1. Juli 2010
Das Regattasegeln ist eine Wettkampfsportart mit ganz eigenen Regeln. Je nach Regatta werden verschiedene, genau vorgeschriebene Kurse befahren. Dabei gibt es Kurse, die anhand der örtlichen Gegebenheiten ausgerichtet sind. Andere Kurse dagegen sind in ihrer Form und in ihrem Ablauf genau definiert und werden als Standards angesehen. Zu diesen Kursen zählen das Olympische Dreieck und der Up-and-Down-Kurs.
Das Olympische Dreieck ist der typische Dreieckskurs auf dem bereits seit vielen Jahren die meisten Regatten gefahren werden. Bei den olympischen Spielen jedoch wird das Olympische Dreieck nicht mehr ausgetragen. Der aufwändige und komplizierte Kurs wird mit Hilfe von 3 Bojen markiert. Die erste Boje ist die Lee Boje. Zwischen ihr und dem Startschiff verläuft die Startlinie, die wiederum senkrecht zur Windrichtung verlaufen muss. Die zweite Boje ist die Luv Boje. Sie liegt direkt in der Windrichtung und voraus der Startlinie. Um die zweite Boje zu erreichen, müssen die Boote aufkreuzen. Die dritte Boje ist die Raum Boje, und liegt quer zu den anderen Bojen. Je nach den Gegebenheiten des Reviers und der zu startenden Bootsklasse kann der Abstand der Bojen zueinander variieren. Im Verlauf des Rennens müssen sie meist mehrfach umrundet werden. Die Raum Boje kann dabei mitunter ausgelassen werden. Während des Rennverlaufs fährt das Startschiff von seiner Ausgangsposition in der Nähe der Luv Boje, und bildet so eine Zielmarkierung.
Beim Up-and-Down-Kurs ist die Streckenführung dagegen vergleichsweise einfach. Sie wird für den America's Cup, für Katamarane und bei sehr vielen Jollen- und Kielbootklassen mit Spinnaker oder Gennaker eingesetzt. Der Start erfolgt ebenfalls an einer Boje. Danach fahren die Boote entgegen der Windrichtung bis zur Luv Boje. Dann muss die Ablauftonne markiert werden. Anschließend wird vor dem Wind zurück gefahren bis zur Startlinie. Durch ein Bojentor, das so genannte Lee Tor, müssen die Schiffe zwar hindurch segeln, danach aben sie aber die Wahl, welche der beiden Tonnen sie umrunden möchten. Auch der Up-and-Down-Kurs kann mehrfach gefahren werden. Start- und Ziellinie sind hier aus praktischen Erwägungen meist identisch. Im Unterschied zum Olympischen Dreieck kommt es beim Up-and-Down-Kurs nur sehr selten vor, dass ein Boot vom vorgeschriebenen Kurs so weit abweicht, dass es disqualifiziert werden muss.
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