Fußballtore und Torwände - Merkmale, Unterschiede und Nutzungsmöglichkeiten

Ausschnitt Tor auf Fußballplatz

Wissenswertes zu Toren und Torwänden

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Zum Fußballspiel bzw. Training gehören Fußballtor sowie Torwand dazu. Letztere dient dem Training der Geschicklichkeit und besteht aus einer senkrechten Wand mit zwei Löchern, durch die der Fußball geschossen werden muss. Fußballtore stehen in zweifacher Ausführung auf jedem Fußballfeld - wer ein Tor erzielt, hat den Fußball in das gleichnamige Element befördert. Informieren Sie sich über die Merkmale, Unterschiede und Nutzungsmöglichkeiten von Fußballtor und Torwand.

Fußballtore - Merkmale und Einsatzgebiete

Besonders wichtig für den Fußballsport ist das Tor. Der Begriff "Tor" bezeichnet dabei einerseits den Treffer an sich, durch den die Punkte einer Mannschaft im Spiel erzielt werden, als auch den Torbogen selbst, in den der zum Treffer führende Schuss erfolgen muss. Im offiziellen Spielbetrieb ist das Tor in vielerlei Hinsicht genormt.

Das Tor jeder Mannschaft gilt als ein Element des Spielfelds und nimmt dort eine genau definierte Position ein. So muss das Tor genau in der Mitte der eigenen Torauslinie stehen.

Es besteht aus zwei senkrechten Pfosten und einer Querlatte. Die beiden senkrechten Pfosten stehen im identischen Abstand zu den jeweiligen Eckfahnen.

Festgelegte Maße der Tore

Nach Definition der FIFA, dem Weltfußballverband, wird der Abstand der Pfosten von deren Innenkante abgemessen und beträgt exakt 7,32 Meter. Die Querlatte liegt in einer Höhe von 2,44 Metern auf den Pfosten auf, wobei ebenfalls von der Unterkante ab gemessen wird. Die Maße wurden aus den ursprünglichen Angaben von 8 Feet mal 8 Yards errechnet.

Auch die Breite der Pfosten und der Querlatte ist genormt, so darf sie nur maximal 12 cm betragen. Pfosten und Querlatte müssen dasselbe Format besitzen.

Fußball im Netz des Fußballtors unter blauem Himmel
Fußball im Netz des Fußballtors unter blauem Himmel

Lackierung

In den meisten Fällen und bei offiziellen Spielen besteht das Tor aus silberfarbenem Metall, das mit einem Klarlack lackiert ist. Das Tor ist also silberfarben, jedoch matt, so dass es die Sonne nicht reflektiert und die Spieler nicht blendet.

Für den Trainings- und Breitensport sind auch weiß lackierte Tore zulässig. Bei der Art der verwendeten Lacke wird in den letzten Jahren verstärkt Wert auf umweltfreundliche und nachhaltige Produkte gelegt.

Befestigung der Netze

Die Netze werden

  • an den Pfosten
  • an der Querlatte und
  • am Boden

hinter dem Tor befestigt. Die Art der Abstützung ist variabel, einziges Kriterium ist, dass der Torwart ausreichend Platz im Tor findet und ihm der nötige Bewegungsspielraum zur Verfügung steht.

Outdoor- und Indoor-Tore

Fußball ist eine Sportart, die vorwiegend im Freien gespielt wird. Die Spiele der FIFA, aber auch nationale Austragungen höheren Ranges finden ausschließlich in Stadien und auf Fußballfeldern statt. Diese können zwar zum Teil überdacht sein, gelten jedoch als Freiluftareale.

Eine ganz eigene Domäne dagegen besetzt der Hallenfußball. Er ist als eigenständige Sportart anerkannt und folgt einem eigenen Regelwerk und speziellen Austragungsmodalitäten.

Die Wettbewerbe des Fußballs und des Hallenfußballs werden nicht miteinander vermischt. Im Freizeitbereich dagegen findet Fußball häufig in der Sporthalle statt, vor allem um den Sportlern im Winter auch Trainingsmöglichkeiten anbieten zu können.

