Eine Übersicht der Europapokal-Wettbewerbe

Nahaufnahme Fußballspieler auf Fußballfeld mit Fußball

Neben der Championsleague richtet die UEFA noch weitere Vereinswettbewerbe aus, in denen sich die Mitstreiter die europäische Krone aufsetzen wollen

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Union of European Football Associations (UEFA) gilt als Dachorganisation des europäischen Fußballs. Sie wurde im Jahr 1954 gegründet und entwickelte im Laufe der Zeit mehr und mehr bedeutende Turniere. So wurde den besten europäischen Vereinen eine Plattform gegeben, um sich gegenseitig zu messen. Fußball europaweit - Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Europapokal-Wettbewerbe.

Die UEFA als Ausrichter der Vereinswettbewerbe

Im Gegensatz zu vielen nationalen Verbänden hat sich die Union of European Football Associations (UEFA) als Dachorganisation des europäischen Fußballs erst relativ spät gegründet. Nämlich im Jahre 1954 und somit zu einem Zeitpunkt, als der übergeordnete Weltverband FIFA bereits seit rund 50 Jahren existierte.

Die europäischen Klubs verlangten jedoch nach einer Interessengemeinschaft, unter deren Aufsicht die Wettbewerbe ausgeführt und Regularien erstellt werden konnten. Diese Aufgaben übernahm ab nun die UEFA. Eines ihrer wichtigsten Anliegen war auch tatsächlich darin zu sehen, neue Turniere zu entwickeln, in denen die besten europäischen Vereine untereinander ausspielen konnten, wer von ihnen nun die herausragende Mannschaft des Jahres ist.

UEFA: Nun sofortiger Spielabbruch bei rassistischen Gesängen

Pyrolichter bei Fußballturnier, jubelnde Fans in Menschenmenge
Soccer match between Partizan and Red Star © nemar74 - www.fotolia.de

Künftig werden alle Fußballspiele sofort abgebrochen, wenn aus den Fanblocks rassistische Gesänge zu vernehmen sind. Dies teilte ein Sprecher der UEFA mit.

Die neue Regel soll mit sofortiger Wirkung in Kraft treten und findet am kommenden Samstag beim Endspiel der U21-Europameisterschaft schon seine Anwendung.

Auslöser war ein Vorkommen beim U21-Spiel zwischen Serbien und England, bei dem der farbige Spieler Nedum Onuoha mit rassistischen Sprüchen beleidigt worden war.

Die Uefa will endlich härtere Strafen gegen Rassismus, Doping und Korruption erteilen

Zuschauer, Fußballfans im Stadion
Fußball, Fans, Zuschauer, Köln © Blacky - www.fotolia.de

Laut Beschluss des Exekutivkomitees der Uefa wird diese künftig härtere Strafen erteilen, wenn es zu rassistischen Vorfällen sowie Angriffen auf die Schiedsrichter kommt. Bereits ab dem 1. Juni sollen diese Maßnahmen zum Einsatz kommen. Auch Doping, Korruption und Manipulation sollen in Zukunft härter bestraft werden.

Im Detail gesprochen werden Spieler mindestens für zehn Spiele gesperrt und Zuschauer von Spielen ausgeschlossen; bei wiederholten Vorfällen müssen sie mit einer Geldstrafe von 50.000 Euro rechnen. Spieler, welche den Schiedsrichter beleidigen, müssen mit einer Drei-Spiele-Sperre rechnen. Bei einem körperlichen Angriff kann es auch zu einer Sperrung von 15 Spielen kommen.

In Sachen Doping wurd eine neue Iniative ins Leben gerufen. Für jeden Spieler soll künftig ein biologisches Profil erstellt werden, zudem sind mit Beginn der nächsten Saison künftig Bluttests, statt bislang nur Urinuntersuchungen, an der Tagesordnung.

Dem Wandel unterlegen

So gab es im Laufe der Geschichte der UEFA mehrere Wettbewerbe, die sich diesen Zielen widmeten. Allerdings veränderten auch sie sich über die Jahre hinweg. Nicht alleine die Bezeichnung wurde modernisiert. Wie etwa an der Champions League sichtbar, die zuvor als Europapokal der Landesmeister bekannt war. Auch der Modus der Turniere war nicht stets gleichbleibend - er wurde den Bedürfnissen des europäischen Fußballs angepasst.

