Masterstudium - Aufbau, Vorteile und berufliche Bedeutung

Brünette Frau mit strenger Brille, Rollkragen und zurückgebundenem Haar, dahinter rothaarige Frau in Bluse

Rund um das Studium mit Master-Abschluss

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  • von Paradisi-Redaktion

Ein Mastertitel ist vergleichbar mit einem Diplom, einem Magister oder auch mit dem 1. Staatsexamen im Lehramt. Immer mehr Studiengänge werden auf Bachelor und Master umgestellt, um den Abschluss international vergleichbar zu machen. Ein Masterstudium kann ausschließlich aufbauend auf einen anderen Hochschulabschluss erfolgen. Meist wird es im direkten Anschluss an den Bachelor studiert. Informieren Sie sich über den Aufbau sowie die Vorteile eines Masterstudiums, und mit welchen Berufschancen mit solch einem Abschluss zu rechnen ist.

Master: eine Definition

Der Master ist ein international anerkannter akademischer Titel, der in vielen Studienfächern die Diplom- und Magisterstudiengänge bereits abgelöst hat oder dies in den nächsten Jahren tun wird. Ein Masterstudium kann ausschließlich aufbauend auf einen anderen Hochschulabschluss erfolgen. Meist wird es im direkten Anschluss an den Bachelor studiert.

Der Master kannn von

  • Universitäten
  • Hochschulen mit gleicher Stellung
  • Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und
  • Musik- und Kunsthochschulen

verlihen werden. Die Berechtigungen, die man durch diesen Abschluss erhält, entsprechen denen der bisherigen Magister- und Diplomabschlüsse. Ziele des Materstudiengangs sind:

  • die Befähigung zur wissenschaftlichen Methodik und Arbeitsweise
  • die Vermittlung von theoretisch-analytischen Fähigkeiten
  • die Befähigung der Einstellung der Absolventen auf die neuen beruflichen Bedingungen, die auf sie zukommen

Wer seinen Abschluss erhält, darf promovieren; allerdings können weitere Voraussetzungen, je nach Universität, genannt werden. Die Masterarbeit ist Teil der Abschlussprüfung; hierbei handelt es sich um eine selbstständig verfasste wissenschaftliche Arbeit im jeweiligen Fachbereich.

Masterstudiengänge lassen sich in unterschiedliche Profiltypen einteilen:

  • stärker anwendungsorientiert
  • stärker forschungsorientiert
  • lehramtsbezogen
  • künstlerisch bezogen

Die beiden erstgenannten Profiltypen lassen sich dabei nicht klar voneinander abgrenzen; ihnen wird eine gleichermaßen wissenschaftliche Bedeutung zugeteilt.

Die Dauer des Masterstudiengangs beträgt mindestens ein, maximal zwei Jahre. Handelt es sich um einen konsekutiven Studiengang - im folgenden Verlauf erläutert - so darf die gesamte Regelstudienzeit nicht mehr als fünf Jahre betragen. Je nach Studienorganisation und Fachbereich kann es aber auch zu Abweichungen dieser Regelung kommen.

Nach dem Bachelor absolvieren viele noch den Masterabschluss

Trotz höherer Kosten studieren viele nach dem Bachelor weiter, statt sofort zu verdienen

Studentin steht mit aufgeschlagenem Buch in der Bibliothek, lächelt in Kamera
University student in library © Monkey Business - www.fotolia.de

Im italienischen Bologna haben vor etwa zehn Jahren 29 europäische Bildungsminister eine allgemeine Hochschulreform unterzeichnet, wobei das Ziel war, international die einzelnen Studienabschlüsse zu bewerten und vergleichen zu können. Auch auf eine stärkere Praxis sollten die Abschlüsse hinzielen, so wurden in Deutschland die meisten Studiengänge auf die beiden Abschlüsse als Bachelor und Master schon umgestellt.

Früherer Berufseinstieg wird positiv gesehen

Aber immernoch gibt es unterschiedliche Meinungen, so einmal von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und zum zweiten auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Der Studiengang zum Bachelor dauert in der Regel sechs bis sieben Semester, wobei besonders die großen Unternehmen die kürzere Studiendauer positiv bewerten.

Wie auch das Bundesministerium bestätigt, ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt für die Studienabgänger sehr gut, so dass sie maximal bis zu drei Monaten benötigen, um eine Arbeitsstelle zu finden. Aber trotzdem absolvieren viele Studenten anschließend noch zwei bis vier Semester um dann mit dem Master abzuschließen.

