3. März 2009
Nia ist eine noch recht unbekannte Sportart, die als ganzheitliches Training verstanden werden kann. Hier verbinden sich Tanz, Kampfsport und Entspannung zu einem kreativen, ganzheitlichen Training.
Nia ist eine Kurzform für "neuromuskuläre integrative Aktion", was bereits nahe legt, dass dieser Sport über bloße körperliche Betätigung hinausgeht. Nia vereint in sich scheinbar gegensätzliche Elemente aus dem Tanz (wie Jazz und Modern Dance), Entspannungstechniken (wie Feldenkrais und Yoga) und verschiedenen Kampfsportarten (Tai Chi, Aikido und Taekwondo). All diese Techniken kennen allerdings ein gemeinsames Ziel: In der Aktivität zu sich selbt und seinem Körper finden.
Das bedeutet auch, dass Nia von jedem anders erlebt wird, da die verschiedenen Elemente die Teilnehmer unterschiedlich stark ansprechen. Die einen ziehen mehr aus ruhigen, weichen und fließenden Bewegungsabläufen, die anderen brauchen einen gewissen Aggressionsabbau, mit schnellen, harten und kämpferischen Moves.
Auch die Interaktion von Körper und Gehirn wird trainiert, denn die Schrittkombinationen wollen nach und nach gelernt, visualisiert, umgesetzt und gefühlt werden. Die Vielfalt des Sports zeigt sich auch in der Bandbreite der Musik: Ob Pop oder Salsa, Ethno oder Elektro, poppige oder ganz weiche Klänge - jedes Nia-Erlebnis ist anders. Ann Christiansen, Vorreiterin in Sachen Nia in Deutschland, betont immer wieder den Spaß am Tanz und der Musik sowie das Element der Selbsterfahrung. Ihrer Auffassung nach sollte das Nia-Erlebnis magisch sein.
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