Rock 'n' Roll - ein schneller und dynamischer Schautanz: Merkmale und sportlicher Effekt

Junge blonde rockige Frau hält Schlagzeugsticks vor die Kamera

Rock 'n' Roll lebt von seinen akrobatischen Tanzeinlagen - das Tempo ist hoch und macht diese Tanzart zu einer sportlichen Herausforderung

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  • von Paradisi-Redaktion

Als Gesellschaftstanz gegen 1955 in den Vereinigten Staaten von Amerika entstanden, hat sich der Rock 'n' Roll als Tanzstil nun auf Tanzturnieren und Wettbewerben etabliert und erfreut sich wachsender Beliebtheit in den Tanzsportvereinen. Vom Tänzer werden sportliche und körperliche Höchstleistungen gefordert.

Der Rock 'n' Roll ist ein sehr fröhlicher und sportlicher Tanz, der vermehrt in Europa für Zuschauer und Tanzbegeisterte aufgeführt wird. Mit seinen

  • akrobatischen Einlagen und
  • geradlinigen Grundbewegungen

erinnert er sehr an Tanzstile wie das Cheerleading und den Jazz Dance.

Tanzstil und Musik

Typisch für diesen Paartanz ist, dass die Tänzer fast ausschließlich auf den Fußballen tanzen und nur die Herren bei Sprung- und Hebefiguren einen festen Stand einnehmen. Der flüssig kombinierte Wechsel aus Kicks und Steps verdeutlicht den sportlichen Charakter und das hohe Tempo des Tanzes.

Rock 'n' Roll wird auf Musik im 4/4 Takt getanzt und betont die Schläge 1 und 3 durch kurze und zackige Kicks der Tänzer. Ursprünglich nur zu Rock 'n' Roll Musik getanzt, wird heute eher moderne und speziell für die Paare bearbeitete Discomusik verwendet, um ein geringeres Tempo zu erhalten und dafür die Schritte stärker betonen zu können.

Tanzfiguren

Das Regelwerk bei Tanzturnieren sieht für den Rock 'n' Roll besondere Regeln vor, da das Augenmerk besonders auf der Abgrenzung von Akrobatik und Tanzfiguren liegt, um den Wettkampfcharakter für alle Tanzstile beizubehalten.

Tanzfiguren sind in diesem Fall nur Figuren, bei denen ein Tanzpartner von dem anderen gestützt oder gehalten wird. Überschläge oder Sprungfiguren mit Flugphasen werden nicht als Tanzfigur gewertet.

Kostüme

Ursprünglich trugen die amerikanischen Teenager noch Jeans und Petticoats, um den Rock 'n' Roll stilecht zu tanzen. Auf den modernen Turnieren wird lieber auf Kostüme aus elastischen Kunstfasern zurückgegriffen, die besonders figurbetont sind und durch ihre Leichtigkeit viel Bewegungsfreiheit bieten. Die oft sehr grellen Farben und Strassstickereien der Kostüme unterstreichen den flippigen Tanzstil und die fröhliche und animierende Musik der Neuzeit.

Typisch für den Rock 'n' Roll sind schnelle, kurze Bewegunge und akrobatische Figuren
Merkmale des Rock 'n' Roll

Rock'n'Roll ist die ideale Verbindung von Sport und Tanz

Auch für den Laien ist es auf den ersten Blick erkennbar: Rock'n'Roll ist mindestens genauso viel Sport wie Tanz. Dies ist zwar auch bei den Standardtänzen so, doch dort fällt es nicht sofort ins Auge.

Standardtänze leben von Eleganz und Anmut, und häufig sieht der Zuschauer gar nicht, welche körperlichen und sportlichen Höchstleistungen dahinter stecken. Nicht so beim Rock'n'Roll.

Der sehr erdige und dynamische Tanz hat einen sehr schnellen und einprägsamen Rhythmus. Und so sind schon die Grundschritte allein mit einer sehr hohen Frequenz zu tanzen. Die Beinarbeit ist nicht betont elegant, sondern eher sportlich und dynamisch.

Der Grundschritt entspricht einem lockeren aber impulsstarken Hüpfen, wobei die Füße sehr fest auf den Boden aufgesetzt werden. Dies ist auch der Grund, warum Rock'n'Roll nicht mit den üblichen hohen Tanzschuhen getanzt werden kann. Auch die Damen tragen hier sportliche weiche und leichte Sneakers. So versteht sich der Rock'n'Roll in seiner kompletten Ausstattung eher als sportlicher Tanz.

Effektives Herz-Kreislauf-Training

Beim Rock'n'Roll kann man seinen Kreislauf so richtig auf Touren bringen. Schon die Grundschritte mit einigen einfachen Figuren erweisen sich schnell als körperlich anstrengend, wenn über einen Zeitraum von mehreren Minuten hinweg ohne Unterbrechung getanzt wird.

Auf diese Weise kommen beim Rock'n'Roll auch Menschen auf ihre Kosten, die dem Standardtanz nur wenig abgewinnen können. Wer etwas für seine Figur und sein Herz-Kreislaufsystem tun möchte, ist beim Rock'n'Roll genau richtig.

Schnell gerät der Körper in die Fettverbrennungszone, und so baut man mit viel Spaß ganz einfach die ungeliebten Pölsterchen ab.

Optimal für Sportler mit hohen Ansprüchen

Für Sportler, die einen höheren Leistungsanspruch an sich selbst haben, bietet der Rock'n'Roll weitere Möglichkeiten. Hat man das Anfängerstadium erst einmal überwunden, so kann man sich an den anspruchsvollen

  • Hebe-
  • Sprung- und
  • Wurffiguren

versuchen. Dies sollte man jedoch nur unter der fachkundigen Anleitung eines kompetenten Trainers oder eines bereits weit fortgeschrittenen Tänzers tun.

Beschwerden und Verletzungen vorbeugen

Die Verletzungsgefahr beim Rock'n'Roll ist vergleichsweise gering, auch wenn er auf hohem Niveau getanzt wird. Jedoch muss der Sportler in besonderem Maße auf seine Sprunggelenke und Sehnen achten.

Da das Training beim Rock'n'Roll kurzweilig und abwechslungsreich ist, werden Ermüdungserscheinungen häufig zu spät wahr genommen oder verdrängt, deshalb sollte man bei hoher Trainingsintensität besonders aufmerksam auf seinen Körper hören.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: rock-n-roll and Anna © VolkOFF-ZS-BP - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Schultafel Kreidetafel Textur © Gunnar Assmy - www.fotolia.de

Autor:

Anne Fünfstück - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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