipendium mit elternunabhängiger Förderung von 300 Euro monatlich. Ziel der Initiative: Leistungswillige sollen belohnt werden und sich ohne finanzielle Engpässe ganz aufs Studium konzentrieren können.

    Doch die erste Zwischenbilanz fällt eher mager aus: Rund 160.000 Deutschlandstipendien sollten vergeben werden, so die Zielvorgabe. Aktuell aber werden gerade einmal etwas mehr als 5.000 Studierende in ganz Deutschland mit dem monatlichen Betrag unterstützt. Nur ein Grund von vielen hierfür dürfte die klamme Haushaltslage sein; eingeplante Fördermittel zur Finanzierung des Vorhabens wurden teilweise wieder gestrichen. Schon hagelt es Kritik aus der Opposition, die die Idee vom Deutschlandstipendium generell in Frage stellt.

    Darüber hinaus wird kritisiert, dass das Stipendium in der Regel ohnehin Kinder von Besserverdienern und ohne finanzielle Notlage unterstütze. Dies machten die Experten unter anderem daran fest, wie viele Bafög-Empfänger sich unter den aktuellen Stipendiaten befinden.

    Die Finanzierung des Studiums - Studienkredit, Bafög oder Stipendium?

    Blonde Frau lächelt in Kamera, hält Geldscheine vor Gesicht
    Modern woman showing cash with space to copy © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    In dieser Woche hat das Wintersemester an den Universitäten begonnen, weshalb sich viele Studenten auch Gedanken über die Finanzierung dieses Projektes machen müssen.

    Sofern die Eltern dafür nicht aufkommen können, zahlt der Staat als Bafög monatlich im Schnitt 452 Euro, höchstens jedoch 670 Euro. Daneben können Studenten auch noch auf Studienkredite der im Staatsbesitz befindlichen KfW-Bankengruppe zurückgreifen, dessen Konditionen allerdings nicht mit dem zinslosen Bafög vergleichbar sind.

    Eine andere Möglichkeit ist das von dem Bildungsministerium ins Leben gerufene "Deutschlandstipendium", von dem begabte Studenten maximal 300 Euro monatlich erhalten. Die entsprechende Universität entscheidet in dem Fall über die Bewerbungen des Stipendiums, welches zu 50 Prozent vom Staat gestützt wird.

    So können Studenten an günstige Kredite kommen

    Viele Studenten kennen das Problem des Geldmangels während ihrer Hochschulausbildung. Sie studieren, müssen eine Wohnung zahlen und können nur nebenbei jobben gehen. Da reicht das Geld hinten und vorne nicht aus. Aus diesem Grunde nutzen viele Studenten Kredite, die ihnen zu günstigeren Konditionen angeboten werden.

    Zu nennen sind an dieser Stelle der KfW-Studienkredit oder der Bildungskredit des Bundesverwaltungsamtes, die beide speziell für Studenten gedacht sind. Neben dem Bezug von Bafög sind diese Kredite eine echte Alternative oder ein Zusatz, da sie im Moment auch sehr zinsgünstig zu bekommen sind. Kredite der staatlichen Förderbank KfW finanzieren auch Dinge wie Weiterbildung, Promotion oder Zweitstudiengänge mit maximal 650 Euro pro Monat.

    Trotzdem sollten Studierende sich genau informieren, das Kleingedruckte in den Verträgen lesen und schauen, ob die Aufnahme eines Kredites in den späteren finanziellen Rahmen passt. An dieser Stelle gilt es auch immer die Angebote zu vergleichen und mit den jeweiligen Anbietern zu verhandeln.

    Urteil des Europäischen Gerichtshofes: Auslandsbafögs-Regelung muss geändert werden

    Bisher mussten Studenten drei Jahre in Deutschland leben, wenn sie mehr als zwei Semester lang BaFöG bewilligt haben möchten. Ein luxemburger Urteil des Europäischen Gerichtshofes kippte jetzt diese Regelung, da sie einen Verstoß gegen das Recht auf Freizügigkeit darstelle. Zwei Studenten hatten gegen die vorherrschende Praxis geklagt. Die Bundesregierung wollte mit der Regelung nur Studenten fördern, die entsprechend integriert sind.

    Der Europäische Gerichtshof befindet das allerdings als zu „allgemein“ und „einseitig“. Denn so könnten Studenten abgewiesen werden, die mit der deutschen Gesellschaft eine ausreichende Verbundenheit hätten. Jährlich werden durch das Bafög rund 40.000 Auslandsstudenten unterstützt. Die meisten bleiben langfristig in Europa. Die deutschen Studenten, die ins Ausland abwandern, nehmen zu. Allein 2010 waren es 127.000 Studenten und damit rund doppelt so viele wie noch im Jahr 2000. Ein Drittel der Studenten, die 2010 das Studium beendete, studierte auch im Ausland.

    BAföG trotz Auslandswohnsitz - EU-Bürger dürfen Art und Ort der Ausbildung frei wählen

    Studenten sitzen an Tischen, lernen, schreiben, Dozent oder Student steht vorne rechts mit Blöcken im Arm, Uni
    casual student or teacher in a classroom © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

    Der Anspruch auf BAföG endet nicht an der deutschen Grenze. Wer im Ausland studiert, kann dennoch staatliche Förderung beziehen - auch wenn er gar keinen Wohnsitz in Deutschland hat oder eine Ausbildung absolviert, die hierzulande länger dauern würde. Das hat der Europäische Gerichtshof jetzt in zwei Urteilen bestätigt.

    Schon der erste Fall zeigt, wie global Lebensläufe heute aussehen können. Ein in Brasilien geborener Deutscher, der in Spanien und Türkei die Schule besucht hatte, wollte für sein Studium in den Niederlanden BAföG bekommen. Das BAföG-Amt wies den Antrag ab. Begründung: der junge Mann hat nie in Deutschland gewohnt und ist deshalb nicht in die deutsche Gesellschaft integriert.

    Die Luxemburger Richter sahen das anders. Sie verwiesen darauf, dass Integration nicht nur vom Wohnsitz abhängt. Es gebe auch andere Formen der Verbundenheit mit der deutschen Gesellschaft, die einen Anspruch auf BAföG rechtfertigen.

    Im zweiten Urteil gab der EuGH einer jungen Frau Recht, die in England eine einjährige Ausbildung absolviert, die hierzulande doppelt so lange dauern würde. Als EU-Bürgerin dürfe sie Art und Ort ihrer Ausbildung frei wählen.

    Vom Antrag bis zur Rückzahlung - Die wichtigsten Fakten zum Auslands-Bafög

    Nahaufnahme Euroscheine und Münzen auf Tisch, Geld
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    Schüler und Studenten, die gerne einen Auslandsaufenthalt machen möchten, deren Eltern sich das aber nicht leisten können, haben die Möglichkeit eine staatliche Förderung in Form von Auslands-Bafög zu beantragen. Wer innerhalb Europas oder in der Schweiz studieren möchte, kann direkt zu Beginn seiner Ausbildung den Auslands-Bafög beantragen. Wer dagegen einen Auslandsaufenthalt außerhalb Europas absolvieren möchte, muss zunächst ein Jahr lang eine Uni beziehungsweise Schule in Deutschland besuchen.