Wettbewerbe werden hier jedoch meist nur auf Vereinsniveau ausgetragen. Je nach Art, Auslegung und Zielsetzung des jeweiligen Fußballspiels sind auch die Anforderungen an die Größe und Beschaffenheit der Tore unterschiedlich.

Ein Fußball liegt vor dem Tor auf dem Rasen und wird von einem Flutlicht angeleuchtet
Ein Fußball liegt vor dem Tor auf dem Rasen und wird von einem Flutlicht angeleuchtet
Anforderungen an die Tore für Outdoor-Spiele

Die offiziellen Spiele der FIFA finden im Freien statt. Hier muss das Tor in der Mitte der Toraus-Linie stehen und aus zwei senkrechten Pfosten bestehen. Diese müssen im identischen Abstand zu den Eckfahnen stehen und sind oben durch eine Querlatte verbunden.

Der Abstand zwischen den Innenkanten der Pfosten muss exakt 7,32 Meter betragen, die Querlatte liegt auf einer Höhe von 2,44 Metern auf. Gemessen wird jeweils ab der jeweiligen Innenkante.

Pfosten und Querlatte müssen aus identischem Material und mit identischen Maßen gearbeitet sein und dürfen maximal 12 cm breit sein. Auch die Torlinie muss diese Breite aufweisen.

Bei der Befestigung der Netze gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, sie müssen jedoch so angebracht sein, dass der Torwart genügend Bewegungsspielraum behält. Pfosten und Querlatte sind in silberfarbenem Metall gehalten und mit Klarlack lackiert, oder in weißer Farbe gekennzeichnet.

Anforderungen an die Tore für Indoor-Spiele

Für viele Spiele, die in der Halle stattfinden, werden identische Tore verwendet. Dies geschieht zum einen aus dem praktischen Grund, dass bereits vorhandenes Material in der Hallensaison einfach weiter verwendet werden kann. Ein anderer Aspekt ist, dass der Torwart sich an keine andere Größe seines Tores gewöhnen muss, was ihm möglicherweise in Außenspielen dann wieder zum Nachteil würde.

In vielen Hallen, die eigens für den Fußball errichtet wurden und saisonal unabhängig genutzt werden, besitzen die Tore jedoch auch ein kleineres Format, das dem verkleinerten Spielfeld angepasst ist. Im reinen Freizeit- und Spaßbetrieb sind ganz unterschiedliche Tormodelle, zum Teil auch Torwände oder zweidimensionale Aufbauten im Einsatz.

Neue Fußballtore sollen Verletzungen verhindern

Nahaufnahme Fußball auf Netz im Tor
soccer score © Danny Hooks - www.fotolia.de

Die Entwicklung für ein neues Fußballtor, das die Gefahr einer Verletzung der Spieler verhindern soll, hat der spanische Fußballverband in Auftrag gegeben und jetzt soll dieses sogenannte "Anti-Verletzungs-Tor" offiziell beim WM-Qualifikationsspiel am 9. September 2009 zwischen Spanien gegen Estland zum Einsatz kommen.

Das neue Material für das Tor besteht aus Kautschuk und Polyurethan und die Ingenieure des Herstellers brauchten auch drei Jahre für die Entwicklung, denn ein Schuss gegen den Pfosten oder die Latte muss den gleichen Effekt wie bisher zeigen.

Tore für Kinder

Schon Vorschulkinder - vor allem Jungen, aber auch zunehmend mehr Mädchen - träumen heute bereits von einer großen Karriere als Fußballer oder haben einfach nur Spaß am Fußball und an der Bewegung. So haben Fußballvereine keine Nachwuchsprobleme, sondern sind immer gut besucht.