Dazu zählte es ebenso, dass aus einstmals drei Wettbewerben lediglich zwei übrig blieben – der Europapokal der Pokalsieger wurde vor einigen Jahren ersatzlos gestrichen. Auch für die Zukunft dürfte die UEFA einige Wandlungen vornehmen. Ob und wann es aber dazu kommt, bleibt abzuwarten.

Die europäischen Vereinsmeisterschaften unterliegen immer wieder Regeländerungen
Die europäischen Vereinsmeisterschaften unterliegen immer wieder Regeländerungen

Die finanzielle Ausrichtung

Zweifellos mag nicht jede Veränderung sinnvoll sein. Ebenso wenig ist sie von allen Vereinen gewünscht. Doch auch die Sponsoren und Fernsehzuschauer wollen ihre Bedürfnisse gestillt sehen. Gerade in den europäischen Klubwettbewerben stieg daher die Zahl der teilnehmenden Vereine. Damit wiederum erhöhte sich die Anzahl an Spielrunden.

Die großen finanziellen Gewinne lauern jedoch erst in den finalen Begegnungen. Wer sie erreichen möchte, muss sich somit einen Großteil der Saison gegen zuweilen unattraktive Gegner beweisen und natürlich ein wenig auf das Losglück hoffen.

Aus rein wirtschaftlicher Sicht kann die Europa League zudem nicht mit der Champions League konkurrieren: In Letztgenannter fallen die zu erzielende Gewinne deutlich höher aus.

Auch für die Frauen zugänglich

Spät, aber nicht zu spät, hat die UEFA die Vereinswettbewerbe auch für die Frauenmannschaften geöffnet. Hierbei kommt es grundsätzlich nur zu geringen Abweichungen im Vergleich zu jenen Turnieren, die derzeit von den Männern ausgespielt werden. Jedoch sind die Sponsoren nicht so zahlreich vertreten, die Gunst der Zuschauer ist noch nicht sehr hoch und für viele teilnehmende Teams hat die Reise in das Ausland eher einen ideellen Wert.

Dennoch dürfte sich auch daran in den kommenden Jahren einiges verändern. So ist durchaus davon auszugehen, dass die UEFA auch die Damenwettbewerbe attraktiver und lukrativer gestalten wird.

Geschichte, Regelwerk und Rekorde der UEFA Women's Champions League

Beinahe jeden Tag in der Woche kann ein Spiel der Männermannschaften bewundert werden. Die Attraktivität des Frauenfußballs mag damit noch nicht konkurrieren können, doch hat die UEFA bereits vor einigen Jahren entsprechende Wettbewerbe für die Damen eingeführt. Zu ihnen zählt auch die Women's Champions League.

Frauenfußball liegt im Trend

Die Geschichte der kickenden Frauen ist sicherlich nicht deutlich jünger als jene der Männer. Doch setzte sich der Fußball in den letzten Jahrzehnten eher als robuste Sportart durch, die für die Damen nur wenig geeignet schien. Daran änderte sich in den 1990er Jahren im Zuge des weltweiten Booms aber einiges: So interessierten sich auch immer mehr Frauen für den Fußball und übten diesen aus.

Die Teams der Damen – bereits seit Jahren in eigenen Ligen organisiert – erlangten damit auch einen Zugang zu den großen Wettbewerben: Die Nationalmannschaften spielten ihre Welt- und Europameister aus und die Clubs kämpften um die europäische Krone. Es verwunderte nicht, dass die UEFA somit eine Champions League einführte, die dem Vorbild der Männer glich.

Der Zugang zu den großen Meisterschaften für den Frauenfußball
Der Zugang zu den großen Meisterschaften für den Frauenfußball

Die amerikanische Konkurrenz

Genau genommen war die Women's Champions League aber keine Kopie des Wettbewerbes der Herren. Vielmehr kam die UEFA damit dem Wunsch der Vereine nach, einen ähnlich kontinentalen Vergleich auszurichten, wie er in den Vereinigten Staaten bereits seit Jahrzehnten bekannt war. Dort treffen Mannschaften aus allen Teilen des Landes aufeinander, um die beste des Jahres zu küren.

Dieser Modus wurde mit der Champions League aufgegriffen und im Laufe der Zeit angepasst. Zwar startete der Wettbewerb im Jahre 2001 zunächst als UEFA Women's Cup – insbesondere, um Verwechslungen mit den Turnieren der Herren zu vermeiden. Doch nicht nur die Namen glichen sich später an.