Wenn man abschließend noch die Gehaltssituation betrachtet, so muss dabei berücksichtigen, dass jemand, der mit dem Bachelor abgeschlossen hat, ein bis zwei Jahre eher Geld verdient, wo er als Student noch zusätzlich bezahlen muss.

Zu wenig Master-Plätze: Nach dem Bachelor könnte es für Bewerber in den kommenden Jahren eng werden

Schüler sitzen konzentriert am Tisch und schreiben
pretty female college student sitting in a classroom full of stu © lightpoet - www.fotolia.de

Für Bachelor-Studenten, die noch einen Master aufsatteln wollen, könnte es in den kommenden Jahren knapp werden. Bildungsforschern zufolge sind es deutlich mehr Bachelors, die einen Master anschließen wollen, als bisher angenommen. Bis 2016 könnten schlimmstenfalls rund 36.000 Bewerber auf einen Master-Platz leer ausgehen.

Die Modellrechnung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zeigt in verschiedenen Wahrscheinlichkeitsstufen an, dass die Nachfrage so oder so kontinuierlich steigen wird. Es gibt allerdings Einflüsse, die nicht kalkulierbar sind. So ist es normalerweise so, dass bei einem wirtschaftlichen Aufschwung mehr Bachelors gleich einen Job kriegen und damit erstmal auf dem Arbeitsmarkt sind.

Generell muss auch angemerkt werden, dass Geisteswissenschaftler schlechtere Karten haben als Studenten der sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Letztere sind nämlich häufig im Master spezialisierter und haben deswegen ein breiteres Angebot.

Bachelor-Absolventen in Not: Mangelware Master-Studienplatz

Abschluss-Studenten mit Doktorhut und Diplom
Finally graduated! © gstockstudio - www.fotolia.de

Obwohl die Akzeptanz des Bachelor-Abschlusses gestiegen ist, ziehen die meisten Studenten den Master-Abschluss vor. Dies hat dramatische Folgen für die deutschen Universitäten, denn in vielen Studiengängen übersteigt die Zahl der Bewerber die Zahl der vorhandenen Master-Studienplätze deutlich. Für die kommenden Jahre wird eine Verschlimmerung der Situation vorausgesagt, denn die Zahl der Master-Aspiranten wird sich vermutlich verdoppeln.

Bewerber, die bei der Jagd nach einem Masterplatz an der eigenen Universität leer ausgehen, müssen jedoch nicht verzagen: Es gibt schließlich noch andere Möglichkeiten. Wer den Wohnort nicht verlassen will, kann sich beispielsweise um einen Platz an einer privaten Hochschule bemühen - diese sind häufig auch kurzfristig noch zu bekommen und die Studiengänge sind wesentlich weniger überlaufen. Allerdings ist der Besuch kostenpflichtig.

Eine andere Möglichkeit ist ein Fernstudium. Dank dem Internet und Kommunikationsmöglichkeiten wie Skype ist dies längst kein Studium "im stillen Kämmerlein" mehr, aber natürlich auch nicht mit dem normalen Studentenleben zu vergleichen.

Alternativ bleibt nur noch der Umzug: In ostdeutschen Städten wie Erfurt, Chemnitz, Cottbus oder Halle sind häufig noch Studienplätze zu haben, wenn die beliebten Studentenstädte längst "dicht" sind. Auch die Nachbarländer Österreich, Großbritannien und die Niederlande haben deutschen Studenten möglicherweise noch Plätze zu bieten.

Jeder Dritte Absolvent zieht für den Master um - Meinstens zur Wunsch-Universität

Studenten während einer schriftlichen Prüfung, Klausur
Students during exam © Photographee.eu - www.fotolia.de

Fast 40% der deutschen Studenten zieht nach dem Bachelor-Abschluss noch einmal um und macht den Master an einer anderen Hochschule. Dies ergab eine Umfrage des HIS-Institutes für Hochschulforschung unter den Anfängern des Wintersemesters 2011/12. Dabei wurden rund 6600 Fragebögen ausgewertet, die von Studenten an 52 Hochschulen in ganz Deutschland online ausgefüllt werden konnten.

