Tipps zu Absprung, Flug und Landung beim Weitsprung

Der Weitsprung als Olympische Disziplin der Leichtathletik sieht für den Zuschauer vergleichsweise einfach aus. Der Laie kann zwar die unterschiedlichen Phasen des Weitsprungs erkennen, erfasst aber meist in der Schnelle der Bewegung nicht die kompletten Bewegungsabläufe. An den Athleten jedoch stellt der Weitsprung viele technische Anforderungen. Alle Phasen des Sprungs müssen perfekt trainiert werden. Einige gute Tipps zur Absprung-, Flug- und Landephase beim Weitsprung haben wir hier für Sie gesammelt.

Tipps für optimale Bewegungsabläufe beim Weitsprung, vom Absprung bis zur Landung

Absprung

Der Körperschwerpunkt kann in der Flugphase nicht mehr aktiv verlagert werden, deshalb muss die optimale Position bereits beim Absprung gefunden werden. Dem Aufsetzen des Sprungbeins kommt daher eine hohe Bedeutung zu.

  • Idealerweise wird der Fuß sehr flach aufgesetzt, um den besten Abdruck zu erzielen.
  • Das Knie ist dabei leicht gebeugt.
  • Der Abdruck erfolgt über ein Abrollen des Fußes nach vorne und über die komplette Fußsohle.

Diese Stemmbewegung liefert eine zusätzliche Beschleunigung, die in Sprungweite umgesetzt wird. Nun muss der Körper möglichst ganz gestreckt werden. Diese Phase, der sich die unmittelbare Flugphase anschließt, wird als "Take Off" Phase bezeichnet.

Flug

Die unterschiedlichsten Bewegungen und Techniken sind notwendig, um den Körperschwerpunkt in der Flugphase zu steuern und zu kontrollieren. Diese Kontrolle ist auch unerlässlich, um eine optimale Landung einzuleiten.

Da die Sprungweite dort gemessen wird, wo das hinterste Körperteil den Boden berührt, ist der Sprung darauf ausgelegt, den Athleten möglichst nach vorne zu bringen. Eine Landung auf dem Gesäß, womöglich noch mit Abstützen der Hände, ist absolut zu vermeiden.

  • Zur Stabilisierung des Körpers in der Luft kann die Laufsprungtechnik eingesetzt werden, bei der die Füße ins Leere laufen, während die Arme gekreist werden. Sie wird meist jedoch nur von den Spitzenathleten beherrscht und angewendet, da sie erst ab sehr hohen Weiten sinnvoll ist.

  • Die Amateure dagegen bedienen sich meist der Hangsprungtechnik, bei der die Arme seitlich ausgebreitet und dann zur Landung mit Schwung nach vorn gebracht werden. Dabei befinden sich die Füße in einer waagrechten Haltung, während der Rumpf nach vorne in Richtung der Oberschenkel abgeknickt wird.

Generell dienen die Bewegungen von Armen und Beinen dazu, das Gleichgewicht zu erhalten. Auch die Landung wird dadurch vorbereitet. Was die Flugbahn des Körperschwerpunkts angeht, so kann diese während dieser Phase nicht mehr beeinflusst werden.

Beine eines Leichtathleten: er kommt beim Weitsprung im Sand auf
Beine eines Leichtathleten: er kommt beim Weitsprung im Sand auf

Landung

In den meisten Fällen kommen die Füße nicht gleichzeitig auf dem Boden auf, sondern hintereinander. Nun muss die Hüfte möglichst schnell über den Fuß nach vorne gebracht werden, um ein Zurückfallen zu verhindern.

Ein Abstützen mit den Händen nach vorne hilft wesentlich, den Sprung gut abzufangen und Verletzungen zu vermeiden. Auch die Gelenke werden so entlastet.

Generell zeichnet sich die Landung durch die Klappmesserhaltung aus. Es handelt sich dabei um die Sitzhaltung, die direkt vor der Landung entsteht.

Bei Bodenberührung schiebt man das Becken vor und gibt in den Knien nach. Die Arme werden etwas nach vorne geschwungen; durch zur Seite Werfen des Körpers ist es möglich, ein Zurückfallen zu vermeiden.

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  • Weitsprung in der Leichtathletik © Stefan Schurr - www.fotolia.de

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