14. Januar 2010
In Thailand wurde Ende der achtziger Jahre der Holzeinschlag verboten, so dass dadurch die dafür trainierten und eingesetzten Elefanten und ihre Führer, die Mahouts, arbeitslos wurden. Damit beide, Mensch und Tier, überleben können, so wanderten sie in die Städte zu den Touristen, wo sie nun Kunststückchen vorführen.
Das erbettelte Geld brauchen die Mahouts für die Versorgung ihrer Tiere, denn ein Elefant frisst täglich etwa 250 Kilogramm Bambus, Gras und Bananen und trinkt 100 Liter Wasser. Meistens benutzen die Elefantenführer aber Babyelefanten für ihre "Bettel-Aktionen", doch durch die zu frühe Trennung vom Muttertier leiden die Kleinen.
In Thailand gibt es schätzungsweise noch 2.000 Elefanten, die in freier Wildbahn leben und die gleiche Anzahl leben mit ihren Führen zusammen. Man vermutet, dass in einigen Jahren die Elefanten in Thailand ausgestorben sein werden. So wird dann auch das Wissen der Mahouts, die seinerzeit die Arbeitselefanten gelenkt haben, so beispielsweise ein kleiner Druck mit dem Fuß hinter das Ohr und der Elefant geht nach links oder rechts. Aber auch bestimmte Kommandos dienten um die Dickhäuter in Bewegung zu versetzen. Heute lieben die Tiere neben dem Fressen nur noch das tägliche Bad im Fluss, denn wie früher die schweren Baumstämme zu transportieren wurde ihnen ja verboten.
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