Mit ähnlichem Modus

Ähnlicher Spielmodus wie die Männer
Ähnlicher Spielmodus wie die Männer

Die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften im Women's Cup war anfangs sehr gering: Lediglich 16 Teams traten an, das Niveau des Sports war dabei relativ niedrig. So wurde auch direkt in den Finalrunden begonnen, eine vorherige Qualifikation gab es nicht. Erst ab dem Jahr 2009 änderte sich nicht nur die Bezeichnung: Das Turnier erhielt den offiziellen Namen der Champions League, wodurch laut Regeln sofort alle Landesmeister der 32 europäischen Verbände mitspielen konnten.

Ähnlich des Männerwettbewerbes wird somit zunächst eine Vorrunde ausgespielt, an die sich dann die KO-Partien anschließen. Jedoch ist über die nationale Liga tatsächlich nur der amtierende Meister spielberechtigt – schlechter platzierte Vereine konkurrieren in der Europa League gegeneinander.

Deutsche Erfolge

Die deutschen Mannschaften haben viele Erfolge vorzuweisen
Die deutschen Mannschaften haben viele Erfolge vorzuweisen

Nicht gänzlich überraschend kommt es, dass auch die deutschen Mannschaften auf höchstem europäischen Terrain besonders gut abschneiden. Immerhin zählt ihre Liga zu den stärksten des Kontinents. Gleich fünf der acht ausgespielten Titel im Women's Cup errangen somit auch die Teams aus Frankfurt, Duisburg und Potsdam.

Letztgenannte schafften sogar eine kleine Sensation: So war Turbine Potsdam die erste Damenmannschaft, die die im Jahre 2009 reformierte und erstmals ausgetragene Women's Champions League gewann. 2012 und 2013 ging der Titel jeweils an den VfL Wolfsburg und 2014 an den 1. FFC Frankfurt.

Frauenfußball-Liga nun auch in Brasilien

Drei Frauenhände um kleinen Fußball
Hands and soccer ball. Save and hold it © white_bcgrd - www.fotolia.de

Nachdem der brasilianische Fußballpräsident Ricardo Teixera nach der Frauenfußball-WM eine nationale Liga für die Frauen versprochen hatte, hat er sein Versprechen nun eingehalten.

Die neue Liga startet am 25. Oktober unter dem Namen "Copa do Brasil de Futebol Feminino". Das Titelfinale wird am 9. Dezember ausgetragen. Bei dem Wettbewerb sollen rund 20 Vereine teilnehmen, die aus allen Regionen des Landes kommen.

Geschichte, Regelwerk und Rekorde der UEFA Champions League

Wenn sich eine Fußballmannschaft zu den Besten der Welt zählen möchte, so muss sie die Champions League gewinnen. Doch die Konkurrenz in diesem von der UEFA ausgerichteten Wettbewerb ist sehr hoch. Neben dem begehrten Titel warten lukrative Prämien auf die Sieger, deren Ruhm nicht so schnell verblasst.

Die beste Mannschaft

Der Hintergrund des Turnieres liegt in der Frage, welches Team denn nun eigentlich das Beste des gesamten Kontinents ist. So mag eine Vielzahl an Vereinen in den jeweiligen Landesligen spielen. Doch eine objektive Bewertung ist nur anhand eines solchen Vergleiches möglich.

Schon sehr früh war die UEFA daher bestrebt, auch eine europäische Meisterschaft auszuloben. Natürlich setzten sich dabei zumeist jene Clubs durch, die ohnehin eine Ära im Fußball prägten:

  • Real Madrid,
  • der AC Mailand,
  • FC Barcelona,
  • der FC Liverpool oder
  • Bayern München

gehörten im Laufe der Jahre zu den häufigsten Siegern. Echte Überraschungen gab es dagegen nur selten - Borussia Dortmund gelang dennoch ein Sieg, obwohl der Verein zunächst eher als Außenseiter startete.

Der Europapokal der Landesmeister

Mit dem heute bekannten Modus der Champions League hatte ihr Vorläufer nur wenig gemein. So wurde der Europapokal der Landesmeister im Jahre 1955 und somit nur ein Jahr nach Gründung der UEFA ins Leben gerufen. Spielberechtigt waren nur die jeweiligen nationalen Meister, was natürlich ein sportlich sehr hohes Niveau versprach.

