Wenn vom Hungerast gesprochen wird, ist eine Hypoglykämie, also eine Unterzuckerung, gemeint. Sie tritt auf, wenn der Körper mehr Energie benötigt, als die Glykogenspeicher zur Verfügung stellen können. Um einen Hungerast zu vermeiden, sollten Radfahrer auf eine ausreichende Versorgung mit Kohlenhydraten bedacht sein.
Kraftlosigkeit, zittrige Finger und Schweißausbrüche können erste Hinweise auf eine Unterzuckerung sein. Die Leistungsfähigkeit lässt merklich nach, Schwindelattacken setzen ein. Später treten Sehstörungen auf, es kann zur Ohnmacht und zu Folgeschäden kommen. Die Unterzuckerung, medizinisch als Hypoglykämie bezeichnet, ist Folge einer Überforderung des Körpers.
Die Glykogenspeicher, aus denen der Körper seinen Brennstoff schöpft, befinden sich in den Muskel- und Leberzellen. Sie müssen ausreichend gefüllt sein, damit der Radsportler längere Touren ohne Leistungsabfälle überstehen kann.
Ein einmaliges Auffüllen der Depots vor Fahrtantritt reicht allerdings nicht aus, da nach spätestens 1,5 Stunden die letzten Vorräte erschöpft sein werden. Dann entzieht der Körper die benötigte Glukose dem Blut, was den Blutzuckerspiegel negativ beeinflusst. Es setzt die Unterzuckerung ein.
Um diesem biologischen Vorgang zuvorzukommen, empfiehlt es sich, bereits dann zu essen und zu trinken, wenn Hunger und Durst kaum merkbar sind. Nämlich nach etwa einer Stunde sportlicher Belastung.
Welche Lebensmittel der Radfahrer zu sich nimmt, hängt von seinen individuellen Verträglichkeiten und Vorlieben ab. Etwa zwei Stunden vor Fahrtantritt empfiehlt sich eine ausgiebige Portion Vollkornnudeln oder Reis. Auf jeden Fall sollte auf die Zugabe von Fett verzichtet werden. Die restliche Zeit vor der sportlichen Betätigung benötigt der Körper für die Verdauung.
Etwa eine Stunde nach Fahrtantritt kann der Radfahrer zu in Würfel geschnittenem Vollkornbrot, zu Bananenscheiben oder zu Trockenobst greifen. Schokolade, Kekse und Müsliriegel empfehlen sich bedingt, da diese bei gleichzeitiger starker Belastung des Körpers zu Verdauungsstörungen, beispielsweise Sodbrennen, führen können. Jeder Körper reagiert im Hinblick auf die Verdauung anders, so dass sich eigene Gewohnheiten entwickeln werden.
Durchschnittlich sollten pro Stunde 60 Gramm Kohlenhydrate aufgenommen werden. Als Getränk wird grundsätzlich Wasser empfohlen, dem eventuell Mineralien hinzugesetzt werden können.
Hat der Radfahrer das Essen und Trinken vergessen und der Hungerast setzt ein, müssen Nahrungsmittel her, deren Energie möglichst schnell ins Blut gelangt. Viele Radfahrer schören in diesem Fall auf Traubenzuckerpräparate und Cola.
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18.06.13 | |
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