Die Regeln beim Hürdenlauf und Hinweise zur Hürdenaufstellung

Sprinter mit blauen Laufschuhen und goldener Uhr in Startposition

Das Konzept des Hürdenlaufs

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Hürdenlauf gehört zu den spektakulärsten Disziplinen der Leichtathletik. Er stellt eine Kombination aus Sprint- und Sprungdisziplin dar und fordert von seinen Athleten nicht nur die maximale Schnelligkeit, sondern auch eine exzellente Sprungkraft und Flexibilität. Oft ist jahrelange Übung erforderlich, um den Hürdenparcours verlustfrei und rhythmisch ablaufen zu können. Informieren Sie sich hier über das Regelwerk beim Hürdenlauf.

Hürdenlauf: Allgemeine Regeln

Beim Hürdenlauf handelt es sich um eine Disziplin der Leichtathletik. Es ist eine Lauf- bzw. Sprintstrecke vorgegeben, auf denen bestimmte Hindernisse, die Hürden, aufgestellt sind.

Der Sportler muss die Hürden überlaufen, das bedeutet, er muss sie als Hindernisse akzeptieren und überwinden. Dabei ist es ihm nicht erlaubt, seine Laufbahn zu verlassen, um die Hürde zu umrunden.

Auch Techniken, bei denen zum Beispiel unter der Hürde hindurch geduckt wird, sind nicht zulässig. Während des Laufs darf die Hürde umfallen, wenn sie vom Läufer berührt wird. Es darf aber kein beabsichtigtes Umstoßen der Hürde stattfinden.

Ziel des Läufers muss es sein, die Hürde an ihrem Platz stehen zu lassen und sie zu überspringen oder überlaufen, ohne sie zu berühren. Denn jede Berührung würde den Bewegungsfluss behindern.

Sehr klar geregelt sind

  • die Anzahl der Hürden
  • die Länge des Parcours
  • der Abstand der Hürden zueinander und zum Start und Ziel, sowie
  • die Höhe der Hürden.

Dabei hängt es von der Länge des Rennens ab, wie viele Hürden in welchem Abstand gestellt werden. Für Damen, Herren und Jugendliche zählen dabei unterschiedliche Richtlinien.

Beim Hürdenlauf sind Höhe, Anzahl und Abstand der Hürden klar definiert
Definierte Angaben

Anforderungen an den Läufer

Die Anforderungen im Hindernislauf sind höher als die im Hürdenlauf. Sowohl, was den organisatorischen Ablauf betrifft, als auch die Anforderungen an den Läufer selbst. Selbst, wenn es sich um weniger Hürden handelt; das Ziehen des Wassergrabens, das zusätzliche Abstecken der Strecke und das nachträgliche Einbringen von Hürden bedeuten einen erheblichen Mehraufwand.

Der Läufer selbst muss technisch variabler sein. Zum einen muss er sich auf dicht auflaufende Konkurrenten konzentrieren, zum anderen muss er einen anderen Laufrhythmus finden, der möglichst einen Wechsel des Sprungbeines zulässt.

Kurz- und Langdistanz

Meisterschaften werden auf der Kurzdistanz und auf der Langdistanz ausgetragen.

  • Bei der Kurzdistanz müssen die Damen 100 Meter, die Herren 110 Meter zurück legen.
  • Die Langdistanz umfasst für beide 400 Meter und wird meist auf der Rundlaufbahn ausgetragen.

Bei diesen beiden Wettbewerben müssen jeweils 10 Hürden überlaufen werden. Hallenwettbewerbe führen meist über 60 Meter und fünf Hürden; Jugendliche laufen 80 Meter.

Hürdenlauf: junge Athletin springt über Hindernis
Hürdenlauf: junge Athletin springt über Hindernis

Aufbau und Merkmale der Hürden

Eine besondere Bedeutung kommt natürlch den Hürden zu. Dabei sollten Unterschiede zum Hindernislauf gezogen werden, und dennoch bestehen auch einige Gemeinsamkeiten.

Der Hindernislauf ist wie der Hürdenlauf eine leichtathletische Disziplin, bei der mehrere Hindernisse überwunden werden müssen. Allerdings handelt es sich beim Hindernislauf um eine Langstrecke von 3.000 Metern. Ein gleichmäßiger Bewegungsablauf lässt sich nicht über die gesamte Strecke beibehalten, so dass auch die Hürden anders als beim Hürdenlauf aufgestellt sein müssen.

Höhe und Breite der Hürden

Je kürzer der Lauf ist, desto höher sind die Hürden:

  • Beim 110 Meter Lauf der Herren sind die Hürden 42 Inch hoch, das sind 106,68 cm.
  • Die Hürden der Damen beim 100 Meter Lauf sind 33 Inch hoch, das entspricht 83,82 cm.
  • Beim 400 Meter Lauf dagegen sind die Hürden niedriger. Damen: 30 Inch = 76,20 cm, Herren 36 Inch = 91,44 cm.

Im Hindernislauf gilt es, 4 einfache Hürden und eine Hürde in Kombination mit einem künstlichen Wassergraben zu überwinden. Die Höhe der Hürden ist dieselbe wie beim Hürdenlauf auch.

Die Breite der Hürden beträgt mindestens 3,96 Meter. So haben, anders als beim Hürdenlauf, mehrere Hindernisläufer gleichzeitig die Möglichkeit, die Hürde zu überwinden. Auch für den oberen Querbalken gibt es ein vorgeschriebenes Maß, es beträgt 12,7 x 12,7 Zentimeter.