In altersgerechten Trainings wird auf die speziellen Fähigkeiten und Anforderungen der kleinsten Spieler eingegangen, so dass ihnen die Freude am Sport spielerisch vermittelt werden kann. Nach wie vor ist Fußball der beliebteste Sport überhaupt bei Kindern und Jugendlichen.

Besonders wichtig ist es, sowohl im Freizeitspiel als auch im vereinsinternen Training möglichst optimale Bedingungen für Kinder und Jugendliche herzustellen. Je besser sie für das Spiel ausgestattet sind, desto besser können sie es beherrschen und erlernen.

Nicht nur die Fähigkeiten von Kindern unterscheiden sich von denen von Erwachsenen, sondern auch ihre Körpergröße und sonstige körperliche Voraussetzungen. Auf das Fußballspiel bezogen bedeutet das, dass ein kleiner Nachwuchstorwart mit dem großen Tor eines erwachsenen Torwarts vermutlich heillos überfordert wäre.

Der Torraum ist für ihn weder in der Höhe noch in der Breite kontrollierbar. Deshalb ist es wichtig, geeignete Fußballtore für Kinder zu finden.

Die richtige Größe

Bei der Auswahl kann auf die unterschiedlichsten Kriterien Wert gelegt werden. Ein besonders wichtiges Auswahlkriterium jedoch ist die Größe. Tore für den Kinderspielbetrieb sind grundsätzlich kleiner als die Tore der Erwachsenen.

Ein gutes Tor lässt sich daran erkennen, dass die Dimensionen in ihren Proportionen eingehalten werden und das Tor nicht nur besonders flach oder besonders schmal ist. Werden die Proportionen bereits zu Anfang erlernt, so kann der Torwart ein besseres Gefühl für sie entwickeln.

Sicherheit

Ganz besonders wichtig im Kindersport ist auch die Sicherheit. Fußballtore sollten deshalb über eine hohe Qualität verfügen. Dazu gehört, dass sie sauber verarbeitet sind und das Material keine rauen Stellen oder überstehende Nähte aufweist, an denen Verletzungen entstehen können.

Prellungen und Blutergüsse entstehen jedoch auch bei einem Aufprall auf stumpfe und harte Gegenstände. Deshalb gibt es Tore mit einer speziellen dämpfenden Ummantelung, die über die untere Hälfte der Torpfosten gezogen werden kann. Sie schützt vor allem die ganz kleinen Spieler.

Spaßfaktor

Auch der Spaß sollte nicht zu kurz kommen. Kinder üben besonders gerne beim Schießen auf die Torwand oder auf sonstige ansprechend gestaltete Flächen, bei denen der Erfolg sehr schnell sichtbar wird.

Bei einer Anschaffung für den eigenen Garten sollte auch an die Verstaubarkeit des Tors gedacht werden. Manche Modelle lassen sich Platz sparend zusammenklappen.

Junge in rosa Torwarttrikot fischt einen Ball aus dem Winkel
Junge in rosa Torwarttrikot fischt einen Ball aus dem Winkel

FIFA wagt Blick in die Zukunft - Test von elektronischen Hilfsmitteln

Bald technische Unterstützung bei der Torbeständigung im Fußball?

Weißer Fußball in grünem Netz von Fußballtor
Goal © LVDESIGN - www.fotolia.de

Bisher war der Weltfußball-Verband FIFA immer zurückhaltend, was den Einsatz von Technik bei einem Fußballspiel angeht. Die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters sollte nicht durch technische Hilfsmittel verwässert werden. Doch scheinbar findet zur Zeit ein Umdenken statt, denn ab kommenden Monat werden von neun Anbietern verschiedene elektronische Systeme zur Torerkennung von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) in der Schweiz untersucht.

Tests und Einsatz

Nach den Tests, die im Dezember abgeschlossen werden, soll im März nächsten Jahres die Regelkommission des Verbandes, das so genannte International Football Association Board (IFAB) entscheiden, wer es in die zweite Runde schafft.

