Die Geschichte dieses Geländespiels

Gesicht eines Soldates, mit Helm und Tarnfarben

Die Ursprünge dieser Sportart liegen in Japan - in Deutschland sah man der Entwicklung des Trends zunächst sehr skeptisch entgegen

Airsoft gehört in der Bundesrepublik zu den umstrittensten Spielen überhaupt. Erst seit 2004 darf man die Waffen für die militärische Simulation überhaupt legal in den Läden kaufen. Dabei entstand das Geländespiel in einer Zeit, als endlich Frieden herrschte.

Die Ursprünge von Airsoft

Airsoft, oft auch als Softair (der normale Sprachgebrauch in den deutschen Medien) oder Skirmish ("Scharmützel") bezeichnet, ist ein taktisches Geländespiel, dessen Ursprünge in Japan liegen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der asiatische Inselstaat von US-Truppen besetzt.

Die Amerikaner verboten der Zivilbevölkerung den Besitz von Schusswaffen. Militär gab es ohnehin nicht mehr. Die japanische Industrie, die bis dahin unter Volllast Waffen für den Krieg gefertigt hatte, drohte zu erlahmen und schlug der Besatzungsmacht deshalb vor, Waffenrepliken aus Kunststoff zu fertigen, die keinen Schaden anrichten könnten. Die USA akzeptierten den Vorschlag.

Schon kurz nach Kriegsende kamen deshalb die ersten Waffen-Spielzeuge auf den Markt – sie waren federbetrieben und arbeiteten manuell. Die Japaner griffen begeistert zu. Schon bald spielten die ersten Waffen-Besitzer im Gelände in Teams gegeneinander.

Anders als beim Paintball kann man die Treffer mit einer Airsoft-Waffe jedoch nicht sehen, deshalb hat sich schon in den Anfängen des Spiels ein Ehrenkodex entwickelt: Der Getroffene hebt den Arm, ruft "HIT!" und scheidet aus dem Spiel aus.

Airsoft auf dem Weg in den Westen – Skepsis in der Bundesrepublik

Im Laufe der Jahre wurden die Waffenrepliken immer fortschrittlicher und ausgereifter. Die amerikanischen Besatzer, die anfangs sehr distanziert das taktische Geländespiel beobachteten, entwickelten sich zu Freunden, die mittlerweile selbst begeistert Airsoft spielten.

Die Soldaten brachten die Waffenrepliken mit nach Hause und verhalfen dem Spiel auf diese Weise so zum Durchbruch auf dem lukrativen US-Markt. In Europa und insbesondere in Deutschland regierte jedoch Skepsis bis Ablehnung.

In der Bundesrepublik untersagte bis zum Jahr 2004 das Waffengesetz den freien Verkauf der Airsoft-Waffen. Die damalige rot-grüne Bundesregierung änderte das Gesetz nur widerwillig und unter großem Protest. Der Auslöser: Längst hatten Airsoft-Waffen ihren Weg nach Deutschland gefunden.

Da ihrem Verkauf jedoch das Gesetz im Weg stand, importierten die Spieler die Repliken aus den europäischen Nachbarländern. Der Sinn des Gesetzes wurde somit auf den Kopf gestellt: Statt die Durchsetzung dieser Waffenart zu verhindern, flossen die Modelle unkontrolliert nach Deutschland.

Der einzige sinnvolle Weg, dies zu zu stoppen, war die legale Freigabe. Die Deutschen freute die Entscheidung, denn auch sie gehörten längst zu den größten Fans des spannenden Geländespiels.

Grundinformationen und Hinweise zu Airsoft

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  • Bildnachweis: warrior © Cora Reed - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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