    Die Antragstellung sollte spätestens sechs Monate vor Antritt des Auslandsaufenhalts erfolgen. Normalerweise müssen Studenten bereits bei der Antragstellung eine Immatrikulationsbescheinigung der ausländischen Universität vorlegen. Wer diese noch nicht hat, kann einen Antrag für eine Vorabentscheidung stellen. Bei welcher Behörde der Antrag auf Auslands-Bafög gestellt werden kann, hängt von dem jeweiligen Land ab, in dem man einen Auslandsaufenthalt plant.

    Die monatlichen Fördersummen liegen zwischen 100 und 1.500 Euro. Studenten können zudem bestimmte Zuschüsse bekommen, etwa für die Studiengebühren im Ausland oder für die Krankenversicherung. Für Aufenthalte in Ländern, in denen die Lebenshaltungskosten deutlich höher liegen als hierzulande, gibt es zudem einen so genannten Kaufkraft-Zuschlag.

    Schüler, die Auslands-Bafög bekommen haben, brauchen diesen nicht zurückzahlen. Studenten müssen etwa die Hälfte ihrer Fördersumme zurückzahlen.

    Bafög-Erhöhung für Studenten - ab dem Wintersemester 2016 gibt es 7 Prozent mehr

    Wohnzuschuss und Freibeträge für den Zuverdienst und das eigene Vermögen werden zugunsten der Studenten angepasst

    Der Bundestag hat das Bafög erhöht. Ab dem Wintersemester 2016 bekommen Schüler und Studenten sieben Prozent mehr, der Höchstsatz steigt auf 735 Euro pro Monat.

    Wohnzuschuss und Freibeträge

    Bisher konnten Studierende maximal 670 Euro monatlich beziehen, nun gibt es 26 Euro mehr Wohnzuschuss. Auch die Freibeträge für den Zuverdienst und das eigene Vermögen werden von 400 Euro auf 450 Euro monatlich sowie 5200 Euro auf 7500 Euro angehoben.

    Lob und Kritik

    Parallel zum Bafög steigt der Elternfreibetrag um sieben Prozent. Experten schätzen, dass dadurch rund 110.000 Studenten zusätzlich Bafög bekommen können.

    Während die Bundesregierung das neue Bafög-Paket als Erfolg feiert, üben die Grünen und die Linke teilweise heftige Kritik. Sie fordern deutlich höhere Bafög-Sätze und Freibeträge – ab sofort.

    Finde dein Stipendium - Studenten trauen sich zu selten

    Spezielle Förderprogramme, Stiftungen und Stipendienberater bieten heute Studenten viele Möglichkeiten

    Abschluss-Studenten mit Doktorhut und Diplom
    Finally graduated! © gstockstudio - www.fotolia.de

    Studenten sind notorisch knapp bei Kasse. Ein Stipendium könnte das ändern, immerhin gibt es fast 1.300 verschiedene Angebote. Die jungen Menschen greifen aber nicht zu. Nur jeder fünfte hat sich schon einmal um ein Stipendium beworben. Einige Unis beschäftigen mittlerweile Stipendienberater, damit mehr Studenten eine Förderung bekommen. Wer sucht, der findet meist auch.

    Ob Bachelor oder Master, Auslandssemester oder eigene Forschung – die Auswahl an Fördermöglichkeiten ist immens. Entgegen der landläufigen Meinung, kommt es auch nicht allein auf gute Noten an. Spitzenleistungen schaden zwar nicht – viele Stiftungen achten bei der Vergabe ihrer Gelder aber auch auf soziales Engagement. Seit einiger Zeit bieten die Finanziers außerdem spezielle Förderprogramme für Bewerber aus Zuwandererfamilien.

    Studenten trauen sich nicht

    Gerade Kinder aus Arbeiterhaushalten oder junge Menschen mit Migrationshintergrund schrecken vor einer Bewerbung oft zurück. "Ich bin nicht begabt genug" – diesen Satz hören die Studienberater häufig. Tatsächlich haben 59 Prozent der Väter von Stipendiaten einen Hochschulabschluss (Mütter: 49 Prozent). Bildung vererbt sich also fort.

    Diesem Trend wirken die Stiftungen jedoch gezielt entgegen. In den Auswahlgesprächen geht es weniger um das, was ein Kandidat bereits weiß, sondern um seinen Wissensdurst. Wer überzeugend argumentieren kann und über soziale Kompetenzen verfügt, hat gute Chancen auf ein Stipendium. Selbst elitäre Einrichtungen wie die Studienstiftung des Deutschen Volkes achten bei der Stipendienvergabe zunehmend auf soziale Durchlässigkeit

    Eine besondere Erfolgsgeschichte ist das Deutschlandstipendium. Seit 2011 ist die Zahl der Stipendien von 5317 auf mehr als 20.000 hochgeschnellt. Monatlich bekommen die Studenten 300 Euro: die eine Hälfte finanziert der Bund, die andere Hälfte müssen die Hochschulen selbst aufbringen, etwa von Unternehmen oder privaten Sponsoren. Wie Studenten sich bewerben können, erfahren sie auf der Internetseite des Deutschlandstipendiums.

    Einfach bewerben!

    Informationen über weitere Fördermöglichkeiten liefern

    Auch politische Förderwerke und Programme für musisch Begabte sind dort vertreten.

    Armut unter Berufseinsteigern nimmt immer mehr zu

    Das Einkommen der 18- bis 25-Jährigen in Deutschland ist in der Regel nicht sehr hoch

    Körperausschnitt Frau zieht ihre leeren Hosentaschen, weißer Hintergrund
    Pleite, junge Frau zeigt ihre leeren Taschen © bilderbox - www.fotolia.de

    Berufseinsteiger sind in Deutschland heutzutage einem größeren Armutsrisiko ausgesetzt als noch zur Jahrtausendwende. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach hat sich die Armutsrisikoquote für Alleinlebende zwischen 25 und 35 Jahren von rund 27 Prozent im Jahr 2000 auf gut 39 Prozent im Jahr 2012 erhöht.

    Fast jedem Fünften stehen weniger als 949 Euro im Monat zur Verfügung. Als Grund nannten die Autoren die oft niedrigen Arbeitseinkommen von Berufsanfängern, insbesondere bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen, wie etwa

    Risikogruppe: 18- bis 25-Jährige

    Das höchste Armutsrisiko in Deutschland tragen jedoch der Studie zufolge die 18- bis 25-Jährigen. Ihr Risiko lag im Jahr 2012 mit rund 21 Prozent erheblich über dem Durchschnitt von etwa 14 Prozent (mehr als elf Millionen Personen) der Gesamtbevölkerung.