Die Voraussetzungen dafür sind genau vorgegeben. In weniger als 10 Prozent der Fälle muss das System in verschiedenen Tests erkennen, ob der Ball die Torlinie komplett überschritten hat und darüber den Schiedsrichter mit Hilfe eines Signals innerhalb nur einer Sekunde informieren. Ziel sei es laut dem Präsidenten der FIFA Joseph Blatter, eines der Systeme bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien einzusetzen.

Die schon seit Jahren geführte Diskussion flammt spätestens nach einem nicht gegebenen Tor immer wieder neu auf. Zuletzt bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, wo England gegen Deutschland ein reguläres Tor erzielte, was der Schiedsrichter aber nicht gab. Mit Hilfe dieser Systeme soll das in Zukunft verhindert werden. Andere Sportarten wie Eishockey nutzen neben extra Torschiedsrichtern dafür seit vielen Jahren auch den Videobeweis.

Fifa öffnet sich Torlinien-Technologie

Ein Chip im Ball oder die Torlinientechnik sollen anzeigen, ob ein Ball im Tor war oder nicht

Fußball: Hände eines Torwarts bei Abwehr
Hände eines Torhüters im Einsatz © Smileus - www.fotolia.de

Das zu Unrecht aberkannte Tor von Frank Lampard im WM-Achtelfinalspiel zwischen England und Deutschland hat die Diskussion um technische Hilfsmittel für die Schiedsrichter im Fußball entscheidend vorangebracht. Bis davor hatte sich der Fußball-Weltverband Fifa stets dagegen gesperrt, einen Videobeweis oder ein anderes technisches Hilfsmittel bei der Beurteilung von strittigen Torszenen zuzulassen.

Technik versus Menschlichkeit

Da die Fehlentscheidung des Schiedsrichters im dem WM-Spiel so eindeutig war, nahm der Druck auf die Fifa zu. Von allen Seiten wurden die Rufe nach einer Torlinien-Technik laut.

Daraufhin teilte Fifa-Präsident Joseph Blatter überraschend mit, dass es Systeme gebe, die dem Schiedsrichter in einer Entscheidungsfindung entscheidend weiter helfen können. Und dass die Fifa bereit sei, diese Technik zu nutzen. Von der zuvor immer wieder ins Spiel gebrachten verlorenen Menschlichkeit, die die Einführung von Technik mit sich bringen würde, war auf einmal nicht mehr die Rede.

Chip im Ball oder Tor-Kamera?

Bereits seit letztem Jahr gibt es Tests, die verschiedene Techniken untersuchen. Neun verschiedene Firmen aus Europa hoffen nun, dass die Fifa sich für ihre Technologie entscheidet. So viel steht jetzt schon fest: Es wird zwischen dem Chip im Ball und der Tor-Kamera entschieden werden. Beide Varianten sollen anzeigen, ob ein Ball wirklich im Tor war oder nicht.

Der Deutsche Fußball Bund hat sich bereits seine Meinung gebildet: Der DFB ist für den Chip im Ball. Die Tor-Kamera berge die Gefahr, dass ein Spieler vor der Kamera stehen und somit die Sicht behindern könnte. Dem Präsidenten des Europäischen Fußball-Verbandes Michel Platini ist die Diskussion ein Graus. Der Franzose will an den alten Regeln festhalten.

GoalControl bietet Torlinientechnik an - Lizenz für deutsches Unternehmen

Ein weiteres deutsches Unternehmen darf die Torlinientechnik anbieten. Nachdem in dieser Woche bereits Cairos technologies aus München von der Fifa als Anbieter akzeptiert wurde, hat nun auch das Würselener Unternehmen GoalControl eine Lizenz erhalten.

GoalControl nutzt 14 Hochgeschwindigkeitskameras, um die Position des Balles dreidimensional zu bestimmen. Tests in den Stadien von Fortuna Düsseldorf und dem FC Schalke 04 waren bereits erfolgreich.

