27. September 2011
Kegeln ist eine Präzisionssportart, die vor allem als Breiten- und Freizeitsport, aber auch als Leistungssport ausgeführt wird. Natürlich gibt es auch beim Kegeln verschiedene Regeln. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten vor.
Beim Sportkegeln besteht eine Mannschaft aus vier bis sechs Spielern. Es gibt aber auch Einzel- und Mixed-Wettbewerbe. Neben der Bundesliga gibt es eine 2., eine 3., die Bayernliga, verschiedene Regional-, Bezirks- und Kreisligen. Seit 2006 gibt es auch organisierte Vereine mit Breitensport-Keglern. Sie spielen sowohl mit Voll- als auch mit Lochkugel und nehmen an regionalen Wettbewerben teil. Auch im Bereich der Freizeitkegler gibt es immer wieder Meisterschaften.
In Deutschland ist es üblich, dass man über zwei Bahnen, beziehungsweise vier Bahnen spielt. Pro Bahn werden 25 Wurf zum Abräumen und 25 Wurf in die Vollen gespielt. Am Ende werden die Ergebnisse aller Teammitglieder zusammengezählt und mit der gegnerischen Mannschaft verglichen. Wer die meisten Kegel umgeworfen hat, gewinnt.
Bei internationalen Wettbewerben werden 120 Wurf kombiniert. Auf vier Bahnen werden je 15 Wurf in die Vollen und 15 Wurf Abräumen gespielt. Pro Mannschaft gibt es sechs Teilnehmer. Die bessere Mannschaft bekommt zwei Punkte. Der dritte Punkt wird folgendermaßen vergeben. Es gibt einen Satzpunkt nach jedem Durchgang. Bei Kegelgleichstand bekommt jeder Spieler einen halben Punkt. Nach dem Bahnwechsel und vier Durchgängen erhält derjenige Spieler, der die meisten Satzpunkte gesammelt hat den Mannschaftspunkt. Sollte es zu einem Satzgleichstand kommen, geht der Punkt an den Spieler mit mehr umgeworfenen Kegeln. Sollte auch diese Anzahl gleich sein, bekommt jeder Kegler einen halben Mannschaftspunkt. Am Schluss werden alle Punkte zusammengezählt, wobei insgesamt acht Mannschaftspunkte ausgespielt werden.
Bei Sieg bekommt die Mannschaft zwei Punkte in die Tabelle, bei einem Unentschieden einen Punkt. Der Verlierer geht leer aus und bekommt keinen Punkt. Da es hin und wieder zu einem Punktegleichstand kommt, werden auch die Mannschafts- und Satzpunkte eingetragen.
Die Einführung von 120 Wurf sollte das Spielsystem vereinheitlichen. Gleichzeitig konnte damit die Spielspannung erhöht werden, denn man kann auch mit insgesamt mehr Gesamtholz das Spiel verlieren.
Deutschland wehrt sich bisher gegen dieses internationale Spielsystem, muss sich aber bei internationalen Wettkämpfen daran halten.
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