    Dies sei darauf zurückzuführen, dass mehr als die Hälfte dieser Altersgruppe eine Ausbildung oder ein Studium absolviert. Ihr Einkommen sei während dieser Zeit in der Regel nicht sehr hoch, so das DIW.

    Die Einkommensverteilung in Deutschland

    Insgesamt erhöhte sich die Kaufkraft der Haushalte in Deutschland zwischen 2000 und 2012 um im Schnitt fünf Prozent. Zugleich vergrößerte sich im vergangenen Jahrzehnt die Kluft zwischen Arm und Reich. Die oberen zehn Prozent der Einkommensskala nahmen 2012 über 15 Prozent mehr ein als noch im Jahre 2000.

    In der Mitte blieben die Einkommen dagegen fast unverändert. Die unteren 40 Prozent verfügen real sogar über bis zu vier Prozent weniger als noch zur Jahrtausendwende.

    Hat man sich für das Studium entschieden, kommt es natürlich auch auf die Wahl des passenden Studienfachs an...

    Tipps zur Wahl des richtigen Studienfachs

    Bis zum Abitur wird der schulische Werdegang eines Jugendlichen häufig durch seine Eltern bestimmt. Schließlich liegt es an den Erziehungsberechtigten, ob sie ihren Nachwuchs auf ein Gymnasium schicken oder eben nicht.

    Sofern es nicht zu einem frühzeitigen Abbruch durch den Schüler kommt, muss er nach dem Abitur erstmalig selbst entscheiden, welchen Weg er nun Einschlagen möchte. Diese Entscheidung ist nicht selten mit viel Ratlosigkeit und Selbstzweifeln verbunden.

    Die erste große Hürde nach dem Abitur ist die Wahl zwischen Studium und Ausbildung. Schon hier verzweifeln viele ehemalige Schüler, da sie wissen, welch weitreichende Konsequenzen eine falsche Entscheidung in diesem Bereich haben kann. Lücken im Lebenslauf begeistern keinen Arbeitgeber und je länger man etwas gemacht hat, desto schwerer wird es, später noch einmal umzusatteln.

    Die meisten Abiturienten entscheiden sich schlussendlich für ein Studium. Manchmal ist der Grund hierfür schlichtweg, dass man seine Allgemeine Hochschulreife nicht umsonst erworben haben will. Nun bleibt nur noch die Frage nach dem Studienfach, die jedoch wiederum ebenfalls keine einfache ist.

    Wissen, was auf einen zukommt

    Bevor man sich für einen bestimmten Studiengang entscheidet, sollte man sich klar machen, dass Studieren bedeutet, sich wirklich sehr intensiv mit einem Thema zu beschäftigen. Wer also beispielsweise BWL studieren möchte, darf keine Angst davor haben, sich fünf Tage die Woche für mehrere Stunden ausschließlich mit wirtschaftlichen Aspekten zu beschäftigen.

    In der Schule hatte man noch zahlreiche Fächer zum Ausgleich, an der Uni ist das nicht der Fall. Einfach das Lieblingsschulfach zu studieren ist zwar einfach, kann aber auch schnell nach hinten losgehen. Oberstufenstoff macht nur einen winzigen Teil dessen aus, was man an einer Universität behandelt, außerdem entgehen dem Abiturienten durch diese Eingrenzung viele wirklich interessante Studienfächer.

    Unterstützung im Internet oder durch Berufsberater einholen

    Wer absolut nicht weiß, was er studieren möchte, sucht am besten im Internet nach speziellen Tests zur Studienwahl. Manche davon sind kostenlos, für andere fällt ein kleiner Betrag an.

    Man sollte nicht nur einen dieser Tests machen, sondern möglichst viele. Durch die Überschneidungen erfährt man recht schnell, in welchen Bereich die eigenen Interessen und Fähigkeiten deuten.

    Ein Termin bei einem Berufsberater der Agentur für Arbeit kann dann anschließend dabei helfen, den Fokus auf einige wenige Studiengänge zu reduzieren. Er kennt auch die Jobchancen der verschiedenen Abschlüsse und kann mit allerhand Tipps aus der Praxis weiterhelfen.

    Ab 2011 einheitlich geordnete Studienplatzvergabe

    Bundeseinheitliche Regelung soll für bessere Koordination bei der Studienplatzvergabe sorgen

    Frau steht mit Laptop vor Podium bei einem Vortrag, in Richtung Publikum fotografiert
    Lecture at Convention © endostock - www.fotolia.de

    Zurzeit herrscht oftmals ein reines Durcheinander bei der Vergabe der Studienplätze, doch jetzt soll Schluss damit sein, denn bis 2011 soll eine neue Regelung durchgesetzt werden, wie die Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) und auch die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel mitteilen.

    Bundeseinheitliche Regelung

    Nach den Plänen soll als Termin für den Schluss der Anmeldung des Wintersemesters der 15. Juli bundeseinheitlich gelten. Die Zulassungen werden danach bis Mitte August den Bewerbern mitgeteilt, so dass diejenigen, die dann noch keinen Studienplatz haben, sich ab Anfang September über eine "Internetbörse" für die noch verfügbaren Plätze bei den Hochschulen informieren und anmelden können.

    Nachteile bei Studienplatzvergabe durch ZVS

    Bisher lief es so ab, dass sich die zukünftigen Studenten oft über die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) bei mehreren Universitäten angemeldet hatten, sogar auch für unterschiedliche Studien, und die einzelnen Universitäten benötigten für die Bearbeitung unterschiedliche Zeit, so dass dadurch viele Plätze nicht belegt wurden.

    Dieses Jahr werden besonders viele Studenten erwartet, weil die Verkürzung der Schulzeit in einigen Bundesländern dabei eine große Rolle spielt.

    Die zukünftigen Studenten haben auch noch die Möglichkeit den Ort, wo sie studieren wollen, aber vielleicht nicht vorgesehen sind, noch zu tauschen, dafür gibt es die "Tauschbörse".

    Bleibt eigentlich nur die Frage offen, was hat eigentlich die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) bisher gemacht? Sie sollte doch eigentlich die gesamte Koordination übernehmen, so dass auch doppelte Anmeldungen sofort aufgefallen wären.

    Immer weniger Unterschiede zwischen Unis und Fachhochschulen

    Universität und Fachhochschule haben sich bislang beim Diplom unterschieden. Während man für diesen Abschluss an der FH sieben bis acht Semester benötigte, war man dafür an der Universität etwa acht bis neun Semester beschäftigt.

