Informationen zum Studium der Sportwissenschaft und mögliche Berufsfelder

Die Sportwissenschaft ist eine sehr vielfältige Wissenschaft, die sich in mehrere Teilbereiche aufteilt und daher eine interdisziplinäre Wissenschaft ist. Biomechanik, Trainingswissenschaft, Sportmedizin, -ökologie, -ökonomie und viele andere Sektoren gehören zur Sportwissenschaft und somit auch zum Studium der Sportwissenschaft dazu. Nach der Ausbildung stehen dem Absolventen einige Berufsmöglichkeiten zur Auswahl. Informieren Sie sich über das Studium der Sportwissenschaft und lesen Sie, in welchen Berufsfeldern man anschließend tätig sein kann.

Sportwissenschaften studieren

Wissenswertes zum Studium der Sportwissenschaft

An einigen Universitäten kann man sich zum diplomierten Sportwissenschafter ausbilden lassen. Mittlerweile gibt es aber auch schon Bachelor- und Master-Studiengänge im Bereich Sportwissenschaft. Studieren kann man dieses interessante Fach an Sporthochschulen und ausgewählten Universitäten.

Sport als Haupt- oder Nebenfach

Sportwissenschaft kann auch als Teilstudiengang eines anderen Magister-Studiums studiert werden. Man muss sich lediglich entscheiden, ob Sport Haupt- oder Nebenfach sein soll. Beliebte Kombinationen sind zum Beispiel Sport und Geschichte oder Sport und Englisch.

Wer in einer allgemein bildenden Schule Sport unterrichten möchte, muss einen Lehramtsstudiengang absolvieren. Wer jedoch in Gymnasien oder höher bildenden Schulen Sportunterricht geben will, muss eine Ausbildung an der Universität absolvieren. Will man noch tiefer in die Materie der Sportwissenschaft eintauchen, so kann man auch den Doktor (Dr. Sportwiss.) im Bereich der Sportwissenschaft machen.

Nahaufnahme Reihe von jungen Studenten, lächelnd
Nahaufnahme Reihe von jungen Studenten, lächelnd

Dauer des Studiums

Normalerweise dauert ein Bachelorstudium der Sportwissenschaft sechs Semester. Für den Master benötigt man weitere vier Semester. Diplomstudiengänge dauern meist acht bis neun Semester.

An den meisten Universitäten, an denen man Sport studieren kann, kann man sich nach dem Grundlagenstudium spezialisieren. So kann man zum Beispiel mehrere Wahlfächer aus einer Sportart oder einer sportwissenschaftlichen Disziplin absolvieren und so Schlüsselqualifikationen erwerben.

An einigen Universitäten werden aber auch die Spezialisierungen

  • "Medien und Kommunikation"
  • "Sportökonomie" und
  • "Gesundheitssport"

angeboten, wobei Gesundheitssport derzeit sehr gefragt ist.

Ohne bestandene Eignungsprüfung läuft nichts

Viele denken sich vielleicht, dass es einfach ist, Sport zu studieren, doch da irren sie sich. Bevor man an der Universität aufgenommen wird, gibt es schwierige Eignungsprüfungen, bei denen man beste Ergebnisse in verschiedenen Sportarten erzielen muss. Wer also gerne Sportwissenschaft studieren will, muss unbedingt fit sein und sollte bereits einige Monate vor der Eignungsprüfung beginnen, zu trainieren.

Es werden verschiedene Sportarten abgeprüft. Anwärter auf das Studium müssen bestimmte Ergebnisse erreichen.

Gelingt dies nicht, so kann der Anwärter in diesem Jahr nicht auf die Universität aufgenommen werden. Natürlich ist auch ein ärztliches Attest erforderlich, schließlich gibt es beim Studium der Sportwissenschaft hohe Anforderungen, die auch bewältigt werden müssen.

Rote Laufbahn mit Beine von Läufer mit weiß-blauen Turnschuhen und schwarzer Leggins
Rote Laufbahn mit Beine von Läufer mit weiß-blauen Turnschuhen und schwarzer Leggins

Mögliche Berufsfelder eines Sportwissenschaftlers

Sportwissenschaft ist eine äußerst komplexe Wissenschaft, die sich aus mehreren Sektoren zusammensetzt und auf diesen aufbaut. Wer Sportwissenschaft studieren möchte, muss nicht nur körperlich fit sein, sondern auch etwas im Köpfchen haben. Als Sportwissenschaftler kann man in verschiedenen Bereichen arbeiten.

