6. März 2004
Statistiken zu gesundheitlichen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit liefern ein alarmierendes Bild: Mehr als jeder Vierte ohne Job beurteilt seinen Gesundheitszustand als schlecht – unter Erwerbstätigen sagt dies nur jeder zehnte.
„Männer reagieren auf die Situation häufig mit Depressionen“, berichtet eine ostdeutsche Hausärztin, deren Patienten zu einem Viertel arbeitslos sind, in der Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau. Bei Frauen stelle sie eher psychosomatische Beschwerden wie etwa Reizdarm oder Rückenschmerzen fest. Arbeitslose, so ergaben Studien, belasten sich zudem öfter durch Alkoholprobleme und einen überhöhten Zigarettenkonsum.
Die Probleme bessern sich häufig bald nach Wiederaufnahme einer Arbeit. Der Arbeitspsychologe Dr. Thomas Kieselbach, Bremen, hat beobachtet: „Der Rückgewinn an psychischem Wohlbefinden ist spektakulär.“
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