Funktion und System der Handball-Bundesliga - einfach erklärt

Rechte Hand eines Mannes mit Spielfeld im Hintergrund erklärt auf Skizzenblock Strategie mit Sporttasche am Boden

Mehr über die Handball-Bundesliga und ihr System, können Sie in diesem Beitrag erfahren

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  • von Paradisi-Redaktion

Wie der Fußball, so hat auch der Handball eine eigene Bundesliga. In der Handball-Bundesliga spielen die besten deutschen Vereine. In einem ausgeklügelten System treten die Mannschaften gegeneinander an, um den Deutschen Handballmeister zu ermitteln. Die Austragungen finden über die gesamte Saison hinweg statt, der Deutsche Handballmeister wird somit einmal pro Jahr ermittelt.

HBL - Die Handball-Bundesliga

Wie der Fußball, so hat auch der Handball eine eigene Bundesliga. Im Rahmen ihrer Spiele und Austragungen werden die Meister ermittelt. Hier finden die höchstrangigen nationalen Spiele statt.

Der offizielle Name der Handball-Bundesliga lautet DKB Handball-Bundesliga, benannt nach dem Hauptsponsor, einer Bank. Die Handball-Bundesliga stellt die höchste und anspruchsvollste Spielklasse im deutschen Handball dar. Ihre Spiele sind meist über Monate im Vorhinein ausverkauft und bei den Zuschauern sehr begehrt.

Die DKB Handball-Bundesliga als höchste Spielklasse, die Spiele sind oft ausverkauft
Die DKB Handball-Bundesliga als höchste Spielklasse, die Spiele sind oft ausverkauft

Die Rangbesten

Seit vielen Jahren ist der THW Kiel der erfolgreichste Verein in der deutschen Handball-Bundesliga, dicht gefolgt vom VfL Gummersbach. Uwe Schwenker fungiert als Präsident des Ligaverbands.

Imageboost

Für jeden Verein ist es ein großer Imagegewinn, wenn es ihm gelingt, in die Handball-Bundesliga aufzusteigen und sich dort zu behaupten. Von der Spielstärke seiner Mannschaftsmitglieder funktioniert der Verein auch dank ihrer Magnetfunktion. Ein Verein, der bereits in der Bundesliga angekommen ist, zieht weiterhin neue und hoch qualifizierte Spieler an, so dass sein Ansehen und seine Leistungsfähigkeit weiter steigen werden. So träumen bereits viele kleine Nachwuchshandballer davon, später einmal in der Bundesliga zu spielen und so zu einiger Berühmtheit zu gelangen. Eine Motivation, die auf gar keinen Fall unterschätzt werden darf.

Soziales Engagement

Neben ihrer Funktion, den Handballsport zu fördern und für gerechte Turniere und Spielabläufe zu sorgen, kommt der Handball-Bundesliga jedoch noch eine weitere wichtige Funktion zu, nämlich das soziale Engagement. So unterstützt die Handball-Bundesliga mit Aktionen wie "Handball Hilft" zum Beispiel die Deutsche Krebshilfe. Allein im Spieljahr 2008/2009 konnte ein Spendenvolumen von mehr als 30.000 EUR aufgebracht werden, das die führenden Handballvereine stifteten.

Auch kleinere und mittlere Vereine unterstützten die verschiedenen Aktionen und Aktivitäten der Bundesliga und Bundesligisten, so dass sich das soziale Engagement bis in die breite Basis ausstreckt. So wird die Handball-Bundesliga ihrer Verantwortung der Gesellschaft gegenüber gerecht und zeichnet sich als ein sozial engagierter Verbund aus, der mit gutem Beispiel voran geht. Das Ansehen des Handballsports hat durch dieses Engagement sehr stark an Bedeutung gewonnen.

Das System der HBL im Überblick

Neben der Ermittlung des Deutschen Handballmeisters dienen die Ligaspiele auch als Qualifikationsspiele für die Wettbewerbe der Europapokalsausscheidung. Es ist also für jeden Verein doppelt wichtig, hier präsent zu sein und die ganze Leistung abzurufen.

Dazu besteht reichlich Gelegenheit, denn der Austragungsmodus sieht vor, dass alle Vereine gegeneinander antreten. Es findet jeweils ein Hin- und ein Rückspiel zweier Mannschaften gegeneinander statt. Im Unterschied zu einem K.O.-System, bei dem der Verlierer ausscheidet, sind hier also bis zum Ende der Austragungen alle Mannschaften im Spiel.