    In Bologna haben Experten nun beschlossen, dass der neue Bachelor nun mit dem FH-Diplom sowie der Master mit dem bisherigen Uni-Diplom gleichzusetzen ist. Bundesweit bieten immer mehr Fachhochschulen auch den Master an und ziehen somit mit den Unis gleich. Dadurch soll unter anderem erreicht werden, dass ein Wechsel von Universität auf eine FH in Zukunft unproblematischer abläuft. Nur noch das Promotionsrecht bleibt weiterhin lediglich den Universitäten vorbehalten.

    Double-Degree: Der Trend geht zum doppelten Hochschulabschluss

    Brünette Frau mit strenger Brille, Rollkragen und zurückgebundenem Haar, dahinter rothaarige Frau in Bluse
    serious business © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

    Das einfache Auslandssemester hat ausgedient - wer heute als Hochschulabsolvent noch richtig Eindruck schinden will bei den Personalchefs großer Firmen, der sollte am besten gleich mit einem sogenannten "Double Degree" aufwarten. Dabei studiert man an zwei Unis gleichzeitig, an einer deutschen und einer fremdländischen. Bei den klassischen Bachelor-Studiengängen mit einer Länge von acht Semestern würde man zwei Jahre an der Hochschule hierzulande und zwei an der im gewählten Ausland verbringen. Besonders in Fächern wie Wirtschaftswissenschaften, Soziologie oder Ingenieurwissenschaften nimmt das Interesse an dem Modell zu.

    An wenigen Hochschulen, wie etwa der ESB Business School im schwäbischen Reutlingen, gibt es die Möglichkeit, einen Double Degree zu erwerben, bereits seit Ende der Siebziger Jahre. Mittlerweile haben mehrere hundert deutsche Unis nachgezogen und bieten entsprechende Programme für Bachelor- und Masterstudiengänge an. Einen Platz zu ergattern, ist jedoch nicht einfach: Derzeit kommen auf 145 freie Plätze 1000 Bewerber. Besonders die Aussicht, auch im Ausland gute Jobchancen zu haben, begeistert die jungen Menschen für den doppelten Abschluss.

    Bevor man sich für ein Programm entscheidet, sollte man sich jedoch genau informieren: Manchmal wird an der ausländischen Uni kein vollwertiger akademischer Abschluss, sondern nur ein Zertifikat angeboten. Von Vorteil ist es meist auch, wenn vorgesehen ist, dass mehrere Bewerber das Programm gleichzeitig absolvieren. Auf diese Weise hat der einzelne Student immer Gleichgesinnte zur Seite. Attraktiv ist das Modell auch deshalb, weil es keine Probleme mit der Anerkennung von im Ausland erbrachten Leistungen gibt.

    Umfrage: Was deutsche Studenten bewegt

    Das Institut für Demoskopie Allensbach zählt zu den renommiertesten Anbietern für stichhaltige Umfragen, die einen guten Überblick über den Status quo der Gesellschaft bieten. In Zusammenarbeit mit dem Reemtsma Begabtenförderungswerk hat das Institut jetzt eine Umfrage unter rund 2000 Studierenden durchgeführt, um mehr über deren Meinung vom Studium, ihren Problemen und Ängsten zu erfahren. Um einen repräsentativen Querschnitt zu gewährleisten, wurden Studierende verschiedenster Hochschulen und Fachrichtungen zur Umfrage eingeladen.

    Ganz besonderes Augenmerk wurde in diesem Jahr auf die Frage nach der Veränderung der jeweiligen Studienbedingungen gelegt. Schließlich war das Wintersemester 2011 aus vielerlei Gründen gefürchtet - doppelter Abiturjahrgang und die Aussetzung der Wehrpflicht sorgten für einen Ansturm auf die Vorlesesäle, die Studierendenzahlen stiegen teils enorm an. Trotzdem gab ein Großteil der Studierenden an, dass sich für sie nichts wesentlich zum Schlechteren verändert habe. Hierzu zählen auch Studierende jener Bundesländer, in denen aktuell ein besonders großer Andrang auf die Studienplätze herrschte. Diejenigen, die eine Verschlechterung der Studienbedingungen bemerkt haben wollen (etwa 16 Prozent), berichteten jedoch insbesondere von überfüllten Seminaren und Vorlesungen. Etwa ebenso viele Studenten finden jedoch, dass sich die Studiensituation sogar verbessert habe.

    Ähnlich positiv bewerten die Studenten auch ihre eigenen Zukunftsperspektiven. So hat ein Großteil aller Befragten keine Angst vor der beruflichen Laufbahn; auch die aktuelle Eurokrise kann vielen von ihnen keine Angst machen. Trotzdem sind sich längst nicht alle Studierenden sicher, ob die Perspektiven so rosig bleiben - oder ob Veränderungen beispielsweise am Arbeitsmarkt nicht doch langfristig die Situation verschärfen könnten.

    Studium oder Ausbildung - Was zahlt sich finanziell mehr aus?

    Rechte Hand zieht Geld aus Geldautomat heraus
    geld abheben © Stefan Redel - www.fotolia.de

    Nach den Sommerferien fragen sich wieder tausende Schüler, ob sie das Abitur mit anschließendem Studium oder lieber die Mittlere Reife mit Ausbildung absolvieren sollen. Doch was zahlt sich finanziell mehr aus?

    Laut Axel Plünnecke, Bildungsexperte vom­ Institut der Deutschen Wirtschaft, hat man in den kommenden Jahren auch mit einem Realschulabschluss sowie anschließenden Zusatz-Qualifikationen gute Chancen in einem Unternehmen aufzusteigen. Nicht immer zahlt sich ein Studium aus, was beispielsweise für die Geisteswissenschaftler gilt, den ein ausgebildeter Handwerker zumindest beim Einkommen hinter sich lässt.

    Ungeachtet dessen trommeln die Politiker seit Jahren, dass Deutschland mehr Akademiker brauche, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Trotz der gestiegenen Quote der Hochschulabsolventen von derzeit 29 Prozent liegt Deutschland im Vergleich mit anderen Industrienationen und durchschnittlich 39 Prozent weit hinten.

    Schlechte Mathe-Kenntnisse, schlechte Grundlage fürs Ingenieurstudium

    Ein Studienabschluss in den Ingenieurswissenschaften gilt nach wie vor als sichere Bank für eine lukrative, berufliche Zukunft. Doch längst nicht jeder, der sich voller Elan ins Studium stürzt, zieht dies letztendlich auch durch: Die Anforderungen in Grundlagenfächern wie Mathematik oder Physik sind hart, profundes Wissen wird hier unbedingt vorausgesetzt.

    Eine Studie der Fachhochschule Aachen hat sich den status quo deutscher Studenten in den Ingenieurswissenschaften einmal genauer vorgenommen. Denn groben Erhebungen zu Folge bricht etwa jeder zweite von ihnen sein Studium im Laufe der Zeit wieder ab. Dabei wollte die Hochschule herausfinden, an welchen Stellen es hapert - und wie man hier gegebenenfalls nachhelfen kann.