Aufstellung

Die Läufer starten jeweils auf Gegengeraden. Dort wird nach dem Start von Helfern jeweils eine Hürde aufgestellt, welche die Läufer der Gegengeraden in der ersten Runde überwinden müssen. Für die mit dem Wassergraben kombinierte Hürde gibt es eine eigene Laufbahn.

Meist befindet sie sich im Bereich der zweiten Kurve hinter der Ziellinie, manchmal auch außerhalb der Zielkurve. Damit die Läufer sie rechtzeitig erkennen, ist die Strecke markiert.

Die Länge des Wassergrabens beträgt 3,66 Meter, gemessen ab der ersten Hürdenkante und kann somit ebenfalls von mehreren Läufern gleichzeitig überwunden werden. Auch seine Breite beträgt 3,66 Meter.

Selbst die Tiefe des Grabens ist definiert. Auf den ersten 30 Zentimetern ist der Graben 70 Zentimeter tief, danach läuft er flach aus. Damit der Graben das Wasser halten kann, ist er mit Kunststoff ausgelegt.

Athletin beim Sprung über Hürde
Athletin beim Sprung über Hürde
Abstände

Die Abstände der Hürden zueinander sind einheitlich, gleichmäßig und klar definiert. Die Entfernungen hängen von der jeweiligen Laufdistanz ab.

Auch der Stellpunkt der ersten Hürde nach dem Start ist genau festgeschrieben. Zur Kontrolle dient die Abstandsmessung von der letzten Hürde bis ins Ziel. Diese letzte Distanz wird noch einmal in einem Schlußsprint absolviert.

  • Beim Hürdenlauf über 100, 110 und 400 Meter gibt es 10 Hindernisse
  • Bei Indoor-Wettkämpfe gibt es 5 Kipphürden auf einer 60 Meter Bahn
  • Für Jugendliche gilt es, 8 Hindernisse auf einer 80 Meter Bahn zu überwinden
  • Für den Männer-Sprint von 110 Metern gilt: die erste Hürde steht 13,72 Meter hinter der Startlinie; die weiteren Abstände betragen 9,14 Meter, während sich die letzte Hürde 14,92 Meter vor dem Ziel befindet
  • Für den Frauen-Sprint von 100 Metern gilt: die erste Hürde steht 13 Meter hinter der Startlinie; die weiteren Abstände betragen 8,5 Meter, während sich die letzte Hürde 10,5 Meter vor dem Ziel befindet
  • Für den 400-Meter-Sprint bei Frauen und Männern gilt: die erste Hürde steht 45 Meter hinter der Startlinie; die weiteren Abstände betragen 35 Meter, während sich die letzte Hürde 40 Meter vor dem Ziel befindet

Extrem-Hindernisrennen: Kampf gegen Elektrozäune, Höhen und Schlamm fördern das Selbstbewusstsein

Staffellauf, dunkelhäutiger Sportler rennt mit Staffelstab über Sportplatz, Sprint
on his way © Jim Parkin - www.fotolia.de

Es gibt Menschen, für die ist ein einfaches Wettrennen nicht mehr genug. Sie wollen bis an ihre Grenzen gebracht werden und suchen die ultimative Herausforderung für Kraft, Geschick und Mut.

Das Tough Guy Race

Für all diese Menschen gibt es bereits seit den 1980-Jahren das "Tough Guy Race". Dieses Extrem-Hindernisrennen verlangt von den Teilnehmern alles. Sie müssen unter Elektrozäunen kriechen sich durch Schlamm und eiskaltes Wasser bewegen und auch Strecken durch Feuer und über schwindelerregende Höhen gehören zum Rennen.

Tausende Männer und auch immer mehr Frauen sind von dieser Art des Parkour-Laufens begeistert. Daher kennt die ursprünglich britische Erfindung inzwischen viele Ableger. Auch in Deutschland finden immer wieder Extrem-Hindernisrennen statt. Zuletzt nahmen im Mai 2014 am Nürburgring rund 13.000 Menschen teil.

Man kämpft zwar zum einen dafür, schneller als alle anderen zu sein, aber im Wesentlichen ist es auch ein Rennen gegen sich selbst. Man wird mit Ängsten konfrontiert und muss sich selbst auf dem kilometerlangen Lauf besiegen. Wer das schafft, der erfährt ein unglaubliches Hochgefühl und ist zu recht sehr stolz auf sich.

Das ist auch eine Streicheleinheit für das eigene Selbstbewusstsein. Wer zuvor schon selbstsicher war, fühlt sich bestätigt und wer Zweifel hatte, hat sich selbst aufgebaut.

udem sind solche Läufe eine schöne Art, auf friedliche Art einmal alles rauszulassen und sich danach nicht nur erschöpft, sondern befreit zu fühlen. Manche Veranstaltungen arbeiten zudem mit Kamerateams zusammen, die alle Läufer begleiten. So fühlen sich die Teilnehmer auf der einen Seite wie ein Filmstar im Actionfilm und auf der anderen Seite kann jeder nach dem Lauf sein persönliches Video als Erinnerung mitnehmen.

Das kann zurück im Alltagstrott für neue Motivation sorgen, wenn man sich das Video ansieht und daraus Kraft tankt.

Grundinformationen und Hinweise zum Hürdenlauf

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Doping © Trevor Harris - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Schiefertafel Anhänger © stockpics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Track and Field Hurdler Athlete © Pete Saloutos - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Athletic girl hurdling at the track © James Peragine - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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