27. Dezember 2011
Beim Hammerwurf kommt es durch die Ausnutzung physikalischer Gesetze zur Übertragung von Fliehkräften auf den Wurfhammer. Hierfür muss der Hammerwerfer komplexe Techniken beherrschen, die mit unterschiedlichen Bewegungsabläufen kombiniert sind. Nebenbei erfordert das Hammerwerfen eine enorme Standsicherheit, für welche spezielles Zubehör erforderlich ist.
Die Technik des Hammerwerfens setzt sich aus mehreren Phasen zusammen. Der Sportler greift mit der linken Hand den Griff des Wurfhammers und schwingt ihn auf. Linkshänder benutzen die rechte Hand. Anschließend fasst die andere Hand nach. Diese sogenannten Armkreisschwünge sorgen für den Kraftaufbau. Dann führt der Hammerwerfer 4 Drehungen um die eigene Achse aus, während der es zur Verlagerung seines Körpergewichtes und zu einer enormen Beschleunigung kommt. Ist die maximale Fliehkraft erreicht, wird der Wurfhammer abgeworfen. Die Fluggeschwindigkeit des Wurfhammers kann durchaus 115 Kilometer in der Stunde erreichen.
Neben Rhythmusgefühl und einem gut entwickelten Gleichgewichtssinn wird vom Sportler eine außerordentliche Standsicherheit gefordert. Schließlich müssen alle Bewegungsabläufe innerhalb des vorgeschriebenen Ringes ausgeführt werden, ein Übertreten führt zum ungültigen Wurf. Auch darf der Wurfhammer nicht vorschnell verloren gehen. Um sowohl den Füßen als auch den Handinnenflächen des Hammerwerfers den nötigen Grip zu verleihen, benutzt er spezielle Handschuhe und Schuhe.
Die Handschuhe für den Hammerwurf stehen in unterschiedlichen Größen zur Verfügung und bestehen aus Echtleder. Ihr Gewicht beträgt etwa ein Kilogramm. Unterschieden wird in Handschuhe für Links- und für Rechtshänder. An den Fingerspitzen sind sie mit Ausnahme des Daumens offen, eine zusätzliche Verstärkung im Fingerbereich sorgt für eine gute Kraftverteilung und verhindert das Einschnüren des Hammergriffes auf der Haut. Am Schaft erfolgt das Verschließen mittels Klettband. Die Schuhe müssen so gearbeitet sein, dass sie den Füßen einen sicheren Halt bieten, ohne sie einzuengen. Insbesondere kommt es darauf an, dass die Sohle rutschfest ist. Trotzdem darf sie während der Drehbewegungen nicht bremsen. Das Aufbringen von Haftmitteln auf den Schuh ist nicht erlaubt.
Ich suchte nach kurzen, knappen und hilfreichen Infos über Hammerwerfen und dessen Technik. Hier bin ich fündig geworden.
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