    Ausreichend Daten für die Studie lieferten die hochschulinternen Einstufungstests, die hier jeder zum Studienbeginn absolviert. Zwar sind diese nicht bindend, man kann also durchaus auch mit schlechtem Ergebnis sein Studium beginnen. Eine Prognose über den möglichen Studienerfolg können sie aber doch liefern: Geprüft werden hier Grundlagenkenntnisse in für Ingenieurswissenschaften so elementaren Fächern wie Mathematik. Je geringer die Punktzahl im Test, desto unwahrscheinlicher kann der betreffende Studienanfänger sein Studium auch bis zum Ende durchziehen. Viele scheitern spätestens an den ersten Klausuren. Insgesamt beklagen die Professoren, dass die Vorbildung bei vielen Abiturienten immer schlechter wird. Die Studienlage an anderen Hochschulen bestätigt diesen traurigen Trend.

    Studenten mit pflegebedürftigen Angehörigen werden nicht ausreichend unterstützt

    Pflegerin in rosa Poloshirt kümmert sich im Altenheim um eine ältere Dame im Rollstuhl
    Altenpflege mit Krankenpflegerin © drubig-photo - www.fotolia.de

    Viele Studenten gehen während ihrer wissenschaftlichen Ausbildung nicht nur dem Lernen nach, sondern haben noch eine weitere Beschäftigung. Dabei handelt es sich meist um Nebenjobs, damit die jungen Menschen sich auch finanziell über dem Wasser halten können. Während dies in der Gesellschaft allgemein bekannt und auch anerkannt ist, haben manche Studierenden gar keine Zeit für einen Nebenjob, denn sie müssen nach den Vorlesungen einen Angehörigen pflegen.

    Chronisch kranke Menschen bedürfen oft einer intensiven Pflege und sollten am besten 24 Stunden am Tag begleitet werden. Allerdings können sie sich die komplette Unterstützung finanziell nicht leisten und an dieser Stelle kommen die Angehörigen ins Spiel. Studierende Kinder müssen sich dann oft um Mutter, Vater oder andere Verwandte kümmern und darunter kann ihre studentische Leistung leiden. Trotz der enormen zeitlichen und auch psychischen Belastung erhalten diese jungen und angehenden Wissenschaftler aber keine offizielle Unterstützung.

    Gerade seitens der Universitäten und Fachhochschulen könnte man die Studierenden unterstützen, doch in der Regel erfolgen keine solchen Maßnahmen. Dies wird auch bereits von einigen Experten kritisiert. Diese rechnen den Unis zwar hoch an, dass man sich versucht um viele Privatverpflichtungen der Studierenden zu kümmern, doch in den meisten Fällen denkt man dabei bisher nur an junge Mütter und Väter, die trotz Kinder studieren wollen.

    Junge Frauen und Männer, die dagegen ein Elternteil pflegen, fallen durch das soziale Sicherheitsnetz der Universitäten hindurch. Eine große Studie hat jedoch ergeben, dass 5,4 Prozent aller Studierenden einen Pflegefall in der Familie haben und daher Hilfe benötigen. Für das Wissenschaftsministerium ist diese Zahl aber laut eigener Angabe noch vergleichsweise gering und daher steht das Problem nicht im Vordergrund.

    Einige Fakten über das Studentenleben in Deutschland

    Anhand einer Umfrage haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden, wie die deutschen Studenten in der heutigen Zeit so leben. Der Durchschnittsstudent ist 24,4 Jahre alt und männlich, es studieren noch immer mehr Männer als Frauen. 50 Prozent aller Studenten sind Singles und 50 Prozent aller Studenten haben Eltern mit akademischem Grad. 55 Prozent aller Jugendlichen eines Jahrgangs studieren.

    15158 Studenten wurden befragt: die meisten Studenten studieren Ingenieurwissenschaften, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und Mathematik und Naturwissenschaften. 35 Stunden pro Woche verbringen die Studenten mit ihrem Studium. Arbeiten sie nebenbei, dann sind sie ca. 46 Stunden pro Woche beschäftigt. Die Hälfte aller Studenten lebt in einer festen Beziehung und nur sehr wenige sind verheiratet oder haben Kinder.

    Jeder vierte Student hat einen Migrationshintergrund. Die meisten Studenten verfügen über 864 Euro monatlich, gut die Hälfte davon kommt von den Eltern. Die Unterbrecherquote geht auch immer weiter zurück.

    Neue Art von Studium stößt bei den Studenten auf Begeisterung

    Im Jahre 2011 wurde sie gegründet, die private Fliedner Fachschule in Düsseldorf. Sie bietet eine akademische Ausbildung in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Erziehung und Management an. Die private Einrichtung bietet den Studenten vier Bachelor-Studiengänge an, unter anderem Pflegepädagogik, Pflege und Gesundheit oder Erziehung in der Kindheit, weitere Studiengänge im sozialen Bereich sollen folgen.

    Angeboten werden Vollzeitstudiengänge, aber auch berufsbegleitende Maßnahmen. Trotz der Studiengebühren von 350 Euro im Monat ist das Interesse groß, wichtig ist der privaten Einrichtung die Verzahnung von Theorie und Praxis. Es werden nicht nur Studenten mit Abitur aufgenommen, es reicht schon eine zweijährige einschlägige Ausbildung mit drei Jahren Berufserfahrung.

    Dadurch, dass es an der Schule wenig Studierende und viele Dozenten gibt, ist das Lernen in Kleingruppen möglich. Dies garantiert eine qualitativ hochwertige Ausbildung und bietet den Absolventen ein gutes Sprungbrett in das Berufsleben.

    Studenten nutzen Laptops bei Vorlesungen oft zum Surfen im Internet

    Junge, schwarzhaarige Frau hängt nah und konzentriert vor ihrem weißen Laptop
    Eine junge nachdenkliche Frau mit Laptop Computer © bilderbox - www.fotolia.de

    Vorbei die Zeiten von Kugelschreiber und Notizblock. Studenten nutzen viel lieber den Laptop, um bei einer Vorlesung mitzuschreiben. Zumindest auf den ersten Blick sieht es so aus. Allerdings haben Experten der Uni Saarland in Saarbrücken Erstaunliches festgestellt.

    Statt sich auf den Vortrag des Dozenten zu konzentrieren und für die Nachbereitung Wesentliches zu protokollieren wird im Internet gesurft, mit Freunden im sozialen Netzwerk geplaudert oder es werden gar Spiele gespielt. Wirklich zum Lernen scheint nur eine geringe Anzahl von Studenten den Laptop zu gebrauchen.

    Am beliebtesten ist das Surfen in sozialen Netzwerken

    Um zu ihren Ergebnissen zu kommen, verfolgten die Fachleute Lehrveranstaltungen aus drei verschiedenen Bereichen. Sie setzten sich in Vorlesungen der Informatik, der BWL und aus dem erziehungswissenschaftlichen Gebiet. Insgesamt 600 Studierende wurden auf diese Weise genauer unter die Lupe genommen. Damit bekamen die Forscher einen guten Querschnitt der Studenten.

