20. Februar 2009
Doping-Skandale werden besonders im Profisportbereich immer wieder in die Öffentlichkeit getragen. Was im ersten Moment als ein Problem oder Vergehen der Erwachsenen aussieht, ist auch bei zahlreichen Kindern und Jugendlichen eine durchaus gängige Praktik.
Wie nun die Zentrale Ethikkommission der Bundesärztekammer empfiehlt, sollten behandelnde Ärzte einen Missbrauch bei Kindern zur Anzeige bringen. Die bedeutet im Einzelfall, dass die ärztliche Schweigepflicht außer Acht gelassen werden sollte, um einen Schutz der Kinder und Jugendlichen zu erreichen.
Anders sieht die Sachlage dagegen bei erwachsenen Patienten aus. Hier sollte der Arzt über die Risiken des Dopings aufklären und die Gespräche dokumentieren. Erst wenn ein Patient ständig um Dopinghilfe bittet, kann ein Arzt aufgrund eines beschädigten Vertrauensverhältnisses die Arzt-Patienten-Beziehung beenden.
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