57% der Befragten gaben an, dass sie ihren Wunschstudiengang an der alten Hochschule nicht belegten konnten und 45% wollten selbst noch einmal den Studienort wechseln. Nur 9% mussten wechseln, weil sie an den Zulassungsvoraussetzungen der alten Hochschule gescheitert waren.

Die Nennung mehrerer Gründe war möglich. Lediglich 5% gaben weiterhin zu Protokoll, dass sie keinen Master-Platz in ihrem Wunschfach bekommen hatten - rund 78% studierten dagegen im gewünschten Fach an der gewünschten Universität.

Da die Umfrage jedoch unter Master-Studenten durchgeführt wurde, wurde nicht erfasst, wie viele Bachelor-Studenten erst gar keinen Master-Platz bekommen hatten. Vor allem in beliebten Fächern wie BWL und Psychologie gibt es schon jetzt mehr Bewerber als Plätze. Durch die Studentenschwemme der kommenden Jahre wird sich diese Situation bis 2016 noch verschärfen.

Mangel an Masterplätzen - Der Einserschnitt entscheidet oder das Los

Zwei lachende Frauen sitzen auf der Couch
fun © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Die steigende Studentenzahl an deutschen Unis gefährdet nicht nur das Lehren und Lernen, sondern auch den Erfolg des ganzen Studiums. Durch die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge sind Studenten vieler Fachrichtungen gezwungen nach ihrem erfolgreichen Bachelor-Abschluss noch ihren Master zu machen, um überhaupt Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben.

Insbesondere angehende Lehrer sind auf Masterstudienplätze angewiesen, um ihr Referendariat machen und eine Stelle als Lehrer an einer Schule bekommen zu können. Auch Psychologiestudenten, die das Ziel haben Psychotherapeuten zu werden, müssen zwangsläufig ihren Master machen. Doch die Nachfrage nach Masterstudienplätzen übersteigt das Angebot mittlerweile bei Weitem.

Flexibilität oder sehr guter Schnitt notwendig

Dem Kultusministerium zufolge, reicht das Angebot an Studienplätzen in Deutschland vollkommen aus, allerdings nur, wenn die Studenten flexibel genug und beispielsweise bereit sind an eine andere Uni umzuziehen. Um überhaupt zum Masterstudiengang an deutschen Unis zugelassen zu werden, war bislang immer ein guter Bachelor-Schnitt Pflicht. Doch der reicht an manchen Unis längst nicht mehr aus, aus dem einfachen Grund, dass die Unis in irgendeiner Weise selektieren müssen, welche Studenten die begehrten Masterplätze bekommen.

An manchen Unis entscheidet auch das Los-Glück über die Zukunft der Studenten, wie etwa an der Uni Potsdam. In manchen Fällen betteln Studenten ihre Professoren sogar regelrecht an, um gute Noten zu bekommen und damit bessere Chancen auf eine Zulassung zum Master zu haben. Andere Studenten zieht es dagegen an ausländische Universitäten, etwa in die Schweiz, weil sie es dort leichter haben in ihren gewünschten Studiengang zu kommen.

Mit Masterwiki erhalten Studenten einen Überblick über die Master-Aufnahmekriterien

Junge Frau lacht in Kamera, hält beide Daumen hoch
Thumbs up! © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Um heutzutage berufliche Erfolge feiern zu können, entscheiden sich viele Studenten für einen Masterstudiengang. Der Ansturm ist dabei so groß, dass es für die zahlreichen Bewerbungen nicht genügend Plätze gibt. Zudem sind die Aufnahmekriterien oftmals sehr undurchsichtig, was die Bewerber vor Probleme stellt. Schlimmstenfalls kommt es im Endeffekt zu einer Absage – häufig ohne einen angegebenen Grund.

Hat sich ein Student bei nur einer Universität beworben und erhält eine Absage, muss er schließlich ein Semester lang aussetzen. So erging es auch einem Wirtschaftsstudenten, dem letztendlich fünf Punkte für die Aufnahme fehlten – ein Kriterium, von dem er erst bei der Absage zum ersten Mal gehört hat. Gemeinsam mit seinem Freund entschied er sich, Studenten, die sich in der gleichen Lage befinden, mit einer Internetplattform zu helfen.