    Die meisten mit ihren Geräten beschäftigten Studierenden befassten sich mit vorlesungsfremden Tätigkeiten. Surfen und die Kontaktpflege auf sozialen Netzwerken waren am beliebtesten. E-Mails wurden eher weniger geschrieben.

    Die Wissenschaftler untersuchten zudem die Art des Unterrichts. In der Regel handelte es sich um rein informative Lehrveranstaltungen, bei denen der Dozent vortrug. Fragen an die Zuhörer gab es nur selten. Wobei auch dies nicht zu einer Änderung im Verhalten der Studenten führte.

    Forderung nach besserer Interaktion

    Natürlich könne man Laptops, Tablets oder Smartphones nicht verbieten. Doch sollte der Unterricht so gestaltet werden, dass Dozent und Studenten besser interagieren. Eine Online-Plattform, wie "Backstage" an Münchens Ludwig-Maximilian-Universität wäre ein Fortschritt. Zu dieser Erkenntnis gelangten die Experten, die die Untersuchung in Saarbrücken durchgeführt hatten.

    Im Seniorenalter zum Studium? Warum nicht!

    Wer als Senior/in noch einmal im Hörsaal seinen Horizont erweitern möchte, kann dies an vielen Unis tun

    Lesebrille auf einem aufgeschlagenen Buch, dahinter ein Stapel mit weiteren roten Büchern
    book with glasses on it isolated © dusk - www.fotolia.de

    In vielen Menschen jenseits der 65 Jahre erwacht noch einmal der Wunsch, eine Universität zu besuchen. Der älteste Student mit erfolgreichem Abschluss war immerhin schon stolze 97 Jahre alt und allein in Deutschland sind aktuell 50.000 Studierende bereits über 50 Jahre.

    Anders als junge Studenten, die mit circa 25 die Uni verlassen und ins Berufsleben starten, haben diese Menschen viele Berufsjahre bereits hinter sich und wollen noch einmal ihren Horizont erweitern; manche holen auch verpasste Chancen der Jugend nach. Doch bevor es (erstmalig oder wieder) in den Vorlesungssaal geht, stehen einige Fragen im Raum.

    Die Hochschulreife ist nicht unbedingt notwendig

    Die häufigste Frage: Muss man auch als Senior ein Abitur haben, um sich einzuschreiben? Hier kommt es ganz darauf an, mit welchem Ziel man an das "Seniorenstudium" geht. Wer sich als regulärer Student immatrikulieren möchte, der benötigt eine passende Hochschulreife (Abitur, Fachabitur).

    Das bedeutet jedoch nicht, dass einem ohne die Zulassungsvoraussetzungen die Uni samt spannender Vorlesungen komplett verschlossen bleibt. Wer möchte, kann sich als Gasthörer einschreiben und pro Semester die Fächer seiner Wahl besuchen. Viele Universitäten verzichten dabei auf die Hochschulreife als Voraussetzung.

    Für Gasthörer fällt jeder Prüfungsstress weg, denn man muss weder Seminararbeiten noch Klausuren schreiben. Dafür ist das Lernen tatsächlich nur für die eigene geistige Entwicklung, denn einen offiziellen Abschluss kann man auf diese Weise nicht machen.

    Das offizielle Seniorenstudium

    Manche Universitäten bieten inzwischen aufgrund der wachsenden Nachfrage sogar ein offizielles Seniorenstudium an. Hier können sich Senioren einschreiben und müssen sich dabei nicht auf einzelne Fachrichtungen festlegen. Sie dürfen alle Veranstaltungen aus unterschiedlichsten Fächern besuchen.

    Das Seniorenstudium gibt es wahlweise mit oder ohne Abschluss. Wer Klausuren schreiben und Hausarbeiten abgeben möchte, bekommt am Ende ein Zertifikat der Hochschule. In der Regel dauert dieses Zertifikatsstudium vier Semester und ist damit kürzer als ein Bachelorstudium (Regelzeit sechs Semester).

    Stress im Medizinstudium: Depressionen und Selbstmordgedanken treten gehäuft auf

    Leistungsdruck und emotionale Belastung sind die Gründe für eine hohe Rate an Depressionen und Suizidgedanken

    Junge Frau mit geschlossenen Augen hält sich die Hände vor das Gesicht
    stress © Johanna Goodyear - www.fotolia.de

    Jeder Mensch geht individuell mit Stress und negativen Eindrücken um. Manche neigen dabei eher zu Depressionen als andere und auch Selbstmordgedanken können sich bei anhaltender Schieflage des Lebens einstellen. Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass Medizinstudenten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein deutlich höheres Risiko tragen.

    Eine akademische Ausbildung ist immer mit hoher, geistiger Arbeit verbunden. Viel Lehrstoff muss verstanden und gelernt werden. Das Studium der Humanmedizin gilt allgemein als besonders anspruchsvoll, denn neben Lerninhalten müssen viele Praktika absolviert werden.

    1. Die Studierenden sind daher täglich körperlich und geistig gefordert,
    2. müssen sich mit Krankheiten und ihren Folgen auseinandersetzen und
    3. begegnen Sterbenden im Krankenhaus.

    Leistungsdruck und emotionale Belastung

    Der Leistungsdruck und die emotionale Belastung sind offenbar die Gründe für eine hohe Rate an Depressionen und sogar Suizidgedanken. Eine Meta-Studie wertete 183 ältere Untersuchungen und damit die Daten von 122.356 Studenten neu aus. Alle Frauen und Männer hatten in insgesamt 43 verschiedenen Nationen ein Medizinstudium absolviert. Auch Deutschland war Teil der untersuchten Länder. Es zeigte sich, dass trotz unterschiedlicher Lehrpläne überall das Studium der Humanmedizin als ausgesprochen anspruchsvoll empfunden wird.

    • Bei 27 Prozent der Teilnehmer ergab die Untersuchung eine bestehende Depression, elf Prozent sprachen ehrlich über Selbstmordgedanken. Dennoch waren viele nicht in Behandlung: Nur 15,7 Prozent waren in psychologischer Betreuung.

    • Zum Vergleich: In der Allgemeinbevölkerung haben die jungen Erwachsenen bis 25 Jahren eine Depressionsquote von 9,3 Prozent, bei den 26- bis 49-Jährigen sinkt sie auf 7,2 Prozent.

    Schattenseite des Studiums

    Bei genauerer Nachfrage zeigt sich, dass es sich bei den meisten Studierenden nicht um eine zeitlich begrenzte, depressive Phase handelte, sondern die Gemütsprobleme sich durch das gesamte Studium zogen. Untersuchungen, die einmal vor dem Beginn der medizinischen Ausbildung und einmal nach dem Abschluss nach Depressionen geforscht hatten, sprachen eine deutliche Sprache: Nach dem Ende war die Quote an Depressionen um 14 Prozent gestiegen. 14 Prozent hatten demnach zu Beginn noch keine Depressionen und entwickelten sie während der akademischen Ausbildung.

