16. Juni 2011
Das Wandern im Gebirge stellt durch sein anspruchsvolles Gelände besondere Anforderungen an den Wanderer. Hersteller von Wanderstöcken haben für dieses Einsatzgebiet einen recht außergewöhnlichen Wanderstock entwickelt.
Ein besonderes Modell unter den Wanderstöcken ist der Bergstock. Er wird auch als Alpenstock bezeichnet. Seinem Namen gemäß setzt man ihn im Gebirge beim Auf- und Abstieg ein, wo er als Einzelstock verwendet wird. Bei Bedarf benutzt der Wanderer beide Hände zum Überwinden von unterschiedlichsten Hindernissen.
Anders als übliche Wanderstöcke besteht ein Bergstock aus einheimischem Holz oder aus Bambus. In Betracht kommen beispielsweise Eberesche, Schwarzdorn oder Haselnuss. Auch industriell gefertigte Rundhölzer werden verwendet. Angeboten wird der Bergstock hauptsächlich in Jagdausstattern oder im Internethandel. Es gibt große Differenzen in Ausstattung und Preis. Als Bergstock sind unterschiedliche Längen verfügbar, so dass jeder Wanderer die für ihn optimale Länge auswählen kann. Grundsätzlich entspricht diese der etwaigen Körpergröße des Wanderers. Der Durchmesser liegt zwischen 30 und 35 Zentimetern.
Bei den Bergstöcken sind einteilige Modelle von denen zu unterscheiden, die sich teilen lassen. Diese bestehen aus mehreren Stücken, die mittels Schraubverbindungen zusammengefügt werden können. Beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile. Einteilige Bergstöcke sind robuster, sie halten einer höheren Belastung Stand. Diese Eigenschaft kommt besonders den Wanderern zugute, die viel Gepäck mit sich führen. Mehrteilige Stöcke hingegen lassen sich auf Reisen oder nach dem Gebrauch platzsparend verstauen.
Zur Dämpfung besitzt der Bergstock über seiner Stahlspitze einen Gummipuffer. Bei entsprechendem Untergrund wird er entfernt, damit die Spitze im Boden greifen kann. Einige Bergstöcke verfügen auch im oberen Teil über einen solchen Puffer, so dass diese Modelle Stöße noch besser abfangen können.
Eine besondere Bedeutung hat der Bergstock für Jäger. Sie benutzen ihn nicht nur, um von seiner Bequemlichkeit beim Auf- und Absteigen im Gebirge zu profitieren. Jäger verwandeln den Bergstock durch das Aufsetzen von speziellen Klingen in eine Waffe. Ist die Beute erlegt, kann sie am Bergstock befestigt und nach Hause befördert werden. Als Zusatzausstattung können unter anderem Hirschhorngabeln und Lederriemen angebracht sein. Der Treiber benutzt Bergstöcke, deren Griff abgerundet ist. Besonders edle Modelle besitzen Verzierungen oder einen gedrehten Stock. Bergstöcke können bei einigen Benutzern durchaus als Statussymbol bezeichnet werden.
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