Leider gab es dabei keine weitere Qualifikation: Alle Teilnehmer traten in einer KO-Runde gegen ein zugelostes Team mit Hin- und Rückspiel an. Da es damit aber bereits sehr früh zu einem Favoritensterben kam, galt das Turnier schnell als reformbedürftig. Zudem stellten auch andere Klubs ihre Ansprüche, in dem Wettbewerb zu starten.

Die Champions League als Königsklasse des Fußballs
Die Champions League als Königsklasse des Fußballs

Die Champions League

Nach vielen theoretischen Ansätzen und Ideen wurde die Champions League zur Saison 1992/93 eingeführt. Sie trug nicht nur einen neuen Namen, sondern wurde auch für solche Teams geöffnet, die zwar keinen Meistertitel errungen, sich über eine hohe Platzierung in den nationalen Ligen aber dennoch qualifiziert hatten.

Kritiker sehen darin jedoch eine Verwässerung des eigentlichen Ansinnens: Wie kann ein Verein der Beste des Kontinents sein, wenn er den nationalen Titel verpasst hat? Wie viele Vereine eines Verbandes an der UEFA Champions League teilnehmen, wird bestimmt durch dessen Platzierung in der UEFA-Koeffizientenwertung vor Beginn der vergangenen Saison. Diese Rangliste wird auf der Basis von fünf Jahren errechnet. Eine große Zahl der Teilnehmer kommt aus den starken Ligen wie:

Kleinere Verbände haben es nach wie vor schwer, hier muss sich sogar der Landesmeister durch eine vorherige Qualifikation kämpfen.

Die Attraktivität des Wettbewerbes

Im Laufe der letzten Jahre kam es wiederholt zu Veränderungen im Spielmodus. Gerade die Frage nach einer reformierten Vorrunde oder einer etwaigen Zwischenrunde wird kontrovers diskutiert. Erreicht werden soll damit vorrangig, dass die namhaften Teams und Favoriten so lange wie möglich im Wettbewerb vertreten sind, wodurch sich eine sportlich und wirtschaftlich lukrative Situation einstellt.

Leider verkam die Champions League damit auch ein wenig zum Experimentierfeld für die UEFA, doch besteht ebenso die berechtigte Hoffnung, das Turnier könne in Zukunft wieder den Landesmeistern selbst gehören, statt mit der Vielzahl an Teilnehmern verwässert zu werden.

Teilnehmer der Fußball-Champions-League kassieren mehr als 900 Millionen Euro Prämien

Gruppe von Fußballern auf Feld freut sich nach Sieg
goal © Andrii IURLOV - www.fotolia.de

Auch in der kommenden Spielzeit können die Fußballklubs in der Champions League viel Geld verdienen. Die 32 teilnehmenden Vereine erhalten von dem europäischen Fußballverband UEFA wie im Vorjahr 910,3 Millionen Euro. 500,7 Millionen stehen als feste Zahlungen zur Verfügung, 409,6 Millionen kommen in den sogenannten Marktpool.

Jeder Teilnehmer, darunter Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen, nimmt eine Antrittsgage von 8,6 Millionen Euro ein. Sollte Schalke 04 die Qualifikation überstehen, erhalten auch die Königsblauen diesen Betrag. Für jeden Sieg gibt es eine Prämie von einer Million Euro, 500.000 Euro werden für jedes Unentschieden gezahlt. Im besten Fall kann der Gewinner der Champions League 37,4 Millionen Euro nur an Prämien kassieren.

In der letzten Spielzeit hatte der FC Bayern durch den Sieg in Wembley 55,046 Millionen aus UEFA-Prämien und dem Marktpool erhalten. Der unterlegene Finalgegner Borussia Dortmund kam auf 54,161 Millionen Euro an Antritts- und Erfolgsprämien sowie TV-Markt-Pool-Auszahlungen. Bei den Geldern aus dem Marktpool ist der Wert des nationalen TV-Markts entscheidend.

In der Europa League liegen die Einnahmen erheblich niedriger. Die geschätzten Bruttoerlöse für die kommende Spielzeit belaufen sich auf 225 Millionen Euro, die der Königsklasse auf 1,34 Milliarden Euro.