    Nun steht der Studienstart bevor - wer bestimmte Ratschläge befolgt, kann den Einstieg entspannter meistern...

    Perfekt organisiert: Tipps für einen gelungenen Studieneinstieg

    Das Abitur gilt als Eintrittskarte in die Welt der machtgefüllten und lukrativen Jobs. Doch erst mit dem Studium kann ein Mensch oft die Basis für eine gelungene Karriere legen.

    Gerade Schulabgänger werden aber die ersten Monate an der Universität mit organisatorischen Hürden zu kämpfen haben. Es lohnt sich also, alles für einen gelungenen Einstieg zu unternehmen.

    Nachtschichten sind eigentlich etwas für Krankenschwestern, Ärzte und Fabrikarbeiter, aber nicht für Studenten. Trotzdem sitzen besonders in der Prüfungszeit viele Studierende bis in die frühen Morgenstunden an ihrem Schreibtisch und versuchen, sich den Stoff gewaltsam einzutrichtern. Wer sein Studium von Anfang an gut plant, kann sich hingegen auch Ende des Semesters abends noch entspannt in sein warmes Bett kuscheln.

    Besonders im ersten Semester packt viele Studenten das nackte Grauen. So hätten sie sich ihr Studium niemals vorgestellt. Man bekommt jede Menge Aufgaben in Form von Referaten und Hausarbeiten aufgebürdet und niemand sagt einem, wo man Informationen zum Thema herbekommen könnte.

    Zudem wartet auch noch eine Vielzahl von Prüfungen am Ende des Semesters und man hat keine Ahnung, was nun eigentlich zum Stoff dazu gehört und was nicht. Da kann man als gut behüteter Schüler schnell in Panik geraten.

    Einführungsveranstaltungen nutzen

    In jedem Falle ist es ratsam, insbesondere die ersten Termine wahrzunehmen und diese mangels Vorlesungen nicht als verlängerte Ferien zu betrachten. Hier besteht im Regelfall die Möglichkeit,

    • die Anforderungen einer Studienrichtung genauer kennenzulernen
    • erste Worte mit dem Professor zu wechseln
    • Kontakte zu neuen Freunden aufzubauen und vor allem
    • die Räumlichkeiten der Universität zu besichtigen.

    Darin sehen viele Studenten den Grundstein, um sich heimischer zu fühlen und damit auch gerne die künftigen Seminare zu besuchen – vor allem dann, wenn noch vor dem Beginn des Semesters wichtige Erkenntnisse in Erfahrung gebracht werden können. Stürmen in den anschließenden Wochen Dutzende Studenten die Büros der Dozenten, ist es dafür natürlich zu spät.

    Die organisatorischen Fragen klären

    Aber nicht alleine auf der Universität müssen Weichen gestellt werden. Viele Studienanfänger

    • ziehen in eine neue Stadt
    • beantragen eine finanzielle Ausbildungsförderung und
    • beginnen erstmalig ein eigenständiges Leben.

    Auch diese Aspekte sind wichtig und es ist empfehlenswert, sie bereits in den vorherigen Ferien gründlich zu planen und weitgehend zu organisieren.

    Idealerweise wird der Beginn des Semesters ohne derlei Sorgen absolviert – die Kraft kann also für die Seminare und Vorlesungen eingeplant werden, statt kurzfristig noch den Umzug bewerkstelligen zu müssen oder den BAföG-Antrag einzureichen. Weitsichtiges Handeln zahlt sich in diesem Falle aus.

    Fachliche Voraussetzungen schaffen

    Kritisch wird die Frage betrachtet, ob sich Studienanfänger bereits vor dem ersten Semester in die Materie einlesen sollten. Sinnvoll erweist es sich dabei jedoch, sich zumindest das eine oder andere Standardwerk in einer freien Minute vorzunehmen und gerade das Wissen der anfänglichen Wochen wenigstens zu überfliegen.

    Der Vorteil liegt darin, dass in den anschließenden Vorlesungen mancher Begriff nicht mehr gänzlich fremd klingt und der grobe Zusammenhang des Themas besser verstanden wird. Die Lektüre sollte aber freilich nicht dazu führen, dass der Studienanfänger nach kurzem Lesen bereits genug von der Materie hat und seine Entscheidung hinterfragt.

    Die Ferien nutzen

    Studenten sind auch nur Menschen. Wichtig ist es daher, die Wochen vor der universitären Karriere zwar organisiert und zielstrebig zu absolvieren, dabei aber den Blick für das Schöne des Lebens nicht zu vernachlässigen.

    Für einen großen Teil der Betroffene beginnt nun eine Zeit, in der sie nicht selten über viele Jahre hinweg hart arbeiten. Grund genug, vorher noch eine interessante Reise zu unternehmen, sich vielleicht einen kleinen Traum zu erfüllen oder die Sehenswürdigkeiten der neuen Stadt zu erkunden. Wer gelassener an die künftigen Aufgaben herangeht, besitzt meist auch deutlich mehr Reserven an Kraft und Übersicht, um die hohen Ziele letztlich erreichen zu können.

    Regelstudienzeit oder etwas mehr Zeit lassen?

    Entspannter studiert es sich mit einem ausgeklügelten Plan. So sollte man schon vor Beginn des ersten Semesters darüber nachdenken, wie viel Zeit man sich selbst für das Studium einräumen möchte.

    Muss es unbedingt die Regelstudienzeit sein oder nimmt man sich vielleicht doch lieber ein bis zwei Semester "Luft" heraus? So kann man auch einmal eine Prüfung verhauen, ohne dass gleich die Existenz auf dem Spiel steht.

    Einen Überblick über die Module verschaffen

    Zudem empfiehlt sich ein Blick in die Prüfungsordnung beziehungsweise das Modulhandbuch des gewählten Studiengangs. Hier ist ganz genau aufgelistet, welche Leistungen man während des Studiums erbringen muss. So kann man sich bereits vor Studienbeginn ein grobes Bild darüber machen, welche Vorlesungen zu besuchen sind und wann die meisten Prüfungen geschrieben werden.

    Stellt man beispielsweise fest, dass der Großteil der Prüfungen nach dem Sommersemester absolviert werden muss, so kann man das vorherige Wintersemester dazu nutzen, schon einmal alle Seminare und Scheine abzuleisten. Dann ist der Stundenplan im Sommersemester relativ leer und man hat genügend Zeit, den Lernstoff vorzubereiten.

    Anstehende Aufgaben zeitnah erledigen

    Nach diesem Muster sollte man auch kleinere Aufgaben während des Studiums planen. Referatstermine werden zum Beispiel meist schon zu Beginn des Semesters bekannt gegeben und wer klug ist, fertigt sie auch schon zu dieser Zeit an. So ergibt sich eine Menge freier Zeit, die für einen Nebenjob oder auch fürs Feiern und Entspannen genutzt werden kann.

