Welche Arten von Berufsschulen es gibt

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  • von Paradisi-Redaktion
Leerer Klassenraum in einer Schule
salle de classe © Uolir - www.fotolia.de

Viele Schüler glauben, dass sie nach ihrem Abschluss nie wieder die Schulbank drücken müssten. Tatsache ist jedoch, dass es dann mit der richtigen Ausbildung erst los geht. Selbst wenn man sich dafür entscheidet, einen Lehrberuf zu ergreifen, so muss doch zumindest eine Berufsschule besucht werden, damit die Praxis später auf einem festen theoretischen Gerüst steht.

Natürlich ist in den meisten Ausbildungsberufen vor allem das wichtig, was man im Betrieb selbst mitbekommt. Nur hier werden einem die Abläufe so vermittelt, wie sie auch nachher im Arbeitsalltag sein werden. Jedoch kann kein Ausbilder für alle Eventualitäten vorsorgen. Der Azubi oder Lehrling muss daher in der Lage sein, Probleme eigenständig zu erkennen und lösen zu können.

Das wiederum funktioniert nur mit einem adäquaten Theoriewissen. Für das selbstständige Denken und Handeln ist es unerlässlich, ein Gefühl für die Materie zu haben und sich mit ihren Regeln und Gegebenheiten auszukennen. Ein Rechtspfleger ohne Wissen über die verschiedenen Paragraphen? Unvorstellbar.

Berufsschulen sind in der Bundesrepublik Deutschland daher ein fester Bestandteil des Bildungssystems, um die theoretische Ausbildung für Azubis unabhängig vom Ausbildungsbetrieb zu gewährleisten.

Die herkömmliche Berufsschule

Die wohl bekannteste Form dürfte die herkömmliche Berufsschule sein, die in fast jeder größeren Stadt vorhanden ist. Egal ob Bankkaufmann oder Friseur, hier finden sich alle Lehrlinge in getrennten Klassen zusammen, um sich in die Theorie ihres Ausbildungsberufes einweisen zu lassen.

In der Regel haben die Lehrlinge einen festen Tag in der Woche, an dem sie die Berufsschule aufsuchen müssen. An den restlichen Werktagen werden sie im Betrieb beschäftigt.

Manche Firmen schicken ihre Azubis jedoch auch zum Blockunterricht in die Berufsschule. Das hat den Vorteil, dass die Schüler sich für längere Zeit mit dem Stoff beschäftigen können und nicht ständig aus dem Lernprozess herausgerissen werden.

Wie in jeder anderen Schule auch, gibt es in der Berufsschule Klausuren und Prüfungen. Nur wer diese besteht, darf auch mit der praktischen Ausbildung fortfahren.

Die Berufsoberschule

Hat man bereits einen Beruf erlernt, so kann man sich an der Berufsoberschule einschreiben. Hier kann man sowohl die Fachhochschulreife, als auch die fachgebundene Hochschulreife und sogar die allgemeine Hochschulreife nachholen. Häufig werden die Schüler von ihren Betrieben an die BOS geschickt, um ihr Potential zu fördern und sie später in höheren Positionen einsetzen zu können.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: salle de classe © Uolir - www.fotolia.de

Grundinformationen zu Berufsschulen

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