Es gibt für jede Begegnung ein Hin- und ein Rückspiel - alle Mannschaften der Liga treten gegeneinan
Es gibt für jede Begegnung ein Hin- und ein Rückspiel - alle Mannschaften der Liga treten gegeneinander an

Das Tabellensystem

Siege, Unentschieden und Niederlagen jedes Vereins werden in einem Punktesystem erfasst. So entsteht bereits nach wenigen Spielrunden eine Hierarchie, die vom Tabellenführer geleitet wird.

Eine Tendenz über die momentane Qualifikation des einzelnen Vereins ist anhand dieser Tabelle häufig bereits nach wenigen Spielen abzusehen. Die Entscheidungen über die Spitzenposition fallen jedoch oftmals auch erst in den letzten Spielen. Dies macht das Wettbewerbssystem der Handball-Bundesliga so besonders spannend.

Aufstieg und Abstieg

Die letzten beiden Mannschaften in der Hierarchie der Tabelle steigen in die 2. Handball-Bundesliga ab, während die beiden in der 2. Handball-Bundesliga führenden Vereine die Chance des Aufstiegs haben. Dabei steigt der führende Verein auf jeden Fall auf, während die Zweit- und Drittplatzierten ihren Aufstieg in einem so genannten Relegationsspiel ausspielen müssen. Eine Stufe unter der zweiten Bundesliga finden sich verschiedene Regionalligen.

Künftig sollen mehr Frauen Handballspiele pfeifen

Vermehrter Einsatz von weiblichen Schiedsrichtern im Frauen-Handball geplant

Handball liegt im im Netz auf Boden
handball © milphoto - www.fotolia.de

Das Schiedsrichterwesen im deutschen Handball soll sich langsam den Frauen öffnen. Denn bisher war die Leitung der Spiele fest in Männerhand. Eine internationale Vorgabe zwingt den Handball-Verband jedoch zum Umdenken.

Künftig sollen nach Wunsch des internationalen Verbandes sowie des Internationalen Olympische Komitees bei großen Frauen-Turnieren nur Frauen pfeifen. Um international nicht auf der Strecke zu bleiben, müssen in Deutschland nun weibliche Referees an höhere Spielklassen herangeführt werden.

Einbeziehung der Frauen sollte Schritt für Schritt erfolgen

In Zukunft soll es viel mehr Unparteiische wie Jutta Ehrmann und Susanne Künzig geben. Die Beiden pfiffen zwischen 1990 und 2009 mehr als 300 Partien in den höchsten deutschen Ligen - 57 davon sogar in der Bundesliga der Herren. Bis dahin ist es allerdings ein weiter Weg.

Vorerst richtete der Deutsche Handball-Bund (DHB) im März und August Sichtungslehrgänge aus. Dabei kristallisierten sich sechs Gespänne heraus, die künftig Spiele in der zweiten und dritten Frauenliga sowie in der Bundesliga der A-Junioren leiten. Zuvor wurden Frauen meist in Frauenspielen bis zur vierten und Männerspielen bis zur sechsten Liga eingesetzt.

Vorbehalte gegen Frauen durch zu wenig Ehrgeiz

Auf der neuen Ebene geht es viel professioneller zu, das Spiel ist schneller, die Anforderungen an die Schiedsrichterinnen steigen - auch der Druck. Denn es herrschen bei vielen Managern und Trainern nach wie vor Vorbehalte gegen weibliche Unparteiische. Das war ein Grund, weshalb die Verbände lange Zeit keinen Wert auf die Förderung von Schiedsrichterinnen gelegt haben.

Doch auch die Frauen selbst hätten dazu beigetragen, nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Vielen habe der Ehrgeiz gefehlt. Männer würden eher um ihre Position buhlen, hat der DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuß festgestellt. Ihm ist jedoch klar, dass man die Frauen nur langsam und behutsam an höhere Aufgaben heranführen könne.

Die Frauen-Fußball-WM diene als warnendes Beispiel. Dort kamen nur weibliche Referees zum Einsatz, doch nur 20 Prozent hätten den Ansprüchen genügt. Rauchfuß umschreibt ein realistisches Ziel: "Wenn wir in fünf Jahren die Hälfte geschafft haben, sind wir auf einem guten Weg."

Grundinformationen und Hinweise zur Handball-Bundesliga

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: taktikbesprechung © Dirk Houben - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Multifunktionshalle Handball 2 © KB3 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: handball action © Alexander - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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