26. Mai 2011
Hockeyschläger müssen in ihrem Aufbau dem FIH-Regelheft entsprechen, damit sie zu Wettkämpfen zugelassen werden. Auf Seite 26 des Regelheftes sind Gebote aufgeführt, die Aufbau, Ausführung und Material des Schlägers bestimmen.
Die bereits im Jahre 1886 verfassten Hockeyregeln werden vom Welthockeyverband FIH von Zeit zu Zeit überarbeitet und besitzen stets nach ihrem aktuellen Stand Gültigkeit. Waren Hockeyschläger früher ausschließlich aus Holz gefertigt, haben sich zwischenzeitlich auch andere Materialien bei der Herstellung bewährt. Verbundkunststoffe, wie Kevlar, gewährleisten eine größere Stabilität des Schlägers und machen ihn flexibler. Sie sind im Gegensatz zu Metallzusätzen erlaubt.
Die Vorschriften bestimmen, dass ein Hockeyschläger auf der linken Spielseite flach zu sein hat. Dabei ist davon auszugehen, dass der Schläger auf der linken Körperseite gehalten und die Keule nach vorn und oben gerichtet ist. Sie zeigt vom Spieler weg. Sonderanfertigungen, extreme Formabweichungen und Eigenmächtigkeiten werden nicht anerkannt und führen zu Strafen. Während bei verschiedenen Sportarten Sportgeräte für Rechts- und Linkshänder unterschieden werden, gibt es diese Unterscheidungen beim Hockey nicht.
Der Durchmesser des Stockes muss so beschaffen sein, dass er durch einen Ring mit einem Innendurchmesser von 5,1 Zentimeter passt. Er muss glatt sein, scharfe Kanten sind zu vermeiden. Das Gewicht des Schlägers beträgt zwischen 340 und 794 Gramm. Mit Ausnahme der Krümmung der Keule hat der Schläger gerade zu sein. Wird er hingelegt, darf sein Abstand von der Auflagefläche nicht mehr als 2 Zentimeter betragen.
Das FIH-Regelheft erlaubt das Tapen des Schlägers mit entsprechendem Tapeband, das in unterschiedlicher Breite angeboten wird. Es soll das Stoppen des Balles erleichtern. Wichtig ist, dass der Schläger auch nach dem Tapen durch den vorgegebenen Ringinnendurchmesser von 5,1 Zentimetern passt.
Im Verlaufe eines Hockeyspieles ist es dem Spieler gestattet, den Hockeyschläger zu wechseln, selbst dann, wenn er einen Siebenmeter ausführen will. Dabei ist es möglich, im gegenseitigen Einverständnis den Schläger eines Mitspielers auszuleihen oder einen Zweitschläger von der Ersatzbank zu holen. Der Schiedsrichter hat während des gesamten Spieles darauf zu achten, dass die Spieler im Umgang mit dem Schläger so achtsam sind, dass sie weder sich noch Mitspieler verletzen können. Vorschriften darüber, wie weit mit dem Schläger ausgeholt werden darf, gibt es nicht.
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07.05.12 | |
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