Wer an der Universität Sportwissenschaft studiert, hat nach dem Studium viele Möglichkeiten um ins Berufsleben einzusteigen. Die Ausbildung umfasst Biomechanik, Bewegungswissenschaft und Sportdidaktik genauso wie Sportethik, -geschichte, -medizin und -psychologie.

Die Absolventen haben nach dem Studium also umfassende Kenntnisse über den Körper, über die körperlichen Vorgänge und wissen, wie sich welches Training auf den Körper und auf die Psyche auswirkt. Im Rahmen der Ausbildung kann man sich auch auf andere Bereiche spezialisieren, indem man Wahlfächer in diesen Bereichen macht.

Als ausgebildeter Sportwissenschaftler beschäftigt man sich mit den richtigen sowie den leistungsorientierten Bewegungen, und leitet sportliche Menschen dazu an. Möglich ist beispielsweise

  • die Leitung von Kursen
  • die Unterstützung bei der Nutzung von Sportgeräten
  • die Betreuung von Menschen mit Behinderung
  • die Überwachung und Förderung nach Unfällen
  • das Training von Hobbysportlern
  • der Unterricht und die Erziehung von Kindern

Ziel ist darauf zu achten, dass die Sportler die richtigen Techniken anwenden und sich nicht falsch belasten. Auch können Leistungstiefs überwunden werden; zudem wird nach Möglichkeiten der Trainingsoptimierung gesucht.

Die Arbeitsplätze eines Sportwissenschaftlers können demnach sehr unterschiedlich sein:

Auch im Bereich des Journalismus und Managements werden Stellen vergeben.

Gesundheit

Gesundheitssport ist derzeit zum Beispiel gerade groß im Kommen. Die Gesundheit steht immer mehr im Mittelpunkt unserer Gesellschaft und viele Menschen möchten mehr für ihre Gesundheit tun. Ausgebildete Sportwissenschafter können diesen Menschen beratend zur Seite stehen und ihnen einen gesünderen Lebensstil mit mehr Sport zeigen.

Sportwissenschafter können auch Profisportler psychologisch betreuen, da auch die Sportpsychologie einen großen Teil der Ausbildung ausmacht. In Gesprächen wird gemeinsam herausgefunden, was den Sportler belastet, was ihn motiviert und wie seine Leistungen gesteigert werden können.

Psycholoogische Betreuung von Profisportlern
Psycholoogische Betreuung von Profisportlern

Sportinformatik und -journalistik

Ein anderer Teilbereich in der Sportwissenschaft ist Sportinformatik und Sportjournalistik. Bei der Sportinformatik geht es vor allem um

  • Datenaufnahme und -analyse
  • Modellbildung und
  • Simulationen.

Sportinformatiker tragen also dazu bei, Training und Wettkampfphase zu unterstützen und biomechanische Bewegungsanalysen zu machen. Außerdem werden sie in der Ausbildung eingesetzt und dokumentieren alle wichtigen Entwicklungen eines Sportlers, eines Trainingsgeräts oder einer Trainingsstrategie.

Sportjournalisten kommen in Online-Redaktionen, im Fernsehen, Radio oder in Printmedien zum Einsatz und berichten über verschiedene sportliche Ereignisse. Außerdem unterstützen sie Profisportler bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Es kommt immer darauf an, worauf sich ein Sportwissenschaft-Student während der Ausbildung spezialisiert. Wenn ihn die physischen und biochemischen Abläufe im Körper eher interessieren als Trainingswissenschaften, sollte er sich bereits während des Studiums eher auf diese Bereiche konzentrieren. Es gibt aber auch Menschen, die eher praktisch veranlagt sind und gerne in der Entwicklung von neuen Trainingsgeräten oder ähnlichem mithelfen würden.

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  • Exulting sprinter showing expression of victory in front of the © WavebreakMediaMicro - www.fotolia.de

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