29. Juni 2010
Wer sich mit einem Segelboot oder Segelschiff auf die hohe See begibt, der muss im Interesse der eigenen Sicherheit über einen Segelschein und ausreichende Kenntnisse verfügen. Ohne Segelschein ist es zum Beispiel auch gar nicht möglich, eine Segelyacht zu mieten oder zu leihen. Doch auch als Gast oder Mitsegler auf einem Segelschiff sollte man einige grundlegende Regeln kennen und beachten. Wie Sie sich als Mitsegler richtig und professionell verhalten, dazu hier einige gute Tipps.
An Bord eines jeden Schiffes, auch wenn es sich nur um ein kleines Segelschiff handelt, wird von Antritt der Fahrt ein Kapitän benannt. Dieser Kapitän hat die Verantwortung für das Schiff und seine Autorität muss von allen Mitseglern, Passagieren oder Besatzungsmitgliedern anerkannt werden. Wer nicht bereit ist, sich den Anweisungen des Kapitäns zu fügen, der sollte das Schiff besser vor Fahrtantritt verlassen. Folgen Sie als Mitsegler also den Anweisungen des Kapitäns, auch wenn ihnen manches zu Beginn noch fremd erscheinen mag.
Halten Sie sich an Sicherheitsvorschriften. Dazu gehört es zum Beispiel, die benötigte Schutzausrüstung auch wirklich zu tragen. Auf hoher See ist es empfehlenswert, grundsätzlich eine Schwimmweste zu tragen, auch wenn die See im Moment ruhig ist. Dennoch kann es immer wieder vorkommen, dass Personen über Bord gehen. Mit einer Schwimmweste sind Sie in einem solchen Fall besser gesichert. Die Regeln beziehen sich auch auf das Tragen des richtigen Schuhwerks. Gehen Sie nicht barfuß oder in Straßenschuhen, sondern tragen Sie spezielle Segelschuhe.
Als Mitsegler sollten Sie sich stets hilfsbereit und umsichtig zeigen und kleinere Hilfsarbeiten übernehmen, um die sie von anderen Seglern gebeten werden. So können Sie ganz nebenbei die Grundlagen des Segelns erlernen. Je mehr Sie darüber wissen, desto eigenständiger können Sie auch die Initiative ergreifen und einen Beitrag zum Gelingen der Segeltour leisten. Halten Sie die Augen offen und zeigen Sie Interesse an den einzelnen Vorgängen an Bord.
Halten Sie sich an die vereinbarte Arbeitsteilung und übernehmen Sie auch Aufgaben, die Ihnen vielleicht nicht so viel Spaß machen. Häufig ist es so, dass die beim Segeln weniger aktiven Mitglieder an Bord dafür den Küchen- und Einkaufsdienst übernehmen. Beginnen Sie hier keine Grundsatzdiskussionen, sondern tragen Sie Ihren Teil zu einer gelungenen Ausfahrt bei.
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