Möglichkeiten der Arbeitsfreistellung zur Betreuung kranker Kinder

Kind beim Fiebermessen auf Mutters Schoss

Viele Eltern leiden unter der Belastung, dass sich die Verpflichtungen des Berufs und die Bedürfnisse des Kindes nur bedingt vereinen lassen. Besonders prekär wird die Situation dann, sobald das Kind einmal krank ist und einer besonderen Betreuung bedarf. Doch welche Möglichkeiten der Arbeitsfreistellung gibt es, damit Eltern Zeit zur Betreuung kranker Kinder haben?

Voraussetzungen

Prinzipiell ist es möglich, sich als Elternteil eines kranken Kindes von der Arbeit freistellen zu lassen, sobald bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

So darf das Kind zunächst einmal nicht älter als elf Jahre sein. Zudem muss die Notwendigkeit der Betreuung durch einen Arzt bestätigt worden sein. Dieser muss dann ein ärztliches Zeugnis vorlegen, welches umgehend an den Arbeitgeber weiterzuleiten ist.

Darüber hinaus darf es keine weitere Person geben, welche im gleichen Haushalt lebt und für die Betreuung des Kindes in Frage käme.

Finanzielle Aspekte

Sobald diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine Arbeitsfreistellung erwirkt werden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es sich um eine unbezahlte Arbeitsfreistellung handelt. Das Elternteil erhält in einem solchen Fall dann ein Krankengeld seitens der Krankenkasse, welches diesen finanziellen Ausfall teilweise kompensiert.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt der Auszahlungsbetrag 70% des Bruttogehalts. Im Falle einer privaten Krankenversicherung kann es dagegen sein, dass der finanzielle Schaden komplett durch das Krankengeld ausgeglichen wird. In Ausnahmefällen ist auch eine bezahlte Arbeitsfreistellung möglich. Diese wird jedoch durch die meisten Tarifregelungen ausgeschlossen.

Zeitliche Aspekte

Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass eine solche Arbeitsfreistellung zur Betreuung kranker Kinder nur über eine bestimmte Anzahl an Kalendertagen im Jahr möglich ist. In der Regel gilt dabei eine Höchstfreistellungsdauer von zehn Tagen pro Jahr und pro Kind. Bei Alleinerziehenden beträgt der Maximalwert wiederum 20 Tage.

Insgesamt kann sich jedes erwerbstätige Elternteil relativ komplikationslos freinehmen, sobald das eigene Kind krank ist. Da das zumeist dann ausgezahlte Krankengeld allerdings geringer als der Nettolohn ausfällt, kann auch die Betreuung durch weitere Familienmitglieder oder Freunde in Betracht gezogen werden.

Grundinformationen und Hinweise zu Arbeitnehmern

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: fever? © Monika Adamczyk - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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