Mittwoch 15.02.2012 12:07

Fitness-Studios Artikel

Hohe Monatsbeiträge im Fitness-Studio: Machen Sie Ihr Bankkonto fit

Von Andreas Hadel

Neben Zeitmangel wird auch ein Mangel an finanziellen Möglichkeiten immer wieder als Grund genannt, warum Abnehm-Ziele nicht erreicht werden können. Obwohl es auch jenseits der Fitness-Studios viele Gelegenheiten zum Sport treiben gibt, sind sie nun mal eine One-Stop-Einrichtung, die im Idealfall neben einer breiten Auswahl an sportlicher Betätigung auch eine kompetente Ernährungsberatung bietet. Ein klassischer Sportverein kann dabei selten mithalten. Wem es schwer fällt, den Monatsbeitrag aufzubringen, kann unter Umständen durch eine Überarbeitung seines Haushaltsplanes versteckte Gelder finden.

Um die finanzielle Seite eines Haushaltes zu optimieren, geht man im Prinzip ähnlich wie bei einer Diätoptimierung vor.

Schritt 1: Führen Sie ein Haushaltsbuch

Wenn Sie eine Diät wirkungsvoll befolgen wollen, müssen Sie zuerst feststellen wie hoch Ihre tägliche Kalorienzufuhr ist. Um das herauszufinden, notieren Sie sich mindestens eine Woche lang, alle Speisen und Getränke, die Sie zu sich nehmen. Und das gleiche müssen Sie tun, um einen Überblick über Ihre finanziellen Gewohnheiten zu erhalten. Führen Sie hierfür über zwei Wochen, besser wäre ein ganzer Monat, genau Buch über alle täglichen Ausgaben. Dazu gehört der Besuch beim Solarium genauso dazu, wie der spontane Einkauf beim Imbiss um die Ecke. Wenn Sie sich genau mit allen notierten Positionen auseinandersetzen, können Sie kostspielige Verhaltensweisen (z.B. regelmäßig Auswärts essen) und unbekannte Kostenfaktoren (z.B. teurerer SMS-Tarif in den Abendstunden) identifizieren und notfalls abstellen.

Schritt 2: Analysieren Sie die Geldabgänge

Neben den täglichen Ausgaben müssen Sie sich auch einen Überblick über die monatlichen Fixkosten verschaffen. Halten Sie alle anfallenden Posten wie Miete, Versicherungen, Telefonanschluss, Steuern und und dergleichen schriftlich fest. Errechnen Sie dann wieviel Prozent von Ihrem Einkommen für die Tilgung der jeweiligen Kosten genutzt werden muss.

Finanzexperten empfehlen, das monatliche Einkommen nach dem folgenden Schema zu verteilen. Wenn Ihr persönlicher Haushaltsplan in einigen Punkten extrem von der folgenden Empfehlung abweicht, sollten Sie diesen Bereich zuerst optimieren.

  • 30% des Einkommens für Miete (Heiz- und Energiekosten sowie Wasser nicht mitgerechnet)
  • 10% für Heiz- und Energiekosten, Wasser sowie andere typische Haushaltsprodukte wie Toilettenpapier, Reinigungsmittel, Telefonanschluss etc.
  • 8% für die Tilgung eventuell vorhandener Studienkredite
  • 10-20% für Kreditkarten, Auto-Kredite und andere Formen von Privatkrediten
  • 15% für Autoversicherung, Benzin oder andere Transportkosten (Bahntickets)
  • 8% für Kleidung und andere persönliche Gegenstände
  • 18% für Nahrungsmittel und Kosten für Essen in Imbissen oder Restaurants
  • 5% für Erholung und Unterhaltung
  • 5% für Erholung und Unterhaltung

Wenn Sie alle Prozentwerte addieren, stellen Sie fest, dass Sie auf mehr als 100 Prozent kommen. Die Ursache dafür liegt darin, dass die Experten annehmen, Sie hätten die meisten dieser Kostenpositionen, aber nicht alle. Diese Annahme macht auch deutlich, dass diese Empfehlung nur als grobe Richtlinie dienen soll. Bedenken Sie bei der Auflistung auch, dass einmalige aber durchaus beträchtliche Kosten wie das Organisieren einer Hochzeit, Umziehen in eine neue Wohnung oder eine kostspielige Autoreparatur nicht berücksichtigt werden. Ausgaben dieser Art müssten also entweder von den Ersparnissen abgedeckt werden oder Sie schränken sich in anderen Bereichen ein. Der springende Punkt ist, dass Sie Wahlmöglichkeiten haben. Sie können bis zu einem gewissen Grad Ihren Geldfluss steuern und sich so Planungssicherheit für die persönliche Zukunft, zu der auch die Verbesserung der eigenen Fitness gehört, erarbeiten.

Schritt 3: Neuordnung der Ausgaben und eliminieren der Spesenfresser

Was können Sie tun, wenn die Miete mehr als die Hälfte Ihres Einkommens verschlingt oder wenn Ihnen, die in Schritt 2 angefertigte Übersicht vor Augen führt, dass Ihre Kreditkartenrückzahlungen mehr Geld verschlingen, als die täglichen Einkäufe von Lebensmitteln und Kleidung? - Solche Dinge können Sie nicht von heute auf morgen ändern. Sie können sich jedoch eine Taktik zurechtlegen, die Sie langfristig aus der angespannten Lage befreit. Falls es Ihre persönliche Lebensgestaltung zulässt, könnten Sie sich nach einer anderen Wohnung umsehen, die sich günstiger haushalten lässt und die unter Umständen näher an Ihrer Arbeitsstelle oder der Schule Ihrer Kinder liegt und damit auch die Fahrtkosten reduziert.

Wenn Sie fast nur via Handy telefonieren und Ihren Festnetzanschluss so gut wie nie benutzen, können Sie diesen auch ganz kündigen, falls Sie nicht von zu Hause aus an das Internet angebunden sein möchten. Doch selbst dafür gibt es mittlerweile Hotspot-Lösungen, die in manchen Fällen günstiger als ein Festanschluss plus Internetgebühr ist.

Falls Sie einen Festnetzanschluss haben und dazu Kabel-TV nutzen, sollten Sie einen der zahlreichen Anbieter nutzen, die beides in einem Paket anbietet. So können Sie doppelte Grundgebühren sparen.

In Zeiten der viel zitierten Krise lässt sich auch über manch starren Vertrag neu verhandeln. Wenn Sie das Kreditkarteninstitut als zuverlässigen Rückzahler kennt, haben Sie durchaus die Chance, dass man Ihnen hinsichtlich des Zinssatzes entgegenkommt. Gleiches gilt übrigens auch für Überziehungskredite, sofern Sie dem Bankunternehmen als langjähriger und zuverlässiger Kunde bekannt sind.

Wenn Sie in der Regel auswärts essen, weil es Ihr Arbeitsrhythmus nicht oder nur schwer zulässt, dass Sie sich eine Stunde und mehr mit Kochen beschäftigen, könnte ein Lieferservice die Lösung sein. Es gibt mittlerweile auch in kleineren Ortschaften Anbieter, die sich auf gesundes Fertigessen spezialisiert haben. Auch die altbekannten Tiefkühlkost-Verkäufer haben immer mehr diätgerechte Produkte im Angebot. Damit können Sie nicht nur Ihrer figurbewussten Einstellung auch beim Essen nachkommen, solche Lieferservice sind in der Regel auch deutlich billiger als ein Restaurantbesuch.

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