Nach Angaben des Weltfußballverbands erfüllt das System alle Voraussetzungen für einen Einsatz. Die Fifa hatte bereits die Systeme "GoalRef" (Chip im Ball) und "Hawk-Eye" (Kamera-System) erfolgreich getestet und lizensiert.

Welches System letztendlich beim Konföderations-Cup im Sommer in Brasilien und bei der Fußball-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr eingesetzt wird, entscheidet die Fifa im April. Bis Mitte März können sich Unternehmen noch um eine Lizenz bewerben.

FIFA setzt beim Fußball-Confederations-Cup in Brasilien auf "Goal Control"

Zum ersten Mal bei einem großen Fußballturnier setzt der Weltverband FIFA beim Confederations Cup (15.- 30. Juni) in Brasilien ein elektronisches System ein, das die Torlinie überwachen soll. Hergestellt wird diese Technologie von einem kleinen Unternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Würselen (bei Aachen).

Auch heute noch ist man bei der deutschen Firma "Goal Control" überrascht, den Zuschlag für diesen Auftrag bekommen zu haben. Drei Mitbewerber aus England, Erlangen und Ismaning gab es, denen größere Chancen auf ein Engagement eingeräumt wurden. Doch der Außenseiter machte letztlich das Rennen. Einfachheit und niedrige Kosten sprachen für "Goal Control". Der Betrag für die Umrüstung beläuft sich pro Stadion auf rund 200.000 Euro.

Das System beruht auf einer dreidimensionalen Kontrolle des Balls durch 14 Kameras, die auf beide Tore gerichtet sind. Überquert der Ball die Torlinie, erhält der Schiedsrichter ein Signal. Doch nur wenn das System sich beim Confederations Cup bewährt, bekommt "Goal Control" auch den Zuschlag für die WM 2014.

In der Bundesliga ist eine elektronische Überwachung des Tores noch nicht geplant, in der englischen Premier League wird dagegen in der kommenden Saison die Torlinientechnik eingeführt. Das Hawk-Eye-System von Sony soll künftig "Wembley-Tore", wie bei der WM 1966, vermeiden helfen.

Torlinientechnologie steht beim Fußball-Confederations-Cup in Brasilien vor Bewährungsprobe

Während im Europapokal noch Torrichter den Unparteiischen bei seiner Arbeit unterstützen, kommt beim Confederations Cup in Brasilien erstmals Torlinientechnologie zum Einsatz. In allen sechs Stadien des Turniers sind 14 Highspeed-Kameras auf die beiden Tore gerichtet. Der Schiedsrichter erhält ein Ton- und Bildsignal, wenn der Ball die Torlinie vollständig überquert hat. So sollen Fehlentscheidungen ausgeschlossen werden.

Ein "Wembley-Tor", wie zwischen Deutschland und England im WM-Finale 1966, soll es dank der Erfindung des deutschen Unternehmens GoalControl aus Würselen nicht mehr geben. Die 250.000 Euro teure Anlage erkennt mit Hilfe der Kameras, die 500 Bilder pro Sekunde aufnehmen, jederzeit per Tracking die Position auch des verdeckten Balles.

Doch trotz des Hightech-Systems hat immer noch der Schiedsrichter das letzte Wort. Dies bekräftigte der Weltfußballverband FIFA vor dem Turnier. Sollte sich die Torlinientechnologie bewähren, soll sie auch bei der Weltmeisterschaft 2014 zum Einsatz kommen.

Auch in einigen europäischen Top-Ligen soll es künftig elektronische Torrichter geben. Die englische Premier League führt das Hawk-Eye-System zur neuen Saison ein, die holländische Eredivisie testet das System in den nächsten beiden Jahren. Nur die deutsche Bundesliga überlässt dem Schiedsrichter und seinen beiden Assistenten allein die Entscheidung. Zumindest vorerst.

Fußball-Weltverband FIFA bestätigt Torlinientechnik GoalControl für WM 2014 in Brasilien

Nach dem erfolgreichen Einsatz der Torlinientechnologie beim Confed-Cup in Brasilien in diesem Jahr hat der Fußball-Weltverband FIFA dem nordrhein-westfälischen Unternehmen GoalControl den Zuschlag für die Fußball-WM 2014 erteilt.

