27. Juli 2010
Mit der Gesellenprüfung endet die Zeit als Lehrling. Wer nicht vom Ausbildungsbetrieb übernommen wird, muss sich mit der Note des Gesellenbriefs bei anderen Arbeitgebern bewerben. Da die Note der Gesellenprüfung einen Großteil der Gesamtnote ausmacht, lohnt es sich, die Abschlussprüfung gut vorzubereiten.
Die theoretische Prüfung findet meist in schriftlicher, manchmal ergänzend noch in mündlicher Form statt. Für diesen Teil der Gesellenprüfung ist das theoretische Fachwissen entscheidend, das in der Berufsschule vermittelt wurde. Prüflinge sollten sich daher einen Überblick über die fächerrelevanten Themen verschaffen. Oft geben die Berufsschullehrer Tipps, welche Themen Priorität haben. Ist dies nicht der Fall, sollte man sich frühzeitig bemühen, den gesamten Stoff der Berufsschuljahre aufzufrischen. Hierfür kann es hilfreich sein, ein paar Wochen vor dem Prüfungstermin einen Lernplan zu erstellen und diesen strikt durchzuarbeiten. Als Arbeitsgrundlage sollten sowohl Mitschriften aus den einzelnen Fächern dienen als auch Fachliteratur. Abhängig vom individuellen Lerntyp können eine stichpunktartige Zusammenfassung oder das Gespräch mit Klassenkameraden bei der Prüfungsvorbereitung hilfreich sein.
Wenn man Glück hat, findet man Wege, an die Prüfungsfragen der vorigen Jahre zu kommen. So erhält man einen Eindruck von dem Umfang und der Art der Fragen. Für einige Ausbildungsberufe gibt es Beispielaufgaben in Buchform, die im Buchhandel erworben werden können.
Auch für die praktische Gesellenprüfung lautet die Devise: Übung macht den Meister. Die praktischen Fertigkeiten kann man sich nicht von einen auf den anderen Tag aneignen, nicht umsonst dauert eine Lehre zwei bis drei Jahre. Dennoch ist es wichtig, ein paar Wochen vor der praktischen Abschlussprüfung Arbeitsvorgänge und Handgriffe vermehrt zu wiederholen. Wer die Möglichkeit hat, einen Tag unter Prüfungsbedingungen zu arbeiten, sollte diese ausnutzen. Zudem macht es Sinn, den Ausbilder oder andere Gesellen um eine Rückmeldung zu den angefertigten Probestücken zu bitten. Das Entgegennehmen von Verbesserungsvorschlägen und Kritik gehören zu einer guten Vorbereitung auf die Gesellenprüfung unbedingt dazu.
In einigen Berufen ist es üblich, mit dem eigenen Werkzeug zu arbeiten. Soll dieses bereits bei der Gesellenprüfung zum Einsatz kommen, ist eine Einarbeitung sinnvoll. Werkzeug, das nicht gut in den Händen liegt, kann im schlimmsten Fall die ganze Prüfung vermiesen.
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