Mit Masterwiki einen Überblick erhalten

Die beiden jungen Männer gründeten „Masterwiki“ – eine Seite, auf der sich Masterstudenten eintragen können. Sie informieren andere über den absolvierten Bachelorstudiengang, für welchen Master sie sich beworben haben und ob sie dabei erfolgreich gewesen sind. Auf diese Weise erhalten Bachelor-Absolventen einen genauen Überblick darüber, welche Voraussetzungen sie bei welcher Uni – insgesamt sind derzeit 30.000 Studiengänge eingetragen – mitbringen müssen.

Ziener empfiehlt allen Studenten, sich frühzeitig über die Aufnahmekriterien der Hochschulen zu informieren. Masterwiki stellt dabei eine große Unterstützung dar, denn leider stellen die Unis oftmals keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, wenn man sie kontaktiert.

Der Aufbau eines Master-Studiengangs

Die Regelstudienzeit eines Masters beträgt abhängig vom Studienfach zwei bis vier Semester. In dieser Zeit vertieft der Student entweder das Fach, das er im Bachelor absolviert hat, oder er wird auf einem anderen wissenschaftlichen Gebiet aktiv. Mit dem erfolgreichen Bestehen der Masterarbeit am Ende des Studiums erhält der Absolvent den Mastertitel verliehen, mit dem er ins Berufsleben starten oder eine Promotion anschließen kann.

Drei verschiedene Masterstudiengänge

In Deutschland wird zwischen drei Masterstudiengängen unterschieden.

  • Der konsekutive Master baut auf ein bereits abgeschlossenes Bachelorstudium auf und vertieft das dort studierte Fach.
  • Im nicht-konsekutiven Masterstudiengang dagegen wird ein Fach studiert, welches unabhängig vom Bachelor gewählt wird. Diese Art des Masters kann auch im Anschluss an ein Diplom oder Magister studiert werden.
  • Letztlich gibt es noch den weiterbildenden Masterstudiengang. Dieser richtet sich an praxiserfahrene Studenten und knüpft an deren Beruf an.

Genereller Aufbau

Unabhängig von der Ausrichtung ist ein Masterstudiengang wie folgt aufgebaut: Der Student belegt über einen Zeitraum von zwei bis vier Semestern Seminare und Vorlesungen, die er aus den in der Studienordnung vorgeschriebenen Modulen selbst auswählen kann. Werden die Veranstaltungen bzw. die Module erfolgreich abgeschlossen – hierfür müssen verschiedene Einzelleistungen erbracht werden – erhalten die Studenten Leistungspunkte oder Creditpoints gutgeschrieben.

Eine wissenschaftliche Arbeit, die Masterarbeit schließt das Studium ab, auch für diese gibt es Leistungspunkte. Insgesamt müssen die Studenten in einem 4-semestrigen Master 120 und in einem 2-semestrigen Master 60 Punkte erwerben.

Je nach Inhalt des Studiengangs bekommen die Absolventen am Ende ihrer Ausbildung eine andere Abschlussbezeichnung verliehen. Für den konsekutiven Master gibt es in Deutschland sieben verschiedene.

Ein geistes- oder sozialwissenschaftliches Studium endet beispielsweise mit einem Master of Arts (M.A.) und ein naturwissenschaftliches Studium mit einem Master of Science (M.Sc.). Wer auf Lehramt studiert hat, schließt mit einem Master of Education (M.Ed.) ab.

Voraussetzungen und Fächerwahl

Die erste Voraussetzung, um für ein Masterstudium an den Universitäten angenommen zu werden, sind gute Noten im Bachelorstudium, d.h. ein Notendurchschnitt von ca. 2,5. Außerdem muss der Bewerbung ein Motivationsschreiben beiliegen, indem der Student erklärt, warum es ihm wichtig und von Interesse ist im gewählten Studiengang einen Master zu erreichen.

Welcher Studiengang genau belegt werden kann, ist abhängig von den Kursen, die bisher besucht worden sind. Als Faustregel gilt: Eine Fachrichtung muss im Bachelor zu ca. 50% absolviert worden sein, um den Master anschließen zu können. Das trifft für das Kernfach auf jeden Fall zu.

Darüber hinaus wird das Kern- und Nebenfach aber meist in einem Profil studiert. Ein Beispiel: Im Bachelorstudium der Sprachwissenschaft ist es beispielsweise möglich zwischen den Profilen "Sprache", "Texttechnologie" und "Kommunikation" zu wählen. Daher ist es einen Versuch wert, sich (bei Interesse) für einen Master in Richtung des Profils (z.B. Kommunikationswissenschaft) zu bewerben.