Damit kommt erstmals in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften eine Torlinientechnologie zum Einsatz. Auch für die Klub-WM mit Triple-Gewinner Bayern München vom 11. bis 21. Dezember in Marokko hat GoalControl den Auftrag erhalten.

Dabei überwachen mehrere im Stadion installierte Kameras die Torlinie fast auf den Millimeter genau. Sie signalisieren dem Schiedsrichter, ob der Ball die Linie überquert hat, oder eben nicht. Damit sollen Szenen wie etwa beim WM-Achtelfinale 2010 zwischen England und Deutschland, als ein Schuss von Lampard eindeutig hinter der deutschen Torlinie landete, das Tor aber nicht zählte, unmöglich werden.

Nach dem "Phantomtor": Fußballschiedsrichter könnten es bei uns viel leichter haben

Schwarz-weißer Fußball in linker oberer Torecke fliegend
torschuss © Bernd Neisemann - www.fotolia.de

Felix Brych ist einer der besten deutschen Schiedsrichter. Gestern pfiff er die Champions-League-Partie zwischen dem AC Mailand und dem FC Barcelona (1:1) makellos. Doch am letzten Freitag gab es im Hoffenheimer Rhein-Neckar-Stadion einen gefährlichen Moment für den Unparteischen. Kurz nach dem Schlusspfiff wurde auf der Anzeigetafel des Stadions die umstrittene "Phantom-Tor"-Szene gezeigt und Stadionprecher Mike Diehl brüllte aggressiv mehrfach ins Mikro: "Der Ball war nicht im Tor!" Das machte die Hoffenheimer Fans richtig wütend. Wilde Szenen spielten sich ab. Brych wurde beschimpft und bedroht.

So funktioniert der Videobeweis

Dabei muss so etwas nicht sein. Man könnte den sogenannten Videobeweis einführen. Dabei sitzt ein Extra-Schiedsrichter am Spielfeldrand und sieht sich die Fernsehbilder und Zeitlupen an. Er kann dann per Headset den Hauptschiedsrichter informieren. Diese Praxis ist im Eishockey, im Tennis, im Volleyball und dem American Football längst etabliert.

Als Alternative: die Torlinientechnik

Es gibt auch die Torlinientechnik per Kamera oder Chip im Ball, die bereits in der englischen und der niederländischen Fußballliga genutzt wird. Diese Technik wird auch bei der WM in Brasilien Anwendung finden.

In Deutschland sagt man das, was UEFA-Chef Michel Platini sagt: Der Fußball lebt von den Fehlentscheidungen. Das mag sein, Herr Platini, aber die Rechnung zahlen die Schiedsrichter!

Torwände - Merkmale und Einsatzgebiete

Torwände dienen dem Training von Präzisionsarbeit mit dem Fußball. Sie bestehen aus einer im Torrahmen gespannten Textilplane oder aus einer Holzwand mit einem Lattengestell.

Entstehung der ersten Torwand

Die Torwand ist keine Erfindung des ZDF-Sportstudios, sondern die eines ehemaligen Betriebsleiters der Dortmunder Westfalenhalle. Der im August 2011 verstorbene Heinrich Klein konstruierte sie in den 60er Jahren als Idee für einen jährlich stattfindenden Prominentenwettbewerb.

Die erste Torwand bestand aus einer Spanplatte mit 2 Löchern. Später erst erhielt sie Stabilität durch Aufhängungen zwischen den Torpfosten beziehungsweise durch Stützen an ihrer Rückseite. Eines der Löcher befand sich in der linken oberen Ecke, das andere in der rechten unteren.

