4. Oktober 2008
Alte Landminen, die bisher von Hand gesucht und entschärft werden mussten, was auch sehr gefährlich war, sollen jetzt mit Hilfe eines Zeppelins, den Ingenieure von der Fern-Universität Hagen entwickeln, aufgespürt werden.
Die Voraussetzung dafür muss ein sehr langsamer Flug sein und die Minen sollen dann aus größerer Entfernung entschärft werden, ohne das Menschen in Gefahr geraten. Auf einem Bundeswehrgelände in Hemer wurde das kleine Luftschiff, das auch als "Blimps" bezeichnet wird, getestet. Es ist etwa neun Meter lang, mit einer Webcam ausgerüstet, kann 7 Kilogramm Nutzlast aufnehmen und legt in einer Stunde maximal 45 Kilometer zurück. Das verminte Gebiet wird mit Hilfe von Mikrowellen abgesucht, wobei das Luftschiff sich sehr langsam bewegen muß.
Die gefundenen Minen werden als GPS-Daten in Karten übertragen oder auch neue Karten erstellt, weil es in vielen Ländern, wo noch die Landminen liegen, diese noch nicht erstellt sind. Anschließend sollen dann die Minen von einem Hochleistungslaser, der in einem gepanzerten Fahrzeug untergebracht ist, entschärft werden. Im ersten Weltkrieg wurden Luftschiffe für den Einsatz mit Waffen eingesetzt, jetzt für die Entsorgung und Vernichtung derselben.
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