25. Juni 2008
Von Andreas Hadel
Als Elvis Presley 1963 in seinem Film "Fun in Acapulco" von den berühmten Acapulco-Klippen sprang, um Ursula Andress zu imponieren, war das Cliff Diving (dt. Klippenspringen) nicht viel mehr als eine exotische Mutprobe. Mittlerweile hat es sich aber zu einer ernsthaften Sportart entwickelt, die ihren exotischen Reiz jedoch nicht verloren hat.

Klippenspringer in Acapulco
Obwohl das Klippenspringen schon seit 1770 bei den Ureinwohnern von Hawaii als Bestandteil einer traditionellen Zeremonie durchgeführt wurde, wurde das waghalsige Springen von Höhen über 15 Meter erst durch einen Teenager in der westlichen Welt bekannt. Im Jahr 1934 kletterte Enrique Apac Rios mit nur 13 Jahren die Klippe "La Quebrada" hinauf, sprang von knapp 16 Meter Höhe in die Fluten und wurde so der erste legendäre Klippenspringer von Acapulco. Die Klippe von Acapulco gilt als besonders gefährlich, weil die Wassertiefe mit ca. 4 m selbst bei Flut kaum ausreichende Sicherheit für die Springer bietet und die Felsformation zudem nicht überhängend ist, weshalb die Springer weit nach vorn abspringen müssen, um im freien Fall nicht dagegen zu schlagen.
Mitte der 80er Jahre geriet das Cliff Diving durch spektakuläre Rekordversuche nicht nur in die Schlagzeilen, sondern führte auch zu der Aufnahme in das Guiness Buch der Rekorde. Die Folge davon war, dass die Sprünge erstmalig nach messbaren Kriterien ausgeführt wurden. Zur Gründung eines offiziellen Sportverbandes, der global agierte, sollte es noch bis zum Jahr 1997 dauern, als die World High Diving Federation (WHDF) ihren Wettkampfbetrieb aufnahm. Wie beim olympischen Turmspringen zeigen die Athleten beim Cliff Diving verschiedene Sprünge, die unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zugeordnet sind und von einer Jury nach einem Punktesystem bewertet werden (0 Punkte = falscher Sprung; 10 Punkte = perfekter Sprung).
Auf Europameisterschaften wird meistens von Höhen zwischen 13 bis 22 Metern gesprungen. Bei Weltmeisterschaften müssen die Sportler ihr Können aus 28 Meter Höhe unter Beweis stellen.
Der frühere Kunstspringer Orlando Duque (Kolumbien) gilt mit seinen drei Weltmeistertiteln als der Michael Schuhmacher des Cliff Divings und genießt unter den Klippenspringern einen Legendenstatus.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
05.09.11 | |
![]() | CLIFF DIVING |
30.01.11 | |
![]() | CLIFF DIVING |
14.12.10 | |
![]() | CLIFF DIVING |
17.10.10 | |
![]() | CLIFF DIVING |
12.09.10 | |
![]() | CLIFF DIVING |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Cliff Diving Forum