Auch das Nebenfach könnte relevant sein, denn wenn das Nebenfach im individuellen Ergänzungsbereich vertieft wurde, zusätzliche Kurse belegt wurden usw., kann auch das ausreichen, um sich für den Master zu bewerben. Hier liegen die Vorteile eines fächerübergreifenden Studiums.

Die Praxis hat gezeigt, dass es durchaus möglich ist, angenommen zu werden, die Universität aber fordert, dass ein paar Kurse nachgearbeitet werden müssen. Studenten mit guten Noten und hohem Engagement möchten die Universitäten nicht zwangsläufig Steine in den Weg legen. Ein wichtiger Tipp: Anstatt sich ausschließlich schriftlich zu bewerben, ist es immer von Vorteil das persönliche Gespräch mit dem Verantwortlichen (unter Terminabsprache!) zu suchen, das kann viel bewegen.

Der Master-Studiengang kann je nach Fachrichtung sehr anspruchsvoll sein
Der Master-Studiengang kann je nach Fachrichtung sehr anspruchsvoll sein

Die Vorteile und berufliche Bedeutung des Masterstudiums

Das Masterstudium hat einige Vorteile zu bieten. Viele Arbeitgeber werfen bei einer Bewerbung als Erstes einen Blick auf den Lebenslauf des Bewerbers. Bildung und Qualifikationen entscheiden darüber, ob man in die engere Auswahl kommt oder einen neuen Bewerbungsversuch starten muss. Wer einen guten Hochschulabschluss vorweisen kann, hat hier bereits die erste Hürde genommen und gute Chancen auf eine Einstellung.

Bessere Karrierechancen

Mit der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen wurden zugleich auch neue akademische Titel geschaffen. Der niedrigste akademische Grad ist nun der Bachelor. Mit diesem halten Absolventen ihren ersten Hochschulabschluss in den Händen.

Da der Bachelor aber noch nicht vergleichbar mit dem Diplom oder Magister ist, wird Absolventen die Möglichkeit eröffnet, ein Masterstudium anzuhängen. Mit dem Master in der Tasche bieten sich schließlich dieselben Berufsmöglichkeiten wie mit den bislang vorherrschenden Abschlüssen.

Wie mit jedem anderen mittleren akademischen Grad hat man auch mit dem Master die Möglichkeit zur Promotion. Ein Bachelor allein würde hierfür nicht ausreichen. Den Master kann man also als Sprungbrett zum höchsten akademischen Grad, dem Doktortitel, bezeichnen.

Bei der Bewerbung punkten

Im Berufsleben bedeutet der Master als mittlerer akademischer Grad also erst einmal gute Bewerbungschancen. Wer einen Masterabschluss besitzt, hat länger und in einem intensiveren Umfang studiert als ein Bachelorabsolvent. Er befindet sich auf dem Ausbildungsniveau eines Diplomers oder Magisters und hat wie diese die Erlaubnis zu promovieren.

Ob aufbauender oder weiterbildender Master – in einer Bewerbung ist jede Art dieses Titels gerne gesehen. Arbeitgeber versprechen sich von Masterabsolventen Fleiß, Ehrgeiz und fundierte fachliche Grundkenntnisse in ihrem studierten Bereich.

Gute Weiterbildungsmöglichkeiten

Ein weiterer Vorteil, den das Masterstudium bietet, ist die Möglichkeit einer Weiterbildung. Neben dem konsekutiven und dem nicht-konsekutiven Master gibt es nämlich auch den weiterbildenden Master, der sich an Personen richtet, die schon mindestens ein Jahr Berufserfahrung gesammelt haben. Dieses Masterstudium kann entweder in Vollzeit oder berufsbegleitend absolviert werden und steht inhaltlich im Zusammenhang mit dem jeweiligen Beruf.

Internationale Vergleichbarkeit

Im Gegensatz zum Diplom oder Magister handelt es sich beim Master um einen Abschluss, der eine gute internationale Vergleichbarkeit zulässt. Arbeitgeber im Ausland können den Mastertitel einordnen, ohne ihn zuvor übersetzen zu müssen.

So besteht nicht die Gefahr, dass der Abschluss durch eine falsche Übersetzung mit einem niederen gleichgesetzt wird und die Bewerberchancen somit sinken. Dieses Problem tritt vor allem bei Diplomabschlüssen vermehrt auf.