Heutige Modelle

Diese Einteilung ist bis heute so geblieben. Auch an der Lochgröße von 55 Zentimetern hat sich bis dato nichts geändert, schließlich soll der Fußball bequem hindurch passen, ohne dass das Zielen zu einfach wird. Inzwischen stellt die Torwand für viele Begeisterte, nicht nur für Prominente, eine vortreffliche Herausforderung dar, ihre Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen.

Aufbau

Eine Torwand besteht aus einer Span- oder Holzplatte, die etwa die Größe eines Fußballtores aufweist. An deren Rückseite befindet sich ein Lattengestell, das die Standfestigkeit gewährleistet. In der linken oberen Ecke und an der rechten unteren Ecke sind kreisförmige Löcher eingebracht, die etwas größer als ein Fußball sind.

In Abwandlung kann eine Torwand auch aus reißfestem Textilmaterial bestehen. Sie wird mittels Aufhängungen in das Originalfußballtor eingebracht. Vorteile der letzteren Variante sind ihre Flexibilität und aufgrund des geringen Gewichtes ihre gute Transportmöglichkeit.

Größen und Schussregeln

Ebenso wie bei Fußballtoren unterscheidet sich auch bei Torwänden die Größe. Torwände für Kinder sind kleiner, weil Kindern noch die notwendige Beinkraft fehlt, um das obere Loch einer normalen Torwand zu treffen.

Natürlich lässt sich die Entfernung für den Abschuss individuell festlegen, in der Regel wird aus 7 Metern Torabstand geschossen. Als ungeschriebene Regel gelten 6 Schussversuche, wobei jeweils 3 auf jedes Loch abgegeben werden. Wer keine 6 Treffer erzielt, sollte sich nicht ärgern, selbst den prominentesten Fußballern sind erst 5 Treffer geglückt.

Die perfekte Torwand für Kinder

Torwände werden nicht nur von erwachsenen Fußballspielern gern verwendet. Auch Kinder üben sich in ihrer Geschicklichkeit, wenn sie die "Großen" nachahmen. Bei der Auswahl einer Kindertorwand sollte man mit Bedacht vorgehen.

Torwände bestehen aus Span- oder Holzplatten, die mit einem Lattengestell verstärkt sind oder sie lassen sich in vorhandene Fußballtore einhängen. Natürlich sollte die Größe der Torwand dem Alter des Kindes angepasst sein.

  • Kindergartenkinder sind mit Abmessungen von etwa 150 mal 100 Zentimetern bestens beraten.
  • Bei größeren Kindern darf die Torwand gern um die 200 Zentimeter hoch und 150 Zentimeter breit sein.
Hochwertige Qualität für mehr Sicherheit

Die größte Rolle bei der Auswahl einer Torwand für Kinder spielt deren Stabilität. Das Angebot der Hersteller reicht von Spanplattentorwänden über Modelle aus Textilgewebe bis hin zu kompletten Toren, in die eine Torwand eingehängt wird. Letztere erzielen optisch einen guten Eindruck, müssen aber nicht unbedingt besser als einfache Holztorwände sein.

Bereits beim Aufbau können Materialien niederer Qualität auffallen. Die meist verwendeten Klicksysteme lassen sich bei minderwertigen Modellen nur schwer zusammenbringen, scharfgratige Ränder erhöhen die Verletzungsgefahr.

Ist das Tor zu leicht und lässt es sich nicht im Boden verankern, fällt es um, was wiederum ein Verletzungsrisiko für das Kind bedeutet. Wer ein Set aus Tor und Torwand wählt, sollte also auf eine hochwertige Verarbeitung und ausreichende Stabilität achten.

Textiltorwände

Wo bereits ein Fußballtor vorhanden ist, wird wahrscheinlich eine Textiltorwand zum Einsatz kommen. Das Gewebe sollte möglichst reißfest sein.

Außerdem sollte auf die Verarbeitung der Aufhängung geachtet werden. Reißende Nähte lassen die Torwand schnell zum Einsturz kommen. Ebenfalls im Lieferumfang enthalten sein dürften stabile Heringe, mit denen die Torwand im Boden verankert wird.