So teilt die UEFA ihre Einnahmen unter den teilnehmenden Vereinen der Europa League auf

Nahaufnahme Euroscheine und Münzen auf Tisch, Geld
Money - Euro banknotes - Euros © c - www.fotolia.de

Schätzungsweise 225 Millionen Euro wird die UEFA während der Europa League 2013/14 mit Werbeverträgen und Medienrechten einnehmen. Gute 75% davon sollen an unter den teilnehmenden Vereinen aufgeteilt werden. 60% der Vereinsgelder werden als feste Zahlungen verteilt. Die übrigen 40% werden dagegen in variablen Beträgen ausgezahlt und fließen in den sogenannten Market Pool.

Schon in den Qualifikationsrunden fließt einiges an Geldern. Jeder Teilnehmer der ersten Qualifikationsrunde erhält 120.000 Euro. Die Teilnehmer der zweiten Qualifikationsrunde bekommen 130.000 Euro und die der dritten Runde 140.000 Euro. Die Vereine, die die Playoffs nicht überstehen, werden mit jeweils 150.000 Euro belohnt.

Alle 48 Vereine, die sich für die Gruppenphase qualifizieren, bekommen stolze 1,3 Millionen Euro als Startgeld. Die restlichen Zahlungen an die Vereine ergeben sich aus leistungsbezogenen Prämien. Demnach bekommt jeder Verein für einen Sieg in der Gruppenphase 200.000 Euro. Bei einem Unentschieden wird jedem Verein immerhin noch 100.000 gezahlt.

Alle zwölf Sieger der Gruppenphase erhalten zusätzlich jeweils 400.000 Euro. Die Gruppenzweiten bekommen je 200.000 Euro und die Vereine, die es in die Runde der letzten 32 schaffen, bekommen weitere 200.000 Euro. Für den Einzug ins Achtelfinale bekommen die Vereine 350.000 Euro, für das Viertelfinale 450.000 Euro und für das Halbfinale eine Million. Im Finale erhält der Verlierer 2,5 Millionen Euro und der Gewinner fünf Millionen.

Geschichte, Regelwerk und Rekorde der UEFA Europa League

Mit dem UEFA-Cup, der zwischenzeitlich in die Europa League umbenannt wurde, sollte einst das Pendant zur Champions League geschaffen werden. In den letzten Jahren erfuhr der Wettbewerb aber eine Herabsetzung seines sportlichen Niveaus, womit er natürlich auch nicht mehr so attraktiv wie ehedem wirkt. Es scheint einen Bedarf für Reformen zu geben.

Kein Cup der Verlierer

Zur Saison 1971/72 wurde der UEFA-Cup erstmals ausgespielt. Er richtete sich an alle Vereine, die in ihren nationalen Ligen weder die Meisterschaft noch den Pokal gewonnen, sich aber dennoch eine gute Platzierung gesichert hatten. So waren aus jeder europäischen Liga zwei bis drei Teams startberechtigt.

Sie traten im direkten Duell der KO-Runden gegeneinander auf einem sportlich sehr hohen Level an. Da verwunderte es schon, dass Mitte der 90er Jahre Franz Beckenbauer – damals Trainer des FC Bayern München – den Wettbewerb als "Cup der Verlierer" bezeichnete. Über lange Jahre hinweg war das Renommee des Turnieres sehr glanzvoll, verblasste zuletzt aber doch ein wenig.

Neue Regelung der UEFA: Pokalzweite starten nicht mehr in Europa

Hand hält Pokal nach oben unter blauem Himmel
sports cup on a background of the bright sky. © papa - www.fotolia.de

Der Verlierer des DFB-Pokalfinales hat zukünftig keine Chance mehr, in die Europa League einzuziehen. Bisher nahm der unterlegene Verein an der Qualifikation zur Europa League teil, wenn der nationale Pokalsieger bereits als Champions League Teilnehmer feststand. Die Europäische Fußball-Union UEFA hat diese Regelung nun geändert. Ab der Saison 2015/16 wird der vakante Platz von einem Nachrücker der Bundesliga besetzt.

Diese Saison hätte der HSV von neuer Regel profitiert

In dieser Saison wäre der in der Liga siebtplatzierte Hamburger SV anstelle des VFB Stuttgart in der Europa League angetreten. Die Schwaben hatten im Pokalfinale gegen Bayern München verloren. In den Europa-League-Playoffs schieden sie gegen den kroatischen Club HNJ Rijeka aus.