Für Personen, die also eine Karriere im Ausland anstreben, hat der Masterabschluss eine ganz besondere Bedeutung. Der international anerkannte Titel verhilft dem Bewerber zu einer gewissen Transparenz seiner Bildungsqualifikation.

Wer einen nicht-konsekutiven Master abschließt, also einen Studiengang belegt, der sich von seinem bisherigen Abschluss inhaltlich unterscheidet, erwirbt für Arbeitgeber interessante Zusatzqualifikationen. Mit diesen gibt er seiner Ausbildung einen besonderen Reiz und erhöht somit seine Berufsperspektiven.

Für manche Berufe unerlässlich

Von größter Bedeutung ist der Master in den Berufen, die ohne diesen Abschluss gar nicht ausgeübt werden dürfen. So sind Lehramtsstudenten, die an einer Hochschule studieren, die ihre Studiengänge komplett auf Bachelor und Master umgestellt hat, auf ein Masterstudium angewiesen. Nur so können sie sich das 1. Staatsexamen anerkennen lassen und damit die Berechtigung zum Antritt des Referendariats erhalten.

Gewisse Berufe können ohne Masterabschluss gar nicht ausgeübt werden
Gewisse Berufe können ohne Masterabschluss gar nicht ausgeübt werden

Eine wertvolle Zusatzqualifikation

Für Berufstätige kann der Master auch die Möglichkeit auf

  • ein Aufbaustudium
  • eine Zusatzqualifikation oder sogar
  • eine berufliche Neuorientierung

bedeuten. Abhängig von der Art des Masters kann ein Studium berufsbegleitend oder nach Jahren der Berufstätigkeit in Vollzeit erfolgen. Auch wer einen Jobwechsel beabsichtigt und bei seiner Bewerbung wertvolle Zusatzqualifikationen vorweisen möchte, kann von einem Masterstudium profitieren.

Auf die Möglichkeit, den Master nebenberuflich zu machen, gehen wir im Folgenden ein...

Hinweise und Tipps, um den Master nebenberuflich zu machen

Nach einem erfolgreichen Bachelor fehlen vielen Studierenden der Wille oder die finanziellen Mittel, den Eintritt in die Arbeitswelt noch weiter hinauszuschieben. In der Folge soll der Master nebenberuflich absolviert werden. Doch welche Hinweise und Tipps helfen dabei, dass diese nebenberufliche Bewältigung des Master gelingt und auch der Job nicht wesentlich unter dieser Doppelbelastung leidet?

Frühzeitige Vorbereitung

Zunächst einmal sollte das Master Studium bereits frühzeitig geplant werden. So sollte sich bereits während des letzten Semesters im Bachelor informiert werden, welche Studienangebote es im jeweiligen Fachbereich gibt.

Zudem muss die Entscheidung getroffen werden, ob der nebenberufliche Master per Fernstudium oder regulär an einer Universität erworben werden soll. Ein Masterstudiengang an der Uni setzt zwar auch auf große Lernanteile, welche privat bewältigt werden, jedoch finden auch regelmäßig Seminare in den Abendstunden statt. Wurde diese grundsätzliche Entscheidung getroffen, wie die Bewältigung von Beruf und Master parallel bewältigt werden soll, können folgende Tipps dabei helfen, dass das Ganze auch gelingt.

Tipps für effizientes Lernen

Sobald der Master nebenberuflich absolviert werden soll, steht dem Studierenden noch weniger Zeit zur Verfügung. Dies sollte zweierlei Konsequenzen auf das eigene Studienverhalten haben.

Zum einen muss jedes Semester genau überlegt werden, welche Module angefangen und abgeschlossen werden sollen. Das Studienhandbuch kann in diesem Zusammenhang dabei helfen, die Belastungen abzuschätzen und so zu entscheiden, wie vollgepackt der Stundenplan werden darf.

Daneben ist es noch wichtig, ein effektives persönliches Zeitmanagement zu entwerfen und umzusetzen. Dabei sollte der Feierabend nach Arbeitsende fest strukturiert werden, so dass das Lernen ein fester Bestandteil des Alltags wird.

Helfen können dabei Rituale, so dass beispielsweise nach dem Heimkommen erst Sport getrieben, dann gegessen und anschließend stets zwei Stunden konzentriert gelernt wird. Nur so lassen sich schließlich die großen Lerninhalte konsequent und nebenbei erwerben.

Pausen machen und realistisch bleiben

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Einlegen von Pausen. Die Doppelbelastung aus Arbeit und Studium treibt viele Menschen an ihre Grenzen.

Das Ergebnis ist ein Gefühl der ständigen Erschöpfung, welches sich bereits nach wenigen Wochen einstellen kann. Aus diesem Grund sollten Phasen der Erholung eingeplant und sinnvoll genutzt werden.

Dabei sollte dann auch nicht das schlechte Gewissen überwiegen, sobald ein Wochenende wirklich nur entspannt wird. Stattdessen sollte diese Zeit als sinnvolle Ruhephase gesehen werden, nach welcher nur umso effektiver weiter gearbeitet und gelernt werden kann.

Letztlich sollten die eigenen Ansprüche nicht zu hoch ausfallen. Menschen mit einem Hang zum Perfektionismus sollten dabei einsehen, dass es bei der derzeitigen Lebensführung unmöglich ist, stets fehlerfrei zu handeln und optimale Ergebnisse zu erzielen. Demnach sollte man nicht zu hart mit sich ins Gericht gehen, sobald etwa bei einer Prüfung kein optimales Resultat erzielt werden konnte.

Neuer Studiengang an der Ruhr-Uni Bochum: Mediterranistik

An der Bochumer Ruhr-Universität ist es ab dem Jahre 2013 möglich, sich im Studiengang Mediterranistik einzuschreiben, jedoch nur, wenn man bereits den Grad des Bachelor erreicht hat. Bis 2013 soll der Master-Studiengang fertig aufgebaut sein.

Dieses Vorhaben erhält vom Bund eine Förderung in Höhe von zwei Millionen Euro. Der Fokus des Studiengangs wird auf der Geschichte des Mittelmeerraumes liegen.

Luxus und Mode: an Monacos Uni werden Studiengänge von Gucci und Ralph Lauren angeboten

"Luxury Retail Management" und "Luxury Goods and Services" - das sind die neuen Studiengänge, die mit einer riesigen Nachfrage an der Universität von Monaco ab diesem Herbst angeboten werden. Dabei steht die Fähigkeit, richtig zu verkaufen, im Mittelpunkt. Die Sprache wird Englisch sein. Auch Warenhäuser wie "Harrods" folgen und werden ihren Mitarbeitern bald einen "Bachelor of Sales" anbieten.

Denn wie ein Sprecher der Uni von Monaco mitteilte, sind "die Tage, an denen man Luxus-Güter allein aufgrund einer Marke verkaufen konnte, vorbei". Die Studenten sollen während des Studiums Führungsqualitäten erlangen; praktische Erfahrung können sie während eines Praktikums in Luxus-Boutiquen sammeln. Die Studienfächer erstrecken sich dabei von Trends über Geschichte bis zu Konkurrenzpolitik.

Es wird also gelehrt, mit Luxus umzugehen und damit dies auch sicher gelingt, haben keine Geringeren als Gucci und Ralph Lauren am Unterrichtsstoff mitgewirkt.

Neuer Masterstudiengang macht aus Arbeitsschutzfachleuten Führungskräfte

Die Dresden International University (DIU) bietet ab April 2011 einen neuen berufsbegleitenden Studiengang an. Dabei gibt es etwa eine Vorlesung pro Monat und die Ausbildung dauert vier Semester, also zwei Jahre. Man erwirbt den Master of Science in "Management, Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit".

Der Studiengang richtet sich an Mitarbeiter der Unfallversicherungsträger, des Öffentlichen Dienstes und an Arbeitnehmer aus der gewerblichen Wirtschaft, die schon Erfahrungen im Arbeitsschutz sammeln konnten. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium.

Dieser neue Masterstudiengang befähigt zur sicherheitstechnischen Führungskraft, die auch im Ausland Firmen beraten kann. Studieninhalte sind: Organisation von Sicherheit und Gesundheit, Prävention, Recht, Produktsicherheit, Psychologie, Führungsstrategien und Managementsysteme. Man kann sich ab Januar 2011 bei der DIU um einen Studienplatz bewerben.

Grundinformationen und Hinweise zum Master

  • Masterstudium - Aufbau, Vorteile und berufliche Bedeutung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: serious business © Franz Pfluegl - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Büroarbeit © Kzenon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: A young caring doctor © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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