14. Juni 2010
Studieren und dafür auch noch Geld kassieren? Das hört sich paradiesisch an, ist es jedoch nur in den seltensten Fällen. Denn wer die hohe Vergütung eines dualen Studiums erhalten möchte, muss arbeiten und zwar nicht zu knapp.
Fast jedes größere Unternehmen benötigt ausgebildete Akademiker, um den Betrieb am Laufen zu halten. Doch die klugen Köpfe aus der Universität machen ihren Ausbildern am Arbeitsplatz oft das Leben schwer. Sie wissen zwar alles, haben jedoch keine Ahnung, wie sie dieses Wissen praktisch umsetzen können. Zudem haben sie oft Schwierigkeiten damit, sich unterzuordnen, weil sie meist eine bessere Ausbildung genossen haben als ihre Kollegen.
Nichtsdestotrotz müssen Hochschulabsolventen meist langwierig eingearbeitet werden, da sie in der Regel genauso wenig vom Beruf verstehen wie die normalen Auszubildenden, die gerade erst angefangen haben.
Viele Unternehmen vergeben daher zunehmend Plätze für ein duales Studium. So bekommen sie top ausgebildete Akademiker, die jedoch trotzdem einen Bezug zur Praxis haben und schon während des Studiums in den Arbeitsalltag eingegliedert werden. Nach dem Abschluss stehen so ausgezeichnete Führungskräfte zur Verfügung, die sofort beliebig eingesetzt werden können.
Bis dahin ist es jedoch zumindest für die Studenten ein harter und beschwerlicher Weg. Schon bevor man das Studium überhaupt antritt, muss man beweisen, dass man selbst höchsten Belastungen gewachsen ist und kein Problem damit hat, auf seine Freizeit zu verzichten. Ohne solche Eigenschaften wird man nicht einmal zum Bewerbungsgespräch eingeladen, geschweige denn eingestellt.
Ist diese Hürde erst einmal genommen, geht der Stress auch schon los. Während die anderen Abiturienten, die sich für ein normales Hochschulstudium entschieden haben, noch bis in den Herbst hinein entspannen können, geht es für die Auszubildenden schon im Sommer los.
Meist ist man einige Tage im Betrieb, um die einzelnen Abteilungen kennenzulernen, bevor man erst einmal für lange Zeit an die Berufsakademie geschickt wird. Hier bekommt man all das vermittelt, was für die spätere Anstellung von Nöten ist. Sehr große Unternehmen, die deutschlandweit vertreten sind, haben teilweise sogar ihre eigenen Klassen an den Akademien. So wird sichergestellt, dass die Studenten ganz nach den Wünschen des Arbeitgebers ausgebildet werden.
In der vorlesungsfreien Zeit erfolgt dann der Einsatz im Unternehmen. Hier wird das Gelernte in einen praktischen Zusammenhang eingebettet. Erholung gibt es nur während der Urlaubstage, die wie bei jedem anderen Arbeitnehmer auch, stark begrenzt sind.
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