Eine hohe Zahl an Teilnehmern

In den 90er Jahren kam es zu einigen Reformen im europäischen Fußball. So war in der Champions League nicht mehr nur der jeweilige Meister spielberechtigt. Auch der Zweit- oder Drittplatzierte konnte teilnehmen. Im Gegenzug wurde der Europapokal der Landesmeister ersatzlos gestrichen – der Sieger des nationalen Pokals darf somit in der neu geschaffenen Europa League starten.

Das führte dazu, dass sich für diesen Wettbewerb eine Vielzahl von Mannschaften qualifiziert, die zunächst in einer sehr aufwendigen Vorrunde gegeneinanderspielen, anschließend eine Zwischenrunde überstehen müssen und erst nachfolgend die eigentlichen KO-Runden bestreiten dürfen.

Das wirkt nicht immer attraktiv und führt zu einer hohen Zahl an Spielen, die zuweilen nicht einmal jedem Fan eines Teams zuzumuten sind.

Vereine gegen Zusammenlegung der europäischen Wettbewerbe

Fußballspieler in rotem Trikot kniet im Regen und unter Flutlicht auf dem Rasen und jubelt
Victorious Soccer Player © lassedesignen - www.fotolia.de

Die europäischen Fußballvereine haben Plänen von UEFA-Präsident Michel Platini, die Europa-League mit der Champions League zusammenzulegen, eine Absage erteilt.

Die European Club Association (ECA), die Interessenvereinigung der europäischen Fußballvereine, hat 87 Vereine aus 36 Ländern zu der derzeitigen Austragungspraxis der europäischen Wettbewerbe befragt. 75 Prozent der befragten Clubs äußerten sich "zufrieden" oder "sehr zufrieden" mit dem bestehenden System.

Überwältigende 92 Prozent der europäischen Vereine plädierten dafür, Champions League und Europa League auch zukünftig parallel auszutragen. Lediglich eine Regeländerung stieß auf Zustimmung der meisten Clubs. 61 Prozent wollen dem Europa-League-Sieger ein automatisches Startrecht für die Champions League einräumen. Platini hatte im vergangenen Jahr eine Reform der europäischen Wettbewerbe ab 2015 in Aussicht gestellt. Im Gespräch war etwa eine Aufstockung der Champions League auf 64 Mannschaften.

Die Europa League

Der Wettbewerb selbst wurde erst zur Saison 2009/10 umbenannt. Zwar gab es zuvor bereits die genannten Reformen: Mehr Teams erlangten einen Zugang, der Modus wurde komplizierter. Dennoch hatte sich die Bezeichnung des UEFA-Cups über die Jahre abgenutzt und sollte modernisiert werden. Damit ging auch eine höhere Attraktivität für die Sponsoren einher.

Die möglichen Prämien des Turnieres gestalten sich gegenwärtig deutlich lukrativer als noch vor Jahren. Dennoch sind sie nicht konkurrenzfähig mit jenen Summen, die in der Champions League verdient werden können. Die Europa League fristet damit ein wenig das Schattendasein unter den europäischen Wettbewerben und ist von altem Glanz weit entfernt.

Kommt es zu weiteren Reformen?

Da verwundert es natürlich nicht, dass auch hier der Bedarf an Veränderungen besteht und heiß diskutiert wird. Die Lösung kann indes nur darin bestehen, das Turnier nicht für noch mehr Teilnehmer zu öffnen, sondern den Zugang zu beschränken. Sportlich gute Vereine, die in der nationalen Liga dennoch nicht die ganz großen Titel erringen, sollten hierbei vertreten sein.

Der Modus muss zudem vereinfacht werden, statt sich in immer neuen Runden zu verlieren. Eventuell gelingt es auf absehbare Zeit mit solchen Überlegungen, den Wettbewerb wieder ein wenig glamouröser zu gestalten und damit auch die Zuschauerzahlen zu erhöhen.

Osteuropäische Spitzenclubs fordern eigene Liga

Beine von Fußballern in gelben Trikots mit Fußball
fussball © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Die Vision einer Länderübergreifenden Osteuropäischen Fußballliga soll schon bald wahr werden, zumindest nach dem Willen der Oligarchen, die Spitzenclubs wie Schachtjor Donezk oder Anschi Machatschkala besitzen.

