14. März 2009
Von Viola Reinhardt
Abseits der Pisten durch frischen Schnee pflügen – ein Traum für jeden Skifahrer. Die Entwicklung spezieller Skier und Snowboards hat den Trend Freeriding nicht nur befördert, sondern in seiner heutigen Form erst möglich gemacht. Jedoch sind diese Skier keine Lebensversicherung. Um beispielsweise seine Osterferien mit Freeriding zu genießen, bedarf es auch eine große Portion Wissen und Können.

Freeriding, aus dem Englischen und zusammengesetzt aus "free" wie frei und "ride" fahren, ist weder ein besonderer Fahrstil noch eine eigene Sportart. Es ist ein Trend. Der Trend, in den überlaufenen Wintersportgebieten die Pisten zu verlassen und abseits das wahre Skivergnügen zu suchen. Sicher geht es dabei auch um den Kick, aber das ist nicht der einzige Grund für Freerider. Waren die ersten von ihnen noch echte Kaskadeure, so ermöglichen heute spezielle Ski und Snowboards mit besonderen Bindungen auch den nicht so versierten Tiefschneefans, Freeriding auszuprobieren.
Um die Osterzeit schneesichere Gebiete zu finden, ist gar nicht so einfach. Aber es gibt sie. Zum Beispiel in Südtirol auf den Pisten von Schöneben, der Haider Alm und Maseben gibt es abwechslungsreiche Skiwege mit Schnee bis Ostern. Auch Arlberg garantiert Schnee von Dezember bis Mai. Zermatt in der Schweiz wartet mit extra eingerichteten Freeriding-Pisten auf. Und auch die französischen Alpenorte, wie beispielsweise La Grave oder Chamonix haben die Freerider als neue Zielgruppe erkannt.
Das Wichtigste beim Freeriden ist das Wissen um die mögliche Gefahr. Für einen gelegentlichen Hobby-Skifahrer ist dieser Trend nicht zu empfehlen. Ein wenig Tiefschneeerfahrung sollte zumindest vorhanden sein. Tiefschneefahrten bergen immer die Möglichkeit, dass Lawinen abgehen und der Abenteuerausflug zur Katastrophe wird. Auch sollten Anfänger auf keinen Fall allein ihre ersten Touren machen. Hier empfiehlt es sich immer, geführte Touren mit erfahrenen Guides zu buchen, denn sie sind in der Lage, die Lawinengefahr und das oft wechselnde Wetter in den Bergen zu beurteilen. Darüber hinaus kennen sie das Gelände und wissen, in welchen Regionen sich unter Umständen geschützte Tierarten aufhalten, die durch unerfahrenen Freerider vielleicht aufgescheucht oder verschreckt werden können.
Vor einem Freeriding-Trip sollte eine komplette Schutzausstattung besorgt werden: Helm und Protektoren gehören hier zur Grundausstattung eines jeden Skifahrers. Besonders beim Freeriding sollte aber auch immer an einen Lawinenpiepser, eine Lawinenschaufel sowie eine Lawinensonde gedacht werden. Wer alle diese Tipps beherzigt, wird mit dem Freeriding nicht nur für die eigene Sicherheit sorgen, sondern unter Umständen sogar ein neues Lieblingshobby entdecken.
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