30. Januar 2012
Paintball ist ein Spiel, das seine Faszination daraus gewinnt, dass es taktisches Geschick mit körperlicher Leistungsfähigkeit und Teamwork kombiniert. Um diesen Reiz zu wahren und zu steigern, sind im Laufe der Geschichte mehrere Varianten des Spiels entstanden: Heute unterscheidet man zwischen Speedball, RecBall (Recreational Paintball), X-Ball sowie Woodland.
Speedball bezeichnet eigentlich nicht nur eine Paintballvariante, sondern dient als Überbegriff für alle Spiele, die auf kleinen SupAir-Feldern (künstlich angelegte Spielflächen) gespielt werden. Durch die Enge des Raums und die wenigen Deckungsmöglichkeiten, die in manchen Speedball-Varianten sogar noch weiter reduziert werden, kommt es vermehrt zu Abschüssen, was die Spielzeit verkürzt. Der Name Speedball rührt aber auch daher, dass die Akteure einfach schneller sein müssen als in anderen Paintballvarianten. Speedball zählt deshalb mit zu den anstrengendsten Optionen, wie man Paintball spielen kann.
Recreational ist eine englische Vokabel, die auf deutsch übersetzt so viel wie "Freizeit" bedeutet. Bei dieser Form von Paintball spielt man nicht um Geld und beteiligt sich nicht an offiziellen Turnieren, sondern betreibt das Spiel ausschließlich zum eigenen Vergnügen. Gerade Einsteiger wollen eigentlich nur RecBall spielen und sind überhaupt noch nicht bewusst, dass man das Spiel auch auf andere Weise betreiben kann. Die meisten RecBall-Spieler halten sich dennoch an die offiziellen Paintball-Vorgaben: Zumeist wird in zwei Teams zu je fünf Spielern auf SupAir-Feldern gespielt. Der Gebrauch roter Farbe ist verpöhnt.
X-Ball ist die moderne Adaption des klassischen "Capture-the-Flag". Zwei Teams mit je fünf Spielern und optional auch Auswechselspielern treten auf einem SupAir-Feld gegeneinander an. Ziel ist es, die Flagge des Gegners zu erobern. Konnte ein Team diese Aufgabe erfolgreich meistern, pausiert das Spiel für zwei Minuten. Die erfolgreiche Mannschaft bekommt zudem einen Punkt gut geschrieben. Das Team, das zuerst fünf Punkte hat, ist insgesamt siegreich.
Ursprünglich beschrieb der Ausdruck "Woodland" lediglich, dass man in der Natur im Wald spielte. Im Laufe der Zeit hat sich die Bedeutung jedoch verbreitert. Inzwischen steht Woodland auch dafür, so realistische Szenarien wie möglich durchzuführen. Die Spieler achten auf möglichst detailgetreue Uniformen, die Waffen können Nachbildungen echter Waffen sein und vereinzelt kommt es vor, dass historische Schlachten nachgekämpft werden.
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