Höhlentauchen

Eine faszinierende aber auch gefährliche Art des Tauchens, die häufig zur Höhlenforschung dient

Beim Höhlentauchen werden von Sporttauchern einzelne Höhlen oder Grotten sowie größere Höhlensysteme durchtaucht. Eine redundant aufgebaute Ausrüstung mit speziellen Lungenautomaten sowie Führungsleinen und Kunstlicht sind beim Tauchgang wichtig.

Taucher vor dunkler Höhle unter Wasser mit Taschenlampe, Foto aus Höhle geschossen
Taucher am Höhleneingang © Frank Waßerführer - www.fotolia.de

Als Höhlentauchen wird das Tauchen in natürlich geformten Höhlen oder Grotten bezeichnet. Das Tauchen in Höhlen findet immer mit der Unterstützung von Sauerstoff und Atemgeräten statt. Höhlentauchen ist ein großes Abenteuer, aber auch sehr gefährlich, deshalb muss der Tauchvorgang auf jeden Fall immer in der Gruppe durchgeführt werden mit mindestens einer Sicherungsperson außerhalb des Wassers. Die Tauchgruppe wählt einen "Führer", dessen Anweisungen unbedingt Folge zu leisten ist.

Höhlenzonen

Beim Höhlentauchen unterscheidet man zwischen drei Varianten, je nachdem, wie weit man in eine Höhle hineintaucht. Man unterscheidet:

  • Zone 1: Cavern (Grottentauchen)
  • Zone 2: Cave (Höhlentauchen) und
  • Zone 3: Full Cave (erweitertes Höhlentauchen).

Cavern

Beim Cavern Tauchen dringen die Taucher nur so weit in die Höhle vor, wie auch das Sonnenlicht noch hinein strahlen kann. Man spricht hier von der direkten Sonnenlichtzone. Der Taucher behält bei dieser Variante des Höhlentauchens also stets den Ausgang und das Tageslicht im Blickfeld, so dass eine Orientierung gut gelingen kann.

Das Cavern Tauchen kann von guten Tauchern durchgeführt werden, erfordert aber nicht allzu umfassende Spezialkenntnisse im Höhlentauchen. Ein Einführungskurs und ein guter Tauchführer machen das Cavern Tauchen zu einer vergleichsweise unkritischen Angelegenheit.

Cave

Beim Cave Tauchen dringen die Taucher jedoch weiter und tiefer in größere Höhlensysteme vor, um diese zu erforschen und zu erkunden. Hier hält er sich auch jenseits der Zone auf, in der natürliches Licht vorhanden ist (totale Finsternis). Der Taucher wagt sich bis zu 30 Meter tief in die Höhle hinein.

Full Cave

Beim erweiterten Höhlentauchen kommt es zum Teil zu tagelangen Expeditionen. Die Taucher dringen dabei auch mal mehrere Kilometer weit in die Höhle vor. Eine spezielle Ausrüstung ist notwendig. Abzweige müssen markiert werden, damit die Taucher ihren Weg auch wieder zurückfinden.

Zum Teil werden Seilsysteme zur Orientierung genutzt, aber auch andere technische Geräte. Diese so genannten Full-Cave Tauchausflüge müssen immer unter professioneller Leitung durchgeführt werden. In einem vorher zu absolvierenden Höhlentauchkurs kann das spezielle Wissen erworben werden.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen und Hinweise zum Höhlentauchen

Ausrüstung für Höhlentaucher

Ausrüstung für Höhlentaucher

Um Gefahren vorzubeugen, sollten Höhlentaucher nur mit guter Ausrüstung auf Tauchgang gehen. Dazu gehören unter anderem Lungenautomaten.

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