    Was Erstsemester beim Studienbeginn beachten sollten

    Studentin steht mit aufgeschlagenem Buch in der Bibliothek, lächelt in Kamera
    University student in library © Monkey Business - www.fotolia.de

    Bundesweit haben wieder hunderttausende Erstsemester ihr Studium aufgenommen, doch die Umgewöhnung von Schule auf Studium fällt vielen zunächst nicht so leicht.

    Ein häufiger Fehler, den Erstsemester machen, ist das Überfüllen ihres Stundenplans. Die Eingewöhnungszeit an der Uni dauert für gewöhnlich ein wenig und viele Studienanfänger überschätzen sich, wenn es daran geht den eigenen Stundenplan aufzustellen. Für das erste Semester sind 20 Semesterwochenstunden völlig ausreichen, denn auch wenn sich das zunächst wenig anhört, kommen die Studenten mit Vor- und Nachbebereitungszeit ihrer Kurse schnell auf 40 Wochenstunden.

    Wer zu viele Kurse belegt hat, fühlt sich daher schnell überfordert und gestresst. Bevor Studienanfänger am Ende des Semesters durch Kursprüfungen fallen und frustriert sind, sollten sie daher lieber den ein oder anderen Kurs von ihrem Stundenplan streichen.

    Außerdem kann es für Erstsemester hilfreich sein die Orientierungswoche, die in der Regel die Fachschaften der Unis veranstalten, in Anspruch zu nehmen. In dieser Zeit lernen die Studienanfänger ihre Uni kennen und sich dort zurechtzufinden. Außerdem können sie dabei bereits erste Kontakte zu Kommilitonen knüpfen und sich bei der Zusammenstellung ihres Stundenplans helfen lassen.

    Orientierung für Erstsemester – Tipps zum Studienanfang

    2 Mädchen, 1 Junge schauen auf einen Laptop
    Students having fun © gajatz - www.fotolia.de

    Die Zusage von der Uni ist da. Auf Studienanfänger kommt jetzt viel Neues zu. Wer die Vorbereitung nicht auf die lange Bank schiebt, hat es später leichter. Wir geben Tipps, wie Erstsemester sich orientieren und typische Anfängerprobleme vermeiden können.

    Schnell orientieren

    Fast jede Fakultät oder Fachschaft bietet eine Orientierungswoche für Erstsemester. Wenn das Programm nicht mit den Immatrikulationsunterlagen verschickt wurde, direkt an der Uni nachfragen. Vorteil: Die Tutoren sind selbst noch Studenten und wissen deshalb genau, welche Fragen Neulinge haben und welche Tipps ihnen weiterhelfen.

    Wer auf die Einführungswoche verzichten muss, sollte sich Zeit für eine eigene Erkundungstour nehmen. Neben einem Rundgang über den Campus mit seinen wichtigsten Einrichtungen gehört dazu auch ein Check von Hörsälen und Seminarräumen. Einfach mal mit dem Stundenplan in der Hand die entsprechenden Orte abgehen – das vermeidet Zuspätkommen im Alltag.

    Du weißt nicht, welche Aufgaben der Asta hat oder was eine Fachschaft ist? Universitäten sind ein komplexes System, das Einsteiger sich erst einmal erschließen müssen. Fragen hilft.

    Das gilt auch für Angebote außerhalb des regulären Lehrplans. So haben die meisten Unis ein breit gefächertes Programm an sportlichen und kulturellen Aktivitäten. Für das Auslandssemester können Studenten kostenlose Sprachkurse belegen.

    Frühzeitig erledigen

    Eine der wichtigsten Einrichtungen auf dem Campus ist die Bibliothek. Auch wenn viele Skripte mittlerweile online abrufbar sind, führt um Bücher kein Weg herum. Darum: möglichst rasch einen Ausweis besorgen und sich mit der Organisation der Bibliothek vertraut machen. Auch Kopiermöglichkeiten prüfen.

    Wer bei der Anmeldung noch keinen Account im hochschulinternen Computernetz eingerichtet hat, sollte dies zügig nachholen. Fast alle Uni-Angelegenheiten werden inzwischen online abgewickelt – von der Kurswahl über Anmeldungen zu Prüfungen bis zum Check der Noten.

    Die besten Apps fürs Studium und das WG-Leben

    Für Studenten gibt es zahlreiche Apps, die das Leben und das Lernen vereinfachen

    Gruppe von Schülern, zwei Jungen, zwei Mädchen, Freunde, lächelnd, mit Ringbuch und Schulbüchern unter Arm
    Portrait of a study group © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Tablets und Smartphones sind aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch für Studenten gibt es zahlreiche Apps, die das Leben und das Lernen vereinfachen.

    Selbsteinschätzung und Vergleich

    Dazu zählt etwa Gradeview, ein Programm, mit dem sich die eigenen Leistungen einschätzen lassen.

    Die App ermöglicht es, die eigenen Noten zu erfassen und sie mit denen von Kommilitonen zu vergleichen - nicht nur an der eigenen Hochschule, sondern auch deutschlandweit. Gradeview ist gratis und für iOS, Android und für den Browser erhältlich.

    Organisation der WG

    Die App Flatastic hilft, das Leben in der Wohngemeinschaft zu organisieren.

    • Ausgaben für den gemeinsamen Haushalt lassen sich mit dem Programm erfassen, ein monatlicher Kassensturz wird dadurch überflüssig.
    • Auch der Putzplan findet bei Flatastic Berücksichtigung. Wer seinen Termin verpasst, erhält eine Ermahnung.
    • Der WG-Planer beinhaltet auch eine Einkaufsliste, damit der Kühlschrank nicht leer und immer Toilettenpapier vorhanden ist.
    • In den Shouts werden die wichtigen Informationen gesammelt und nach Themen sortiert. Die Shouts sind eine Chat-Funktion speziell für die eigene Wohngemeinschaft.

    Flatastic gibt es für iOS und Android, auch im Web lässt es sich nutzen.

    Gehirntraining durch Wissensfragen

    Die kostenlose Android-App UnlockYourBrain stellt bei jedem Entsperren des Gerätes eine Wissensfrage. Um das eigene Smartphone benutzen zu dürfen, muss man zuerst eine Aufgabe lösen.

    Der Schwierigkeitsgrad orientiert sich an dem eigenen Wissensstand. So trainieren Studierende direkt auf dem Lockscreen ihr Gehirn - und zwar jedes Mal, wenn sie ihr Gerät entsperren.

    Statistiken informieren über den eigenen Lernfortschritt. Eine Version für das iPhone ist in Arbeit.

    Grundinformationen und Hinweise zum Studium

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: studienstress © Kaarsten - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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