In ihren heimischen Ligen geben die russischen, weißrussischen und ukrainischen Spitzenteams den Ton an, doch international sind sie nur begrenzt wettbewerbsfähig. Zenit St. Petersburg und Spartak Moskau beispielsweise sind in der Champions League in diesem Jahr schon früh ausgeschieden.

Befürworter der Idee betonen, dass eine neue Superliga sportlich stärker wäre als die nationalen Ligen, somit würden die osteuropäischen Vereine besser auf Begegnungen mit westeuropäischen Teams vorbereitet. Zudem würde die neue Liga aufgrund ihrer höheren Attraktivität mehr Zuschauer in die Stadien locken.

Unklar ist bislang allerdings, wie sich die neue Liga zusammensetzen soll, und welcher Spielmodus geplant ist. Der russische Verbandspräsident, Nikolai Tolstych, hat sich im Gegensatz zum russischen Ligachef klar gegen derartige Überlegungen ausgesprochen. Aus seiner Position heraus durchaus verständlich, denn wenn die Spitzenvereine ihr eigenes Süppchen kochen, dann verlieren die nationalen Wettbewerbe deutlich an Ansehen.

Geschichte, Regelwerk und Rekorde des UEFA Super Cups

Schon seit Jahren beschäftigt den europäischen Fußball nur die eine Frage: Welcher Titel ist eigentlich höher einzuschätzen, der Gewinn der Champions League oder jener der Europa League? Vor rund 40 Jahren wurde eigens dafür der UEFA Super Cup eingeführt. Doch auch er konnte die Frage nicht beantworten.

Wettbewerbe auf Augenhöhe

Die Idee des 1972 gegründeten Super Cups lag darin, dass die Teilnehmer des Europapokals der Landesmeister und jene des UEFA-Cups nicht selten gleichstark waren. Hierbei handelte es sich zumeist um die drei bis vier Teams eines Landes, die problemlos um den Titel spielen konnten.

Insofern war es oft nur eine Frage des Glücks, wer die nationale Meisterschaft gewann und auf höchstem Terrain agieren durfte und wer demgegenüber mit dem UEFA-Cup vorlieb nahm. Daher kam es schnell zur Kontroverse, welcher Wettbewerb denn nun eigentlich höher einzustufen sei. Der Super Cup wurde dabei als ultimatives Endspiel beider Sieger gesehen.

Kurz vor Saisonbeginn

Im Gegensatz zu den beiden genannten Turnieren, die regelmäßig mit Abschluss einer Spielzeit entschieden werden, findet der Super Cup stets im Vorfeld einer neuer Saison statt. Meist wird er Ende Juli oder Anfang August ausgetragen. Zu einer Zeit also, in der viele Mannschaften einem personellen Wandel unterzogen wurden und nur noch selten das Gesicht der Vorwochen tragen.

Es sei dahingestellt, ob der Zeitpunkt des Spiels somit gut gewählt ist. Zumindest aber kann er sich einer langen Tradition erfreuen und daran sollte sich auch in den kommenden Jahren wenig ändern. Zwar stellt der Super Cup mitnichten die tatsächliche Krönung des europäischen Fußballs dar - doch ein Aufeinandertreffen der zwei formell stärksten Mannschaften der jeweiligen Turniere ist immer gerne gesehen. Und es kam in der Geschichte auch zu einigen packenden Duellen.

Glanzvolle Sieger

Die Liste der einstigen Titelträger liest sich wie ein "Who is who" des europäischen Fußballs:

  • FC Barcelona,
  • der AC Mailand,
  • Real Madrid und
  • Ajax Amsterdam

konnten in der 40-jährigen Laufzeit bereits viele Triumphe erringen. Dem Team aus Barcelona und den Mailändern gelang dieses Kunststück gleich fünfmal, sie gehören damit zu den Rekordhalter des Wettbewerbes. Ebenso ist Milan (kurz für AC Mailand) neben Ajax Amsterdam der einzige Club, der seinen Vorjahrestitel verteidigen konnte: Sowohl die Holländer als auch die Italiener schafften es damit ebenfalls, auch ihre Krone im Europapokal der Landesmeister nicht zu verlieren.

Eine Leistung also, die höher nicht sein könnte – und in den letzten Jahren auch von keinem Club mehr wiederholt wurde.