Holz- und Spanplattentorwände

Holz- oder Spanplattentorwände stellen eine gute Alternative dar, sofern die Platte nicht zu stark ausfällt. Ansonsten lässt sie sich nur schwer innerhalb des Gartens transportieren.

Natürlich sollte auch hier auf Qualität geachtet werden, Wand und Gestell müssen schließlich unterschiedlichen Witterungsbedingungen Stand halten. Die Torwände lassen sich auch im Nachhinein wetterfest imprägnieren und nach individuellem Geschmack farblich gestalten.

Selbst bauen - Bauanleitung für eine Torwand

Eine Torwand ist eine Wand aus Holz oder aus einer Textilplane, die mit zwei Löchern versehen ist. Sie stellt das Ziel für das Geschicklichkeitstraining beim Fußball dar. Eine Torwand lässt sich selbst herstellen.

Materialien

Als Materialien werden benötigt:

  • eine Holzplatte von 300 mal 200 Zentimetern
  • 4 Holzlatten mit den Maßen 5 mal 5 mal 200 Zentimeter
  • 2 Holzlatten mit den Maßen 5 mal 5 mal 150 Zentimeter
  • Holzschrauben
  • eine Schnur von 27,5 Zentimetern
  • Holzschutzmittel.

Als Werkzeug dienen

  • Zollstock
  • Zimmermannsbleistift
  • Stichsäge
  • Kreissäge
  • Flachpinsel und
  • Schleifpapier.
Bauanleitung
Platte und Löcher

Zunächst wird auf der Holzplatte die Fläche von 185 mal 270 Zentimeter ausgemessen und angezeichnet. Anschließend wird die Fläche zugesägt. Dies geschieht am einfachsten mit der Kreissäge.

In die Platte müssen 2 kreisförmige Löcher eingebracht werden, durch welche später der Ball geschossen wird. Hierzu wird zunächst der Mittelpunkt der Kreise festgelegt. Sowohl vom oberen Rand als auch vom linken Rand wird ein Abstand von 50 Zentimetern abgemessen und jeweils in einer Gerade angezeichnet.

Wichtig ist, dass beide Geraden in einem rechten Winkel zum jeweiligen Rand verlaufen. Deren Schnittpunkt ergibt den Mittelpunkt des ersten Kreises. Um den Schnittpunkt für den zweiten Kreis zu erhalten, werden vom unteren Rand 35 und vom rechten Rand 45 Zentimeter abgemessen.

Ausgehend von diesen Schnittpunkten werden die Löcher angezeichnet. Hierzu wird ein Ende der Schnur auf dem Mittelpunkt, das andere am Zimmermannsbleistift fixiert, mit welchem eine kreisförmige Bewegung ausgeführt wird.

Der Durchmesser der Löcher beträgt nun 55 Zentimeter. Das Aussägen erfolgt mit der Stichsäge. Anschließend werden die Ränder mit Schleifpapier geglättet.

Stützen

Damit die Platte steht, benötigt sie 2 Stützen. 2 Latten werden auf eine Länge von 185 Zentimeter gebracht und senkrecht auf der hinteren Platte montiert. 2 weitere Latten von 150 Zentimetern Länge, die einen rechten Winkel zu den senkrechten Latten bilden, dienen der Bodenverankerung.

Damit die Stütze standfest ist, erhält sie 2 Querlatten, die in einem 40-Grad-Winkel zwischen Bodenverankerungen und senkrechten Latten eingebracht werden. Abschließend erfolgt das Imprägnieren der Wand mittels Holzschutzfarbe.

Grundinformationen und Hinweise zu Fußballtoren

  • Fußballtore und Torwände - Merkmale, Unterschiede und Nutzungsmöglichkeiten

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: goal detail © Tinka - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Fußball Treffer, mit sonnigem Himmel © Smileus - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: fußball vor tor © sp4764 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Portiere bambino che para il pallone. Goalkeeper child who saved the ball © matteogirelli - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema