29. Juli 2010
Ein Mastertitel ist vergleichbar mit einem Diplom, einem Magister oder auch mit dem 1. Staatsexamen im Lehramt. Immer mehr Studiengänge werden auf Bachelor und Master umgestellt, um den Abschluss international vergleichbar zu machen. Dies ist aber nicht der einzige Vorteil, den ein Master-Studium zu bieten hat.
Mit der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen wurden zugleich auch neue akademische Titel geschaffen. Der niedrigste akademische Grad ist nun der Bachelor. Mit diesem halten Absolventen ihren ersten Hochschulabschluss in den Händen. Da der Bachelor aber noch nicht vergleichbar mit dem Diplom oder Magister ist, wird Absolventen die Möglichkeit eröffnet, ein Masterstudium anzuhängen. Mit dem Master in der Tasche bieten sich schließlich dieselben Berufsmöglichkeiten wie mit den bislang vorherrschenden Abschlüssen.
Wie mit jedem anderen mittleren akademischen Grad hat man auch mit dem Master die Möglichkeit zur Promotion. Ein Bachelor allein würde hierfür nicht ausreichen. Den Master kann man also als Sprungbrett zum höchsten akademischen Grad, dem Doktortitel, bezeichnen.
Ein weiterer Vorteil, den das Masterstudium bietet, ist die Möglichkeit einer Weiterbildung. Neben dem konsekutiven und dem nicht-konsekutiven Master gibt es nämlich auch den weiterbildenden Master, der sich an Personen richtet, die schon mindestens ein Jahr Berufserfahrung gesammelt haben. Dieses Masterstudium kann entweder in Vollzeit oder berufsbegleitend absolviert werden und steht inhaltlich im Zusammenhang mit dem jeweiligen Beruf.
Im Gegensatz zum Diplom oder Magister handelt es sich beim Master um einen Abschluss, der eine gute internationale Vergleichbarkeit zulässt. Arbeitgeber im Ausland können den Mastertitel einordnen, ohne ihn zuvor übersetzen zu müssen. So besteht nicht die Gefahr, dass der Abschluss durch eine falsche Übersetzung mit einem niederen gleichgesetzt wird und die Bewerberchancen somit sinken. Dieses Problem tritt vor allem bei Diplomabschlüssen vermehrt auf.
Wer einen nicht-konsekutiven Master abschließt, also einen Studiengang belegt, der sich von seinem bisherigen Abschluss inhaltlich unterscheidet, erwirbt für Arbeitgeber interessante Zusatzqualifikationen. Mit diesen gibt er seiner Ausbildung einen besonderen Reiz und erhöht somit seine Berufsperspektiven.
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