Wer ist denn nun besser?

Doch zurück zur Ausgangsfrage, wer denn nun eigentlich das stärkere Team sei: der Sieger der Champions League oder jener der Europa League?

Das Ranking der bisherigen Spiele im Super Cup gibt darüber nur wenig Aufschluss. So herrscht eine nahezu ausgeglichene Bilanz, die aber doch nur wenig über die Stärken der Finalisten preisgibt. Denn die eigentliche Krone des europäischen Vereinsfußballs wird nach wie vor in der Champions League überreicht.

Champions League für A-Junioren startet: Kritik an Youth League

Junge in Fußballtrikot liegt auf dem Bauch auf dem Rasen, die Hände auf dem Kopf
Foul!! © Johanna Mühlbauer - www.fotolia.de

Zeitgleich mit der Champions League startet in dieser Saison auch ein neuer Wettbewerb, die Youth League. Diese Champions League für A-Junioren hat die UEFA ins Leben gerufen, an ihr nehmen die U19-Mannschaften der Vereine teil, die auch in der Champions League antreten. Für Deutschland gehen in dem offiziell "UEFA Youth League" betitelten Wettbewerb Bayern München, Borussia Dortmund, Schalke 04 und Bayer Leverkusen an den Start.

Laut UEFA-Präsident Michel Platini eine neue Möglichkeit für jugendliche Fußballer, sich auf international hohem Niveau spielerisch weiter zu entwickeln. Bei den Vereinen selbst trifft der neue Wettbewerb hingegen weniger auf ungeteilte Begeisterung. Oliver Ruhnert, sportlicher Leiter der Nachwuchsabteilung des FC Schalke, fürchtet aufgrund der Reisestrapazen eine Überlastung seiner jungen Fußballer. Neben der Schule, normalem Ligaalltag und Lehrgängen des DFB hätten diese kaum Zeit für diesen weiteren Wettbewerb.

Sportlich gesehen ist das Kräftemessen mit internationalen Top-Clubs für die Spieler durchaus reizvoll, doch die "Youth League" geht auf Kosten von Trainingseinheiten, die in diesem Alter besonders wichtig sind. Auch mit der Zusammensetzung der jugendlichen Champions League macht es sich die UEFA sehr einfach. Da sich die Jugendmannschaften automatisch aufgrund der Erfolge der Profiabteilungen qualifizieren, bleibt etwa der deutsche A-Jugend-Meister VFL Wolfsburg außen vor.

Europas Fußballverband UEFA plant Nationenliga mit Auf- und Abstieg

Weißer Fußball in grünem Netz von Fußballtor
Goal © LVDESIGN - www.fotolia.de

Neben der Fußball-EM soll es künftig mit der Nationenliga einen weiteren europaweiten Wettbewerb für Nationalmannschaften geben.

Einzelheiten zum Wettbewerb stehenn noch nicht fest

Der Kongress des europäische Fußballverbandes UEFA sprach sich in der kasachischen Hauptstadt Astana einstimmig für einen entsprechenden Vorschlag seines Exekutivkomitees aus.

Der Wettbewerb soll seine Premiere nach der WM 2018 feiern und alle zwei Jahre in Spielzeiten ohne großes Turnier stattfinden. Einzelheiten soll nun das Komitee für Nationalmannschaftswettbewerbe unter Vorsitz von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ausarbeiten.

Spielaustragungen zur Senkung der Anzahl der Testspiele

Die Begegnungen der ersten Saison in der Nationenliga sollen von September bis November 2018 in vier Divisionen mit Auf- und Abstieg ausgetragen werden. Im Folgejahr soll es ein Turnier der besten vier Teams geben. Durch den Wettbewerb nimmt die Zahl der Testspiele deutlich ab.

Deutschland würde mit großer Wahrscheinlichkeit in der Top-Staffel an den Start gehen und hätte damit noch mehr Duelle mit den besten Auswahlmannschaften des Kontinents.

Grundinformationen und Hinweise zu Fußballturnieren

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: foot © karaboux - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Fußball liegt hinter der Torlinie © Smileus - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Girl fighting for Soccer Ball © Destinyvp - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hands and soccer ball. Save and hold it © white_bcgrd - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Winner © Benicce - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Victorious Soccer Player © lassedesignen - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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